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It’s the frei<tag> 2012 Countdown (16): Kurt Drawert (2), Digitale Geisteswissenschaft und Bibliotheken

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Debatte by libreas on 30. Juli 2012

Ben Kaden

Man erinnerte mich unlängst und nicht unbegründet daran, dass der LIBREAS-frei<tag>-Countdown mit Texten versehen werden sollte, die auch etwas wahlweise mit der Unkonferenz zum Stand der Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder derr Summer School des LIBREAS Vereins zu tun haben sollte.

Immerhin meine kleine Glosse zu Kurt Drawert verfehlte diesen Anspruch recht deutlich. Er bereichert aber mein Leben wiederum um die Erfahrung, wie es ist, gelesen und nicht ganz so verstanden zu werden, wie ich es meine. So schreibt Armin Steigenberger auf lyrikzeitung.com:

„Es scheint, dass derjenige, der auch nur irgendwas gegen das Internet vorbringt, heute sofort unter Generalverdacht steht, was ich eigentlich genauso eindimensional finde. Insofern ist Ben Kadens Replik in summa eine ziemlich vorhersehbare Reaktion und an neuen Argumenten, die mich wirklich überrascht hätten, kommt gar nichts.“

Hier kollidieren natürlich Erwartungshaltungen und fast naturgemäß driften Meinen und Verstehen zielstrebig auseinander. In welcher Hinsicht ich generell verdächtige, erschließt sich mir auch nach dem Wiederlesen meines Textes nicht. Gleiches gilt für den Zweck der Pauschalisierung „das Internet“, gegen das zu opponieren freilich genauso sinnvoll wäre, wie der Kampf gegen Bahnschienen, Webstühle, Windmühlen und Schnellstraßen.

Darum geht es aber Kurt Drawert auch nicht. Sondern ihn treibt die Überlegung (oder Angst), wie (dass) sich die Rezeption verändert, wenn sich das Träger- und Abbildungsmedium ändert. Dahingehend geschieht ohne Zweifel viel und die Rezeptionsforschung stürzt sich hoffentlich begeistert auf diese Veränderungen. Und hoffentlich weniger voreingenommen als Kurt Drawert in seinem tristen Text.

Dass dieser den konkret Handelnden und die Mannigfaltigkeit der Wahrnehmungs- und Rezeptionswelten hartnäckig ausklammert, ist für mich der trübste, fast blinde Fleck seines Essays. Dass er zudem den Untergang der Literatur durch Digitaltechnologie prophezeit, ist eine so traurige wie grundlose Schlussfolgerung. Und der bebende Brustton, mit dem diese Einschätzung in den Diskurs eingeworfen wird, liegt so fernab jedenfalls meiner Lebenswirklichkeit, in der man Werkzeuge als Möglichkeiten betrachtet und nicht als auf des Herzens liebste Dinge gerichtete Dolche, dass ich mehr mit Erstaunen als mit Gegenrede reagieren kann. Neue Argumente sind zudem in dieser Urdebatte der digitalen Gesellschaft schon deshalb schwer zu finden, weil ich gar keinen Antagonismus à la „Freiheit des Netzes vs. Freiheit der Buchrezeption“ sehe.

Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen. Ich wüsste nicht, welcher Techniker mir das nehmen wollte. Und daher bleibt mir die ganze Aufregung fremd – in einer unangenehmen Weise.

