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Dutt und Flecht – Den mutigen Bibliothekarinnen

Posted in LIBREAS.Style by libreas on 21. November 2011

Es ist durchaus eine der wichtigsten Aufgaben des Bibliothekswesens
gewesen, und wie man sieht immer noch, für Gerechtigkeit in der
Informationsversorgung zu kämpfen. Mancher erinnert sich noch an die
mutigen Damen mit Dutt in den alten Bibliotheken, die sich dafür
einsetzten, auch wenn diese später durch Mangel an historischer Kenntnis
in Verruf gerieten, nur weil der Dutt zeitweilig aus der Mode kam😉.

Walther Umstätter, 21.11.20011, inetbib

In der Tat erlebt der Dutt in diesem Jahr ein erstaunliches Revival auf den internationalen Laufstegen. Der deutschen Vogue ist dies ein Special wert und sie zeigt Parallelen zum zweiten Trend der Saison: der Flechtfrisur. Passender lässt es sich nicht für die Informationsversorgung kämpfen.

Geflechteter Dutt bei Marchesa (Frühjahr/Sommer 2011). Quelle: vogue.de
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2 Antworten

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  1. Schlaukoettel said, on 22. November 2011 at 09:00

    Geflochten. Geflochtener Dutt. Alternativ: Duttgeflecht. So viel deutsch muss sein. Erst recht in einem Bibliotheksblog.

  2. Ben said, on 23. November 2011 at 14:18

    Vielen Dank für den sehr richtigen Hinweis! Wir haben unseren zuständigen Redakteur für Stil und Etikette darauf hingewiesen, etwas gemaßregelt und er gelobt Besserung.

    Wir haben zudem ein bisschen überlegt, ob man vielleicht irgendwelche geistesgeschichtlichen Erklärungsverflechtungen für den Lapsus finden können. Aber es wollten sich partout keine finden lassen. Geflechteter ist schlicht und einfach so grundverkehrt wie beispielsweise besserste oder hälst. Dabei finden sich überraschend wenige Suchmaschinentreffer zu diesem Ausdruck. Vielleicht ist dem so, weil man meint, das Flechten sei etwas aus der Mode gekommen. Wer das annimmt, zeigt sich aber nicht nur wegen der sprießenden Dutt-Kultur falsch gewickelt. Denn das Flechten ist eine Basiskompetenz der aktuellen Netzwerkkultur. Und da nahezu jeder, der die Karriere sucht, auch an Verflechtungen (seien es Beruf und Privatleben oder nahe und ferne Bekannte) arbeitet, gehört das Flechten zum Standardrepertoire unseres alltäglichen Handelns. Vor allem natürlich im Web. Anscheinend verbalisiert man es jedoch ungern, z.B. in der Rückschau. Wie oft liest man schon: „Und dann habe ich mir mit ein paar Mausklicks das passende Netzwerk geflechtet. Oder halt: Geflochten.“? Dabei mahnt die uns allen eingebundene soziale Stimme immer wieder flechtbewusst: „Flicht! Dass sich die Balken biegen!“ Verblüffenderweise spricht man aber ausgerechnet angesichts des Scheiterns bei einer bestimmten Art von Verflechtungsversuchen davon, dass man einen Korb bekommt. Häufig nonchalant geflochten von Ausgenweiden.

    Wobei wir beim Thema sind: Der Sartorialist zeigt uns Liebhabern des Librarian Chic nämlich aktuell eine solche in seinem Weblog: On the Street… The Librarian, Paris (22.11.2011) Man muss schon ein Herz aus Filz haben, um bei dieser bibliotheksstilistischen Rêverie kein nähnadelstichfeines Kribbeln im Sonnengeflecht zu verspüren. Stände jetzt jemand so in meinem Büro, ich würde jedenfalls glatt den Faden verlieren…


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