LIBREAS.Library Ideas

It’s the frei<tag> 2012 Countdown (3): Zeit- & Projektmanagement im Forschungsprozess (Workshop)

Posted in LIBREAS Veranstaltungen by Karsten Schuldt on 14. August 2012

Forschen ist eine grossartig einsame Tätigkeit. An Schreibtischen in Büros, die erleuchtet sind, wenn der Rest der Welt schläft, sitzen und lesen; im Arbeitszimmer Texte vor sich hin tippen, während alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner die Wohnung verlassen haben; im Café die Pärchen ignorieren und Skizzen zeichnen; auf dem Bahnhof nachdenken, während der Zug eintrifft: Selbstbestimmt, zeitlos. Fertig sein, wenn man die Antworten auf die Fragen gefunden hat, wenn der Algorithmus läuft, das Buch fertig ist. Und niemand redet rein. Ein grossartiges Bild. Ehrlich gesagt auch eines, in das ich gerne selber verfalle.

…An Schreibtischen in Büros, die erleuchtet sind, wenn der Rest der Welt schläft, sitzen und lesen; im Arbeitszimmer Texte vor sich hin tippen, während alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner die Wohnung verlassen haben; im Café die Pärchen ignorieren und Skizzen zeichnen …… 

Aber: Wer forscht, kann nur selten so forschen. Insbesondere, wenn es um Projekte geht, die irgendwer finanziert – die Bibliothek, eine Stiftung, die DFG, der SNF, die EU –, wenn es Auftraggeber gibt und die Deadlines drücken, geht dieses einsame Forschen, dass sich nur am Thema orientiert, nicht mehr. Und kaum ein Forschungsprojekt wird heute noch alleine durchgeführt. Mal sind es vier Leute, mal mehrere Dutzend Arbeitsgruppen; aber selten ist man wirklich so alleine für sich verantwortlich.

Das führt dazu, dass Forschung, auch in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, heute zu einem grossen Teil Managementaufgabe ist. Deadlines einhalten, sich koordinieren, Teilprojekte planen und einfordern. Oft ist das ein ärgerlicher Teil der Forschung, weil teilweise der Inhalt hinter das Managen zurücktritt. (Bekanntlich geht das so weit, dass bei grossen Projekten Leute angestellt werden, die mit der Forschung selber nichts zu tun haben, sondern nur mit der Organisation.)

Im Workshop IV der LIBREAS. Verein Summer School 2012 am 18. August wollen wir dieses Thema bearbeiten. Wie planen und managen wir Forschungsprozesse, sowohl einsame als auch solche in Partnerschaft? Und zwar am Besten so, dass sie uns möglichst viel Platz und Zeit für das eigentlich Interessante an der Forschung schaffen? Thema werden auch die ganzen Fallstricke sein: Wie mit den Krisen umgehen, wenn Mitarbeitende abspringen, Deadlines überzogen werden, Auftraggeber kurz vor Ende des Projektes feststellen, dass sie was ganz anderes haben wollen? Wie mit zu viel Zeit umgehen?

Wie gesagt: Das ist der eher unspannende Teil an jeder Forschung, aber leider ein notwendiger. Wir sind halt alle keine Gentlemen des frühen 20. Jahrhunderts, die das Geld und die Zeit haben, uns in kleinen französischen Städtchen in den Nachlass eines vergessenen Diplomaten zu vergraben.

It’s the frei<tag> 2012 Countdown (4): Verteilt Arbeiten, zusammen Publizieren (Workshop)

Posted in LIBREAS Veranstaltungen by libreas on 13. August 2012

Matti Stöhr

In den Naturwissenschaften ist es schon länger selbstverständlich, in den Geistes- und Sozialwissenschaften freilich ebensowenig neu aber es etabliert sich sukzessive erst durch die modernen, elektronischen Forschungs- und Publikationsmöglichkeiten: das kollaborative Arbeiten und Publizieren. Dass Werkzeuge zur gemeinschaftlichen Forschungsarbeit und Publikationstätigkeit bei (nahezu?) allen Wissenschaftsdisziplinen angekommen sind bzw. für wichtig und zukunftsfähig erachtet wird, zeigt neben den seit 2005 existierenden GRID-Projekten in Deutschland nicht zuletzt das sogenannte Handlungsfeld „Virtuelle Forschungsumgebungen“ im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz deutscher Wissenschaftsorganisationen. Vor dem Hintergrund dieser Strategie wird einiges an Fördergeld für die Entwicklung und Etablierung von Angeboten investiert um eine auf Zusammenarbeit fußende Wissenschaftspraxis zu unterstützen respektive anzuschieben. Als Beispiel sei hier für die Geschichtswissenschaft das DFG-Projekt „Historisches Forschungsnetz“ erwähnt.

Vor diesem wissenschaftspolitischem und infrastrukturellen Hintergründen werden die Teilnehmenden des am frühen Samstagnachmittag stattfindenden Summer School-Workshops „Verteilt arbeiten,  zusammen Publizieren“ in die Welt etablierter, alternativer sowie zukünftiger Werkzeuge der kollaborativen Wissenschaftspraxis eintauchen. Es soll vornehmlich anwendungsorientiert um den (beispielhaften) Analyse und  Austausch von Erfahrungen in der Arbeit mit aber auch um die Reflektion von Erwartungen an einschlägige Tools gehen.

"It’s time to change the way we do research"

„It’s time to change the way we do research.“: (Kommerzielle) Webplattformen wie Mendeley oder ResearchGate, welche mit dem Angebot verschiedenartigster Funktionen Wissenschaftskommunikation inkl. das Publizieren von Forschungsergebnissen ermöglichen, werden unter AkademikerIinnen immer beliebter. Als Bibliotheks- und InformationswissenschaftlerIn sollte man diese kennen und einschätzen können, wenn nicht gar selbst aktiv nutzen…

Immer wieder interessant dabei ist es sich dabei zu vergegenwärtigen, wie wenig es prinzipiell an technisch-funktionalen Voraussetzungen doch braucht um am Wissenschaftsgeschehen teilzuhaben – ein internetfähigen Computer!  Über die „Details“ – z.B.  über den tatsächlichen Zugang zu Forschungserkentnissen als Basis bzw Quelle eigener Untersuchungen (Stichwort: Lizenzen) oder über die Nutzungsfreundlichkeit von Publikationswerkzeugen – lässt sich freilich streiten; sehr gerne im hiermit angekündigten Workshop der LIBREAS. Summer School!

LIBREAS-Workshop „Hungry to get published?“ – March, 16th in Saint Paul, MN

Posted in LIBREAS Veranstaltungen by libreas on 26. Februar 2009

LIBREAS‘ North America Board is hungry to get people hungry to get publish and therefore hosts a workshop for upcoming and potential authors on how to get along with LIBREAS.

Here is the description:
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HUNGRY TO GET PUBLISHED?

Join us at exciting academic publishing workshop by the North American Editorial Board of LIBREAS.

When: Mon, March 16, 6:30-7:30 pm with social hour (including free food) immediately following

Current and former MLIS students want to share their secrets to getting published.

– You’re doing such great work for class…how’d you like to get a grade for it AND get cited by others?
– Find out how you can dip your toe into the international publishing world…right here in Minnesota.
– Discover how building your resume can be easier than you think!

Please join us for a fun and informative time!! See you there!

Contact the North American Editorial Board of LIBREAS at libreas@gmail.com with questions or for further details.
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The accompanying Facebook-Page can be found following this link.

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