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Das Jahr 2011 in der internationalen Bibliotheks- und Informationswissenschaft.

Posted in LIBREAS aktuell by Ben on 31. Dezember 2011

Eine Rundschau von Ben Kaden

Zum Jahresende blickt man nicht selten auf Stapel von Publikationen, die durchzusehen man sich anschickte, es aber aus dem einen anderen Grund nicht mit dem gewünschten Erfolg umzusetzen verstand. Schichtarbeiter, zu denen ich zähle, neigen vielmehr sogar dazu, die Stapel mit den Jahren wachsen zu lassen. Dass man sie bei digitalen Publikationen nicht direkt materiell als Bürde des Unterlassens vor sich sieht, ist nur ein schwacher Trost.

Bevor ich nun mit der Aufschichtungstradition zu breche und 2012 mit einem leeren Tisch in einem frisch gelüfteten Raum beginne, möchte ich wenigstens stichprobenartig ein bisschen durch den virtuellen Haufen des bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Outputs tauchen und ein paar Nadeln herausheben, um sie als Pins in meine persönliche kognitive Karte des Fachs einzustecken. Die Auswahl ist notwendig voreingenommen und hoch selektiv.

Mir steht dabei die klassische Kennzahl – hoffentlich richtig – vor Augen, dass ein Wissenschaftler im Jahr ca. 1000 Aufsätze sichtet und etwa 100 liest. Und einen schreibt. An anderer Stelle wurde mir einmal vorgerechnet, dass man etwa 70.000 Seiten im Jahr lesen muss, um halbwegs auf dem aktuellen Stand der Wissenschaftsentwicklung zu bleiben. Im Terror dieser Werte gefangen arbeite ich mich wie die meisten meiner Peers durch einen nicht zu bewältigenden Berg an Publikationen und lege ab und an selbst noch ein drauf. Für die nachfolgende Rundschau habe ich in etwa das Jahrespensum eines Wissenschaftlers zusammengedampft. Mehr geht derzeit nicht. Für eine vollständige Durchsicht des Publikationsgeschehens eines Jahres müssten die Zeit zwischen den Jahren bzw. vielleicht sogar die Jahre bedeutend länger sein. Immerhin lässt sich für das nächste Jahr vornehmen, die Materialstapel gleich zeitnah vielleicht einmal im Monat zu bearbeiten und auf diesem Weg einen systematischeren Blick auf die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Entwicklungen zu entwickeln. Dies würde auch dazu beiträgen, dem Referateansatz dieses Weblogs eine verlässlichere Form zu geben.

Selbstverständlich wäre es etwas unsinnig, den Zeitraum eines einzigen Jahres als repräsentative Eingrenzung für das Geschehen in einer Wissenschaft heranzuziehen. Zumal auf der Basis von Zeitschriftenpublikationen. Denn solche Beiträge stecken schon mal gern länger im Review- und Drucklegungsverfahren und stammen genau genommen oft bereits aus dem Vorjahr.

Wenn wir versuchen anhand der Zeitschriftenpublikationen des Jahres 2011 Trends für Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu ermitteln, ermitteln wir eigentlich, womit sich die Forschung 2010 beschäftigte. Andererseits sind die meisten der Beiträge tatsächlich erst irgendwann im Laufe des Jahres 2011 in unserer Aufmerksamkeit gelangt und haben unsere Forschungsperspektive daher in diesem Zeitpunkt auch erst beeinflussen können.

Die Wissenschaftskommunikation ist demzufolge ein stabil zeitversetzter Prozess, der, wenn man sich zum Beispiel die Entwicklung der Sozialen Netzwerke und ihrer gesellschaftlichen Rolle ansieht, immer einen Tick hinter einem allgemeinen Zeitgeist zu verorten scheint. Dafür ist die Perspektive weiter, denn der Leser sieht, wohin sein Tablet ihn tatsächlich trägt und liest drauf, was man im Sommer zuvor über eine mögliche Tragweite dachte. Wenn man Glück hat, gelingt aus dieser Lücke auf Seiten des Beobachters eine stimmige Extrapolation in die Zukunft.

Nachfolgend werden nun bar jedes Anspruchs auf Vollständigkeit stichpunktartig Kernaussagen, Trends, Erkenntnisse und Fakten zusammengestellt, die einige der Leitthemen und Haupttrends der internationalen Bibliotheks- und Informationswissenschaft des Jahres 2011 umreißen.

Lässt man die Lektüren des Jahres 2011 nun binnen einiger Nachmittagsstunden an Jahresendfeiertagen ihre Revue passieren, dann fällt für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Rückblick auf, dass es nicht unbedingt eine Disziplin der großen Durchbrüche, Erkenntnisexplosionen und Quantensätze handelt, sondern um ein Fach mit einerseits sehr heterogenen Themenstellungen und andererseits mit eher behäbigen Verschiebungen im Diskurs. Für die Wissenschaft dürfte das einem Normalzustand entsprechen: Die Paradigmenwechsel – sofern man an Kuhn glaubt – vollziehen sich natürlich dennoch und einige Tendenzen werden ich nachfolgend herausstellen. Aber wenigstens im Zeitschriftenbereich finden sich im gesichteten Korpus (besonders Journal of Documentation, Journal of Information Science, Journal of the American Society for Information Science and Technology, Knowledge Organization, Scientometrics) keine Leuchtturmpublikationen deren Strahlkraft geeignet ist, völlig neue Sichtweisen zu eröffnen oder wenigstens in eine deftige Wissenschaftskontroverse zu führen. Die Diskussionen zwischen Birger Hjørland (2011b, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511423169) und Marcia Bates (http://dx.doi.org/10.1002/asi.21594) deuten immerhin an, dass etwas in dieser Art denkbar ist und wie es aussehen könnte. Und auch der Text von John Palfrey und Johnathan Zittrain (http://dx.doi.org/10.1126/science.1210737) als einer von wenigen interdisziplinären Ausreißern der Rundschau zu Science und Nature bestätigt eigentlich nur, dass unsere Disziplin notgedrungen ein Fach des Digitalen ist.

Um diese Aussage gleich wieder einzuschränken muss nochmals unbedingt auf die Subjektivität von Auswahl, Deutung und Schwerpunktsetzung verwiesen werden. Die Zusammenfassung schließt vorwiegend solche Quellen ein, die ich persönlich benutze, um mich ein wenig auf dem Stand des Forschungs- und Erkenntnisverlaufs in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu halten. Eigene Lektüreinteressen spielen bei der konkreten Titel- und Artikelauswahl keine geringe Rolle. Es kann also durchaus sein, dass ich den das Paradigma umstoßenden Beitrag schlicht nicht gesehen und/oder nicht als solchen erkannt habe. Berücksichtigt wurde zudem in diesem Fall ausschließlich Zeitschriftenliteratur (mit einer persönlichen Ausnahme, die eigentlich in der LIBREAS-Ausgabe 19 als Aufsatz erscheinen sollte…). Nach einen kurzen Zusammenfassung der Haupttrends werden einzelne, in meinen Augen notierenswerte Erkenntnisse, Einsichten, Positionen und Fakten in Form von Stichpunkten zwar grob geclustert, im Übrigen jedoch soweit als möglich neutral und unkommentiert abgebildet.

Haupttrends

Die Dominanz digitaler und digitaltechnologischer Themen ist der derzeitigen, in jedem Fall irreversiblen Hegemonie von digitalen Technologien in den Untersuchungsfeldern Sammlung, Erschließung, Speicherung und Vermittlung von Information geschuldet. (Hilbert, López, http://dx.doi.org/10.1126/science.1200970)

Sofern man von Hauptentwicklungslinien sprechen mag, scheint mir der Bereich der Social Media zu einer stabilen Größe in verschiedenen Anwendungsfeldern herangewachsen zu sein. Die Trends der Vorjahre setzen sich fort: Folksonomien und Tagging sind genauso häufige Forschungsgegenstände wie die Twitterforschung und die Wikipedia. Die Bibliothek 2.0 (bzw. Library 2.0) als Schlagwort ist dagegen völlig verschwunden, wogegen Web 2.0 manchmal noch aufschimmert. (Gerolimos, Konsta, http://dx.doi.org/10.1045/july2011-gerolimos) Es scheint, als würden die entsprechenden Werkzeuge und Technologien sukzessive angenommen und für jeweilige Bedürfnisse modifiziert anstatt die Bibliotheks- und Informationsdienstleistungen von Grund auf umzupflügen. Als Werkzeuge um der Werkzeuge willen werden die Web 2.0-Angebote von Bibliotheken bei den Nutzern dagegen offensichtlich kaum angenommen.

Interessanterweise scheint man sich neben der technologischen Öffnung verstärkt auf die methodischen und methodologischen Traditionslinien auszurichten. Die Wiederbelebung von Thesen Paul Otlets und damit eine Quasi-Rückkehr der Dokumentation lassen sich genauso beobachten wie eine wachsende Bedeutung der Semiotik besonders natürlich im Anschluss an C.S. Peirce in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. (z.B. Friedman, Thellefsen, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145034) Damit wird die Dreiseitigkeit der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Forschungsperspektiven (Form, Inhalt, Akteur) weiter untermauert. Stellenweise wird auch Bezug auf die Biosemiotik genommen. (Jones, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145052 ) Ob man dabei von einer Semiotisierung des Faches sprechen sollte, lasse ich offen. Persönlich würde mich der Schritt aber freuen.

Soziale Netzwerkanwendungen wie Facebook sind als Forschungsgegenstand insgesamt ausgesprochen vielversprechend und populär (z.B. Gerolimos http://dx.doi.org/10.1045/november2011-gerolimos). Eine Erklärung könnte im integrativen Charakter solcher Anwendungen liegen, der die beteiligten Menschen und Institutionen auf denselben Grad der digitalen Verwaltbarkeit und Vernetzbarkeit bringt wie zuvor bereits die Inhalte. Data Mining fließt in diesem Zusammenhang mit der Auswertung von sozialen Netzwerken und ihren Strukturen, also der Netzwerkforschung, zusammen. (Alguliev, Aliguliyev, Ganjaliyev, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400946) Von dort ist der Schritt zu den Digital Humanities nicht mehr allzu weit. Auch Culturomics könnten eine zunehmende Rolle spielen. (Leetaru, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3663/3040)

Spezifisch wissenschaftliche Anwendungen von Social Media tauchten bei der Sichtung jedoch im Korpus eher selten auf. (Eine Ausnahme ist CiteULike, vgl. Kipp, keine DOI) Generell rückt der Mensch sehr stark ins Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, was sich an diversen Untersuchungen zum konkreten Informationsverhalten und zu Motivationslagen niederschlägt. Es finden sich passend reichlich kognitionswissenschaftliche und psychologische Schnittstellen in der Zeitschriftenliteratur dieses Jahres. (z.B. bei Budd, 2011b, http://dx.doi.org/0.1177/0165551511406625) Angesichts der eher zaghaften Annahme von sozialen Diensten durch Bibliotheksnutzer und angesichts einer blühenden allgemeinen Nutzung von Social Media ist die Motivationsforschung sicher ein probates Mittel, um sich dieser wahrgenommenen Diskrepanz zu nähern.

Die Indexierung von Inhalten, zunehmend auch solcher nicht-textueller Art, durch die Nutzer bleibt ebenso ein beliebtes Thema wie deren generelle strukturierte Erfassung (vgl. z.B. Benson, keine DOI). Dazu korrespondierend lassen sich Bemühungen zur besseren bzw. maschinenlesbareren formalen Strukturierung wissenschaftlicher Publikationen verstehen. (Allen 2011b http://dx.doi.org/10.1045/may2011-allen ; Casati, Origgi, Simon, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183546) Das wissenschaftliche Publikationsaufkommen soll langfristig auch dokumentenintern direkt datenverarbeitbar sein, woraus neue Optionen für bibliometrische Anwendungen ergeben dürften. Entsprechende Strukturierungen vorausgesetzt, wachsen an dieser Stelle Semantic Web und Impact-Messungen aufeinander zu. Zugleich eröffnen sich neue Möglichkeiten für thematisches Mapping und Clustering, was sich direkt auf diverse Facetten der Informationsvermittlung auswirken dürfte. Am Thema Plagiat kommt in diesem Jahr auch die Bibliotheks- und Informationswissenschaft nicht vorbei. (Seadle, 2011b, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111189750; Stamatatos, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21630) Allerdings weniger, weil es besondere Fälle zu vermelden gab, sondern weil gerade im akademischen Bereich Bibliotheken als Dienstleister für Wissenschaft und Lehre auch die (automatisierbare) Plagiatserkennung als Thema beschäftigt.

