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It’s the frei<tag> Countdown. Noch 16 Tage.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton by Karsten Schuldt on 25. Mai 2011

„Are you working? What kind of work do you do?“ (Gang Starr: Work [Moment of truth, 1998])

Hier einmal eine einfach, kurze, aber doch nicht leicht zu beantwortende Frage: Wie arbeiten wir eigentlich? Wir alle im Allgemeinen in Bibliotheken, Dokumentationseinrichtungen, Archiven, Informationswirtschaft und Wissenschaft und – jetzt mal als Team, dass die frei<tag> – Bibliothekswissenschaftliche Unkonferenz organisiert – im Speziellen. Selbstverständlich sagt das etwas über uns aus, schließlich ist es der Arbeitsplatz, an dem wir einen großen Teil der Tage verbringen. Sicherlich: Die einen mehr und die anderen weniger, den einige von uns können ihre Arbeitsplätze wechseln, haben gar mehrere Arbeitsplätze, andere sind an einen Ort gebunden. Mehr als eine Person aus dem Team unterrichtet zum Beispiel, steht vor zukünftigen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Lehrerinnen und Lehrern. Einige von uns können auch immer einmal woanders arbeiten, zu Hause zum Beispiel oder – wie gerade jetzt, wo dieser Text entsteht – in der Kneipe am Tresen. Und nicht zuletzt: Wie unser Arbeitsplatz aussieht wird nicht von uns alleine bestimmt, sondern auch von den Vorgaben der Arbeitgeberinnen und -geber. (Niemand von uns ist selbstständig, niemand gerade arbeitslos. Dann würde die Situation sich noch anders darstellen.)
Nicht zuletzt ist unser Arbeitsplatz nicht unsere Arbeit, sondern „nur“ der Platz, an dem sie geschieht. Und trotzdem: Unser Arbeitsplatz sagt etwas über uns aus. Nämlich – insbesondere, wenn wir die Möglichkeit haben, uns zu inszenieren – etwas darüber, wie wir uns und unsere Arbeit organisieren, wie viel oder wenig Abstand wir von ihr halten wollen, wie sehr wir den Arbeitsplatz personalisieren oder so lassen, wie wir ihn vorgefunden haben. Als kleines Experiment – und auch, weil es persönlicher ist, als Namen im Wiki allein – stellt das gesamte Team der frei<tag> sich hier per Arbeitsplatz dar.

In alphabetischer Reihenfolge:

Julia Iwanowa, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Projekt "Open Access Netzwerk II"

Ben Kaden, Projekt IUWIS

Maxi Kindling, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Projekt "Open Access Netzwerk II"

Felix Ostrowski, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Projekt "LuKII"

Karsten Schuldt, Interdisziplinäres Zentrum für Bildungsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin

Manuela Schulz, Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Jenny Sieber, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Projekt "LuKII"

Matti Stöhr, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jahresberichte für Deutsche Geschichte

Doreen Thiede, Zuse-Institut Berlin, Abteilung Wissenschaftliche Information (KOBV)

Außerdem: Nicht direkt beim Team dabei, wegen zuviel Arbeit, aber immer nahe am Entscheidungsprozess: Elke Greifeneder, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Was fällt auf? Zum einen sind wir unterschiedlich, wie man an den Stücken neben der verbindenen frei<tag>-Einladungskarte sieht, die wir an unseren Arbeitsplätzen bereithalten. Zum anderen teilen wir aber doch Vorlieben, offenbar. Nicht das Buch, wie man in der Bibliothekswissenschaft doch immer noch erwarten könnte, steht im Vordergrund, sondern der Computer, was vielleicht mehr auf die Informationswissenschaft hindeutet. Interessanterweise sind auf unseren Rechner dann aber alle drei großen Betriebssysteme vertreten (Sorry BSD). Eventuell ist es auch ein generationeller Wechsel, der sich hier zeigt. Lesen tun wir selbstverständlich dennoch ständig. Interessant ist, dass der mobile Rechner im Vordergrund steht. Unmobile Rechner stehen zumeist im Hintergrund. Gleichzeitig scheint niemand von uns sich aufgegeben zu haben. Positive Botschaften, eine eigenständige Einbindung in – teilweise unterschiedliche Fachdiskurse – und helle Farben überwiegen. Einige von uns stellen auch gar nicht den Arbeitsplatz, sondern eine positive Botschaft in den Mittelpunkt. Und das, obwohl viel Improvisation ist, unfertig, übergelassen von anderen Projekten.
Das sind also wir. Ist das normal für unser Wissenschaftsfeld? Sind wir Ausnahmen? Wie arbeitet ihr anderen eigentlich? Ist das gut, wie wir arbeiten? Sollten wir es verändern? Welchen Einfluss haben unsere Arbeitsplätze auf unsere Arbeit? Sind auch das Fragen, die auf der frei<tag> diskutiert werden können? Wie dem auch sei: Die Bilder sind auch eine Einladung, tiefer in unsere (und eure) Arbeitsprozesse einzutauchen.

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2 Antworten

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  1. MIM said, on 25. Mai 2011 at 13:43

    Eine sehr sympathische, weil bibliothekarisch zurückhaltende Art des Kennenlernens.

    Vielleicht dient auch dieser passende Artikel als Anregung zum Nachdenken? Zumindest über die „vier Ks“: Konzentration, Kommunikation, Kreation und Kaffee.

  2. […] It’s the frei<tag> Countdown. Noch 16 Tage. (25. Mai 2011) […]


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