LIBREAS.Library Ideas

Il profumo di pensare. Ein Opus­cu­lum zu Amouages Bibliotheksparfüm.

Posted in LIBREAS.Feuilleton, LIBREAS.Referate, LIBREAS.Style by Ben on 30. Juni 2011

Wem zu den von Najko aufgetanen Stilregeln für den Bibliotheksbesuch als begleitendes olfaktorisches Kleid Christopher Brosius‘ In the Library, auf das Martin Eichhorn jüngst in der Inetbib hinwies und damit mutmaßlich ungeplant und unvorhersehbar eine intensiv gefochtene „Bibliothekskunde oder Bibliotheksnutzer“-Diskussion anstieß, zu lederig ist und Archives 69 von Etat Libre d’Orange zu schlüpfrig für den Rara-Lesesaal erscheint, dem sei noch einmal als Eau de Voilette das Bildungs- und Wissensgesellschafts-Opus mignon von Amouage empfohlen.

Die Pentade ist – passend zur Bibliothek – durchweg hochkonzentriert, was den scheppernden Preis ein wenig in Relation setzt: One-Drop-Only erweist sich auch in diesem Fall als Schlüssel zum guten Körpergeruch. Wer zuviel nimmt, geht gern als opulent auftragender intellektueller Kraftmeier durch, was in dieser Saison, in der Understatement und wohldosierte Luxese zum richtigen Ton gehören, fast schon so wenig ankommt, wie anscheinend Sonnenbräune, trägt man sie nun im Modus brunir oder brûlure. Man lässt sich einfach nicht mehr braten in Berlin. Letzteres ist jedoch gerade in der Prüfungszeit für Bibliotheksbesucher ohnehin ein Champagner-Problem und die aktuelle Wolkenhängung hilft dabei, locker im Trend zu bleiben. (more…)

Smells like Bookspirit: Sebastian Wilke erschnuppert „In the library“.

Posted in Sonstiges by Ben on 16. März 2009

Während der von uns damit beauftragte Parfüm- und Rasiercreme-Spezialist seine Besprechung des exquisit interessanten Duftes „In the Library“ aus dem New Yorker Hause Christopher Brosius sowohl für die Popausgabe wie auch bisher generell schuldig blieb, trieb es den LIS-Traveller Sebastian Wilke auf eigene Faust nach Brooklyn, wo er offensichtlich mehr als eine Nase voll von den Avantgarde-Düften des Antiparfümeurs nehmen konnte.

In gewisser Weise liefert er also jetzt in seinem Weblog die Rezension des Geruchsereignisses, die wir so gern im Heft gehabt hätten und auf die wir damit voller Neid hinweisen: “In the Library” – Zu Besuch beim Anti-Parfumeur aus Brooklyn.

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