Auf der konzeptionellen Ebene hält sich damit korrespondierend nach wie vor der „Social Turn“ als aktuelle Entwicklung. (Hjørland 2011b, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511423169) Weiterhin spielt die Erschließung nicht-wissenschaftlicher Texte, also z.B. literarischer Inhalte (Paling, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145016 ; Paling 2011b, keine DOI) allgemein eine Rolle. Informationsethische Fragestellungen scheinen dagegen etwas kurz zu kommen. Das Thema Informationskompetenz (Information Literacy) bleibt dagegen beliebt.

Ein kommendes konkretes Thema könnten so genannte Question-Answering -Systeme (QA-Systems) sein, die teilweise als Alternative zu traditionellen Formen von Retrieval-Systemen gehandelt werden. (Olvera-Lobo, Gutiérrez-Artacho, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511398575 ) Und natürlich nähert man sich damit wieder der Artificial Intelligence an.

Ein Dauerthema ist stabil die Bestimmung des eigenen Fachs und seiner Grenzen. Zum Teil werden zur Standortbestimmung Mapping-Verfahren herangezogen. (Zitt, Lelu, Bassecoulard, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21440) Zum Teil versucht man sich mit Umfragen in nationalen Communities. (Kaden, Kindling, Pampel, https://libreas.wordpress.com/2011/06/20/informationswissenschaft-2011/)  Zum Teil werden auch einfach nur subjektive Wahrnehmungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit notiert (dieser Text).

Für die Analyse sozialer Netzwerke werden neue bzw. alternative Messverfahren als Desiderat gesehen. (Palfrey, Zittrain, http://dx.doi.org/10.1126/science.1210737). Die so genannten Altmetrics werden zudem auch generell für die Biblio- und Szientometrie zum Thema. Die Analyse sozialer Netze erschließt der Bibliotheks- und Informationswissenschaft möglicherweise das bisher weitegend in der Physik bearbeitete Feld der Komplexitätsforschung. (Barabási, http://dx.doi.org/10.1038/nphys2188 )

Das Semantic Web steht dagegen überraschend fast wenig oder kritisch (Almeida, Souza, Fonseca, keine DOI) im Zentrum der publizierten Forschung. Das mag möglicherweise auch daran liegen, dass Entwicklungen im Bereich der Ontologien weniger leicht umzusetzen und zu automatisieren sind, als man es sich vielleicht in den Jahren zuvor erhoffte. (Lumsden, Hall, Cruickshank) Andererseits könnte das Thema aber auch einen Elaborationsgrad erreicht haben, der stärker in spezifischer ausgerichteten Foren und Zeitschriften außerhalb der Hauptlinien der Bibliotheks- und Informationswissenschaft behandelt wird.

Was interdisziplinäre Einflüsse betrifft, dominieren neben informatischen Disziplinen und zunehmend der Psychologie und der Kognitionswissenschaft erstaunlich stabil (in den gesichteten Quellen) geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer und dabei vor allem die Philosophie. (z.B. der hermeneutische Ansatz bei Boydens, van Hooland, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109476 oder auch Budd, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105452), Hjørland, 2011d http://dx.doi.org/10.1002/asi.21480 und Mai, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145061). International lässt sich ein großes Interesse an entsprechenden Disziplinen übergreifenden Kontextualisierungen sowie methodologischen Erweiterungen feststellen. Die Kombination von informatischen, informationswissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Methoden könnte in eine besondere Form der Internetforschung, die auch die gesellschaftspolitische Rolle der Informationswissenschaft stärker verdeutlicht, führen. (Palfrey, Zittrain, http://dx.doi.org/10.1126/science.1210737) Auf der anderen Seite eröffnen sich Perspektiven für netzwerk- und komplexitätstheoretischer Ansätze, die Erkenntnisse von Physik und Statistik mit denen der Gesellschaftswissenschaften zusammenführen könnten. (Barabási, http://dx.doi.org/10.1038/nphys2188 ) (Newman, http://dx.doi.org/10.1038/nphys2162) Genaue disziplinäre Grenzen sind auch hinsichtlich der Publikationsorgane bisweilen nicht eindeutig festlegbar. So klassifiziert der Springer-Verlag die Zeitschrift Scientometrics unter Computer Science. Aus der Perspektive des Berliner Instituts wäre sie dagegen eine absolut einschlägige informationswissenschaftliche Publikation.

Neben den klassischen bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ansätzen zur Anwendung, Programmier-, Verwaltbar- und Messbarkeit scheint demzufolge ein erhöhter Bedarf hinsichtlich des Verstehens und Erklärens von Prozessen der Gesellschaft allgemein wie auch der Wechselwirkung von Technologie und Gesellschaft bzw. der Wissenschaftskommunikation vorzuliegen. Hier erschließen sich Verbindungen zur Wissens- und Wissenschaftssoziologie. (z.B. bei Keshet, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105489) Inwieweit die Zusammenführung dieser Hauptlinien Netzwerkforschung, Semiotik, Soziologie und Hermeneutik, also die gleichermaßen auf Daten und Nutzer gerichtete Elaboration des Faches, die Bibliotheks- und Informationswissenschaft 2012 dominieren wird, muss dann die Jahresauswertung im nächsten Dezember zeigen. Immerhin glaubt man sogar (wieder) an eine präzise, computergestützte Vorhersagbarkeit der Welt. (Weinberger, http://dx.doi.org/10.1038/scientificamerican1211-52)

Einzelne Einsichten, Erkenntnisse und Fakten

Anmerkung: Die Auswahl und Wiedergabe der nachfolgenden Inhalte entspricht einer individuellen Selektion für eine weitere Bezugnahme auf Einzelangaben ist stets und unbedingt die Lektüre der Originalquelle empfohlen.

Zur Zitierweise: Da es sich ausschließlich um Publikationen aus dem Jahr 2011 handelt, werden in Klammern nur die Autorennamen angegeben, es sei denn, es werden mehrere Publikationen eines Autors erwähnt. In solchen Fällen wird eine Zählung 2011a, 2011b, … ergänzt. Nach Möglichkeit werden die Beiträge direkt verlinkt.

Begriffsforschung

Der Informationsbegriff muss um die Facetten Bedeutung und Wahrheit erweitert werden. (Budd, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105452) Der Begriff der „Semantics“ im Sinne des „Semantic Webs“ benötigt eine linguistisch fundierte Präzisierung. (Almeida, Souza, Fonseca, keine DOI) Text ist als komplexer, biosemiotischer grundierter Prozess zu verstehen. (Jones, , http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145052 ) Das „Hierachy-in-Action“-Konzept eignet sich als Ansatz zum Verständnis dieser Prozesse. (Jones, 2011, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145052 ) Der Begriff des Nutzers ist tot. (Day, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21422) Die Informationswissenschaft muss Subjekte (Akteure) und Objekte (Inhalte) und ihren Relationen in einem Modell der „doppelten Vermittlung“ denken. (Day, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21422) Analog dazu werden zunehmend die handelnden Akteure selbst Gegenstand von Netzwerkanalysen, also ähnlich Medieninhalten analysiert. (Alguliev, Aliguliyev, Ganjaliyev, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400946) Paul Otlet bzw. seine theoretischen Ansätze sind wieder da und werden aktualisiert. (Heuvel, Rayward, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21607) Der „social turn“ in der Informationswissenschaft bedarf einer fortlaufenden Elaboration hinsichtlich theoretischer Klarheit. (Hjørland, 2011b, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511423169) Birger Hjørland (2011b, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511423169) hat den Ansatz von Marta Bates misinterpretiert. (Bates, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21594) Konzepte und Phänomene der Information Inequality können über sozialwissenschaftliche Ansätze u.a. zur sozialen Ungleichheit präzisiert und erklärt werden. (Yu, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511426246)

Benutzungsforschung / Informationsverhalten / Informationskompetenz / Usability /Accessibility

Die Vielfalt von Methoden zur Benutzungsforschung wächst; das Vertrauen in diese Methoden ebenfalls. (Greifeneder, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111138134) Zwischen 1999 und 2008 gab es in der Information Behavior Research wenig Veränderungen hinsichtlich der Methoden, des Themenzuschnitts und der beforschten Nutzergruppen. (Julien, Pecoski, Reed, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.07.014) Das Verhältnis von Praktikern zu Forschern unter den Autoren von Beiträgen zu Information Behavior Research hat sich zwischen 1999 und 2008 in Richtung einer Mehrheit von Wissenschaftlern verschoben. (Julien, Pecoski, Reed, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.07.014)

Es wird untersucht, wie Nutzer Relevanz bewerten bzw. unter dem Konzept Relevanz überhaupt verstehen. (Ju, Gluck, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511412030) Topicality ist das Hauptkriterium bei der Relevanzbewertung von Information. (Chu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109467) Beim facettierten Retrieval ergibt die Kombination von topic facets und anderen Facetten die besten Ergebnisse. (Hagedorn, Kagela, Noh et al. http://dx.doi.org/10.1045/september2011-hagedorn) Topic factes unterstützen die Serendipity. (Hagedorn, Kagela, Noh et al. http://dx.doi.org/10.1045/september2011-hagedorn) Werden in einem Retrievalsystem Relevanzkriterien zur Auswahl vorgegeben, sollten es weniger als zehn sein. Eine höhere Zahl überfordert die Benutzer des Systems. (Chu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109467) Individuen mit einem niedrigen oder hohen Informationsbedarf bevorzugen Informationsquellen mit einer erkennbar höheren Informationsqualität gegenüber der Zugänglichkeit, während Individuen mit einem mittleren Informationsbedarf die Zugänglichkeit höher gewichteten. (Lu, Yuan, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21449 ) Mit zunehmendem Informationsbedarf bevorzugen Individuen relationale Quellen (d.h. Quellen, bei denen die Information im interpersonalen Austausch übermittelt wird) gegenüber nicht-personalen Quellen (Texte, Datenbanken, etc.). (Lu, Yuan http://dx.doi.org/10.1002/asi.21449) Informations- und Kommunikationstechnologien wirken für präkonfigurierend für Informationshandlungen (Pilerot, Limberg, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109494) Verfahren des Online Social Network Learning (OSNL) helfen bei der Informationskompetenzvermittlung bei der Herausbildung der Befähigung zum kritischen und reflexiven Umgang mit Information. (Walton, Hepworth, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124541)

