It’s the frei<tag> 2013 Countdown (15): 15 Bücher über Bibliotheken, die noch geschrieben werden müssen
von Karsten Schuldt und Christoph Szepanski
“We can only see a short distance ahead, but we can see plenty there that needs to be done.” – Alan Turing, Computing Machinery and Intelligence, Mind, 59, 433-460 (1950)
“Für die ruhigen Leser ist das Buch bestimmt, für Menschen, welche noch nicht in die schwindelnde Hast unseres rollenden Zeitalters hineingerissen sind und noch nicht ein götzendienerisches Vergnügen daran empfinden, wenn sie sich unter seine Räder werfen, für Menschen also, die noch nicht den Wert jedes Dinges nach der Zeitersparnis oder Zeitversäumnis abzuschätzen sich gewöhnt haben. Das heißt – für sehr wenige Menschen.” (Friedrich Nietzsche, Fünf Vorreden zu fünf ungeschriebenen Büchern. In: derselbe, Werke in drei Bänden. München 1954, Band 3, S. 272f.)
Wer, so wie wir uns, sich schon einmal die Frage gestellt hat, welche Bücher man über die Bibliotheks- und Informationswissenschaft gern im Studium- oder einem späteren Berufsabschnitt gern gelesen hätte (und besonders im Urlaub), aber nicht konnte, weil sie schlicht nicht existierten, dem wird hier eine kleine Liste geliefert. Manches Thema der unten aufgeführten Liste wurde in dem einen oder anderem (wissenschaftlichen) Beitrag schon behandelt. In einem solchen Fall sind wir zumindest der Ansicht, dass das Thema ausführlicher untersucht werden könnte. Ideal erscheint uns dafür zumeist die Buchform, das eine gewisse Menge an Wissen in passabler Form gesichert zu Verfügung stellt. Gäbe es diese Werke, so unsere Überzeugung, wäre das Bibliothekswesen und damit auch die Welt besser. Es ist also auch eine Liste für zu schreibende Arbeiten, Vorschläge für Abschlussarbeiten oder Alterswerke.
1. Read a m******* book: HipHop and the Public Library
Unverkennbar ist HipHop eine Kultur, welche eine Position besetzt, die einst von Literatur und Poetik eingenommen wurde: Jugendkultur, Ausdruck von Begehren, Aufbruch, Rebellion; Einfordern des Guten Lebens. Gleichzeitig ist HipHop in seinen besten Ausprägungen zutiefst poetisch: “But some things will never change / try to show another way / but you staying in the dope game / now tell me what’s a mother to do / being real don’t appeal to the brother in you / you gotta operate the easy way / I made a G today but you made it in a sleezy way / selling crack to the kids / I gotta get paid well hey well that’s the way it is.” (2Pac Shakur: Changes). Solche Einsichten und Poetiken lassen sich nur begreifen unter dem Einfluss harter Realität, eigenständiger Reflexionleistungen und der aktiven Auseinandersetzungen mit Literatur. Das Auftreten des HipHop in New York, späterhin anderen Metropolen der USA, legt die Vermutung nahe, dass der Zugang zur Literatur, der von dieser Kultur immer wieder bewiesen wird, auch über das System der Public Libraries realisiert wurde. Die Studie wird die Interdependenzen zwischen HipHop und Public Library untersuchen und aufzeigen, ob Öffentliche Bibliotheken Auswirkungen auf die Lyrikproduktion des HipHop hatten. Die Untersuchung ist vor allem historisch angelegt.
2. Stanisław Lem / Die Vierte Reise des Ijon Tichys
Bekanntlich enthalten die Aufzeichnung der Sternenreisen des Ijon Tichys Lücken, die damit gerechtfertigt sind, dass sie sowohl zeitlich als auch räumlich geordnet stattfinden und deshalb eine erste Reise nicht existieren kann. Wie Tichy allerdings in der achtundzwanzigsten Reise darlegt, können Lücken auch anders entstanden sein, insbesondere indem Teile der Aufzeichnungen noch unentdeckt in der schwarzen Ferne herumfliegen.
