LIBREAS.Library Ideas

Die Bibliothek als Sackgasse. Zum Berufsbild, wie es Yahoo!-Education sieht.

Posted in LIBREAS.Debatte, LIBREAS.Feuilleton by Ben on 9. Dezember 2013

Ein Kommentar von Ben Kaden / @bkaden

Die Sterne für den Bibliotheksberuf stehen schlecht. Jedenfalls wenn man der Arbeitsmarktastrologie des Education-Portals von Yahoo! glaubt. Dort wurde in einem – undatierten, offenbar wohl neueren – Artikel der Beruf des Bibliothekars / der Bibliothekarin zu einem von fünf Sackgassen-Jobs erklärt. Das mag für eine neuere Arbeitswelt ganz zutreffend sein, in der es pragmatisch mehr um persönlichen Aufstieg und weniger um Identifikation mit dem jeweiligen Tätigkeitsfeld geht und in der man passend von Jobs und nicht Professions schreibt. Wie jeder weiß, ist der Unterschied zwischen beiden Konzepten erheblich. Die Profession bezieht sich auf die Ausbildung, die Qualifikation und eigentlich auch die Identifikation mit einem bestimmten Zuschnitt von Arbeit. Also:

Profession […] a vocation requiring knowledge of some department of learning or science. (dictionary.com)

Ein Job bezieht sich wahlweise auf die konkrete Anstellung oder die konkrete Tätigkeit und lässt den Qualifikationsaspekt irgendwo im Dunklen:

Job […] a piece of work, especially a specific task done as part of the routine of one’s occupation or for an agreed price (dictionary.com)

Geht es bei der Profession um eine individuelle Einstellung zur Sache, spielen beim Job die konkreten Arbeitsabläufe, die individuelle Einstellung als Sache und offensichtlich auch der Preis dafür eine Rolle.

"Profession" vs. "Job" - im Google-NGram-Viewer

„Profession“ vs. „Job“ – im Google-NGram-Viewer

Die NGram-Analyse im Google-Books-Korpus offenbart eine steile Karriere des Wortes „job“ und ein Feststecken bzw. leichtes Absinken der Verwendung des Wortes „profession“. Besonders aussagekräftig ist der Kurvenvergleich jedoch nur dahingehend, dass er zeigt, wie seit dem frühen 20. Jahrhundert sehr gern und oft der Ausdruck Job verwendet wird. In welchem Kontext müsste man jetzt inhaltlich durchdringen.

Die Yahoo!-Autorin Andrea Duchon bewegt sich in ihrer Wortwahl vermutlich auch nicht allzu tief in der semantischen Differenzierung der Konzepte sondern mehr im Zeitgeist des einfachen und klaren Schlagworts bzw. noch wahrscheinlicher in der Bedeutung: Anstellungsverhältnisse. Ein Indikator dafür ist, dass sich die kleine Passage exakt so liest, wie Welterklärungstexte für Dummies gemeinhin verfasst sind:

„Librarians probably play a huge part in your childhood memories, but with a U.S. Department of Labor-projected job growth rate of only 7 percent from 2010 to 2020, it’s likely that „memory“ could be the only role left for librarians to play.“

Andrea Duchon eröffnet mit einer Nostalgisierung und bestimmt damit bereits die Rolle, die ihrer Meinung nach für die Bibliothekare bleibt. Denn die Wachstumsrate bei den Stellen beträgt nur sieben Prozent, wobei unklar bleibt, wie rasant eigentlich ein Stellenangebot wachsen muss, um zur Skyway-Job zu werden.

Sie beruft sich nachfolgend auf die Prognosekompetenz der Karriereberaterin Wendy Nolin, die eine aufbruchsfreudige Firma namens Change Agent Careers betreibt. In aller Offenheit beschreibt diese auf ihrer Webseite ihren eigenen Ausbruch aus einem „Career Spin Cycle“ und das sollte man schon einmal lesen, um einschätzen zu können, vor welchem Hintergrund die Aussagen zum an die Wand laufenden Bibliothekarsberuf getroffen werden.

Why Avoid It: Nolin says that this is a dying occupation simply because information now is so readily devoured using technology.

