#newlis – Zwischen #innovation, #Anspruch und #icamp12

Auf dem Weg zu einer neuen OA-Zeitschrift für die deutschsprachige Bibliotheks- und Informationswissenschaft? Das Twitter-Kommunikationsnetzwerk #newlis.
Tweets stecken trotz ihrer 140 Zeichen voller Entitäten, die potentiell für unterschiedliche bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fragestellungen interessant sind. So lassen sich Links auf Publikationen, die in Tweets erwähnt werden, für die Messung ihrer unmittelbaren Rezeption oder Hashtags und user-mentions für die Explorationen eines Kommunikationsnetzwerkes heranziehen (siehe ua LIBREAS Tag Twitter). Bis vor kurzem war die Extraktion dieser Eintitäten über die Twitter Search API allerdings nicht explizit in den Metadaten ausgezeichnet, was im Schluss zu ungenauen, und häufig auch unansehnlichen Experimenten mit Linkresolvern und Regulären Ausdrücken führte.
Seit Dezember 2011 exponiert Twitter nun auch die sogenannten Tweet-Entitäten (Tweet Entities), womit sich Medienarten, URLs, Benutzer und Hashtags zielgenau aggregrieren lassen. Auf GitHub stehen nun vier an Hilfsfunktionen in R zur Verfügung, die auf die Erweiterung der Twitter Search API aufsetzen und über die Suche nach einen Hashtag die netzwerkanalytische Exploration unterstützen.
https://github.com/njahn82/twitter
Kommunikationsnetzwerk #newlis
Als Antwort auf die Ankündigung, dass die von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin herausgegebene Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST ab 2013 bei De Gruyter erscheint, wird unter #newlis die Neugründung einer reinen Open Access Zeitschrift für die deutschsprachige Bibliotheks- und Informationswissenschaft diskutiert und Strategien in einem Etherpad gesammelt.
Mit der Hilfsfunktion hash.search.rt lassen sich Tweets über einen Hashtag aggregieren. Diese ordnet dabei tabellarisch einem Ersteller eines Tweets den von ihm in diesem Tweet erwähnten weiteren Nutzern zu.
Damit lässt sich eine Kantenliste, die die Grundlage für die obige Visualisierung bildet. Am Beispiel von igraph
#functions under https://github.com/njahn82/twitter/tree/master/Twitter
require(R.utils)
require(igraph)
sourceDirectory("")
# search with hashtag
hash.search.rt <- ("newlis")
#prepare network data
my.graph <- graph.data.frame(my.data[,c(2,3)])
#prepare plot
V(my.graph)$label = V(my.graph)$name
V(my.graph)$label.cex = sqrt(degree(my.graph))*0.4
V(my.graph)$size = sqrt(degree(my.graph))*2
V(my.graph)$frame.color = NA
V(my.graph)$color = "#E41A1C"
#plot + save
png("testgraph.png")
plot(my.graph,layout=layout.fruchterman.reingold,edge.arrow.size=0.2,vertex.label.color = "gray20")
dev.off()
(nj)
[Preprint] Angriff von unten: Tiefgreifende Veränderungen durch elektronische Literatur
von Johanna Mauermann & Oliver Bendel
Abstract: Der Artikel »Angriff von unten« von Johanna Mauermann und Oliver Bendel befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen auf dem Literaturmarkt durch die voranschreitende Verbreitung von elektronischer Literatur. Er zeigt auf, dass die Impulse vor allem »von unten« kommen, vorbei am traditionellen Literaturbetrieb. Dieser befasst sich erst allmählich mit den neuen Formaten, Plattformen und Vertriebswegen. Die Autoren erstellen das Portfolio der elektronischen Literatur zweier Länder, Japans und Deutschlands (und am Rande der deutschsprachigen Schweiz). Japan deshalb, weil elektronische Literatur dort inzwischen einen hohen Stellenwert hat, auch für den Buchmarkt. Deutschland und Schweiz, weil sich hier ähnliche Strukturen entwickelt haben, deren Erforschung in den Händen der hiesigen Wissenschaftler und des Literaturbetriebs liegt. Die Autoren gelangen zu dem Schluss, dass im »Schreiben 2.0« insgesamt viel Potenzial steckt. Es gilt daher, die aktuellen Entwicklungen zu erfassen, zu bewerten und zum gegenseitigen Austausch aufzufordern. (weiterlesen…)
Noch wenige Stunden mit TwapperKeeper!
Ungeachtet der Frage nach dem Wert von Twitter für die Bemessung wissenschaftlicher Kommunikationen (vgl. Die Buzzermeter. Warum die Tweetmetrics den Menschen stärker in den Blick nehmen sollten) wird am 6. Januar mit TwapperKeeper ein Online-Archiv vom Netz genommen, das der Debatte eine wichtige, non-propritäre Quelle für zukünftige Twitter-Studien hätte bieten können.
