LIBREAS.Library Ideas

Peer Review – eine Entscheidungsfrage für kleine Zeitschriften

Posted in LIBREAS.Debatte, LIBREAS.Referate by Karsten Schuldt on 6. Juni 2012

 Von Karsten Schuldt

Motivation (Einleitung)

Innerhalb der LIBREAS-Redaktion wird immer wieder einmal diskutiert, ob und wie wir ein härteres Peer Review Verfahren einführen sollten. Bislang arbeiten wir nach dem Prinzip des Editorial Review. Dass heisst, das wir innerhalb der Redaktion jeweils eine Person bestimmen, welche die Hauptentscheidungen zu einem Artikel trifft und insbesondere dann, wenn dies als notwendig angesehen wird, zuvor mit den Autorinnen und Autoren an einem Artikel arbeitet; nschliessend, wenn der Artikel fertig bearbeitet ist, der restlichen Redaktion eine grundsätzliche Entscheidung zur Publikation mitteilt und die anderen Mitglieder um eine Stellungnahme bittet. Mindestens zwei von uns sollten diese Rückmeldung geben (die wiederum alles sein kann: Annahme, Ablehnung, Vorschläge für Änderungen). Eine letzte Entscheidung über die Publikation oder Nicht-Publikation trifft dann die letzte Redaktionskonferenz vor der Publikation gemeinsam. Ein teilweise aufwendiges Verfahren, aber meines Erachtens ein gutes, da es eher zu besseren Texten führt.

Es gibt Gründe für dieses System. Gleichzeitig jedoch gibt es offenbar Gründe für ein anderes Peer Review Verfahren. (more…)

Scheitern in der Schreibwerkstatt: Aus der Redaktion der LIBREAS. Library Ideas.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Projektberichte, LIBREAS.Scheitern by libreas on 11. Dezember 2011

LIBREAS-Redaktion

Beim Thema Scheitern ist die Arbeit an LIBREAS. Library Ideas überhaupt nicht auszunehmen. Vielmehr ist die Herausgabe jeder Ausgabe mit mehr Scheitern und Kompromissen verbunden, als mit Erfolgen. Dies lernt man sehr schnell, wenn man sich auf ein Projekt wie LIBREAS einlässt: Zu jedem publizierten Artikel, zu jeder umgesetzten Idee, zu jedem eingehaltenem Anspruch lässt sich auch das Gegenteil anführen. Ist das eine Eigenheit unserer Redaktion? Überhaupt nicht. Egal, in welche Redaktion man Einblick erhält, es ist ähnlich. Dabei unterscheiden sich nicht einmal wissenschaftliche, journalistische oder literarische Publikationen groß voneinander. Der Unterschied liegt höchstens darin, dass das Scheitern dort praktisch nie ein öffentliches Thema ist.

Warum machen wir das dann überhaupt? Das ist nicht so klar, wie es vielleicht nach außen erscheint. Die Zeitschrift lebt vom Engagement Einzelner und diese Einzelnen haben immer wieder unterschiedliche Meinungen, die zumindest in Redaktionskonferenzen und in den Tagen vor der Veröffentlichung einer neuen Ausgabe jedesmal neu zur Sprache kommen. (more…)