Hier findet sich fast erwartbar das reduktionistische Verständnis der Rolle von Bibliotheken, wie es unlängst ähnlich von Kathrin Passig in die Debatte katapultiert wurde. Bibliothek und Bibliotheksarbeit wird dabei mit Informationsversorgung gleichgesetzt. Allerdings war bereits das Aufkommen des Dokumentationswesens ein Schritt, der die Bibliotheken hinsichtlich dieser Rolle methodisch und technologisch ziemlich altbacken aussehen lies. Interessanterweise, aber eigentlich folgerichtig, ist dieses Praxis weitgehend in anderen Praxen aufgegangen oder – wie klanglos wie ihr Weltverband, die International Federation for Information and Documentation (FID) – verschwunden, während die Bibliotheken nach wie vor trotz allem auf recht hohem Niveau existieren.

Alarmierender ist dagegen die zweite Aussage Wendy Nolins:

„Plus, she says that federal funding for new libraries is basically non-existent, and job growth is expected to follow suit.“

Verfolgt man die Diskurse zur Zukunft des Bibliothekswesens in den USA, dann bekommt man wirklich den Eindruck, das Public-Library-System befände sich in der Krise. Noch vor 15 Jahren schien es undenkbar, dass im Mutterland des öffentlichen Bibliothekswesens Einrichtungen gekürzt oder geschlossen werden. (Man beachte das zur Schau gestellte Selbstbewusstsein der ALA auf diesen Postern.) Zu diesem Zeitpunkt galt das Bibliothekswesen der USA als Vorbild, Vorreiter und Garten Eden. Jedenfalls im deutschen Bibliothekswesen, dem man Ende der 1990er Jahre dann auch noch seinen zentralen Think-Tank, das DBI, geschlossen hat. Ein Schließungsgrund, den die Gutachter des Wissenschaftsrates peinlicherweise ins Spiel brachten, war die „zu intensive Betreuung der Öffentlichen Bibliotheken“ (vgl. hier). Dieses Beispiel bringt noch einmal in Erinnerung, dass Finanzierungsentscheidungen nicht immer aus überzeugenden oder sogar objektiv tragbaren Einschätzungen heraus gefällt werden. Sondern häufig schwer durchschaubar einmal so oder so ausfallen und nicht selten abhängig davon sind, wer gerade für solche Entscheidungen zeichnungsberechtigt ist.

Erfahrungsgemäß sind ein bereitwilliges Aufspringen auf „Trending Topics“ und das eifrige Klammern an das jeweilige Vokabular der Zeit bestenfalls kurzfristig hilfreich, um die eigene Position bündig zu vermitteln und die entscheidungsbefugten Kürzer oder Förderer zu beeindrucken. Oft zeigt sich dagegen darin nur, dass man mit Mühe den Trends der Anderen hinterhastet, wo an eigentlich eigene setzen sollte. Die interessante Entwicklungskurve des Konzeptes der so genannten Bibliothek 2.0 enthält dafür eine ganze Reihe von Beispielen. Mit der aktuellen Argumentation von Wendy Nolin, Kathrin Passig und anderen, die die Bibliothek als Papierverleihhaus für obsolet und die Arbeit in der Bibliothek zwangsläufig als berufliche Sackgasse deklarieren, irrlichtert man sogar in die Zeit vor 2003 zurück. Dabei liegt aber eigentlich das Kerngeschäft der Bibliotheken just in der Interaktivität, in der grundsätzlichen Remix-Praxis, die sich sowohl durch das Kuratieren wie auch das Rezipieren von Inhalten in der Bibliothek vollzieht und schließlich in dem Aspekt der Kommunikation und Wissensbildung, was weit über das Abrufen von Fakten und Information hinausgeht. Wäre man nicht unbedingt so radikal den Verheißungskünstlern des Library-2.0-Marktes hinterhergeeilt, sondern hätte in Rekurs auf diesen schon vor dem Medium Weblog existierenden Anspruch, dass eine Bibliothek mehr als ein Datenbank-Analogon sein muss, ernst genommen, stände die Bibliothek heute vielleicht noch ganz anders da. Und auch der Diskurs nach innen, der häufig an Mentalitätsklippen brach, die den Eindruck vermittelten, manche Bibliothekare sehnten sich in die klösterliche Übersichtlichkeit der Kettenbuchbänke zurück, wäre womöglich ein Stück weit produktiver verlaufen.