Nutzer von E-Mail-based Current-Awareness-Diensten fühlen sich häufig überfordert. (Attfield, Blandford, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105443) 67 % der arabischsprachigen Internetnutzer benutzen bei Google-Suchen lieber die englische Entsprechung zu ihrer Suchanfrage. (Al-Eroud, Al-Ramahi, Al-Kabi et al., http://dx.doi.org/10.1177/0165551511403383)„Emerging Artists“ bzw. „Emerging Designers“ unterscheiden sich in ihrem Informationsverhalten nicht nennenswert von etablierten Fachgenossen. Sie sind darüber hinaus interaktionsorientiert. Serendipity als Inspirationsweg spielt eine große Rolle. (Mason, Robinson, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105498) Browsing ist eine Art, sich zu orientieren. (Hjørland, 2011d http://dx.doi.org/10.1002/asi.21480) Sowohl Information Overload wie auch Information Poverty lassen sich in der Entscheidungspraxis von Health-Care-Managern ebenso feststellen wie die Tendenz zu „gut-genug“-Entscheidungen bei unzulänglichem Informationsstand. (MacDonald, Bath, Booth, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109458) Es gibt bei der Quellenauswahl durch Undergraduate-Studierende einen Unterschied zwischen dem, was sie nach ihrem Stand der Informationskompetenz über die Quellen wissen und ihrem Auswahlverhalten. (Kim, Sin, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400958) Undergraduate-Studierende bevorzugen Quellen nach dem Kriterium der Zugänglichkeit. (Kim, Sin, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400958) Neue Medien fördern nicht unbedingt kritisches Denken und die bewusste Selektion von Information. (Koltay http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3206/2748 ) Im Gegensatz zu Bibliothekaren neigen Studierende an Wirtschaftshochschulen dazu, ihre Informationskompetenz hinsichtlich der Benutzung von Bibliotheksangeboten als gut ausgeprägt bzw. für die Bewältigung des Studiums ausreichend einzuschätzen. (Detlor, Julien, Willson et al. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21474) Wo Studierende Nachholbedarf bei der Recherchekompetenz sehen, gehen Bibliothekare eher von einem Schulungsbedarf bei der Bewertung von Informationsqualität aus. (Detlor,Julien, Willson et al. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21474) Born-Accessible Medien und eine konsequente Durchsetzung von Accessibility-Regelungen könnten die Teilhabemöglichkeiten behinderter Menschen an Online-Angeboten erheblich verbessern. (Wentz, Jaeger, Lazar, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3666/3077) Wissenschaftler und PhD-Studenten nutzen digitale Bibliotheksdienstleistungen intensiver als Undergraduate und Master Studenten. (Melo, Pires, http://dx.doi.org/10.1177/0961000611411708 ) Die Variable „Vorwissen“ steht in enger Beziehung zur Variable „Informationsverhalten“. (Khosrowjerdi, Iranshahi http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.04.008) Studierende an US-Hochschulen benutzen hauptsächlich Suchmaschinen für die Informationssuche. (Head, Eisenberg, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3484/2857) Studierende an US-Hochschulen haben Probleme, aus den Ergebnissen von Suchmaschinensuchen die für sie relevanten Treffer zu ermitteln. (Head, Eisenberg, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3484/2857)

Informationskompetenz ist mehr als eine reine Verfahrensbefähigung sondern spielt generell in Richtung Kommunikationsfähigkeit, eigenständiges Entscheiden und – auch das – lebenslanges Lernen eine Rolle. (Nazari, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511403544) Es bestehen Zusammenhänge zwischen Lernstil, Persönlichkeit und Informationskompetenz, die sich auch in der Lernentwicklung stabil erhalten. (Stokes, Urquhart, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183528) Je höher die selbst-wahrgenommene Informationskompetenz der Lernenden, desto systematischer und planvoller erscheint ihr Lernverhalten. (Stokes, Urquhart, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183528) Die Bedienfreundlichkeit von Informationssystemen ist ein entscheidendes Kriterium bei der Informationssuche. (Connaway, Dickey, Radford, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.12.002) Rich Gazan versucht die Analyse von Social Q&A-Plattformen und –verfahren auf die Agenda zu rücken. (Gazan, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21562; sh. auch Olvera-Lobo, Gutiérrez-Artacho, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511398575) Die Google-Generation (geboren nach 1993) hat wenig Vertrauen in ihre Informationskompetenz. (Nicholas, Rowlands, Clark et al. http://dx.doi.org/10.1108/00012531111103768 ) Die Google-Generation hat im Vergleich zu anderen Generationen ein schlechteres Kurzzeitgedächtnis und ist weniger zum Multitasking befähigt. (Nicholas, Rowlands, Clark et al. http://dx.doi.org/10.1108/00012531111103768Informationskompetenz setzt bei der Erzeugung und Organisation und nicht erst bei der Nutzung von Information an. (Huvila, http://dx.doi.org/10.1177/0961000611418812) Eine mithilfe der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA) generierte WikiMap als alternatives Interface zur Wikipedia erwies sich als für die Nutzung besser geeignet als das Wikipedia-Standard-Interface. (Wu, Wu, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400955) Bilder werden mehr als Objekte denn als Datenquellen gesucht. (Chung, Yoon http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400951) Die Vermittlung digitaler Bestände ist als Konversation zu verstehen und profitiert von der Nutzung von Social Media. (Schrier http://dx.doi.org/10.1045/july2011-schrier) Der Digital Divide ist unter Studierenden im Kaschmir-Tal sehr ausgeprägt. (Loan http://dx.doi.org/10.1177/0340035211418729) Im Kaschmirtal benutzen männliche Studierende das Internet stärker als weibliche Studierende. (Loan http://dx.doi.org/10.1177/0340035211418729 ) Logfile-Analysen zur Interpretation des Suchverhaltens der Nutzer können durch die Analyse der Semantik der Suchanfragen verbessert werden. (Hollink Tsikrika, de Vries http://dx.doi.org/10.1002/asi.21484 )

Bestandsverwaltung / Datenbanken

Auf empirische Materialien gerichtete Datenbanken bzw. ihre Bestandsstruktur verändern sich in gewisser Weise evolutionär mit der Zeit in Wechselwirkung mit den bei ihrer Gestaltung zur Anwendungen kommenden Auswahlprinzipien. (Boydens, van Hooland, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109476) Die Forschungsdatenverwaltung erfordert angesichts einer dauerhaft zu erwartenden Heterogentität sowohl der Daten selbst wie auch ihrer Distributionsformen simplerer und flexiblere Technologien als die derzeit in Anwendung befindlichen. (Parsons, Godøy, LeDrew et al., http://dx.doi.org/10.1177/0165551511412705) Forschungsdaten sollten in eigenen Zeitschriften publiziert werden. (Waajers, van der Graf, http://dx.doi.org/10.1045/january2011-waaijers) Forschungsdaten sollten zitierbar sein (Waajers, van der Graf, http://dx.doi.org/10.1045/january2011-waaijers) Forschungsdaten sollten von Nutzern annotiert/kommentiert werden können. (Waajers, van der Graf, http://dx.doi.org/10.1045/january2011-waaijers) Open Data ist in der Soziologie noch nicht angekommen. (Nicholson, Bennett, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.1.nicholson.html)  Die meisten Gedächtnisorganisationen sind für die digitale Langzeitarchivierung schlecht gerüstet. (Evens, Hauttekeete, http://dx.doi.org/10.1177/0961000611410585) Die Langzeitarchivierung von Objekten mit Plagiaten als Inhalt stellt sich technisch, rechtlich und kulturell als Herausforderung für Bibliotheken dar. (Seadle, 2011b,http://dx.doi.org/10.1108/07378831111189750) Für die digitale Langzeitarchivierung sind besonders auch die Verlage einzubinden. (Smit, van der Hoeven, Giaretta, http://dx.doi.org/10.1087/20110107) Bücher die als Geschenk in den Bibliotheksbestand gelangen werden weniger genutzt als von der Bibliothek erworbene Bücher. (Cheung, Chung, Nesta http://dx.doi.org/10.1108/01435121111158565)

Bibliometrie, Informetrie, Zitatforschung

Im Jahr 2007 lag die Kapazität zur Speicherung von Information weltweit bei 2.9 × 1020 Bytes. (Hilbert, López,  http://dx.doi.org/10.1126/science.1200970) Über die Computerinfrastruktur konnten 2 × 1021 Byte kommuniziert werden. (Hilbert, López, http://dx.doi.org/10.1126/science.1200970) Die weltweit gespeicherte Informationsmenge wuchs zwischen 1986 und 2007 jährlich um 23 %. (Hilbert, López, http://dx.doi.org/10.1126/science.1200970) Google Scholar ist als Datenbasis für bibliometrische Untersuchungen nicht geeignet. (Aguillo http://dx.doi.org/10.1007/s11192-011-0582-8) Der Impact wissenschaftlicher Arbeit lässt sich in gewissem Umfang anhand des Zitationserfolgs der publizierten Arbeiten desselben Autors vorhersagen. (Danell, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21454 ) Popularity Rank, Prestige Rank und Weighted PageRank korrelieren. (Ding, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21452) Der Impact Factor bleibt ein entscheidendes Bewertungskriterium wissenschaftlicher Qualität. Zur Qualitätssicherung in der Wissenschaftskommunikation werden daher Verfahren zur automatischen Erkennung von Manipulationsversuchen untersucht. (Yu, Yang, He, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400954) Veränderungen im Impact Factor werden maßgeblich durch Veränderungen bei Selbstzitationen in Zeitschriften beeinflusst. (Campanario, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21457) An anderer Stelle wird ein evolutionärer Journal-PageRank in Kombination mit intellektueller Bewertung ins Spiel gebracht. (Chen, Chen, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511402421) Zwischen der Zahl der Nobelpreise sowie konventionellen bibliometrischen Indikatoren, Publikations- und Zitationszahlen und den meistzitierten Publikationen lässt sich bei Ländern mit ähnlichen Forschungsstrukturen eine Korrelation nachweisen. (Rodríguez-Navarro, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145007) Zwischen Ländern mit unterschiedlichen Forschungsbedingungen lässt sich dies nicht feststellen. Die Zahl der Nobelpreise als Indikator für exzellente Forschung ist in diesem Zusammenhang nicht valide. (Rodríguez-Navarro, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145007) Die Zahl der Publikationen/Land bzw. Publikationen/Institutionen in Nature und Science korreliert mit der Zahl der Nobelpreise/Land bzw. Nobelpreise/Institution. (Rodríguez-Navarro, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145007) Die Uncitedness von Publikationen von Nobelpreisträgern liegt bei 10% oder höher. (Egghe, Guns, Rousseau, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21557) Im Journal of Documentation entfällt für den Zeitraum 1998-2008 der Hauptanteil der Zitationen auf Zeitschriftenaufsätze. (Tsay, Shu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164682) In der weiteren Reihenfolge werden im Journal of Documentation für den Zeitraum 1998-2008  zitiert: Bücher, Buchkapitel, elektronische Quellen und Konferenzbeiträge. (Tsay, Shu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164682) Die im Journal of Documentation im Zeitraum 1998-2008 zitierten Quellen lassen sich den Hauptklassen Bibliothekswissenschaft, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften zuordnen. (Tsay, Shu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164682) R.B. Williams schlägt eine Differenzierung von direkten (direct (with citation and reference together in the text)) und indirekten (indirect) Zitationen vor. (Williams, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183564) Eine Auswertung von 101 bio-wissenschaftlichen Zeitschriften ergab, dass die meisten biomedizinischen Zeitschriften numerische Zitationsstile pflegen, wogegen, veterinärwissenschaftliche, zoologische und allgemein-biologische Titel auf das Harvard-System zurückgreifen. (Williams, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183564) Der Harvard-Stil für Zitationen wird als die für die Informationsvermittlung effektivste Ansetzung bewertet. (Williams, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183564) Das Zitierverhalten von Bibliometrikern unterscheidet sich von dem von Nichtbibliometrikern. (Case, Miller, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21466) Der Hauptgrund, eine Arbeit zu zitieren, ist, dass sie als „concept marker“, also repräsentativ für ein Konzept, gilt. (Case, Miller, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21466) Richard Tol schlägt ein neues Verfahren (Pareto weights) zur besseren Berücksichtigung von Ko-Autorenschaften in Zitationsanalysen vor. (Tol, http://dx.doi.org/10.1007/s11192-011-0451-5)

