LIBREAS.Library Ideas

It’s the frei<tag> Countdown. Noch 4 Tage.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton by Karsten Schuldt on 6. Juni 2011

18:30 Uhr. Nach Tagen des Fahrradfahrens für Bibliotheken steht das Zelt von Cycling for Libraries in Berlin auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. In gewisser Weise soll bei diesem letzten Abend vor der Fahrraddemo zum Bibliothekartag offenbar zwanghafte Kollektivität herrschen. Kaum setzt man sich an den Biertisch, um einen kurzen Text zu schreiben – von Unkonferenz vor dem Bibliothekartag zur Unkonferenz nach dem Bibliothekartag gewissermaßen – wird man beschimpft, dass beim Essen kein Laptop auf dem Tisch zu stehen hätte. Und das im hippen Neukölln. *eyeroll* Nun, wir werden sehen, wie sich das anläßt. Ansonsten ist der Text heute kurz, weil die Fahradfahrenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare lieber socializen wollen. Fügen wir uns erst einmal dem Gruppenzwang.

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Noch ist der Abend jung und das Buffet nicht eröffnet.

Von Unkonferenz zu Unkonferenz. Watch-A-Gonna-do-about-It?

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20:00 Uhr. Ein kurzes Interview mit Dierk Eichel.

frei<tag>: Dierk, du warst bei Cycling for Libraries die gesamte Zeit dabei und hast die Strecke abgefahren. Erzähl, wie war’s?

Dierk Eichel: Es war super, so einen Fachaustausch an frischer Luft hab ich noch nicht erlebt. Das Fahrradfahren von morgens früh bis spät abends war sehr anregend für die Diskussion auf dem Rad. Abends war man dann zwar völlig fertig, aber für ein gemeinsamen Gespräch bei Bier und finnischer Verpflegung ergab sich immer Zeit. Dazu trugen vor allem auch die vielen Teilnehmer aus insgesamt 15 Ländern bei. Die waten sehr neugierig und für jeden Spaß zu haben. Überhaupt wurde der Spaß an der Sache bei cycling for libraries sehr groß geschrieben, denn nur so lässt sich positiv über die Zukunft der Bibliotheken nachdenken.

frei<tag>: Was ich nicht verstanden habe: Ihr hatte Hausaufgaben auf. Du hast eine zur grünen Bibliothek gemacht. Was hatte es damit auf sich?

Dierk Eichel: Da ich mich schon länger mit ökologischer Nachhaltigkeit in Bibliotheken beschäftige und Fahrradfahren durchaus als umweltfreundliche Fortbewegungsmethode gelten kann, war es nur passend das ich auf solch einer grünen Unkonferenz auch mit meinem grünen Thema einbringe. Und ich muss sagen alle Teilnehmer waren sehr umweltfreundlich eingestellt. Es gab sogar eine ähnliche Hausaufgabe die sich mit Nachhaltigen Themen befasste.

frei<tag>: Und jetzt du, als Vertreter der New Professional Special Interest Group (NPSIG) in der IFLA: Cyling for Libraries und Unkonferenzen, ist das ein Weg für junge Menschen in Bibliothek und Bibliothekswissenschaft, zusammenzuarbeiten? Sollte man das auch woanders machen oder reicht es jetzt erst mal?

Dierk Eichel: Natürlich sollte man das so oft wie möglich machen nur so kommt man an die wirklich faszinierenden Ideen, wenn man den Menschen Raum gibt Themen gemeinsam zu entwickeln und ungewohnte Lösungsvorschläge findet. Deshalb haben sich die Aktivisten der NPSIG auch für die übernächste IFLA 2012 in Finnland das erste Barcamp in der Geschichte der IFLA einfallen lassen. Seid dabei, unter www.npsig.wordpress.com.

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(Bild: Dierk Eichel) Mace Ojala, der "Chefwegfinder" von Cylcing for Libraries.

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21:00 Uhr. Im Zelt, nachdem die Band eine Pause machte, gibt es nun eine Dankesrunde für all die Menschen, die bei cycling for libraries etwas getan haben. Alle danken sich gegenseitig, aber das ist schließlich auch der Witz an einer Unkonferenz. Alle sind für ihr Gelingen verantwortlich und im Gegensatz zu dem in den 1990er Jahren verbreiteten Ideologem der Firmen mit flacher Hierarchie, können sich nach einer gelungenen Unkonferenz tatsächlich alle gegenseitig bedanken, weil alle einigermaßen demokratisch miteinander gearbeitet haben. Doch wenn die Open-Source-Gemeinde ständig erfolgreiche Unkonferenzen durchführen kann, sollte das Bibliothekswesen nach der einen auch die zweite schaffen. Immerhin sind wir Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. „We are, after all, professionals.“

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21:40 Uhr. Medienkonvergenz ftw. Am Ende der Fahrradkonferenz schauen alle Videofilme aus dem Internet über die Fahrradkonferenz, auf der sie gerade waren.

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22:50 Uhr. (Undisclosed location.) Nachdem Mitglieder des frei<tag>-Teams mit „Ach, da kommt die Philosophie-Abteilung“ begrüßt wurde, kommen wir nicht umhin, unsere Freude darüber auszudrücken, dass es Menschen gibt, die unseren Countdown wahrgenommen haben. Wir hoffen, es hat bislang etwas Interesse geweckt und einige Anstöße dazu gegeben, auch zur frei<tag> zu kommen und sich einzubringen. Sie / Ihr alle sind / seid willkommen.

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