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Gyeongbokgung: Palace of Shining Happiness

Posted in LIBREAS on tour by libreas on 30. August 2006

von Manuela

Hier soll nicht der Eindruck entstehen, dass wir uns, einmal in der fernöstlichen Welt befindend, ausschliesslich für die Einkaufsmentalitäten hiesiger Bewohner interessierten. Nur war diese (scheinbar) bevorzugte Beschäftigung der Seoulites eine dominierende Erfahrung für uns und wegen der Kürze der Zeit, die wir zwischen Kongress, Hostel, U-Bahnfahren hatten, die vordergründig prominenteste Beobachtung.

Im Rückblick sollen hier selbstverständlich noch andere Eindrücke wiedergegeben werden. Wir werden uns vermutlich noch für ein paar Wochen hier in diesem Blog tummeln, nicht zuletzt, um uns selbst immer mal wieder die einnehmende Atmosphäre der Megacity über die Fotos und Berichte in Erinnerung zu rufen.

Plastisch Palastisch. Und dazu gut besucht.

Heute will ich unseren Besuch im Palast Gyeongbokgung, der sich im nördlichen Stadtteil Jongno-gnu befindet, kurz beschreiben. Während der Joseon-Dynastie ist Ende des 14. Jahrhunderts dieser Palast zusammen mit den heute noch erhaltenen Stadttoren und Teilen der Stadtmauer als Regierungssitz für König Taejo entstanden.

Eine Lanze kreuzen, nicht brechen. Die Palastwache ist auch heute noch auf Posten.

Der Palast lag nach einer Bilderstürmerei während der Hideyoshi-Invasion etwa 300 Jahren in Trümmern. 1865 wurde er wieder aufgebaut und als königlicher Regierungssitz in Besitz genommen, jedoch hielt diese Situation nicht lange an. Der vorletzte König Chosons Kojong hatte nämlich in schwierigen Zeiten nicht ganz das beste Händchen, der schließlich angesichts dem vehementen Stil, mit dem japanische Interessen durchgesetzt wurden (Ermordung der Königin Min in ihrem Schlafzimmer im Palast) in die russische Botschaft flüchten und von dieser aus zu regieren versuchte. Statt seiner zog der japanische Provinzgouverneur ein und gestaltete die Anlage im Stile des zu dieser Zeit üblichen Ikonoklasmus um, so dass kaum noch etwas von der Pracht übrig blieb. Erst zur Mitte der 1990er Jahre begannen Restaurierungsarbeiten, die wohl immer noch andauern, wesehalb wir während des Besuches auch nicht alle Ecken des Palastgebiet erkunden konnten.

Topfschnittig. Pferd oder Esel? Jedenfalls säumt dieses hübsche Steintier den Treppenaufgang zum Palast und das zwischen Huhn und Ochs.

Rot-Blau-Thronsaal. Die Innenansicht des Palastes, in dem zuletzt König Kojong - nicht sehr erfolgreich - seine Untertanen regierte.

Auf dem Palastgebiet befinden sich mehrere Gebäude, u.a. drei Tore, die der Besucher durchschreiten muss, um zum Hauptpalast zu gelangen. Der Hauptpalast Geunjeongjeon fungierte als Krönungsort und zum Empfang von ausländischen Gästen. Tore und Hauptpalast strahlten in einem leuchtenden Farbenmeer (der Happiness) auf uns herunter, was zum gediegenen Mittagslicht eine sonderbare Stimmung dazukomponierte.

Horizontlinie. Zwischen den Palastgebäuden kann man in der Ferne die Berge des Nationalparks Bukhansan sehen. Glauben wir zumindest.

Weitere Gebäude, die von uns angeschaut wurden, waren: die Schlafstätte der Gemahlin des Königs, Gyotaejeon, das östlich vom Palast gelegene Gebäude Jaseondang, welches für den Kronprinzen am Tage Studierzimmer war und nachts als lauschiges Kämmerlein für die Beschäftigung mit Ehefrau und Konkubinen diente. Ausserdem gibt es einen Pavillon, Gyeonghoeru, der wie als ein kleines hölzernes Wunder auf einer Insel über einen kleinen See mit Seerosen auf die Besucher blickt.

La isla bonita. Ein kleiner Pavillon inmitten des weitläufigen Palastparks, leider nur vom gegenüberliegenden Seeufer zu betrachten. Und keine Hee-Jin weit und breit, die uns hinüberrudern könnte.

Fish'n'Kids. Zahlreiche Fische tummelten sich in diesem kleinen Gewässer. Die beiden koreanische Jungen schauen zu

Es schließt sich ein gartenähnlicher kleiner Park und Ausstellungsobjekte des Nationalen Volksmuseum an, wobei dessen Gebäude allein schon außerordentlich bestaunenswert ist.

Dach, Steine, Kinder. Zum Nationalen Volksmuseum gehört dieser prächtige Bau.

Wir ließen uns für den Rundgang etwa 2 Stunden Zeit, bestaunten die eigentümliche Bauweise und genossen die prächtigen Farbenspiele und vor allem die Ruhe, soweit man diese unter dem Besuchergetümmel und -gewimmel, das vor allem von den zahlreichen Schulklassen geprägt war, finden konnte. Sahen wir in Richtung Norden den sattgrünen Berg Gyeryongsan, so schauten wir bei einer 180°- Wendung auf die Wolkenkratzer der Stadt. Leider blieb uns nicht viel Zeit zum Verweilen, da die nächste Verabredung mit den anderen beiden Libreanern nahte und die üblichen Wege, die in Seoul zurückzulegen sind, ja doch nicht mal eben in 20 Minuten zu schaffen sind. Die Oase Gyeongbokgung im Wahnsinn Seouls merken wir uns aber in jedem Fall. Z.B. für das nächste Mal.

Blick zurück zum Hochhaus. Im Palast des leuchtenden Glücks bleibt die wuchernde Metropole im Rahmen.

Spitzendach. Hoch oben thronen immer diese Figuren, die sicherlich eine Bedeutung haben. Diese gilt es noch herauszufinden...vermutlich aebr erst beim nächsten Mal in Seoul

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