E-Books / Medienentwicklung

Die Kapazität für zweiseitige Telekommunikation wuchs zwischen 1986 und 2007 jährlich um 28 %. (Hilbert, López http://dx.doi.org/10.1126/10.1126/science.1200970) Die Kapazität für einseitig gerichtete Telekommunikation wuchs zwischen 1986 und 2007 jährlich um 6 %. (Hilbert, López http://dx.doi.org/10.1126/10.1126/science.1200970) Seit 1990 wird die Telekommunikation von digitalen Technologien dominiert. (Hilbert, López http://dx.doi.org/10.1126/10.1126/science.1200970) Der Anteil digital gespeicherter Informationen zu analog gespeicherten Informationen verschob sich zwischen 1986 und 2007 von 0,8 % zu 94 %. (Hilbert, López http://dx.doi.org/10.1126/10.1126/science.1200970) Die Produktion von Buchtiteln über Formen des non-traditional Publishing (Reprints gemeinfreier Titel, Print-on-Demand, etc.) entspricht der achtfachen Menge des traditionellen Buchpublizierens. (Bradley, Fulton, Helm, et al. http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3353/3030) Studierende haben nach wie vor das Bedürfnis, gedruckte Texte zu lesen. (Cull http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3340/2985) Es gibt in wissenschaftlichen Bibliotheken keine gezielten Marketing- und Kommunikationsstrategien für E-Books. (Vasileiou, Rowley, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145025) Es gibt in wissenschaftlichen Bibliotheken Möglichkeiten und Pläne zur gezielten Bestandsvermittlung von E-Books. (Vasileiou, Rowley, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145025) Sowohl hinsichtlich des Bestandsnachweises wie auch der Bestandsvermittlung von E-Books besteht in Bibliotheken ein hoher Handlungsbedarf. (Ashcroft, http://dx.doi.org/10.1108/01435121111158547) Vor der Durchführung von Marketing-Aktionen für elektronische Medien sollten sich Bibliotheken über die grundlegenden Ziele des Marketings klar werden. (Kennedy, http://dx.doi.org/10.1108/01435121111112862) E-Reader könnten für wissenschaftliche Bibliotheken relevant werden. (Zimerman,http://dx.doi.org/10.1108/07378831111116930) An der University of Michigan sammelt man Erfahrungen mit der Espresso Book Machine (EBM), sieht aber noch Nachbesserungsbedarf bei der Integration in den Katalog. (Geitgey, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111116895) Smartphones sind weiter dabei, den Markt zu durchdringen und gerade Studierende zeigen wenige Berührungsängste. (Paterson, Low, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111174387) In China bleibt 2011 der Anteil des mobilen Lesens überschaubar. (Zhang, Ma, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111174396) Bei Internetpublikationen dominiert nach wie vor die Simulation von Papier-basierten Medien. (Nolin, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3669/3080) Mit dem Web ist es möglich, Narrative in einer neuen Form abzubilden, die die Qualität der Forschung und die Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verbessern wird. (Nolin, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3669/3080) E-Books benötigen neue, spezifische Publikationsstandards. (Allen, 2011a, http://dx.doi.org/10.1045/november2011-allen)

Klassifikation / Indexierung

Social Tagging ist ein gängiges Verfahren für Internetnutzer zur Organisation von Inhalten. (Hsu, Chen, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21558 ) Für das Wachstum eines Tagging-Systems ist die Art der Partizipation entscheidender als die Zahl der Partizipierenden. (Raban, Ronen, Guy, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21490) Melanie Feinberg interpretiert Social Tagging Systems als „expressive Bibliografien“, schreibt ihnen also einen eigenen Ausdrucksgehalt und eine spezifische Rhetorik zu. (Feinberg, 2011b, keine DOI) Analysen bei Delicious zeigten, dass Tags nicht per se sinnvoll und nützlich für die Entdeckung von Inhalten sein müssen. (Razikin, Goh, Chua et al., http://dx.doi.org/10.1108/10.1177/0165551511408847 ) Tags die sich von Deskriptoren unterscheiden können für das Retrieval bedeutende Zusatzinformationen enthalten und als Quelle für das Sucheinstiegsvokabular sowie emergente Terminologien in Informationssystemen dienen. (Kipp, keine DOI) Folksonomien sind in gleicher Weise wie traditionelle Klassifikationsverfahren mit Bias versehen. (Bates, Rowley, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124532) Für Spezialinhalte wie die aus dem Feld der LGBTQ sind Folksonomien bei LibraryThing den LCSH überlegen. (Bates, Rowley, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124532) Folksonomien zu Materialien zu ethnischen Minderheiten werden bei LibraryThing durch US-Tagger dominiert. (Bates, Rowley, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124532) Hierarchische Klassifikationen werden idealerweise mit Folksonomien verbunden, bzw. sozialen und individuellen Ordnungsansätzen verbunden. (Keshet, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105489) Die Autorität in Folksonomie-basierten Wissensordnungssystemen verschiebt sich von den Information Professionals und ihren Zielen und Werten hin zum kollektiven Interpretations- und Bedeutungszuschreibungsgeschehen der Nutzer. (Mai, 2011b, keine DOI) Klassifikation kann und sollte heute im Rahmen einer spät-modernen Epistemologie verstanden werden. (Mai, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145061) Die Struktur einer Klassifikation kann sich zu einem über Jahrtausende stabilen Hilfsmittel der intellektuellen, politischen und sozialen Kontrolle entwickeln. (Lee, Lan, keine DOI) Intellektuelle Indexierung ist nach wie vor im Sinne eines value-added indexing relevant. (Hjørland, 2011a, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21451) Ein sozial-interpretatives Verständnis von Indexierungsprozessen kann die Indexierung hinsichtlich unterschiedlicher Kontexte verbessern. (Hjørland, 2011a, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21451)

Die Indexierung von Emotionen in Videoaufnahmen durch Nutzer ist mit einem hohen Grad der Übereinstimmung möglich. (Knautz, Stock, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183555) Bei der Indexierung von Bildern durch Nutzer mit Tags zeigt sich eine hohe Übereinstimmung zwischen dem Vokabular der Tags und dem der Queries in den Facetten Menschen, Objekte sowie Orte. (Ransom, Rafferty, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183582) Trotz dieser Ähnlichkeiten bestehen Lücken: Die Bezeichnungen der Tags sind allgemeiner als die für die Anfragen verwendeten. (Ransom, Rafferty, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183582) Eine Motivationsmöglichkeit ist die Verknüpfung des Taggings mit interaktiven Spielen, so genannten Human Computation Games (HCGs) bei der Bilderschließung. (Goh, Lee, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511417786) Sun, Bhowmick, Nguyen et al. schlagen für ein Tag-based social image retrieval ein fünf-dimensionales Framework vor. (http://dx.doi.org/10.1002/asi.21659) Informationssysteme und Informationsdesign weisen wie Texte rhetorische Elemente auf. (Feinberg, 2011a) Rhetorische Elemente wie die auktoriale Stimme können bei der Vermittlung von Inhalten in Informationssystemen eine Rolle spielen. (Feinberg, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183573)

Der Einsatz von Fuzzy Sets kann bei der Feststellung der Indexierbarkeit (Indexability) von Text hilfreich sein. (Paling, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145016) Literarische Texte werden bei der Indexierung im Vergleich zu nicht-literarischen Texten als schwieriger indexierbar eingeschätzt. (Paling, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145016) Stephen Paling schlägt fünf Metadatensets für die Organisation von literarischen Arbeiten vor. (Paling, 2011b, keine DOI )

Die Forschung im Bereich „lernender“ Indexierungsalgorithmen bzw. automatischer Klassifikation wird weiter geführt. (Rocha, Cobo, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511412028 ) Auch statistische Ansätze spielen dabei eine Rolle. (Mamakis, Malamos, Ware, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511403543) Dies kann beispielsweise über die gewichtende automatische Auswertung von Referenzen geschehen. (Joorabchi, Mahdi, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511417785) Automatische Klassifikationsverfahren können mit einem kontrollierten Vokabular als Browsing-Struktur erschlossen werden. Das kontrollierte Vokabular kann automatische Klassifizierungsprozesse grundlegend stützen. (Golub, keine DOI) Die Ontologie-Entwicklung erweist sich dagegen als eher schwierig, was unter anderem an der unklaren Richtungsentscheidung zwischen automatischen Verfahren der Ontologieerzeugung und einer Keyword- und Domain-spezifischen Ontologieentwicklung liegt. (Lumsden, Hall, Cruickshank, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511401804) Ontologien lassen sich auch als Baumstruktur modellieren und abbilden. (Xie, Liu, Guang, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511421856) Ontologien bieten sich potentiell in Systemen der Wissensorganisation an, wenn sie Techniken der Artificial Intelligence mit denen der bibliothekarischen Erschließung kombinieren. (Benson, keine DOI) Topic Maps eignen sich als ein von konkreten Technologien unabhängiges Ontologie-Modell. (Melgar Estrada, keine DOI) Topic Maps lassen sich als eine „bibliografische“ Meta-Sprache zur Repräsentation, Erweiterung und Integration nahezu aller bekannten Wissenschaftsorganisationssysteme in ein Modell zur Anwendung auf digitale Inhalte im Web verstehen. (Melgar Estrada, keine DOI)

Metadaten / Datenerhebung

Christopher A. Lee schlägt neun Klassen von Kontext-Entitäten vor: object, agent, occurrence, purpose, time, place, form of expression, concept/abstraction sowie relationship. (Lee, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105470) Neben den Inhalts- bzw. bibliografischen Daten werden zunehmend auch die Netzwerkdaten der Nutzer Gegenstand von entsprechend Analysenverfahren werden. (Alguliev, Aliguliyev, Ganjaliyev, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400946) Die Entwicklung von neuen Metriken zur Analyse von Netzwerkdaten ist geboten. (Palfrey, Zittrain, http://dx.doi.org/10.1126/science.1210737)

Methodologie

Brookes Equation eignet sich als Basis für qualitative Untersuchungen des Informationsverhaltens. (Bawden, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510395351) Wolfgang Glänzel elaboriert sein Characteristic scores and scales (CSS)-Ansatz zur Analyse des Citation-Impacts. (Glänzel, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510392316) Bernd Heinrich und Mathias Klier schlagen ein probabilistisches Verfahren zur Beurteilung von Datenqualität vor. (Heinrich, Klier, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510392653) Jae-won Lee, Sang-go Lee und Han-joon Kim erweitern ein Bayesian belief network (BBN)-based model um eine präziseres Modell zum kollaborativen Informationsfiltern bei Recommender-Systemen zu entwickeln. (Lee, Lee, Kim, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510392147) Bangrae Lee, Objin Kwon und Han-Joon Kim schlagen ein ‚cross-associations clustering’ genanntes Verfahren zur Ermittlung von Abhängigkeiten zwischen Akteuren innerhalb von Forschungsumgebungen vor. (Lee, Kwon, Kim, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510392147) Fragebogenbasierte Umfragen sind anfällig für eine so genannte Common Method Variance (CMV), die sich als Bias auf die Ergebnisse von Umfragen auswirken kann. (Gorrell, Ford, Madden, et al. http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124569) Charles Sanders Peirce‘ Modell der Abduktion (bzw. Retroduktion) wird im Rahmen einer so genannten Retroductive Recognition of Absence (RRA) methodology als heuristisches Verfahren für die informationswissenschaftlichen Methodologie mit dem Ziel eines systematischen Verständnis von Hypothesenbildungsprozessen bei neuartigen Themenstellungen vorgeschlagen. (Houston, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124514) Ingetraut Dahlbergs Konzeptmodell bietet einen detaillierten methodischen Ansatz zur Analyse und Abbildung von Konzepten in Knowledge Organization Systems (KOS). (Friedman, Thellefsen) Die Peirce’sche Semiotik eignet sich als philosophische Kontextualisierung von Wissensrepräsentationen. (Friedman, Thellefsen, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111145034) Textanalytische Verfahren ermöglichen die Analyse des mehr oder minder bewussten Einsatzes rhetorischer Mittel wie der auktorialen Stimme in Informationssystemen. (Feinberg, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183573) Historisch-hermeneutische Konzepte helfen beim Verständnis des Browsing. (Hjørland, 2011d http://dx.doi.org/10.1002/asi.21480) Mapping zu Visualisierungszwecken sollte neben geospatialen Informationen auch andere ontologische Eigenschaften von Objekten abbilden. (Buchel, Sedig, keine DOI)  Bibliometrisches Mapping lässt sich durch hybride Zitations-Vokabularanalyse (citation and word-based metrics) präzisieren. (Zitt, Lelu, Bassecoulard, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21440) Mapping-Verfahren aufgrund von bibliometrischen Analyse eignen sich zur Visualisierung der Forschungsaktivitäten von einzelnen Einrichtungen. (Grauwin, Jensen, http://dx.doi.org/10.1007/s11192-011-0482-y) Algorithmen zum multilingualen Clustering und damit verbunden automatischer Übersetzungsverfahren werden formuliert. (Kishida, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511404867) Für die Evaluation einer Informationsquelle ist es notwendig, den dort erfassten Inhalt mit dem jeweils aktuellen (d.h. dynamischen) Wissensstand der Forschung in Beziehung zu setzen. (Hjørland, 2011c http://dx.doi.org/10.1002/asi.21606) Das Konzept der Evidence-based practice (EBP) zu eng, zu formalistisch und zu starr um als Grundlage für wissenschaftliche Dokumentation zu dienen und sollte durch ein breiter und reflexiver angelegtes Verständnis von Wissenschaft ersetzt werden. (Hjørland, 2011d, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21523)