Nun bin ich fast schon wieder dabei, das Thema zu verfehlen. Aber man kann nicht zuletzt in Anschluss an Kurt Drawert (unter Hilfestellung von Armin Steigenberger) immerhin eine Einstiegsthese für die Unkonferenz daraus formulieren:

Digitale Medien verändern die Rezeptionspraxis, „weil das Internet als ‚Resonanzraum‘ kein störungsfreier Raum ist, sondern nebenher allerhand ‚Interferenzen‘ passieren, wo man auch permanent zusätzliche Infos bekommt, die man nicht bestellt hat, die aber die Rezeption, das „sich-Einlassen“ stören […]“ (vgl. http://lyrikzeitung.com/2012/07/29/119-gezwitschert-gegeigt-und-gesungen-2/)

(Die Tatsache, dass es on- und offline individuell große Unterschiede bei der Ausübung der bislang zentralen Kulturtechnik unserer Gesellschaft gibt, mag man vielleicht zunächst ausklammern.) Für die Texthermeneutik und das Close Reading ist diese Frage mindestens genauso relevant, wie für die Bibliotheken, die sich fragen, ob sie in einem Neubau lieber einen klassischen Lesesaal oder eine Kommunikationszone mit Café und Indoor-Spielplatz unterbringen sollen.

Und es wirkt auf die Frage zurück, wie wir schreiben sollen, wenn wir für das Netz schreiben. Armin Steigenberger betont beispielsweise in seiner Replik zu meiner Drawert-Lektüre, dass sich die Besprechung des Aufsatzes Kurt Drawerts in einem Weblog womöglich verbietet:

„Hinzu kommt die Tatsache, dass Drawerts NZZ-Artikel nicht im Netz verfügbar ist, was gewissermaßen gewollt ist – alles andere wäre ja wieder eine Einladung zum Entreißen, würde seine These nur belegen, dass eben alle Texte verlieren, sobald sie online sind und somit zu Verkürzung und Überlassung einladen. Denn diesen Text im Blog zu besprechen wäre vergleichbar damit, eine Blogdiskussion über die These abzuhalten, ob Blogdiskussionen nicht per se haltlos sind: eine contradictio in adiecto. Insofern wird Drawerts Artikel nun selbst „entrissener“ Text, in Ausschnitte zerbröckelt und unterlegt mit Bockwurst und Bier.“

Diese Argumentation überzeugt mich leider kaum. Denn (a) ist die Rekontextualisierung nach Gusto weder ans Web noch an Weblogs gebunden, sondern ein Leitelement schriftsprachlicher Debatten und vermutlich die Basis aller Kultur. Und (b) wäre die Verweigerung sich dem Diskurs zu stellen, indem man einen Beitrag zum Diskurs zwar trotzig präsentiert aber eben nur offline und daher um Diskursferne bemüht, diskursethisch untragbar. Und (c) ist ein Weblog einfach nur eine neutrale Publikationsfläche, die, wie ein Blatt Papier, vom Gossip bis zur Weltformel alles in Schrift fassen kann, was in Schrift zu fassen ist.

Gern gestehe ich dagegen ein, dass man meinen Text leicht als Bestätigung der These Kurt Drawerts lesen kann. Ich würde mir allerdings wünschen, dass man etwas anderes daraus mitnimmt. Nämlich den Aufruf zu mehr Gelassenheit in diesem Diskurs.

Kerstin Holm - Manfred Heidegger

Manfred auch? Die Grenzen automatischer Verfahren Digitaler Geisteswissenschaften lassen sich in fast jeder Buch anschaulich bereits durch Oberflächenlektüre abschätzen. Denn welche automatische Textanalyse würde hier korrekt schlussfolgern, dass der russische Komponist Wladimir Martynow nicht etwa einen – obendrein recht lebendigen – Ferienhausvermieter aus dem Oberallgäu zu einer zentralen Autorität seiner geistesgeschichtlichen Sozialisation zählt, sondern jemanden von der Schwäbischen Alb, der wusste, wie uns die Technik ins Gestell zwingt. Man mag das Problem als spitzfindig empfinden, aber wir benutzen die digitalen Verfahren ja gerade zum Zwecke der Spitzfindigkeit, d.h. um auch das zu entdecken, was unserem Auge sonst entginge. Hier hat das händische Blättern noch gereicht. Dem Lektorat Der Anderen Bibliothek ist der kleine Fehler auf Seite 189 vermutlich ziemlich peinlich. Abgesehen davon ist die Ausgabe von Kerstin Holms „Moskaus Macht und Musen“ (Berlin: AB – Die Andere Bibliothek, 2012) jedoch ein gelungenes Beispiel dafür, warum wir von Buchkultur sprechen.