In der neu entdeckten vierten Reise berichtet Tichy vom Besuch im Kometennebel Entylan, genauer: bei den Iplonden. Die Iplonden haben vor Jahrmillionen den Plan entworfen, dass Wissen der Sterne zu sammeln und allgemeinverständlich aufzubereiten. Dabei weichen sie aus verständlichen Gründen – siehe die Erinnerungen Tichys an Professor A. Donda – auf die Speicherung der Information (nicht des Wissens) auf unbewohnten Planeten aus. Tichy besucht sowohl die Speicher- als auch Produktionsstätten und überzeugt sich von den Möglichkeiten der Sammlung, bedauert, dass sie nicht schon im 27., sondern erst im 31. Jahrhundert zur allgemeinen Verfügbarkeit stehen werden. Er schlägt die Einführung einer großzügigen Zugangspraxis vor, die im 34. Jahrhundert tatsächlich eingeführt wird.
(Lems Text ist selbstverständlich eine Kritik am Stalinismus, der Unlogik des Kapitalismus und dem mangelnden Umweltschutz.)
3. Sex and Pornography in Libraries
Dieses Werk, dass immer wieder vorgeschlagen, dann allerdings voreilig verworfen wird, lotet den Zusammenhang zwischen Erotika und Bibliotheken aus. Einerseits stellt es die Sammlungspraxis von Bibliotheken und die sich verändernden Aufgabenstellungen von Erotika-Sammlungen vor (wobei sowohl auf die Sammlungs-, Medienbeschaffungs- und Mediennutzungsgeschichte als auch die Rechtsgeschichte eingegangen wird). Andererseits thematisiert das Werk die Bibliothek als Ort von Erotika und Pornography und arbeitet eine theoretische Basis zum Verständnis des Begehrensortes Bibliothek aus, welche sowohl auf die Theorie des dritten Ortes, der Erotik des Verbots sowie die Anziehungskraft (vermeintlicher) Intellektualität eingeht. Im Anhang findet sich eine Biblio- und Filmographie aller Erotika, die einen direkten oder indirekten Bezug zur Bibliothek haben. Entgegen der Hoffnungen mancher Individuen ist dieses Buch höchst wissenschaftlich und objektiv.
4. Karsten Schuldt / Der Diskurs und der Katalog
In einer diskurstheoretischen Untersuchung wird der Bibliothekskatalog nicht, wie schon einige Male zuvor, als abstraktes Sprachsystem verstanden, sondern als Diskursobjekt. In den Katalog, so die Hauptthese des Werkes, sind nicht nur die bibliothekarischen und gesellschaftlichen Diskurse der jeweiligen Gesellschaft, in der eine Bibliothek existiert eingeschrieben. Vielmehr wirkt der Katalog gleichzeitig normierend auf den Zugang zu Wissen, den Ort Bibliothek und der Stellung der Bibliothek in der Gesellschaft. Die Untersuchung führt dies anhand einer Kataloggeschichte, beginnend in der frühen Neuzeit und endend bei FRBR und RDA, aus.
5. Chronik vergangener Medienhypes
Bibliotheken unterliegen gesellschaftlicher Hoffnungen. Regelmäßig wird die Behauptung erhoben, bestimmte neue Medien stellten eine Rettung von Bibliotheken dar und würden ihre Arbeit grundlegend ändern. Die Medien müssten in den Bestand aufgenommen werden, um überhaupt Nutzerinnen und Nutzer in der Bibliothek zu halten, gleichzeitig würden sie die bibliothekarische Arbeit grundlegend verändern. Die Chronik stellt diese Versprechen und Medien, ausgehend von frühen 18. Jahrhundert, objektiv vor. Der Band enthält zahlreiche historische Dokumente zu bibliothekarischen Debatten. Im Nachwort warnt die Herausgeberin explizit davor, alle neuen Medien als reine Hypes zu diskreditieren.
6. Bibliothekscafés: Organisation, Management, Wirkungen, Beispiele
Das Bibliothekscafe hat sich in den letzten Jahren in verschiedenen Bibliothekssystemen als Standardeinrichtung durchgesetzt, welche den sozialen Charakter von Bibliotheken unterstützen soll. Dabei ist nicht nur der Aufbau, sondern auch die Bedeutung der Bibliothekscafés äußerst unterschiedlich: Kleine Buchcafés, größter sozialer Treffpunkt kleiner Gemeinden, eines unter zahlreichen Cafés im Umfeld in größeren Städten. Einige dieser Einrichtungen werden kommerziell betrieben, andere von den Bibliotheken selber. Immer stellt sich die Frage, in welcher Beziehung des jeweiligen Cafés zu den restlichen Aufgaben der Bibliothek steht.