Mit dem WikiCrawler gibt es ein weiteres Werkzeug und eine methodologische Erweiterung quantitativer Wikiforschung. (Stuckman, Purtilo, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21576) Mike Thelwall und Pardeep Sud schlagen für die Webometrie zwei alternativen Verfahren zum Link Count vor: URL citations und organization title mentions.(Thelwall, Sud, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21571) Die Kombination aus Übersetzungen im Crowdsourcing mit maschinenbasierten Übersetzungsverfahren wird als vielversprechend eingesetzt, zumal crowd-basierte Ansätze derzeit an stark an Bedeutung gewinnen. (Anastasiou, Gupta, http://dx.doi.org/ 10.1177/0165551511418760) Informationsqualität ist prinzipiell bewertbar – die Bewertbarkeit fällt aber je nach Eigenschaft (Akkuratesse, Vollständigkeit, Objektivität, Darstellung) der Qualitätsdimension eines Objektes unterschiedlich aus. (Arazy, Kopak, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21447)  Der typische Forschungsartikel zu Weblogs ist empirische entweder soziologische oder psychologische Studie, die quantitative Verfahren benutzt. (Larsson, Hrastinski, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3101/2836 ) Für die Jahre 2007 und 2008 wurden 175 Forschungsbeiträge zum Thema Weblogs im ISI Web of Science nachgewiesen. (Larsson, Hrastinski, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3101/2836 ) Forschungsmethoden sollten ein fester Bestandteil der Ausbildung in Bibliotheks- und Informationswissenschaft sein. (Luo, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.12.001

Culturomics sollten sich daher nicht nur auf die digitalisierten Inhalte von Büchern konzentrieren. (Leetaru, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3663/3040) Ein globales Mapping von Forschungsfeldern zeigt eine hohe Schnittmenge zwischen der Informationswissenschaft und der Informatik. (Klavans, Boyak, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21444) Die Informatik erweist sich dabei als progressiver (Klavans, Boyak, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21444)  Die Bibliotheks- und Informationswissenschaft zeichnet sich nicht durch intensive Interdisziplinarität aus: Informationswissenschaftler beziehen sich stark auf Publikationen aus dem LIS-Bereich und finden in diesem Feld auch ihre Koautoren. (Huang, Chang, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511407141)

Öffentliche Bibliotheken

Die Entwicklung des Identitätsbilds vom Bibliotheksnutzer zum Kunden und schließlich zum Prosumenten vollzieht sich unter Wechselwirkungen mit den Bedingungen der neoliberalen Einsparpolitik des Staates bei den Sozialausgaben, der Allgegenwart neuer Information und grundlegender Veränderungen der Bibliotheken als Arbeitgeber. (Stevenson, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164664) Das Berufsbild und die Ausbildung sollten auf die (information)kompetenzvermittelnde und bildungsorientierte Rolle des Bibliothekars ausgerichtet werden. (McGuigan, http://dx.doi.org/10.1108/00242531111153588) Die Motivationslage für die Aufnahme eines LIS-Studiums ist komplex und wird von einem zeitgemäßen Verständnis der Profession getragen. (Simon, Taylor, http://dx.doi.org/10.1108/00242531111176817)

Eskapismus spielt als Motivation beim Lesen in der Freizeit eine große Rolle. (Begum, http://dx.doi.org/10.1108/00242531111176763) Die Entscheidung, ob ein fiktionales Werk in einer öffentlichen Bibliothek entliehen wird, fällen die Nutzer weitgehend außerhalb der Bibliothek. (Ooi, Liew, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164655) Lektüreentscheidungen werden durch Familie, Freunde, Buchclubs und Massenmedien beeinflusst. (Ooi, Liew, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164655) Die Erzeugung einer „Leseatmosphäre“ im Sinne einer Bibliothek als Ort ist Ergebnis eines sozialen Prozesses, der auf impliziten, informellen Verhaltensregeln beruht, die von bestimmten Akteuren (Nutzern) durchgesetzt werden. (Sequeiros, http://dx.doi.org/10.1177/0961000611425823) Das Konzept der Bibliothek als Ort („Library as place“) ist so populär wie noch nie. (Talvé, http://dx.doi.org/10.1108/01435121111187860) Öffentliche Bibliotheken sehen sich gezwungen, ihren Wert und ihre Bedeutung vor allem auch in ökonomischer Hinsicht nach Außen zu kommunizieren. (Jaeger, Bertot, Kodama et al., http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3765/3074) Eine Option für öffentliche Bibliotheken zu Demonstration ihrer Bedeutung könnte die Abbildung der Nutzung und des Erfolgs ihrer Internet-basierten Diensten zur Bildung, Kompetenzvermittlung, Arbeitsvermittlung, etc. sein. (Jaeger, Bertot, Kodama et al., http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3765/3074) Öffentliche Bibliotheken können für Menschen mit Migrationshintergrund ein Ort sein, um soziales Kapital zu erwerben. (Vårheim, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.04.005) Die öffentliche Bibliothek kann Frauen mit Migrationshintergrund helfen, soziales Kapital zu erwerben und sie ermutigen von einer passiven Beobachterposition gegenüber ihrer Lebensumwelt zur Rolle der aktiven Teilhabe überzugehen. (Audunson, Essmat, Aabø http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2011.01.003) Es gibt Richtlinien für die Einbeziehung Obdachloser in die Nutzergruppen Öffentlicher Bibliotheken. (Willett, Broadley, http://dx.doi.org/10.1108/00242531111166692) Für die Bestimmung der Rolle, Aufgabe und Angebote Öffentlicher Bibliotheken in Kommunen bietet sich die Berücksichtigung des „Long-Tail“-Prinzips nach Chris Anderson an. (Galluzi, http://dx.doi.org/10.1108/01435121111132310)

Retrieval

Mehr als die Hälfte der Suchanfragen bei Google zielen auf konkrete popkulturelle Phänomene und E-Commerce-Anwendungen und werden mit einer bestimmten Zielseite im Hinterkopf getätigt. (Waller, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21492) Bei der Einfachen Suche („Simple Search“) erreicht Google Scholar in einem Test von neun Datenbanken die besten Werte hinsichtlich Precision und Recall. (Walters, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.4.walters.html ) Ins Gewicht fällt dies bei der Expertensuche in den Resultaten nach dem fünfzigsten ausgegebenen Treffer. (Walters, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.4.walters.html ) Die einfache Suche ist mitunter effektiver als die Expertensuche. Walters, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.4.walters.html )

I-Chin Wu schlägt topic-need-basierte interaktionsorientierte Verfahren zur Verbesserung der Precision in Retrieval-Systemen vor. (Wu, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124578) Auf kollaboratives Wissen setzende bzw. Strukturinformationen aus dem digitalen sozialen Netzwerk eines suchenden Individuums für personalisierte Suchen berücksichtigende Verfahren führen beim Retrieval zu präziseren Resultaten als eine Keyword-basierte nicht personalisierte Suche. (Shapira, Zabar, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21446) Einzeln angewendet könnten die Resultate jedoch nicht zureichend sein, weshalb eine Kombination der drei Verfahren (kollaborativ, personalisiert, allgemeine Keywordsuche) die besten Ergebnisse verspricht. (Shapira, Zabar, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21446) Personalisierte Suchen können über ein Verfahren basierend auf „extended graph-based distance measures“ präzisiert werden. (Daoud, Tamine, Boughanem http://dx.doi.org/10.1177/0165551511420220) Die Qualität des OpenURL-Framework ist verbesserungsbedürftig und soll über eine entsprechende OpenURL Quality Metrics Working Group verbessert werden. (Chandler, Wiley, LeBlanc, http://dx.doi.org/10.1045/march2011-chandler)

Social Media allgemein

Zahlreiche NutzerInnen bei Facebook sind unter 13 Jahren alt, geben aber ein falsches Geburtsdatum an, um die entsprechend laut Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) festgelegte Altershürde zu umgehen. (Boyd, Hargittai, Schultz et al. http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3850/3075) 40 % eines Samples von mehr als 35.000 Teenagern und Young Adults sind bei mindestens drei Social Networking Services registriert. 20 % haben vier Accounts. (Jansen, Sobel, Cook, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510396975) Das Web 2.0 ist von Prinzipien des Personal Branding bestimmt, die eine Übernahme kapitalistischer Denk- und Handlungsprinzipien darstellt. (Gehl, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3579/3041)

Trauerseiten bei Facebook werden häufig getrollt. Trolling zeigt sich dabei auch als eine Kritik an „tragedy–obsessed global media.“ (Phillips, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3168/3115) Facebook und ähnliche Social Network Sites (SNS) können in der Hochschullehre durchaus als Plattformen für die Lehre benutzt werden, sofern bestimmte Standards entwickelt und durchgesetzt werden. (Muñoz, Towner, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3513/3116) Die politische Blogosphäre unterliegt einer Hyperlinking-Ökonomie, die den drei Kriterien Wettbewerb, Einflussgewinn und Zugang unterliegt. (Swift, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3744/3118) Social Media wird für politische Zwecke vor allem von weniger etablierten Gruppen genutzt. (Ignatov, Schuett, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3696/3078)

Ereignisbezogene Tags beispielsweise aus dem Bereich des Citizen Journalism lassen sich zur Ereignisanalyse benutzen. Sie betonen lokale Ereignisse stärker als das globale Nachrichtengeschehen. (Chua, Razikin, Goh, http://dx.doi.org/10.1177/0165551510389108) Die Analyse von Nachrichten im Sinne von Culturomics stellt ein Verfahren zur Prognose von zukünftigen Handlungen dar. (Leetaru, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3663/3040) Blogger, Blogleser und Teilnehmer an Diskussionsgruppen sind stärker an Meinungsbildern bzw. an der Einschätzung eines Sachverhalts als an Fakten bzw. handlungsleitender Information interessiert. (Savolainen, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164718) Die in Blogs und Diskussionsgruppen vermittelte Information basiert primär auf persönlichem Wissen. (Savolainen, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164718) Für Library Blogs lässt sich wenig Willen zur Rückkopplung beim Publikum feststellen. (Oguz, Holt, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111116994) 91 % der Beiträge auf von Bibliotheken betriebenen Facebook-Seiten bleiben ohne Kommentar. (Gerolimos, http://dx.doi.org/10.1045/november2011-gerolimos) 82 % der Reaktionen auf Inhalten auf von Bibliotheken betriebenen Facebook-Seiten werden über den Like-Button getätigt. (Gerolimos, http://dx.doi.org/10.1045/november2011-gerolimos) Der Großteil von Inhalten auf von Bibliotheken betriebenen Internetseiten stammt nicht von tatsächlichen oder potentiellen Nutzern sondern von den Mitarbeitern der Einrichtung. (Gerolimos, http://dx.doi.org/10.1045/november2011-gerolimos) In wissenschaftlichen Bibliotheken implementierte Web 2.0-Dienste werden von den Nutzern wenig angenommen. (Gerolimos, Konsta, http://dx.doi.org/10.1045/july2011-gerolimos) In haustierbezogenen Social Communities suchen Hundehalter eher nach Informationen und Anregungen während es Katzenhaltern mehr um den Kontakt zu Gleichgesinnten geht. (Golbeck, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/2859/2765) Bei der Wikipedia können Beziehungen zwischen Artikeln mithilfe der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA) ermittelt und gemappt werden. (Wu, Wu, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400955)