Auf einer solchen Basis könnte man sich dann nämlich den Fragestellungen wie der widmen, wie viel Verflüssigung, Bricolage und Versetzung von Textinhalten wir eigentlich für welchen Zweck zulassen wollen? Die wird nämlich nicht zuletzt akut im Umfeld dessen, was man Digital Humanities nennen.

Die Hamburger Tagung, die vermutlich als ein Schlüsselereignis der Digitalen Geisteswissenschaften in Deutschland gelten kann, brachte es immerhin zu zwei Artikeln in derselben Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und beide Texte versuchen etwas, was die Protagonisten dieses neuen methodologischen Spektrums bisweilen etwas vernachlässigen: die Metasicht auf Sinn und Unsinn, auf die Wechselbeziehung von Machbarem und Wünschbarem.

Wolfgang Krischke (Wege und Abwege digitaler Forschung. In: FAZ, 25.07.2012, S.N3, nicht frei online) betrachtet die Entwicklung relativ nüchtern:

„Von einem neuen Paradigma kann […] kaum die Rede sein, in manchen Bereichen der Linguistik bedient man sich der elektronischen Datenverarbeitung schon seit der Lochkarten-Ära.“

Allerdings räumt er selbst ein, dass die Möglichkeiten einer statistischen Analyse von Sprache heute doch – vor allem quantitativ – ein wenig mehr zulassen, als die Lochkartenpioniere vermutlich überhaupt ahnen konnten. Und er betont an der schlichten und interessanten, rein quantitativ aber kaum greifbaren Forschungsfrage:

„Wie verändert sich beispielsweise die Bedeutung von „Freund“ durch den Gebrauch, der von diesem Wort in den sozialen Netzwerken gemacht wird?“,

dass eine Horizontlinie der Erforschung der Websprache und ihrer Folgen bereits durch urheber- und datenschutzrechtliche Regeln eingezogen wird. Immerhin: Die Notwendigkeit einer informations- und wissenschaftsethischen Diskussion der Digital Humanities lässt sich in diesem Zusammenhang – also nicht zuletzt für die Unkonferenz – exzellent veranschaulichen.

Dazu zählt zudem eine weitere Frage, nämlich die, ob es nicht geradezu geboten ist, aussterbende Sprachen als generelles Kulturgut so gut und lückenlos wie nur möglich mit den vorhandenen Technologien zu dokumentieren, selbst wenn das am Ende vielleicht mit dem konkreten „Überleben der bedrohten Idiome“ nicht mehr zu tun hat, als eine Nachzucht  einer in freier Wildbahn verschwundenen Tierart im Zoo. (Oder gar nur einem taxidermischen Präparat im Naturkundemuseum.)

Und ebenfalls wissenschaftsethisch interessant ist die Rolle von Google, das Korpus und N-Gram-Viewer als Zentralbausteine gewisser Facetten digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung bereitstellt. Hier wirkt ein Unternehmen, wenn auch sicher ein sehr besonderes, massiv gestaltend auf eine Wissenschaftslinie ein, von der gern nicht selten betont wird, sie sei – möglicherweise analog zur Google-Suche – perspektivisch die einzige und alternativlose Option.