Wenn Förderer, Karriereberater, Netzaktivisten und Publizisten dieses prinzipielle Mehr-als-Information nicht sehen, liegt das Versäumnis indes nicht unbedingt nur bei ihnen (den Vorwurf des Kurzschlussfolgerung müssen sie dennoch aushalten). Sondern auch beim Bibliothekswesen selbst, das sich viel zu oft anstandslos in Buzzwordfeuerwerken, durchsichtigem Techno-Mimikry und öffentlich präsentierten Selbstzweifeln wälzt. Vielleicht zeigt sich darin zugleich auch ein anderes Problem, das uns wieder zur Yahoo!-Berufsanalyse zurückführt: Die Menschen, die in das Bibliothekswesen streben, sind seit je eher nicht die strahlkräftigen, kampfeslustigen und ehrgeizigen Karrieristen. Sondern häufig sympathische, idealistische und bescheidene Personen, die unerschütterlich daran glauben, dass schon gut ist, was sie machen und entsprechend wertgeschätzt wird. (Ein paar karrierebesessene Quertreiber und Egozentriker entdeckt man freilich auch. Die wechseln allerdings meist so schnell sie können auf die Seite des Geschäfts, auf der man deutlich mehr verdienen kann. Und dann gibt es selbstverständlich noch die Verbitterten, die eigentlich etwas Anderes in ihrem Leben machen wollten, aber vom Schicksal im Restraum Bibliothek geparkt und niemals wieder abgeholt wurden. Dies sind gemeinhin die schwierigsten Fälle.) Entsprechend sind die Bibliotheken natürlich ein vergleichsweise leichtes Ziel nicht zuletzt dann, wenn es um Ressourcenverteilungen bzw. -kürzungen geht. Was dem Bibliothekswesen aus meiner Sicht tatsächlich und mehr als technisches Know-How fehlt, ist eine Kultur des sowohl soliden als auch souveränen Widerspruchs. Eben weil die Akteure dieses Berufsfelds in der Regel gar nicht so viel Wert auf rasante Karrierekurven legen, für die gefälliges Verhalten erforderlich ist, könnten sie doch eigentlich weitaus risikofreudiger nach außen gehen, wagen und am Ende vielleicht sogar etwas gewinnen.

(Berlin, 09.12.2013)

5 Antworten

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  1. Lana said, on 10. Dezember 2013 at 14:55

    Alle Jahre wieder wird BibliothekarIn als sterbende Profession verorakelt.
    Sowohl in den USA, als auch in Deutschland.
    Ich erinnere mich an einen Artikel im Stern Ende der 90er, als ich gerade studiert habe: dort gab es ein Ranking der zukunftsträchtigsten Berufe (Ingenieur usw.) und der zukunftslosen Berufe. BibliothekarIn stand natürlich ganz weit unten.
    Interessanterweise sind wir immer noch da und weigern uns auch, so schnell zu verschwinden😉

    • Ben said, on 10. Dezember 2013 at 17:26

      Ein weiteres nettes Fundstück zum Thema und zwar aus dem Jahr 2001 und einem Aufsatz mit dem heute fast ein wenig kurios anmutenden Titel Sind gedruckte Handschriftenkataloge noch zeitgemäß?:

      „Der Knopfdruck ersetzt nicht den Handschriftenbearbeiter, so wie er auch nicht den Bibliothekar überhaupt ersetzt, wie heute des öfteren geglaubt wird, daß die Kenntnis des Instrumentariums der EDV, die Fähigkeit des Zugriffs auf Datenbanken die eigentlich bibliothekarischen Kenntnisse, etwa die bibliographischen Kenntnisse, überflüssig mache. Daß damit auch der Berufsstand des Bibliothekars überflüssig würde, wird dabei nicht bedacht (oder wird dies gar gewünscht??).“ – Walter Neuhauser (2001) Sind gedruckte Handschriftenkataloge noch zeitgemäß? In: Renate Klepp und Maria Seissl (Hg.): Zum Status der Handschriftenkatalogisierung heute, Rückblick und Ausblick, in: Artibus atque Modis. Festschrift für Ilse Dosoudil zum 60. Geburtstag, Wien 2001

      In der Tat ist die Zahl der Fundstellen zum Thema enorm. Interessanter wäre aus meiner Sicht aber eine historische Analyse der Verteidigungsstrategien der Bibliothekare. In Walter Neuhausers eingeklammerter rhetorischer Frage zeichnet sich zudem die Spur zu einer alten Konfliktlinie ab: Wird die Bibliotheksautomation den Bibliothekar ersetzen (können)? Und falls ja, ist dies beabsichtigt? Und vom wem?