Transformation der Wissenschaftskommunikation, Open Access, Microblogging

Es gibt eine reziproke Beziehung zwischen der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der Art und Weise der Informationsnutzung und des Informationsaustausches zwischen Wissenschaftlern. (Pilerot, Limberg, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109494) Neue Formen der Wissenschaftskommunikation wie Open Access sollten anthropologischer gedacht werden; die Ideen und Motivationen der Innovatoren müssen für Außenstehende besser nachvollziehbar und erkennbar sein. (Xia, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105461) Es gibt keine Korrelation zwischen der Zahl der Open-Access-Publikationen und dem professionellen Status eines Autors. (Xia, Wilhoite, Myers, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164673) Open Access lässt sich auch mit Claude Lévi-Strauss konzeptionalisieren: Archivierung, Suche und Zitation sind dabei die drei zentralen Koordinaten, wobei die Stärke des OA-Ansatzes in der Akkumulation von Inhalten liegt. (Xia, 2011b, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511404868) Open Access-Artikels die in biologischen Zeitschriften, in rein englischsprachigen Titeln, in High-Impact-Journals und in Journals mit Publikationsgebühren über $ 1000 erscheinen werden sehr wahrscheinlich in Nachweisdatenbanken indexiert. (Walters, Linvill, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21569) Artikel, die bei Open Access-Verlagen in Afrika, Asien oder Mittel- bzw. Südamerika erscheinen werden wahrscheinlich nicht in Nachweisdatenbanken indexiert. (Waltes Linvill, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21569) Acht Prozent der DOAJ-Titel werden über LOCKSS/CLOCKSS und fünf Prozent über Portico erfasst. (Seadle, 2011a, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111138251) Forschungsbibliotheken setzen sich zunehmend mit der Frage digitalen (Langzeit-)Archivierung auseinander und formulieren Leitlinien. (Li, Banach http://dx.doi.org/10.1045/may2011-yuanli) Eine eindeutige Haltung zu Repositorien seitens der Wissenschaftler ist nicht festzustellen. (Mulligan, Mabe, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109485)

Twitter-Kommunikation scheinen eher bereits vorliegende Einstellungsmuster zu verstärken, als neue auszuentwickeln. (Thelwall, Buckley, Paltoglou, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21446) Konferenzbegleitende Twitter-Kommunikation ist keine einheitliche Konversation, sondern hauptsächlich einer Sammlung lose verknüpfter Monologe. ( Ross, Terras, Warwick, et al., http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109449) Sie dient wenigstens für die Community der in den Digital Humanities Aktiven als wichtiges Zugangsmedium zur Fachkommunikation. (Ross, Terras, Warwick, et al., http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109449) Die Digitaltechnologie eröffnet neue epistemologische Ansätze und Erkenntnisverfahren der Digital Humanities. (Dalbello, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111124550) Viele Wissenschaftler wissen nicht, wie sie mit schnellen Reaktionen und Urteilen zu ihren Publikationen bei Twitter und in Weblogs umgehen sollen. (Mandavilli, http://dx.doi.org/10.1038/469286a ) Blogging sollte als Form der Wissenschaftskommunikation ernst genommen werden. (Francl, http://dx.doi.org/10.1038/nchem.991)

Obschon sich das Informationsverhalten der Wissenschaftler durch digitale Technologien stark verändert, bleiben die Publikationsmotivationen traditionell. (Mulligan, Mabe, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111109485) Peer Review genießt nach wie vor ein hohes Ansehen in der Wissenschaft. (Mulligan, Mabe, 2011)

Die Wikipedia lässt sich als eine Publikationsplattform verstehen, in der bereits publizierte Inhalte nachgenutzt werden. (Sundin, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164709) Die Art und Weise der Referenzierung auf externe Quellen in der Wikipedia soll Vertrauen in die in der Wikipedia publizierte Information erzeugen. (Sundin, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164709) Verifizierbarkeit (Verifiability) ist ein allgemeinverbindliches Grundprinzip der Wikipedia (Sundin, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164709) Eine Aufgabe der Redakteure der Wikipedia ist die Sicherung der Einhaltung dieses Grundprinzips. (Sundin, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164709) Die Inhalte der Wikipedia werden als qualitativ hochwertig eingeschätzt bzw. genießen ein hohes Vertrauen hinsichtlich ihrer Informationsqualität. (Lewandowski, Spree, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21423) Die nutzerseitige Einschätzung von Wikipedia-Inhalten unterscheidet nicht nennenswert von den sonstigen Bewertungsansätzen von Informationsqualität bei Webquellen. (Yaari, Baruchson-Arbib, Bar-Ilan, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511416065) Informationsqualität ist eine subjektive Einschätzung. (Yaari, Baruchson-Arbib, Bar-Ilan, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511416065) Bei der Wikipedia wurden die Attribute Zahl der Änderungen und Zahl der Autoren– und zwar gegensätzlich –als Kennzeichen für Informationsqualität ermittelt: Sowohl hohe wie auch niedrige Änderungs- bzw. Autorenzahlen wurden als Kriterium für eine hohe Qualität der jeweiligen Inhalte angegeben. (Yaari, Baruchson-Arbib, Bar-Ilan, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511416065) Ein Großteil der Artikel der Wikipedia entstand nicht im Sinne einer kollaborativen Zusammenarbeit einer Gemeinschaft. (Kimmons, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3613/3117) Die Wikipedia als „mirrored technology“ lässt sich als pädagogisches Werkzeug zur Vermittlung von digitaler bzw. Informationskompetenz benutzen. (Reilly, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/2824/2746) Die Wikipedia wird zunehmend in wissenschaftlichen Publikationen zitiert. (Park, http://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3492/3031)

Bestehende Kreditierungsverfahren in Publikationen (bzw. Scientific Knowledge Objekts (SKOs)) sind nicht zureichend, um sowohl den Beitrag eines SKO zum Wissenskorpus einer Wissenschaft wie auch den Reputationszuwachs der Autoren ausreichend anzusprechen. (Casati, Origgi, Simon, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183546) Es ist sinnvoll, SKOs subatomisch strukturiert mit entsprechenden Kreditierungszuschreibungen auszustatten. (Casati, Origgi, Simon, http://dx.doi.org/10.1108/00220411111183546) Robert B. Allen schlägt ein Binnenstrukturierungsmodell Forschungsberichte vor. (Allen, 2011b, http://dx.doi.org/10.1045/may2011-allen) Wissenschaftsverlage müssen neben einer Öffnung für neue mediale Formen der Wissenschaftskommunikation auch die Qualitätssicherung im Blick behalten bzw. Standards der Qualitätskontrolle entwickeln. (Anderson-Wilk, Hino, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3762/3119)

Urheberrecht, Geistiges Eigentum

Die Debatte um das Geistige Eigentum (Intellectual Property) ist eine politische Debatte, die das Wirtschaftssystem des Kapitalismus grundsätzlich herausfordert. (Mylonas, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3709/3120) Lokale Hochschulregelungen zum Umgang mit Fragen des Geistigen Eigentums geraten in den USA hinsichtlich von Phänomenen wie P2P sehr unter Druck. (Jackson, Vimawala, http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/article/view/3649/3072) Die rechtliche Lage der verwaiste Werke sowie der Möglichkeiten für Bibliotheken und Gedächtnisinstitutionen, mit diesen umzugehen, ist nach wie vor unbefriedigend; immerhin git es nun aber einen Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission. (Ludewig, Voigt, keine DOI) Eine unklare Rechtslage auch hinsichtlich der Langzeitarchivierung von Publikationen wirkt frustrierend auf Wissenschaftler, die Inhalte in Repositorien besonders nach dem grünen Weg zur Verfügung stellen sollen. (Li, Banach http://dx.doi.org/10.1045/may2011-yuanli) Institutional Repositories können auf für Geisteswissenschaftler attraktiv sein, wenn deren Gestaltung die informationellen und rechtlichen Bedürfnisse dieser Akteure stärker berücksichtigt. (Seaman, http://dx.doi.org/10.1045/march2011-seaman)

Wissenschaftskommunikation

Frauen werden weniger zitiert als Männer. (Aksnes, Rostard, Piro et al. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21486) Frauen publizieren weniger als Männer. (Aksnes, Rostard, Piro et al. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21486) Naturwissenschaftlerinnen werden in Russland schlechter zitiert als ihre männlichen Kollegen. (Lewison, Markusova http://dx.doi.org/0.1007/s11192-011-0435-5) Wissenschaftlerinnen jenseits eines Alters von 38 Jahren erhalten in Quebec durchschnittlich weniger Forschungsförderung, sind weniger produktiv und haben einen geringeren Impact als ihre männlichen Kollegen. (Larivière, Vignola-Gagné, Villeneuve et al. http://dx.doi.org/10.1007/s11192-011-0369-y)

Partiell verknüpfte Communities unterschiedlicher Forschungsfelder weisen eine höhere Kohärenz als isolierte Forschungsfelder auf. Aus dieser lassen sich präzisere Aussagen über die zukünftige Entwicklung einer Disziplin treffen. (Klavans, Boyak, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21444) Die Motivation zum wissenschaftlichen Schreiben lässt sich durch die Mitgliedschaft in einer Online Community of Writers (CoW) erhöhen. (Gannon-Leary, Fontainha, Bent,http://dx.doi.org/10.1108/07378831111174422) Das Peer-Review-Verfahren der Open-Access-Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics (ACP) ist in der Lage, die „besten“ Manuskripte für eine Publikation auszuwählen. (Bornmann, Schier, Marx, et al. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21418) Forschungsgruppen mit einer hohen disziplinären Vielfalt und ähnlichem Alter der Mitglieder haben eine höhere Produktivität. (Stvilia, Hinnant, Schindler et al., http://dx.doi.org/10.1002/asi.21464) Plagiierte Textstellen lassen sich auch mit stopword n-grams erkennen und offensichtlich besonders dann, wenn die Originalstellen stark verändert und Synonyme eingebracht wurden. (Stamatatos, http://dx.doi.org/10.1002/asi.21630) Dissertationen werden im LIS-Bereich als Leistungen von Einzelautoren und nicht etwa als kollaborative Arbeiten angesehen. (Sugimoto, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.05.003)

Wissenschaftskommunikation in Libyen beruht intensiv auf der informellen Wissenschaftkommunikation. (Mahmood, Hartley, Rowley, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2010.04.008) Abstracts sind kompliziert zu lesen. (Gazni, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511401658) Die Idee zu Structured Abstracts ist über 20 Jahre alt und wird selbst zum Forschungsgegenstand. (Zhang, Liu, http://dx.doi.org/10.1108/07378831111174396) Aufzählungszeichen beim Fazit lassen den Inhalt eines Aufsatzes klarer erscheinen. (Kozak, Hartley, http://dx.doi.org/10.1177/0165551511399333)

Wissenschaftliche Bibliotheken

Die Rolle des Archivs bleibt eine zentrale Funktion wissenschaftlicher Bibliotheken. (Paulus, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.4.paulus.html) Die Archivfunktion sollte forcierter mit denen der Erzeugung und Verbreitung von Inhalten zusammengeführt werden. (Paulus, http://muse.jhu.edu/journals/portal_libraries_and_the_academy/summary/v011/11.4.paulus.html) Bewerber für Direktionsposten an Universitätsbibliotheken haben oft nur unzureichende Kenntnisse für diese Aufgabe. (Hernon, http://dx.doi.org/10.1016/j.lisr.2011.04.003) Nach einer Phase der Euphorie hinsichtlich des Verschmelzens (Konvergenz) von Universitätsbibliotheken und –rechenzentren und einer zweiten Phase der Anerkennung einer notwendigen „De-Konvergenz“ beiden Einrichtungsformen befinden wir uns nun in einer dritten Phase der „Super-Konvergenz“. (Joint, http://dx.doi.org/10.1108/00242531111166674)

Wissensmanagement

Die Anwendung westlicher Modelle des Wissensmanagements in Regionen, in denen indigenes Wissen eine große Rolle spielt, funktioniert nur mit Anpassungen an die jeweiligen lokalen Bedingungen. (Lwoga, 2011, http://www.emeraldinsight.com/journals.htm?articleid=1906800)

