LIBREAS.Library Ideas

frei<tag> 2012 und LIBREAS-Sommer School. Einladung zu zwei Veranstaltungen

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Verein by Karsten Schuldt on 20. Mai 2012

Der LIBREAS-Verein freut sich, für den August 2012 zu zwei Veranstaltungen einzuladen. Am 17. August wird in der Fachhochschule Potsdam die Unkonferenz frei<tag>-2012. Stand der Bibliotheks- und Informationswissenschaft stattfinden. (In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informationswissenschaften, Fachhochschule Potsdam). Am darauf folgenden 18. August wird in der Humbodt Universität zu Berlin die erste Sommer School zu Methden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft veranstaltet. Zudem läd der Verein für diesen Tag zu seiner Jahresversammlung.

Die frei<tag> 2012 soll die Möglichkeit bieten, über die aktuellen Ziele, Trends, Fragen und Entwicklungen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu diskutieren. Grundsätzlich bewegt sich unsere Wissenschaft weiterhin zwischen unterschiedlichen Disziplinen, zwischen einem theoretischen Anspruch und einer sehr praxisnahen Forschung, zwischen sehr auf die Ausbildung von Informationsspezialistinnen und -spezialisten ausgerichtete Einrichtungen, einer Forschung in größeren Bibliotheken, Archiven und Dokumentationseinrichtungen sowie einer an Einrichtungen und ausserhalb dieser betriebenen theorieorientierten Forschung. Gleichzeitig ist unbestritten, dass sich der Disziplin rasant neue Aufgaben, Fragen und Felder stellen. Wir wollen auf der Unkonferenz einen Raum schaffen, darüber zu diskutieren, in welche Richtung sich die Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewegt, in welche sie sich bewegen sollte und was sie bislang daran hindert. Zugleich soll die Unkonferenz ein Treffen von Praktikerinnen und Praktikern der Wissenschaft darstellen, als auch einem Raum zum Entwerfen einer Zukunft der Disziplin.
Die frei<tag> 2012 ist als Unkonferenz organisiert. Dies bedeutet, dass alle Teilnehmenden als Expertinnen und Experten angesehen werden, die etwas zur Veranstaltung beitragen können und sollen. Über das genaue Programm wird zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam abgestimmt. Alle sind eingeladen, Vorschläge für Workshops – keine reinen Präsentationen oder Vorträge – einzubringen.
Veranstaltungsort der frei<tag> 2012 ist die Fachhochschule Potsdam (Friedrich-Ebert-Straße 4, Potsdam). Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet ab 18 Uhr mit einem Social Event.

Die LIBREAS Sommer School soll dazu beitragen, die Praxis der Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu verbreitern und die Kommunikation im Feld zu unterstützen. Angeboten werden Workshops zur Publikation und Forschungsgestaltung, die vor allem an Studierende und angehende Praktikerinnen und Praktikern im gesamten Feld der praktischen Informationsarbeit sowie der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Forschung gerichtet sind. Veranstaltungsort ist das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (Dorotheenstraße 26, Berlin). Die Workshops finden ab 11.30 Uhr statt.

Am gleichen Ort wird von 15-18 Uhr die Jahresversammlung des LIBREAS. Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Forschung stattfinden.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden für diese oder die weitere Arbeit des LIBREAS-Vereins sind willkommen. Weiter Informationen zu den Veranstaltungen werden auf http://libreas.wordpress.com und http://www.libreas-verein.eu publiziert.

