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Abnahmefreie Industrieforschung. Jürgen Kaube über Mark Bauerleins Geisteswissenschaftsberechnung.

Posted in LIBREAS.Referate by Ben on 3. Januar 2012

Ein Kommentar von Ben Kaden

Wenn man schon einmal offen für ein Thema ist, dann holt es einen auch beständig ein. Diese Grundeinsicht des Alltags bewahrheitet sich derzeit im Anschluss an eine etwas nebenbei dahingeschriebene Kennzahl zu Lese- und Publikationsaktivität von Wissenschaftlern, die Walther Umstätter freundlicherweise gestern in einem Kommentar korrigierte:

„B. Kaden hat gut daran getan, die „klassische Kennzahl“ mit dem Einschub „hoffentlich richtig“ zu versehen, denn worauf er sich bezieht ist: „Wissenschaftler überfliegen jährlich größenordnungsmäßig Zehntausend Publikationen, sie lesen davon etwa hundert, und falsifizieren beziehungsweise verbessern eine, über die sie selbst veröffentlichen.“ (Zwischen Informationsflut und Wissenswachstum, S. 286).“

Nun liegt die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Mittwoch auf dem Schreibtisch und in dieser findet sich im Wissenschaftsteil eine Zusammenstellung Jürgen Kaubes zu Mark Bauerleins Erhebung (bzw. ausführlicher als PDF) zum Rezeptions- und Publikationsverhalten in der Literaturwissenschaft. (Kaube 2012) Die Grunderkenntnis: In der Literaturwissenschaft wird viel zu viel geschrieben und viel zu wenig gelesen. Was auch volkswirtschaftlich zum Problem wird. Denn Mark Bauerlein ermittelte: (more…)