LIBREAS.Library Ideas

Das Jahr 2012 bei LIBREAS und in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Zu einem guten Start und einem Abgrenzungsproblem.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Referate by Ben on 6. Januar 2012

(mit Anmerkungen zu: Erjia Yan, Ying Ding, Staša Milojević, Cassidy R. Sugimoto (2012) Topics in dynamic research communities: An exploratory study for the field of information retrieval. In: Journal of Informetrics. Volume 6, Issue 1, January 2012, S. 140-153   DOI: 10.1016/j.joi.2011.10.001)

von Ben Kaden

Die erste Arbeitswoche des Jahres 2o12 lässt sich für LIBREAS durchaus als erfolgreich bezeichnen, denn soviele Zugriffe gab es selten und ebenso rar waren hier bisher fachliche Diskussionen wie diese. Die schlagwortartige Sichtung internationaler Zeitschriftenliteratur zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, ursprünglich als Tischbereinigung angesetzt, erfreut sich einer durchaus regen Aufmerksamkeit bis ins Ausland, was für uns als LIBREAS-Redaktion ein unfehlbares Zeichen ist, dass der Bedarf für Synopsen der Aktivitäten des eigenen Fachs besteht. Nun bleiben nicht nur bei der Weihnachtserhebung zahlreiche Fragen offen, die allesamt Stoff für mittlere Abschlussarbeiten hergeben könnten.

Klaus Graf bemerkte zum Beispiel „es wäre schon interessant zu wissen, welcher Anteil einer an Wichtigkeit orientierten Auswahl aus diesem Literatursegment OA ist“ und hat damit weitgehend recht. Einzig der Punkt der Orientierung auf die Wichtigkeit ist im Einwurf überstrapaziert, denn dieses Kriterium kann ich mir nicht als Leitlinie anmaßen. Es steckt tatsächlich mehr Zufälligkeit und persönliche Vorliebe hinter der Auswahl.

Zweifellos ist aber richtig, dass man eine Themenclusterung mit dem Anspruch, über ein silvesterabendliches Stimmungsbild zur Informationswissenschaft hinauszureichen, auf Kriterien der Wichtigkeit aufsetzen sollte. Die sind freilich noch zu definieren. Aussagen zur Zitationshäufigkeit der Zeitschriftenaufsätze eines Jahres sind beispielsweise derart zeitnah kaum möglich, da sich die zitierenden Publikationstexte mitunter selbst noch im Pre-Publishing befinden. Oder – hier liegt der Anschluss zum Open Access-Thema – man sichtet Volltexte auf Pre-Print-Servern antizipierend. Dort spielt aber wiederum das konkrete Publikationsverhalten hinein: Nicht jeder Aufsatz in unserer Disziplin wird in dieser Form vorveröffentlicht. (more…)

Advertisements