Wie kann ich meine Archive sichern?
Wir haben hier bereits früh einen Weg dargelegt, wie sich Archive leicht anhand eines Hash-Tags aus TwapperKeeper heraus sichern lassen, was in viele Verbesserungen und Alternativen mündete:
- Free the tweets! Export TwapperKeeper archives using Google Spreadsheet
- Rescuing Twapperkeeper Archives Before They Vanish
- Free (and rebuild) the tweets! Export TwapperKeeper archives using Google Refine
Dank dieser weitaus offeneren und elaborierteren Arbeiten ist es in den nächsten Stunden noch möglich, persönlich, organisatorisch oder für die Begleitforschung bedeutsame Archive zu sichern.
Was uns fehlen wird?
Am Beispiel der Twitter-Kommunikation während der Bibliothekartage der Jahre 2010 (#bibtag10) und 2011 (#bibtag11) wird deutlich, welches Potential TwapperKeeper etwa für längerfristige Untersuchungen der (bibliothekarischen) Konferenzkommunikation über Twitter hätte spielen können. Die folgende Skizze soll einen Einstieg in die Fragestellung bieten, wer wen im Rahmen der Bibliothekartage 2010 und 2011 erwähnt bzw. referenziert und wer sich überhaupt an der Kommunikation beteiligt hat.
Zum Zoomen als pdf
Alternativen zu TwapperKeeper?!
Grab your TwapperKeeper Archive before Shutdown!
Yesterday, TwapperKeeper announced:
Twapper Keeper’s archiving is now available in HootSuite! As a result, we will be shutting down Twapper Keeper. Existing archives will be kept running until Jan 6, 2012, after which you will not be able to access your archives anymore.
For those who wants to save archives before the shut down, this very simple R-code may give you an idea . It allows you to query for archived tweets referencing a hashtag. Furthermore, it downloads up to 50.000 archived tweets containing this hashtag as csv-file from TwapperKeeper.
require(XML)
hashtag <- "ala11" #your hashtag
tweet.df <- data.frame()
url <- paste("http://twapperkeeper.com/rss.php?type=hashtag&name=",hashtag,"&l=50000", sep="")
doc <- xmlTreeParse(url,useInternal=T)
tweet <- xpathSApply(doc, "//item//title", xmlValue)
pubDate <- xpathSApply(doc, "//item//pubDate", xmlValue)
tweet.df <- cbind(tweet,pubDate)
write.csv(tweet.df,"myTweets.csv")
More
Gary Green: No More Access To Your Twapper Keeper Archives .
Cornelius Puschmann: Academic replacements for TwapperKeeper.com
(NJ)
#oebt11 : Echtzeit – Visualisierung und Download von Tweets
kann jemand ein Archiv bei twapperkeeper für den Hashtag#oebt11 einrichten? Hab mit zwei Archiven das Gratislimit schon überschritten
beschreibt librarymistress ein klassisches Problem des Social-Media Monitorings anhand von Twitter. Zwar bestehen Online-Archive für Tweets, allerdings führt die rigide Twitter-Politik dazu, dass Services wie TwapperKeeper keinen benutzerfreundlichen Download der Daten für die eigene Tabellenkalkulation anbieten dürfen (siehe TwapperKeeper Blog).
Als Alternativen bieten R und der neue Cloud-Computing Service OpenCPU Möglichkeiten, sich seinen eigenen Echtzeit-Export inklusive Visualisierung anzulegen .
Echtzeit-Export als csv, unter
http://beta1.opencpu.org/R/call/store:tmp/8f81a308a4f8898f0aff6ba41bead5e4/csv?tag=%22oebt11%22
Echtzeit-Visualisierung:
http://beta1.opencpu.org/R/call/store:tmp/8f81a308a4f8898f0aff6ba41bead5e4/png?tag=%22oebt11%22
(weiterlesen…)
#ala11 is not too big for us – eine Zeitreihe
Die Twitterkommunikation während der diesjährigen Annual Conference and Exhibit der American Library Association (ALA) hat es mit derzeit 24.129 Tweets (Zeitraum 21. Juni 10am40 bis 29. Juni 2011, 11am49 GMT – 5) sogar geschafft, nicht nur unseren Vergleich mit dem Bibliothekartag 2011 sondern auch den Summarizr für #ala11 die Grenzen aufzuzeigen – dieser zeigt mit 10.000 Tweets nur einen partiellen Ausschnitt.
Allein ein Blick auf die Verteilung der Tweets nach Tag zeigt die hohe Aktivität während der diesjährigen ALA-Conference auf. Die dahinterliegende Konferenzkommunikation ließe sich für Interessierte tatsächlich nur unter Verwendung von effektiven und effizienten Nutzungsstrategien von Twitter bei Tagungen am Beispiel #ala11 (via netbib-Blog) beherrschen.



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