It’s the frei<tag> Countdown. Noch 3 Tage.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton by Karsten Schuldt on 7. Juni 2011

Vielfältigkeit ist ein Merkmal, welches sich Öffentliche Bibliotheken gerne einmal selber zuschreiben. Die Unterschiedlichkeit des Bestandes, die auf die lokalen Gegebenheiten angepassten bibliothekarischen Angebote und Kooperationen sowie gleichzeitig die Offenheit des Zugangs zur Bibliothek sollen dazu beitragen, auf vielfältige Anforderungen auch vielfältige Antworten geben zu können. Diese Offenheit – welche übrigens auch mit einer gesellschaftlichen Wertschätzung von Vielfältigkeit in den individuellen Lebensentwürfen der Menschen einhergeht – steht paradoxerweise einer Forderung nach weiterer Standardisierung und Vereinheitlichung entgegen. Aber wie wir aus dem Gesundheits- und dem Bildungsbereich wissen: Gerade die Einrichtungen, die kreativ mit den Anforderungen der Standardisierungen, Benchmarks, Leistungs- und Wissensmessungen, Qualitätskontrollen und so weiter umgehen und sie dabei dann auch wieder unterlaufen, sind erfolgreich.

Eine andere Frage ist allerdings: Sind Bibliotheken wirklich vielfältig? Ohne in die ständige Berufsbild- und „Wie-sehen-uns-andere“-Debatte eingreifen zu wollen, kann doch festgehalten werden, dass sich die Frage mit einem Ja und einem Nein zugleich beantworten lässt. Verfestigte und sich reproduzierende Strukturen, Annahmen, Abläufe, Zielsetzungen und Arbeitsweisen – die sich ja zum Teil auch mit gutem Recht als konstante Formen etabliert haben – stehen ständigen Versuchen gegenüber, sich zu verändern, zu entwickeln und neu zu erfinden. Man sollte gar nicht erst so tun, als gäbe es nicht beide Seiten des Bibliothekswesens. Weder ist alles neu und frisch, noch ist alles starr und unveränderlich.

Der Bibliothekartag zum Beispiel, dessen 100. Auflage heute in Berlin begonnen hat, ist ein gutes Sinnbild für diese Widersprüchlichkeit. Vieles, sogar das meiste ist konstant. Die Veranstaltungsform, die sich wiederholenden Themen, die zu große Zahl an Ausstellern, über die sich unter der Hand immer wieder beschwert wird, die steigenden Preise für alles, die immer wieder gleichen Gesichter… Und gleichzeitig gibt es dennoch auch immer wieder Neues, ist der Bibliothekartag und einzelne Sektionen zu Experimenten bereit, nimmt neue Themen auf, sucht Wege aus wahrgenommenen Krisen. Sicherlich funktioniert das nicht ungebrochen. Zum Bibliothekartag gehört immer auch die Klage, dass wichtige Themen nicht oder kaum vertreten sind, dass wichtige eingereichte Beiträge abgelehnt wurden, während unwichtige Annahme fanden. Nicht umsonst organisieren sich neue Themen oft an den Rändern des Bibliothekartages. Aber immerhin – im Gegensatz zu einigen anderen Professionen – ist das offenbar für den Bibliothekartag okay. In anderen Disziplinen ist so etwas oft gar nicht möglich, weil Organisationsteams „ihre“ Veranstaltungen und deren Umfeld vollständig zu kontrollieren versuchen, anstatt wissenschaftliche Kommunikation zu fördern.

Aber ob nun die Zukunftswerkstatt, Cycling for Libraries oder frei<tag>: Alle diese Veranstaltungen, die sich gegenseitig und den Kongress mit ergänzen, werden akzeptiert. Nicht unbedingt begrüßt – auch wenn der Kongress bestimmte Angebote, beispielsweise die Fahrraddemo von Cycling for Libraries zum Bibliothekartag, für sich in Anspruch nimmt – aber auch nicht abgelehnt. Dieses akzeptierte Nebeneinander von festen, oft nahezu undurchdringlichen Strukturen und gleichzeitiger Veränderungslust, scheint das Bibliothekswesen in Deutschland auszuzeichnen. Obgleich diese Vielfältigkeit selbstverständlich immer wieder Friktionen erzeugt. Aber es wäre auch erstaunlich, wenn sie es nicht täte.

frei<tag>-Organisationsteam. Vielfältigkeit in Aktion. Während ein Teil um 9.00 Uhr morgens auf einem Panel zur Bedeutung von Bibliotheks- und Informationswissenschaft für die bibliothekarische Praxis auf dem Bibliothekartag sitzt...