Thomas Thiel (Eine Wende für die Geisteswissenschaften? In: FAZ, 25.07.2012, S. N5) nimmt sich der Entwicklung aus einer wissenschaftsadministrativen bzw. -infrastrukturellen Position an und zeigt, dass Digital Humanities mehr meinen muss, als Google bietet. Er betont die für die Bibliothekswissenschaft zentrale Dreiheit von Digitalisierung, Standardisierung und Langzeitarchivierung (inklusive Qualitätssicherung). Wenn man das Fach sowie die wissenschaftlichen Bibliotheken also naheliegend auf die Rolle einer Zentralinstanz der digitalen Geisteswissenschaften orientiert, dann rutscht es automatisch in die Aufgabe, nicht nur Publikationen, sondern Korpora bzw. geisteswissenschaftliche Primärdaten zu sammeln, zu erschließen, vorzuhalten und nach Bedarf verfügbar zu machen. Die Digital Humanities (DH) könnten demzufolge der Bibliothekswissenschaft endlich eine fixe Forschungsrichtung vorgeben. Und dem wissenschaftlichen Bibliothekswesen eine Perspektive für die Zeit nach der Hegemonie der Printkultur.

Dazu muss sich das „Methodenfeld“ aus dem „Quellgebiet von Computerlinguistik, Computerphilologie und Fachinformatiken“ (Thomas Thiel) jedoch erst einmal als solches etablieren. Wobei nicht nur nicht notwendig, sondern überhaupt nicht zweckmäßig scheint, womit Jan Christoph Meister zitiert wird, nämlich der „empirische[n] Wende für die Geisteswissenschaften“ und dem Abschied vom „Paradigma der hermeneutischen Einzelforschung“. Hier wird erneut ein Ausschlussszenario ins Spiel gebracht, wo es völlig unnötig, in jedem Fall verfrüht ist. Thomas Thiel ordnet den bisherigen Stand der DHs zutreffend eher als „anwendungsorientierte Hilfswissenschaft“ als als „Speerspitze einer umfassenden Transformation der gesamten Geisteswissenschaften“ ein:

„Dass sie große Erkenntniszusammenhänge erschließen können, zeichnete sich nicht einmal schemenhaft ab.“

Ich sehe vielmehr auf lange Sicht als Ideal eine mehrschichtige Durchdringung quantitativer und metrischer Verfahren mit interpretativen, wie ich es jüngst in einem Kommentarthread, skizzierte:

 „In einem zugespitzten Szenario könnte die Entwicklung vielleicht dahin gehen, dass wir auf der einen Seite große, tiefenerschlossene Datenbestände haben, aus denen auf der anderen Seite zahllose kleine und in verschiedene Richtungen zielende temporäre Interpretationen erfolgen und permanent diskutiert werden. Publikationen fassen diese Deutungen und Argumentationen eventuell sogar in festen Zeitabständen als gesichertere Referenzpunkte zusammen, zielen aber selbst nicht mehr Innovation, sondern nur auf Kumulation und Dokumentation. (Beispielsweise in eine aktualisierten Form von Referatemedien, die nicht mehr Publikationen, sondern Argumente, Schlüsse und Diskussionen sammeln, ordnen und in dieser Ordnung verfügbar machen.)

So wie es in bestimmten Geisteswissenschaften kanonisierte Texte gab und gibt, die über zeitstabil neu gelesen werden, so könnte ich mir vorstellen, dass es auch einen Kanon von Open Data-Datensätzen gibt, mit denen alle Disziplinen ähnlich verfahren. Messende und interpretative Disziplinen verschmelzen demnach. Und zwar nicht nur in der Form, dass sich Geisteswissenschaften zunehmend quantitativer Verfahren bedienen. Sondern auch, dass eine Form von Daten-Hermeneutik (möglicherweise mehr in Anschluss an die so genannte Objektive Hermeneutik) in die anderen Disziplinen dringt. (Implizit spielt nach meiner Erfahrung Interpretation seit je fast überall die entscheidende, nämlich Schlüsse grundierende Rolle. Nur erfolgt dieser methodische Schritt oft nicht zureichend reflektiert, d.h. im Bewusstsein, dass eine Schlussfolgerung immer ein interpretatives Moment enthält, das man auch methodologisch elaborieren kann.)“

Inwieweit in diesem Szenario langfristig die rein interpretativen geisteswissenschaftlichen Publikationen es noch leicht hätten, sich zu behaupten, oder ob sie sich nicht nach und nach in Richtung einer eher literarischen Abbildungs- und Erkenntnisdisziplin emanzipierten, die selbst mehr Wert auf Originalität in Form und Darstellung als an formalwissenschaftlichen Anspruch und Strenge legt, bleibt selbstverständlich einer von zahlreichen weiteren offenen Aspekten. In jedem Fall berechtigt uns nichts, ihnen jetzt (schon) die Tür zu weisen.