      Sinnvoller wäre bei jedem Automatisierungsschritt natürlich die Frage, welche Tätigkeiten teils oder komplett an die Maschinenverarbeitung übertragen werden, welche Konsequenzen und Möglichkeiten sich daraus ergeben und wie der Bibliothekar, dem ja nicht die Profession als solche sondern einige, oft lästige, Routinen abgenommen werden, mit diesen Möglichkeiten umgeht. Der Kern des Berufs, so wie ich ihn sehe, liegt doch gerade nicht in den Standardhandgriffen der Buchbearbeitung und Bibliotheksbürokratie sondern im Intellektuellen und vielleicht in wachsenden Anteilen auch im Sozial-Interaktiven. Also beim berühmten Dreischritt Sammeln, Erschließen, Vermitteln auf dem Vermitteln, was sich aus meiner Wahrnehmung mehr denn je zu einer Art des Kuratierens entwickelt. Abgesehen davon verblüfft mich immer wieder die kurzsichtige Gleichsetzung von Informationszugang (bzw. Informationstechnologie) und Bibliothek sowohl bei denen, die die Abgesänge auf die Bibliotheken schreiben wie auch bei denen, die sich dadurch bedroht fühlen.

      Richtig ist aber auch, dass man als BibliothekarIn nicht unbedingt die größten Gehaltssprünge und Karriereschritte zu erwarten hat. Deswegen ist es schon in Ordnung, wenn Berater, die exakt darauf wertlegen, nicht unbedingt zum Schritt in diese Branche raten. Den Untergang zu prophezeien zeugt dagegen ganz offensichtlich von einem mangelnden Geschichtsbewusstsein der Berufszukunftsprognostiker. Wir dagegen wissen ja schon aus unserem Handbestand, dass nahezu alles, was als neue Erkenntnis auf dem Jahrmarkt der Deutungskämpfe feilgeboten wird, schon gestern in sehr ähnlicher Form zu haben war.

  2. Walther Umstätter said, on 10. Dezember 2013 at 18:57

    Im Prinzip ist es trivial, veraltet ausgebildete Bibliothekare werden immer weniger gebraucht.
    Es ist auch völlig richtig: „Den Untergang zu prophezeien zeugt dagegen ganz offensichtlich von einem mangelnden Geschichtsbewusstsein“, denn man fragt sich, welcher Typ von Bibliothekar/in hier am Dead-End gemeint ist. Der Bezug auf Kindheitserinnerungen, spricht eher für die Erfahrung aus der Zeit als die Autoren dieser Prognose noch mit gedruckten Kinderbüchern das Lesen erlernten. Als Kinder vor dreißig oder vierzig Jahren konnte diese Generation natürlich noch nicht die damalige Online-Revolution erkennen, als die Bibliotheksschulen in den USA zu Schools of Library and Information Science umbenannt wurden. Dass die Bibliothekare mit der damaligen Ausrichtung auf gedruckte Bücher und Kataloge weitgehend aussterben werden, war aber schon damals deutlich erkennbar. Insofern ist diese Prognose nicht besonders neu.

    Nach einem kräftigen Wachstum an Bibliotheksschulen im 20sten Jh., das auch mit dem Wachstum an Hochschulen einher ging, weil sich die Zahl der Wissenschaftler etwa alle zwanzig Jahre verdoppelt, kam es schon gegen Ende des letzten Jahrhunderts zu einer Abnahme dieser Zahl an Bibliotheksschulen in den USA. Auch in Großbritannien hat man zu dieser Zeit etlichen Schulen gedroht die Lizenz zu entziehen, sobald sie sich nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Digitalisierung einstellten. Insofern war die Umbenennung von Library School in School of Library and Information Science nicht nur eine Worthülse, es war eine Existenzfrage. Insbesondere die Bibliotheksgeschichte und auch die Kenntnisse an Katalogisierungsregeln boten damals entsprechende Einsparungspotentiale, ebenso wie die Anerkennung einer Programmiersprache anstelle von Fremdsprachkenntnissen (www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/pub42.html).