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  191. Jingfeng Xia (2011a) An anthropological emic-etic perspective on open access practices, Journal of Documentation, Vol. 67 Iss: 1, S.75 – 94. http://dx.doi.org/10.1108/00220411111105461
  192. Jingfeng Xia (2011b) Constructing the structure underlying open access practices. Journal of Information Science June 2011 vol. 37 no. 3 S. 322-331 http://dx.doi.org/10.1177/0165551511404868
  193. Jingfeng Xia, Sara Kay Wilhoite, Rebekah Lynette Myers (2011) A “librarian-LIS faculty” divide in open access practice. Journal of Documentation, Vol. 67 Iss: 5, S. 791 – 805. http://dx.doi.org/10.1108/00220411111164673
  194. Jie Xie, Fei Liu, Sheng-Uei Guang (2011) Tree-structure Based Ontology Integration. Journal of Information Science December 2011 Vol. 37 No. 6 S. 594-613. http://dx.doi.org/10.1177/0165551511421856
  195. Eti Yaari, Shifra Baruchson-Arbib, Judit Bar-Ilan (2011) Information quality assessment of community generated content: A user study of Wikipedia. Journal of Information Science, October 2011 vol. 37 no. 5. S. 487-498. http://dx.doi.org/10.1177/0165551511416065
  196. Guang Yu, Dong-Hui Yang, `Hui-Xin He (2011) An automatic recognition method of journal impact factor manipulation. Journal of Information Science, June 2011 vol. 37 No. 3. S. 235-245. http://dx.doi.org/10.1177/0165551511400954
  197. Liangzhi Yu (2011) The divided views of the information and digital divides: A call for integrative theories of information inequality. Journal of Information Science December 2011 Vol. 37 No. 6 S. 660-679. http://dx.doi.org/10.1177/0165551511426246
  198. Chunfang Zhang, Xueli Liu (2011) Review of James Hartley’s research on structured abstracts. Journal of Information Science December 2011 Vol. 37 No. 6 S. 570-576. http://dx.doi.org/10.1177/0165551511420217
  199. Liyi Zhang, Wei Ma (2011) Correlation analysis between users‘ educational level and mobile reading behavior. Library Hi Tech, Vol. 29 Iss: 3, S.424 – 435 http://dx.doi.org/10.1108/07378831111174396
  200. Martin Zimerman (2011) E-readers in an academic library setting. Library Hi Tech, Vol. 29 Iss: 1, S.91 – 108 http://dx.doi.org/10.1108/07378831111116930
  201. Michel Zitt, Alain Lelu, Elise Bassecoulard (2011) Hybrid citation-word representations in science mapping: Portolan charts of research fields? Journal of the American Society for Information Science and Technology. Volume 62, Issue 1, S. 19–39. http://dx.doi.org/10.1002/asi.21440

15 Antworten

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  1. W. Umstaetter said, on 2. Januar 2012 at 17:52

    Bevor sich eine eher irreführende „klassische Kennzahl“ verfestigt, sei bezüglich der Aussage, „dass ein Wissenschaftler im Jahr ca. 1000 Aufsätze sichtet und etwa 100 liest. Und einen schreibt.“ an dieser Stelle kurz darauf hingewiesen, dass bereits im Weinberg Report (1963) zu lesen war, dass „Eine von den „Biological Abstracts“ durchgeführte Erhebung zeigt, daß ein Biologe durchschnittlich im Jahr 5.000 Zeitschriftentitel oder Referate sinnvoll erfassen kann.“ Als ich dies erstmals las, hatte ich große Zweifel, dass ich als Biologe, auch nur ansatzweise in der Lage war, jährlich so viele Arbeiten sorgfältig zu lesen. Denn, wenn ich für jeden Aufsatz rund ~100 Minuten (bei 10 Seiten/Publikation, 10 Min./Seite) rechne, brauchte ich bereits 365 Vierundzwanzigstundentage. Dabei gibt es etliche Publikationen, für die man Tage oder Wochen braucht, bis man herausgefunden hat, wie man sie falsifizieren kann. Es handelt sich hier eben nicht um Unterhaltungslektüre, sondern (meist englischsprachige) Arbeiten, die man grundsätzlich hinterfragen muss.

    Nicht nur Stephen Hawking machte die Erfahrung: „Jede mathematische Formel in einem Buch halbiert die Verkaufszahl dieses Buches.“ (Zwischen Informationsflut und Wissenswachstum, S. 15). So gibt es unzählige Leser, (auch Wissenschaftler) die ein Buch sofort zuklappen, sobald sie die erste mathematische Formel gesichtet haben. Als Autor solcher Publikationen erkennt man unschwer, dass die „Leser“ kaum mehr als den Titel erfasst haben. Dass das wirkliche Lesen in etlichen Fällen nicht einmal beim Peer Reviewing erfolgt, beruht auf der selben Problematik, dem Zeitmangel.

    Es erhob sich also die Frage, was wir unter „sinnvoll erfassen“ verstehen. Das führte mich zu der Erkenntnis, dass wir genauer unterscheiden müssen, zwischen dem browsing (screening, durchsehen, sichten) von Publikationen und dem wirklichen Lesen. Rechnet man also etwa 20% der Arbeitszeit eines Wissenschaftlers für das Literaturstudium, und rund 500 Stunden pro Jahr, dann entspräche das etwa 2,5 Stunden pro gelesenem Aufsatz und 1,5 Minuten pro gesichtetem Titel. Diese Unterscheidung von sichten und lesen ist somit recht wichtig, weil sie sich um den Faktor Hundert unterscheidet. „Auf diesem Gebiet herrscht ein unglaublicher Selbstbetrug.“ (Zwischen Informationsflut und Wissenswachstum, S. 286). So lässt sich immer wieder beobachten, dass Menschen behaupten, sie hätten etwas gelesen, oder sogar studiert, was sie lediglich gesichtet haben.

    Eine zweite Bemerkung zum „Jahr 2011 in der internationalen Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ erinnert mich an Untersuchungen vor knapp vierzig Jahren in der Dokumentation, wo man aus der Zahl an Publikationen zu bestimmten Themen der Medizin auch herauszufinden versuchte, welche Themen im Gesundheitsbereich besonders wichtig sind. Damals wollte man mit solchen Analysen insbesondere die große Bedeutung der Dokumentation untermauern. Dass das aber nicht unproblematisch ist, zeigte sich an zwei Punkten.
    1. Obwohl Blinddarmoperationen in der medizinischen Praxis damals sehr häufig waren, blieben Publikationen darüber anteilsmäßig weit zurück.
    2. Viele Themen in einer Dokumentation werden unter bestimmten Begriffen so zusammengefasst, dass sie möglichst gleich viele Publikationen in sich vereinen.
    So interessant es also ist, das Publikationsaufkommen in einem bestimmten Wissenschaftsbereich genauer zu analysieren, so problematisch ist es auch.

    Dass das Thema Semantik mit zahlreichen Facetten seit einigen Jahren, im Übergang von der Information, über die Semiotik bis hin zur Wissensorganisation in das Zentrum der Informationswissenschaft gerückt ist, und unter Begriffen wie Semiotik (mit Syntaktik und Pragmatik der Oberbegriff), Semantic Web (Unterbegriff), Bedeutung, Hermeneutik, Kontext-Entitäten, Ontologie, Topic Maps, etc. erscheint, weiß jeder, der auf diesem Gebiet arbeitet. Weitaus schwieriger ist es aber auf diesem, wie vielen anderen Gebieten, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn eines ist sicher, dem Peer Reviewing ist dies bislang nicht gelungen. Im Gegenteil, wie jeder erkennen kann, wird hier unzähliger Unsinn immer wieder neu zitiert, was im allgemeinen schlimmer ist, als die fachlich meist ahnungslose Plagiatsdiskussion. Dass es nicht erlaubt ist, wörtlich zu zitieren, sobald auch nur ein Iota am übernommenen Text verändert wird, scheint zu vielen Nichtwissenschaftlern und auch Wissenschaftlern, nicht ganz klar zu sein.

    B. Kaden hat gut daran getan, die „klassische Kennzahl“ mit dem Einschub „hoffentlich richtig“ zu versehen, denn worauf er sich bezieht ist: „Wissenschaftler überfliegen jährlich größenordnungsmäßig Zehntausend Publikationen, sie lesen davon etwa hundert, und falsifizieren beziehungsweise verbessern eine, über die sie selbst veröffentlichen.“ (Zwischen Informationsflut und Wissenswachstum, S. 286).

    Walther Umstätter

  2. Ben said, on 2. Januar 2012 at 20:59

    Vielen Dank für die Präzisierung. Ich hatte Ihr Buch leider nicht zur Hand, sondern nur die Erinnerung an eine ferne Vorlesung. Ich dachte auch erst an 10.000 Publikationen, aber dann erschien mir diese Zahl doch zu mächtig. Wie viele Publikationen ich tatsächlich übers Jahr sichte und wo der Prozess des „Sichtens“ tatsächlich anfängt, vermag ich gar nicht zu beurteilen. In meinem Netvibes-Feedreader finden sich 35 Tabs hinter denen sich im Schnitt vielleicht 15 Feeds mit den jeweils sieben aktuellsten Überschriften zu diversen Publikation, vorwiegend Presse und Weblogs, befinden. Das bedeutet, dass ich dauerhaft 3675 Publikationen zur Auswahl angezeigt bekomme. Ich würde davon ausgehen, dass sich davon ein Drittel pro Tag durchrutscht und durch neue Publikationen ersetzt wird. Mein Feedreader erlaubt es mir also täglich die Überschriften zu vielleicht 1200 neuen Publikationen zu überfliegen. Die Informationskompression macht es also möglich, potentiell mehr als 300.000 Veröffentlichungen im Jahr auf diese Weise im Blick zu behalten.

    Der Anteil bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Publikationen ist dabei natürlich weitaus geringer. Ich werde aber bei Gelegenheit einmal versuchen, diese Zahl präziser zu bestimmen und die Ergebnisse natürlich hier mitteilen. Generell gilt allerdings sowohl für mein Rezeptions- wie auch Publikationsverhalten, dass der traditionelle wissenschaftliche Zeitschriftenaufsatz nur einen vergleichsweise kleinen Teil einnimmt. Dahinter steht nicht zuletzt, dass unklar ist, inwiefern die Bibliotheks- und Informationswissenschaft anteilmäßig als Buch-, eine Zeitschriften-, Konferenz- oder Webmedien-Wissenschaft zu bewerten ist.

    Der Vergleich mit der Medizin ist m.E. etwas unstimmig, da es mir tatsächlich in der lockeren Rundschau darum ging, nicht übermäßig voreingenommen zu erheben, womit sich die Forschung (und nicht etwa die Praxis) beschäftigt. Die Blinddarmoperationen sind gerade weil sie so häufig vorkommen längst ein vervollkommneter Teil der Praxisroutine. Und wo keine Innovation vorliegt, ist auch keine Publikationsnotwendigkeit gegeben.

  3. […] Bereiche der Wissenschaftskommunikation haben es dabei noch vergleichsweise leicht. (sh. dazu auch hier) Öffnet man den Bezugsrahmen hin zu einer allgemeinen Öffentlichkeit – die Digitalisierung […]

  4. […] von Wissenschaftlern, die Walther Umstätter freundlicherweise gestern in einem Kommentar korrigierte: „B. Kaden hat gut daran getan, die „klassische Kennzahl“ mit dem Einschub „hoffentlich […]

  5. Hans-Christoph Hobohm said, on 6. Januar 2012 at 12:27

    Lieber Herr Kaden, vielen Dank für diesen wertvollen Überblick. Wie sieht es denn vergleichsweise mit der deutschen Informationswisenschaft aus?
    Auf der ASIST Tagung im Oktober 2011 in New Orleans habe ich auf zwei Podiumsdiskussionen zum „Stand der Information Science“ den Eindruck gewonnen, dass Ron Days Text von sehr vielen internationalen (nicht nur US-) Kollegen als bahnbrechend wahrgenommen wurde. Auch Bernd Frohmann wurde häufig erwähnt. Ich empfand da eine Art Bestätigung und Erweiterung des Paradigmenwechsels, den Järvelin und Ingversen thematisiert hatten. Mag mich aber täuschen.