Das Buch gibt eine Übersicht zu Modellen der Bibliothekscafés, ihrer Planung und Leitung. Es ermöglicht die strategische Planung dieser Einrichtungen und liefert zahlreiche illustrierende Beispiele.

Ein Menschenleben vermag wohl ein wenig zu kurz zu sein, damit diese Liste von nur einem Autor oder einer Autorin abgearbeitet werden kann. Wenn wir behaupten, es würde der Bibliotheks- und Informationswissenschaft gut tun, a) etwas mehr Selbstreflexion zu betreiben und b) etwas mehr über den Tellerrand zu blicken sowie c) es gibt noch nicht genug Literatur von der Art, die man eigentlich zu unserem Fach lesen möchte, dann benötigen wir in erster Linie eines: Dich. Dein Engagement, Ideen und Kreativität sowie Erkenntniswille. Die müssen sich nun nicht unbedingt mit dieser Liste decken (was wir selbstverständlich begrüßen), aber du kannst wie aufgezeigt ein wichtiger Teil sein. LIBREAS im Allgemeinen und die frei13 im Besonderen ist der bunte Ort, um sich einander vorzustellen an deren Ende eventuell sogar Sympathie und gemeinsame Pläne stehen. Da ist es auch nicht wichtig wie viel davon umgesetzt wird, d.h. prozentual gesehen, wichtig ist nur, dass man sich auf Neues einzulassen bereit ist. Am Ende ist es immer noch besser 1 von 15 Büchern umzusetzen als gar keines oder nur ein Weiteres, das bereits etablierte Argumentationsschleifen bedient.
7. Neo-Kybernetische Manifeste
Eine These: Die Kybernetik hatte in ihrer Grundidee Recht, nicht aber in ihrer Ausführung. Offensichtlich war ihre Ausarbeitung zu unterkomplex, um die tatsächlichen Rückkopplungen und Kreisläufe der Gesellschaft zu untersuchen. Die technologische Entwicklung ist fortgeschritten, heute gilt es auszuloten, inwiefern die kybernetische Idee mithilfe moderner Rechner und Bibliothekssysteme dargestellt und umgesetzt werden kann. Die Manifeste werden diese Diskussion anstoßen.
8. Gruppe Weltbibliothek (Hrsg.) / Weltbibliographie. Entwurf einer umfassenden Bibliographie auf der Basis nationalbibliographischer Arbeit
Ein Aufruf, eine Streitschrift. Die nationalbibliographischen Arbeiten sind nur der Anfang, Ziel aller bibliothekarischer Arbeit muss die Weltbibliothek sein; eine Einrichtung, die im Netzwerk allen Menschen alle Informationen zur Verfügung stellt. Einer der wichtigsten Schritte hin zu dieser Einrichtung muss die Weltbibliographie sein. Die Gruppe Weltbibliothek und andere Persönlichkeiten des Bibliothekswesens liefern in dieser Schrift eine überzeugende Argumentation für diese These.
9. Akquise und De-akquise: Eine Soziologie des Bibliotheksbestandes
Während bibliothekarische Arbeiten bislang vor allem die praktische Planung des Bestandes und das Erarbeiten von Bestandsstrategien beschrieben, versteht diese Studie den Bestand von Bibliotheken als Ergebnis sozialer Prozesse. Der Bestand und seine Entwicklung wird als Untersuchungsobjekt genutzt, um, aufbauend auf organisationssoziologische und systemtheoretische Arbeiten, eine Theorie der Entwicklung des Bibliotheksbestandes aus gesellschaftlicher Perspektive zu entwerfen. Dabei wird der Anspruch erhoben, ausgehend von messbaren Faktoren (insbesondere die soziale Stellung der Fachreferentinnen und -referenten, dem Bibliotheksetat, der räumlichen Verortung der Bibliothek, des Bildungskapitals der Bibliotheksleitung und der Titelproduktion der lokalen Verlagslandschaft) die Entwicklung eines Bestandes für einen Zeitraum von zehn Jahren antizipieren zu können. Enthält Fallbeispiele.
10. Die Bibliothek aus Sicht bedeutender Systemtheoretikerinnen und -theoretiker
Systemtheoretikerinnen und -theoretiker der Gegenwart nehmen Stellung zur Bibliothek in Vergangenheit, im Jetzt und der Zukunft. Behandelt wird der Gegenstand der Bibliothek in Essays und Interviews. Darunter auch Zitate und Kommentare zur Institution Bibliothek von Systemtheoretikerinnen und -theoretikern, die leider nicht mehr ausführlicher befragt werden können. Der Band enthält Positionen zur gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und ökonomischen Verantwortung von Bibliotheken und nennt wichtige Momente und Anekdoten der mehr als zweitausendjährigen Bibliotheksgeschichte. Darin enthalten auch die Frage, wie die letzten zwei Jahrtausende sich entwickelt hätten, gäbe es die Bibliothek und ihre Möglichkeiten nicht. Verfügbar als Paperback sowie als Goldschnitt.