    Fragwürdiger ist die Behauptung, dass dieser Beruf obsolet wird, weil Informationen heute so leicht technisch verarbeitet werden können. Diese Begründung erscheint insbesondere darum so unbegründet, weil gerade der Bedarf an Informationsspezialisten bislang besonders groß war. Um es deutlicher zu sagen: Es ist nicht gerade eine wissenschaftlich fundierte Begründung, zu behaupten, wir brauchen keine Informationsmanager und Informationswissenschaftler, weil die Information in Zukunft nur noch automatisch von Maschinen verarbeitet wird. So lange nicht Menchen die Verantwortung für das Übernehmen, was da in den Maschinen geschieht, ist es schlicht verantwortungslos, und dazu gehört einiges an know how. Ganz abgesehen davon, dass sich viele der Informationsspezialisten und auch der Ausbildungseinrichtungen längst dem Knowledge Management und der Knowledge Organization zugewandt haben. Anders gesagt, natürlich haben sich inzwischen auch Informationsspezialisten, die nicht mit der Zeit gingen, überlebt.

    Ein wirkliches Problem ist der zunehmende Mangel an „federal funding for new libraries“, der aber weniger mit dem Aussterben unseres Berufes zu tun hat, als vielmehr mit der Kommerzialisierung des Informationsmarktes. Wenn Amazon zur weltweiten Zentralbibliothek wird, bei der man e-Books ausleihen kann, während auch Bibliotheken Bücher nur ausleihen können, weil sie von den Verlagen juristisch gerade enteignet werden, dann haben sie in dieser Form schlechte Karten im Wettbewerb.

    Wir sollten aber nicht vergessen, dass gerade bei dieser Kommerzialisierung die Bibliothek als Einrichtung, die unter archivarischen, ökonomischen und synoptischen Gesichtspunkten publizierte Information für die Benutzer sammelt, ordnet und verfügbar macht, nicht unwichtiger wird. Denn jede Einrichtung mit einem bestimmten Informationsbedarf (Hochschulen, Schulen, Industrie, Forschungsinstitute etc.), wird auch in absehbarere Zukunft Synopsen über das Vorhandene Wissen und den Preis dafür brauchen, und die Raffinesse, mit der Informationsanbieter ihre Kunden zur Kasse bitten, wird immer komplexer.

    Ein unerwähntes Problem, dass die Auguren hier vergaßen, ist die voraussichtliche Schließung etlicher Hochschulen, bedingt durch die zunehmenden Fernstudienangebote der weltweit besten Universitäten. Hier müssen sich die Bibliothekare auf die Unterstützung dieser Fern-Studierenden einstellen, und auf die damit verbundenen Probleme.

    Es bleibt aber ein Faktum, dass die Zahl an wissenschaftlich Auszubildenden auf dieser Erde noch lange exponentiell steigt, und dass damit die Digitale Bibliothek weiterhin die wichtigste Rationalisierungsmaßnahme bei dem damit verbundenen Kostenaufwand ist. Ob wir das dazu notwendige Personal Bibliothekar, Information Manager, Knowledge Organizer oder spezialisiert Distance Learning Librian nennen, ist zweitrangig.

    Walther Umstätter

  3. […] Es ist selbstverständlich nicht zu leugnen, dass Bibliotheken bei Einsparkämpfen besonders weiche Ziele sind. Häufig genug wird zudem verkündet, sie seien durch die Informationstechnologie zu Auslaufmodellen geworden (vgl. dazu auch hier) und das Berufsbild “Bibliothekar” führe in eine Sackgasse. […]

  4. […] unter der derjenigen, die Wissenschaft als Job ausüben. (zum Unterschied Beruf-Job siehe u.a. auch hier) Was auch daran liegt, dass es Menschen mit einem Hang zur Wissenschaft als Beruf meist nur eine […]


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