    Zum Korpus: sollte man nicht auch „Information Research“ berücksichtigen?

    Wichtig wäre jetzt wohl die Erörertung der Frage, wie man Ihren schönen Text noch stringenter darstellen kann. Visulaisieren?

    Gruß zum WE
    HCH

  6. Ben said, on 6. Januar 2012 at 12:59

    Lieber Herr Hobohm,

    haben Sie vielen Dank für die Hinweise. Ich möchte meinerseits noch einmal auf meinen Kommentar bei Archivalia hinweisen und damit auf die Tatsache, dass sich natürlich beliebig Vertiefungs- und Systematisierungsansätze finden. Die oben stehende Darstellung war vor allem eine gegen mein schlechtes Gewissen, wieder das meisten dessen, was ich 2011 lesen wollte, nicht einmal gesichtet zu haben. Daher habe ich die Ruhephase zwischen den Jahren für einen Schnelldurchgang genutzt. Die Quellenauswahl folgt dann auch dem, was ich ohnehin im Blick habe. Information Research ist mir dabei entgangen, was den trivialen Grund haben könnte, dass der Zeitschrift ein RSS-Feed fehlt. Für 2012 könnte ich mir eine monatliche Auseinandersetzung dieser Art (auch unter Berücksichtigung der nächsten Ausgabe von Information Research) vorstellen. Andererseits sind Lektürereports, Referate immer willkommen und können gern an die Redaktion geschicht werden (redaktion@libreas.eu) und werden dann möglichst zeitnah hier publiziert und zur weiteren Diskussion freigegeben.

    Für die deutschsprachige Infomationswissenschaft stellt sich übrigens das Problem, dass sie nach meiner Wahrnehmung weniger eine Zeitschriftenwissenschaft als eine Proceedings-Wissenschaft ist. Die entsprechenden Publikationen sind daher vergleichsweise aufwendiger zugänglich. Und nur LIBREAS wollte ich nicht als Maßstab heranziehen. Aber man kann natürlich einmal am Web of Science prüfen, welche deutschen InformationswissenschaftlerInnen in den letzten Jahren in der internationalen Fachpresse publizierten. Forschungsthemen über Forschungsthemen…

    Viele Grüße,

    Ben Kaden

  7. Ben said, on 6. Januar 2012 at 13:53

    Zu Ronald E. Days Aufsatz Death of the user: Reconceptualizing subjects, objects, and their relations (JASIST 62, 1 Januar 2011) ließ sich übrigens noch keine Anschlusszitation im Web of Knowledge feststellen. Bei Mendeley – hier schließt sich der Kreis zu Mark Bauerlein – werden für das Dokument dagegen 18 Leser (ohne mich) angegeben. Und zwar mit folgenden Merkmalen:

    nach Disziplin

    – 56% Computer and Information Science
    – 22% Social Sciences
    – 11% Humanities

    Akademischer Status

    – 39% Ph.D. Student
    – 11% Other Professional
    – 11% Professor

    Herkunftsland

    – 33% United States
    – 11% Germany
    – 6% China

    Als ähnlichen Artikel gibt das Web of Knowledge übrigens u.a. einen Text aus, der alle geisteswissenschaftlich geprägten und/oder frankophilen Bibliotheks- und InformationswissenschaftlerInnen sehr freuen dürfte: Ian Tucker: Sense and the Limits of Knowledge. Bodily Connections in the Work of Serres. (Theory Culture & Society, 28, 1 Januar 2011, S. 149-160)

    Als Anschlusspunkt aber vielleicht noch fruchtbringender ist der ebenfalls als Related Record geführte Text von Dirk Baecker mit der Überschrift What is Holding Societies Together? On Culture Forms, World Models, and Concepts of Time den es nicht nur in der Zeitschrift Criticism (53, 1 Winter 2011, S.1-22) sondern freundlicherweise auch als Typoskript bei SSRN gibt. Die Antwort auf die Frage kann aber bereits hier zitiert werden:

    [S]ociety is kept together by a structure that guarantees the possibility of a surplus of meaning in
    combination with a culture of selectively using and reproducing this surplus. The surplus of meaning is
    explicable through the distribution media of communication. These force society to think about every
    single communication less from the perspective of the sender than from that of the recipient.

    Wobei wir wieder endgültig in der kommunikativen Überschussgesellschaft angekommen wären.

    • Hans-Christoph Hobohm said, on 6. Januar 2012 at 14:27

      Vielen Dank für die Kontextualisierung!
      Beide ‚related texts‘ sind allerdings m.E. recht weit von der Informationswissenschaft entfernt.
      Und nicht jeder ist Fan von Michel Serres… ich jedenfalls nicht so sehr.
      LG HCH

  8. Walther Umstaetter said, on 6. Januar 2012 at 14:26

    Lieber Herr Kaden, das Problem ist, dass WoS im gesamten Wissenschaftsgeschehen, aus verschiedenen Gründen, immer unwichtiger wird. Von Google hier abgesehen, haben wir (Mayr und ich) 2008 darauf hingewiesen, dass eine der wenigen Zeitschriften, die im SCI aus dem deutschen LIS-Bereich berücksichtigt worden war, auch sukzessive verschwand. („Eine bibliometrische Zeitschriftenanalyse zu JOI, Scientometrics und NfD bzw. IWP“ ) WoS wird seit einigen Jahren bei wachsendem Publikationsaufkommen immer weniger repräsentativ. Dazu kommt die schon gestern erwähnte Tatsache, dass auch WoS immer mehr die Reklame der Wissenschaft (Schwerpunkt Biochemie bzw. Pharmaindustrie), und immer weniger den geheimgehaltenen Bereich erfassen kann. Wenn die Szientometrie keine verzerrten Bilder von der Wissenschaft zeichnen will, muss sie sich damit zunehmend auseinandersetzen. Nicht nur die Massenmedien leben immer stärker von der Reklame, sondern auch die „wissenschaftlichen“ Zeitschriften mit hohem Impact Factor. Das heißt natürlich nicht, dass Ihr vorgeschlagenes Forschungsthema unwichtig ist, es wäre nur ärgerlich, wenn es wieder eine Publikation minderer Qualität würde – um er nochmals an die Disskussion: „In der Literaturwissenschaft wird viel zu viel geschrieben“ anzuknüpfen.

  9. Ben said, on 6. Januar 2012 at 16:10

    Ich mag mich eigentlich weder auf ein Forschungsthema festlegen noch eine umfänglichere Untersuchung in Aussicht stellen. Große Bibliometrie oder Szientometrie kann ich so nebenbei ohnehin nicht leisten. (Aber jeder andere der mag, sei herzlich dazu eingeladen.) Mir geht es vielmehr darum, die Fragestellungen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Auge zu behalten. Repräsentativität anzustreben ist dabei aber nicht mein Ziel.

    Und trotz aller Schwächen erweist sich das Web of Science/Web of Knowledge nach wie vor als eine Datenbank, die durchaus nutzbare Ergebnisse liefert. Ich recherchiere gern darin herum und erfreue mich auch an gewissen Serendipity-Effekten, wie das Beispiel der Related Records zu Ronald Days Text zeigt. Wenigstens der Aufsatz Dirk Baeckers scheint mir durchaus anschlussfähig, denn die Reflexion der Rolle der Medien in einer Gesellschaft ist, jedenfalls für mich, Teil der Reflexion der Rolle von Bibliotheken in der Gesellschaft. Und obendrein zitiert Baecker sogar Warren Weaver…

    Was Michel Serres angeht, kann ich die Zurückhaltung etwas verstehen: Vor der Crème de la Crème der französischen Philosophie mutet er bisweilen tatsächlich wie ein üppiges Stück Käsekuchen an.

  10. Ben said, on 6. Januar 2012 at 16:57

    Und noch eine Ergänzung, diesmal zur deutschen Informationswissenschaft in internationalen Fachzeitschriften:

    Ich sehe nämlich gerade, dass ich einen sehr wichtigen Aufsatz der deutschen Informationswissenschaft, der auch im Web of Science erfasst ist, vergaß (vermutlich sind es noch ein Dutzend mehr): Science Models as Value-Added Services for Scholarly Information Systems von Peter Mutschke, Philipp Mayr, Philipp Schaer und York Sure (Scientometrics, 89,1, S. 349-364, Preprint bei arxiv.org). Auch Lutz Bornmann tritt mit einigen Studien zur Wissenschaftsforschung in Erscheinung. An dieser Schnittstelle der Bibliometrie und Szientometrie finden sich ein ganze Reihe von Akteuren mit deutschen Adressen, nicht immer aber mit dem fachlichen Hintergrund der Informationswissenschaft. Eine wirkliche Untersuchung müsste also erst einmal kategorial klären, was und wer alles zur „deutschen Informationswissenschaft“ zählt.
    Ob Wolfgang Glänzel nun nach seiner Herkunft oder seinem derzeitigen Arbeitsort einzuordnen wäre, ist beispielsweise auch eine Frage in diesem Zusammenhang. Er hat seine Publikationsliste 2011 jedenfalls deutlich erweitert. Ein häufiger in internationalen Zeitschriften (hauptsächlich naturgemäß Library Hi Tech) sichtbarer Autor mit deutscher Adresse, allerdings mit Wurzeln in den USA, ist dagegen Michael Seadle.

    Bei Wolfgang Stock (Informational Cities: Analysis and Construction of Cities in the Knowledge Society. In: JASIST 62, 5 S. 963-986) ist der Fall natürlich eindeutig, ebenso bei Stefanie Haustein und Tobias Siebenlist (Applying social bookmarking data to evaluate journal usage. In: Journal of Informetrics. 5, 3 S. 446-457.) Für Dirk Lewandowski und Ulrike Spree gilt dies gleichermaßen und dann möchte ich noch Kathrin Grzeschik, Yevgeniya Kruppa, Diana Marti und Paul Donner mit der Arbeit Reading in 2110 – reading behavior and reading devices:a case study (In: The Electronic Library. 29, 3 S. 288 – 302) nennen, die eindeutig die deutsche Bibliotheks- und Informationswissenschaft repräsentieren.

    Persönlich freue ich mich sehr, dass Gerhard Peschers mit seinem Beitrag über die Gefangenenbücherei der JVA Münster für die Themenausgabe „Prison Libraries“ der Zeitschrift Library Trends (Library Trends, 59, 3 S. 520-543) im Web of Science auftaucht. Und schließlich findet sich in Information Research ein Beitrag, der von der Bremer Bibliothekarin Katrine Mallan mitverfasst wurde. (Lorie A. Kloda, Denise Koufogiannakis, Katrine Mallan: Transferring evidence into practice: what evidence summaries of library and information studies research tell practitioners. Information Research 16, 1)

    Ich vermute sehr, dass auch diese Liste fernab der Vollständigkeit zu verorten ist. Zugleich zeigt sich aber auch, wie anspruchsvoll das Unterfangen einer solchen Erhebung wäre, wenn man wirklich auf Objektivität und Vollständigkeit ginge. Die Untersuchung ihrer selbst erweist sich dementsprechend deutlich als eine weitreichende Aufgabe der Informationswissenschaft.

  11. Weekendvitaminen #8 « Zeemanspraat said, on 6. Januar 2012 at 18:40

    […] Twee lijsten van artikelen en rapporten die in het afgelopen jaar eigenlijk op het nachtkastje hadden moeten belanden: een Amerikaanse met een selectie van 10 belangrijke rapporten (InfoViews) en een Duitse met een selectie van de belangrijkste publicaties in het vakgebied bibliotheek- en informatiewetenschap (LIBREAS). […]

  12. […] denn soviele Zugriffe gab es selten und ebenso rar waren hier bisher fachliche Diskussionen wie diese. Die schlagwortartige Sichtung internationaler Zeitschriftenliteratur zur Bibliotheks- und […]

  13. […] Mühe machte sich Ben Kaden und veröffentlichte im Blog LIBREAS.Library Ideas einen Rückblick auf wichtige Publikationen in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, die […]

  14. […] Buckland, der die Leisungskennzahl von einer Publikation im Jahr bereits in der ersten Woche des Jahres 2012 erfüllte, übertrifft das Soll in der zweiten Woche […]


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