11. Die Bibliotheks- und Informationswissenschaft in Osteuropa: Einblicke, Perspektiven, Erkenntnisse
Erkenntnisse und Inspiration bezieht die Bibliotheks- und Informationswissenschaft in den D-A-CH-Staaten gern aus Regionen wie Skandinavien, Großbritannien, Australien oder den USA. Ziel dieses Sammelbandes ist es, sich der osteuropäischen Informationsbranche anzunehmen. In einer Vielzahl an Beiträgen, unter anderem von Wissenschaft und Praxis aus Polen, Russland, Kroatien oder Lettland werden Typen, Besonderheiten und Wege, Wissen zu normieren, dargestellt. Zudem liefert dieser Band historische Bezüge und gibt einen Einblick in die schwierige Zeit sowie teilweise Neuaufstellung des Bibliothekswesens nach dem Zusammenfall des Ostblocks. Den Abschluss bildet ein Überblicksartikel, welche Theorien und weiteren Einflüsse die Bibliotheks- und Informationswissenschaft in der Osteuroparegion durch die Jahrhunderte über prägten.
12. Gegenwart und Zukunft der Bibliothek: ein Dialog zwischen Expertentum und Laiensicht
Dieses Werk wagt einen Versuch: bedeutende Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Informations- und Bibliothekswissenschaft debattieren in Form schriftlicher Dialoge über den Gegenstand der Bibliothek – jedoch mit Laien und Laiinen. Darunter aus Bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Sicht fachfremde Menschen wie der Regionalpolitik, Wirtschaft, Lernenden sowie Lehrenden, jemand der erst an seinem Lebensabend die Bibliothek für sich entdeckte sowie ein Meister im Fach der Gas- und Wasserinstallation. Als ein Highlight sei hier der Dialog mit einer Gruppe von Kindern und einem emeritierten Professor vorgestellt, die sich gemeinsam dem Ideal einer Bibliothek anzunähern versuchen. “Mehr zuhören”, so die Prämisse des Werkes. Alle Dialoge liegen als Ausschnitte in Videoform auch auf der Webseite bereit. Nicht nur für das Fach ist dieser Versuch sehens- sowie lesenswert. Kommunikations- und Transferwissenschaft dürften ebenso profitieren.
13. Die Süchte der Bibliothekare, die Laster der Bibliothekarinnen
In der gesellschaftlich etablierten Sicht auf die Bibliothekarinnen und Bibliothekare dieser Welt sind diese mitnichten mit einem Rockstar-Image behaftet. Sie gelten schon eher als leicht spießig, zurückhaltend und als wüssten sie nicht wie man als Mensch mal richtig entspannt. Das kleine Essay sucht nicht nur nach den Ursachen dieses Bildes, sondern erkundet auch eine Reihe der Laster mehr oder weniger bekannter Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Ferner behandelt dieser Text die Frage, wie oft das Personal von Bibliotheken es wagt, in neue Bewusstseinszustände zu transzendieren und welche Mittel sie häufig dazu einsetzen. Zudem werden Einblicke in die Sehnsüchte, intime Gedanken und einschneidende Erlebnisse in jungen Jahren, kurz vor der Berufswahl, gegeben. “In der Bibliothek arbeitet man nicht zufällig”, so die übergreifende Behauptung des Essays. Psychologisch fundiert und mit einigem empirischen Material im Anhang wird diese Behauptung überprüft. Eine zugegeben nicht ganz ernst gemeinte Tabelle des richtigen alkoholischen Getränkes zur jeweiligen Literaturgattung (mit Beispielen) findet sich in der Mitte des Buches.