...radelt ein anderer Teil bei der Fahrraddemo vom Berliner Hauptbahnhof zum Bibliothekartag mit. Für Bibliotheken und weil es geht.


It’s the frei<tag> Countdown. Noch 4 Tage.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton by Karsten Schuldt on 6. Juni 2011

18:30 Uhr. Nach Tagen des Fahrradfahrens für Bibliotheken steht das Zelt von Cycling for Libraries in Berlin auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. In gewisser Weise soll bei diesem letzten Abend vor der Fahrraddemo zum Bibliothekartag offenbar zwanghafte Kollektivität herrschen. Kaum setzt man sich an den Biertisch, um einen kurzen Text zu schreiben – von Unkonferenz vor dem Bibliothekartag zur Unkonferenz nach dem Bibliothekartag gewissermaßen – wird man beschimpft, dass beim Essen kein Laptop auf dem Tisch zu stehen hätte. Und das im hippen Neukölln. *eyeroll* Nun, wir werden sehen, wie sich das anläßt. Ansonsten ist der Text heute kurz, weil die Fahradfahrenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare lieber socializen wollen. Fügen wir uns erst einmal dem Gruppenzwang.

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Noch ist der Abend jung und das Buffet nicht eröffnet.

Von Unkonferenz zu Unkonferenz. Watch-A-Gonna-do-about-It?

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20:00 Uhr. Ein kurzes Interview mit Dierk Eichel.

frei<tag>: Dierk, du warst bei Cycling for Libraries die gesamte Zeit dabei und hast die Strecke abgefahren. Erzähl, wie war’s?

Dierk Eichel: Es war super, so einen Fachaustausch an frischer Luft hab ich noch nicht erlebt. Das Fahrradfahren von morgens früh bis spät abends war sehr anregend für die Diskussion auf dem Rad. Abends war man dann zwar völlig fertig, aber für ein gemeinsamen Gespräch bei Bier und finnischer Verpflegung ergab sich immer Zeit. Dazu trugen vor allem auch die vielen Teilnehmer aus insgesamt 15 Ländern bei. Die waten sehr neugierig und für jeden Spaß zu haben. Überhaupt wurde der Spaß an der Sache bei cycling for libraries sehr groß geschrieben, denn nur so lässt sich positiv über die Zukunft der Bibliotheken nachdenken.

frei<tag>: Was ich nicht verstanden habe: Ihr hatte Hausaufgaben auf. Du hast eine zur grünen Bibliothek gemacht. Was hatte es damit auf sich?

Dierk Eichel: Da ich mich schon länger mit ökologischer Nachhaltigkeit in Bibliotheken beschäftige und Fahrradfahren durchaus als umweltfreundliche Fortbewegungsmethode gelten kann, war es nur passend das ich auf solch einer grünen Unkonferenz auch mit meinem grünen Thema einbringe. Und ich muss sagen alle Teilnehmer waren sehr umweltfreundlich eingestellt. Es gab sogar eine ähnliche Hausaufgabe die sich mit Nachhaltigen Themen befasste.

frei<tag>: Und jetzt du, als Vertreter der New Professional Special Interest Group (NPSIG) in der IFLA: Cyling for Libraries und Unkonferenzen, ist das ein Weg für junge Menschen in Bibliothek und Bibliothekswissenschaft, zusammenzuarbeiten? Sollte man das auch woanders machen oder reicht es jetzt erst mal?

