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It’s the frei<tag> 2012 Countdown (4): Verteilt Arbeiten, zusammen Publizieren (Workshop)

Posted in LIBREAS Veranstaltungen by libreas on 13. August 2012

Matti Stöhr

In den Naturwissenschaften ist es schon länger selbstverständlich, in den Geistes- und Sozialwissenschaften freilich ebensowenig neu aber es etabliert sich sukzessive erst durch die modernen, elektronischen Forschungs- und Publikationsmöglichkeiten: das kollaborative Arbeiten und Publizieren. Dass Werkzeuge zur gemeinschaftlichen Forschungsarbeit und Publikationstätigkeit bei (nahezu?) allen Wissenschaftsdisziplinen angekommen sind bzw. für wichtig und zukunftsfähig erachtet wird, zeigt neben den seit 2005 existierenden GRID-Projekten in Deutschland nicht zuletzt das sogenannte Handlungsfeld „Virtuelle Forschungsumgebungen“ im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz deutscher Wissenschaftsorganisationen. Vor dem Hintergrund dieser Strategie wird einiges an Fördergeld für die Entwicklung und Etablierung von Angeboten investiert um eine auf Zusammenarbeit fußende Wissenschaftspraxis zu unterstützen respektive anzuschieben. Als Beispiel sei hier für die Geschichtswissenschaft das DFG-Projekt „Historisches Forschungsnetz“ erwähnt.

Vor diesem wissenschaftspolitischem und infrastrukturellen Hintergründen werden die Teilnehmenden des am frühen Samstagnachmittag stattfindenden Summer School-Workshops „Verteilt arbeiten,  zusammen Publizieren“ in die Welt etablierter, alternativer sowie zukünftiger Werkzeuge der kollaborativen Wissenschaftspraxis eintauchen. Es soll vornehmlich anwendungsorientiert um den (beispielhaften) Analyse und  Austausch von Erfahrungen in der Arbeit mit aber auch um die Reflektion von Erwartungen an einschlägige Tools gehen.

"It’s time to change the way we do research"

„It’s time to change the way we do research.“: (Kommerzielle) Webplattformen wie Mendeley oder ResearchGate, welche mit dem Angebot verschiedenartigster Funktionen Wissenschaftskommunikation inkl. das Publizieren von Forschungsergebnissen ermöglichen, werden unter AkademikerIinnen immer beliebter. Als Bibliotheks- und InformationswissenschaftlerIn sollte man diese kennen und einschätzen können, wenn nicht gar selbst aktiv nutzen…

Immer wieder interessant dabei ist es sich dabei zu vergegenwärtigen, wie wenig es prinzipiell an technisch-funktionalen Voraussetzungen doch braucht um am Wissenschaftsgeschehen teilzuhaben – ein internetfähigen Computer!  Über die „Details“ – z.B.  über den tatsächlichen Zugang zu Forschungserkentnissen als Basis bzw Quelle eigener Untersuchungen (Stichwort: Lizenzen) oder über die Nutzungsfreundlichkeit von Publikationswerkzeugen – lässt sich freilich streiten; sehr gerne im hiermit angekündigten Workshop der LIBREAS. Summer School!