LIBREAS.Library Ideas

Tag 1: InetBib2010

Posted in Hinweise by libreas on 14. April 2010

von Maria-Inti Metzendorf und Manuela Schulz

Der erste Tag der Inetbib-Tagung stand unter dem   Zeichen der Innovation: Innovationsfähigkeit, Innovationsbewusstein und Innovationsmanagement in Bibliotheken. Wir fassen an dieser Stelle einige der gehörten Vorträge zusammen:

Roman Boutellier, Zürich, wies auf die hemmende Wirkung von Regularien auf Innovation hin: Je stärker der Formalismus, desto weniger Freiräume für Kreativität. Er rät Bibliotheken, neue Technologien zu testen und schnell zu entscheiden, inwiefern sie umsetzbar und sinnvoll sind. Gute Ideen und Kreativität reichen jeodch nicht aus, sondern erfordern Experten, die zwischen guten und machbaren Ideen unterscheiden können.  (Lesenswert: Weisberg, Creativity and Knowledge, in: Sternberg, Creativity, 2004)

Ursula Georgy, Köln, plädiert für ein systematisches Innovationsmanagement und stellt eine in 2009 erstellte Befragung vor, die zeigt,  dass systematische Marktforschung und systematische Suche nach Innovation zwar im Bewußtsein in den von ihr befragten deutschen Bibliotheken sind, jedoch praktisch kaum bis gar nicht realisiert werden. Sie plädiert dafür, dass vorhandene Ideen nach festgelegten Kriterien evaluiert werden müssen. Zu einem guten Innovationsmanagement gehört ebenso eine effektive Kommunikation, d.h., dass die verschiedenen Entwicklungsphasen einer Innovation und nicht erst das Ergebnis kommuniziert werden (Stichworte: Vermittlung, Dialog, Beobachtung, Begleitung, Imagebildung). Die gastgebende Bibliothek der ETH Zürich beschäftigt übrigens bereits einen Innovationsmanager.

Lambert Heller, Hannover, stellt sich den zukünftigen Bibliothekar als Public Networked Librarian, Community Technology Steward, Datenkurator und (Web-)Designer mit Schwerpunkt Usability vor. Bibliotheken versteht er als physischen Anker in der flüchtigen digitalen Informationswelt. Physische und virtuelle Räume müssen dazu stärker verbunden werden. Bibliotheken brauchen Labore, in denen keine Kultur des Perfekten herrscht, um Neues auszuprobieren und gegebenenfalls implementieren zu können. Links zu seinem Vortrag via delicious.

Regina Pfeifenberger, Berlin, gibt einen Überblick über mögliche mobile Dienstleistungen in Bibliotheken vor dem Hintergrund einer stark steigenden Nutzung des Internets über mobile Geräte. Dazu gehören SMS-Benachrichtigungen jeglicher Art, Mobile Interfaces (Öffnungszeiten, Standortanzeigen, Push News, OPAC), QR Codes (an Regalen zum Leitsystem, im OPAC zur Standortanzeige , an gedruckten Zss., die auf elektronische Ausgabe verweisen); Voraussetzung: freies WLAN. Eine konkrete mobile Anwendung zeigt uns Andreas Neumann, München, mit dem BSB OPACplusmobil, der für die Entwicklung und Bereitstellung dieses Dienstes nur 2-3 Wochen brauchte.  Probleme bei der Entwicklung stellen vor allem die Endgeräte mit den unterschiedlichen Anforderungen dar. Der Bereitstellung des Erarbeiteten für andere Institutionen steht die BSB offen gegenüber.

Inetbib2010 bei flickr und bei twitter (hashtag #inetbib2010).


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Eine Antwort

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  1. […] sehr interessanten Blog zur Inetbib 2010 findet man bei Libreas. Dort wird ausführlich über die Themen vom 14. April […]


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