Dierk Eichel: Natürlich sollte man das so oft wie möglich machen nur so kommt man an die wirklich faszinierenden Ideen, wenn man den Menschen Raum gibt Themen gemeinsam zu entwickeln und ungewohnte Lösungsvorschläge findet. Deshalb haben sich die Aktivisten der NPSIG auch für die übernächste IFLA 2012 in Finnland das erste Barcamp in der Geschichte der IFLA einfallen lassen. Seid dabei, unter www.npsig.wordpress.com.

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(Bild: Dierk Eichel) Mace Ojala, der "Chefwegfinder" von Cylcing for Libraries.

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21:00 Uhr. Im Zelt, nachdem die Band eine Pause machte, gibt es nun eine Dankesrunde für all die Menschen, die bei cycling for libraries etwas getan haben. Alle danken sich gegenseitig, aber das ist schließlich auch der Witz an einer Unkonferenz. Alle sind für ihr Gelingen verantwortlich und im Gegensatz zu dem in den 1990er Jahren verbreiteten Ideologem der Firmen mit flacher Hierarchie, können sich nach einer gelungenen Unkonferenz tatsächlich alle gegenseitig bedanken, weil alle einigermaßen demokratisch miteinander gearbeitet haben. Doch wenn die Open-Source-Gemeinde ständig erfolgreiche Unkonferenzen durchführen kann, sollte das Bibliothekswesen nach der einen auch die zweite schaffen. Immerhin sind wir Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheks- und Informationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. „We are, after all, professionals.“

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21:40 Uhr. Medienkonvergenz ftw. Am Ende der Fahrradkonferenz schauen alle Videofilme aus dem Internet über die Fahrradkonferenz, auf der sie gerade waren.

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22:50 Uhr. (Undisclosed location.) Nachdem Mitglieder des frei<tag>-Teams mit “Ach, da kommt die Philosophie-Abteilung” begrüßt wurde, kommen wir nicht umhin, unsere Freude darüber auszudrücken, dass es Menschen gibt, die unseren Countdown wahrgenommen haben. Wir hoffen, es hat bislang etwas Interesse geweckt und einige Anstöße dazu gegeben, auch zur frei<tag> zu kommen und sich einzubringen. Sie / Ihr alle sind / seid willkommen.

LIBREAS #18: Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen by Karsten Schuldt on 29. März 2011

Die Ausgabe #18 von LIBREAS mit dem Schwerpunkt “Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation” ist erschienen und wie gewohnt über libreas.eu zu erreichen.

In der Ausgabe wird nicht nur ein Einblick in eine Anzahl der zahlreichen Projekte von Bibliotheken und Informationseinrichtungen bezüglich der Wissenschaftskommunikation gegeben, sondern – dem Anspruch der LIBREAS, ein Diskursmedium zu sein, folgend – ebenso die theoretischen Ebenen von Wissensorganisation bearbeitet. Wir hoffen wie immer, dass diese Ausgabe nicht nur Interesse weckt, sondern auch einen Diskurs anstößt.
(weiterlesen…)

Ankündigung: frei<tag> – Bibliothekswissenschaftliche Unkonferenz

Posted in Hinweise, LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen by libreas on 10. März 2011

Freitag_logo

Im An- und vielleicht als Abschluss zum 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin findet am 10.06.2011 von 14:00 bis 19:00 Uhr am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin eine Unkonferenz namens “frei<tag>” statt. Diese gibt insbesondere bibliothekswissenschaftlichen Themen, die im Rahmen des Bibliothekartages nicht berücksichtigt werden konnten, ein Forum. Die Teilnahme an der Unkonferenz ist frei. Gewünscht ist eine aktive Beteiligung aller Anwesenden. Die Veranstaltung ermöglicht insbesondere jungen Forschenden und Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft eine Plattform und die Möglichkeit zum Austausch mit der Bibliothekspraxis. “frei<tag> – Bibliothekswissenschaftliche Unkonferenz” wird vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität und der Redaktion der LIBREAS. Library Ideas veranstaltet. Weitere Information folgen in Kürze. Kontakt über die LIBREAS-Redaktion.

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