29.07.2012

4 Antworten

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  1. […] Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen. Ich wüsste nicht, welcher Techniker mir das nehmen wollte. Und daher bleibt mir die ganze Aufregung fremd – in einer unangenehmen Weise. / Ben Kaden, Libreas […]

  2. Jan Christoph Meister said, on 30. Juli 2012 at 14:39

    Zur Frage „Nutzen und Nachteil der Empirisierung der Geisteswissenschaften“: Herr Thiel, auf dessen Artikel Sie verweisen, zitiert mich mit exakt dem Gegenteil dessen, was ich ihm gesagt habe – aber so ist’s eben mit dem hermeneutischen Zirkel: Vor-Urteilen macht mehr Spaß als Hinhören. Richtig ist: DH ist weder alleinseeligmachend, noch der Totengräber von Hermeneutik und Einzelforschung, sondern bedeutet eine Ergänzung des geisteswissenschaftlichen Methodenspektrums. Nicht mehr, nicht weniger, und schon gar kein ‚Paradimenwechsel‘ (den gibt’s nur noch in einem Feuilleton). Und mit Herrn Krischke bin ich d’accord: es fehlt bei all‘ der Techno-Euphorie entschieden an methodischer Reflexion; m.a. (meinen) W.: „.. the conceptual cost-benefit analysis has so far remained one of the truly blind spots of the Digital Humanities. Taken on a a whole, the amount of energy that our community invests into theoretical and methodological critique of its practices is still disproportionally low.“ Jan Christoph Mei(st)er, „DH is Us or On the Unbearable Lightness of a Shared Methodology.“ In: Historical Social Research, Vol.37/2012, N.3, S.81. .

    • Ben said, on 30. Juli 2012 at 20:17

      Besten Dank für die Korrektur! Ich hatte mich schon ein bisschen gewundert und vor Verwunderung anscheinend glatt zwei zentrale Buchstaben verloren. (Jetzt sind sie verspätet doch noch im Text eingetroffen.)

      Aber da ich leider nicht vor Ort war und es natürlich höchst praktisch ist, eine solche Extremposition in der Argumentation zu haben, wurde sie so vorsichtig es ging in den Text eingebaut. Und welchem Wissenschafts-Feuilleton sollte man denn noch Glauben schenken, wenn nicht dem der Frankfurter Allgemeinen…?

      • Ben said, on 31. Juli 2012 at 14:16

        Vielleicht noch als Ergänzung die zentralen Fragestellungen aus der Themenausgabe der Zeitschrift Historical Social Research (Vol. 37 (2012) No. 3: Special Issue: Controversies around the Digital Humanities […]):

        (a) Should he Digital Humanities be understood more as a methodology or more as an infrastructure?
        (b) Are really all the different national traditions of the field converging in today’s mainstream Digital Humanities view?
        (c) Is there an overall methodology of the Digital Humanities, beyond solutions for individual disciplines?
        (d) What is the role of markup?
        (e) How should infrastructures for the Digital Humanities be constructed?
        (f) What is the relative importance of conceptual v. technical arguments in constructing Digital Humanities solutions?
        (g) What is the relationship in well defined fields, as e.g. Digital Libraries, between abstract considerations and Computer Science?

        Darin steckt selbstverständlich eine Unmenge an Potential für eine ganze Reihe von Unkonferenzen. Für den frei 2012 ist sicher die Frage (g) besonders einschlägig. Und vielleicht gelangt sie ja tatsächlich auf die Agenda.


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