14. Bibliotheks- und informationswissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Verwendung in anderen Disziplinen
Dem Fach wird bisweilen unterstellt, Methoden und Erkenntnisse anderer Disziplinen zu nutzen ohne in gewinnbringender Relation theoretische sowie praktische Aussagen für jene Disziplinen in umgekehrter Richtung zu liefern. Aber stimmt das? Das Handbuch stellt zunächst entscheidende Einflüsse auf die bibliothekarische und informationswissenschaftliche Wissenschaft und Praxis, die sie maßgeblich aus anderen Disziplinen erhielt, vor und versucht dann, aus wissenschaftstheoretischer Sicht sowie bibliometrischen Analysen zu untersuchen, inwieweit das Fach auch andere Disziplinen beeinflusste. Das Werk ist geeignet für Studienanfänger und wissenschaftlich Tätige sowie ebenso für Akteurinnen und Akteure anderer Disziplinen. Am Ende wird anhand von Handlungsanregungen aufgezeigt, inwiefern die Wissenschaft im Allgemeinen künftig besser das Wissen anderer Disziplinen integrieren kann, sodass etwaige Ansprüche auf angemessene Reputation gewahrt bleiben.
15. Zum richtigen Verhalten in einer Bibliothek – ein Vademekum.
Den Raum irgendeiner bibliothekarischen Einrichtung zu betreten ist manchmal bedeutungsschwanger, jedoch oft genug an festen Regeln gebunden, damit die Interessen der verschiedenen Nutzerinnen und Nutzer respektiert bleiben. Neben historischen Bezügen, welche die oft stillen Übereinkünfte in einer Bibliothek herleiten sind auch originelle Beiträge enthalten. Darunter: “23 Fehler, die alle in einer Bibliothek machen dürfen”. Des Weiteren unternimmt das Werk Vorstöße, um psychologische Motive wie Bibliotheksangst, Bibliomanie oder das AIBS des gemeinen Bibliotheksmitarbeiters beziehungsweise der gemeinen Bibliotheksmitarbeiterin begreiflich zu machen. Nichtzuletzt sind die Beiträge auch spannend für das Bibliothekspersonal im Allgemeinen, werden diese doch oft genug in die Perspektive mit einbezogen.
Berlin und Potsdam, 7. März 2013
Es gibt kein richtiges Lesen im Veilchen. Ein Sonntagsaufsatz.
von Ben Kaden
I
Die Studierenden, die im Frühjahrssemester 1957 an der Cornell University eine Literaturvorlesung des Dozenten Vladimir Nabokov besucht hatten, in deren Zentrum der vom Dozenten höchstgeschätze russische Ehebruch- und Eisenbahnroman Anna Karenina stand, sahen sich am Dienstag den 19.März in der Prüfung mit einer denkwürdigen Fragestellung konfrontiert:
„Beschreiben sie die Tapete in Karenins Schlafzimmer.“ („Describe the wallpaper in Karenins‘ room.“) (Sprung zur Antwort) (weiterlesen…)
Die Bibliothek in der Literatur. Heute: Die Ver-N-zelten des Leonid Dobyčin
„ – Das Wahre, das Gute, – rief er, wie gewöhnlich deklamierend, – und das Schöne!“[1]
I
Im Jahr 1909 zog ein junger Student namens Naum Pevsner aus der ostrussischen Provinz in die Metropole München. Zunächst wollte er dort Medizin, später Hochbau zu studieren. Aber irgendwie – München schien zu dieser Zeit ein wenig wie Berliner Auguststraßen der 1990er gewesen zu sein – rutschte er dort in die Kunstkurse Heinrich Wölfflins und zugleich ins Umfeld der Neuen Künstlervereinigung. Den Stand der Avantgarde erhielt er aus erster Hand von Wassily Kandinsky und dessen Kreis vermittelt und bald war er ein Teil dieser Münchner Kunstbohème. Damit war klar, dass die Architektur vielleicht seine Sache ist. Aber nicht in einem Hochbauamt. Unter dem Namen Naum Gabo wurde er zu einer der prägenden Gestalten des Konstruktivismus sowie der Kinetischen Kunst, pfiff auf die Zukunft und feierte die Gegenwart. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Bildhauer Antoine Pevsner, verfasste er später ein „Realistisches Manifest“ (1920), um das Utopische rechts zu überholen. Er wandte sich gegen den futuristischen Ansatz, Geschwindigkeit durch die Abbildung einer eingefrorenen Bewegung zu fassen. Ihm und seinem Bruder ging es darum, der Bewegung in Reinform mittels Kunstwerk Ausdruck zu geben. Mit dem für Manifeste meist üblichen Vergangenheit-in-einer-Sackgasse-Pathos wurde die neue, revolutionäre Lebensform ausgerufen:
„The blossoming of a new culture and a new civilization with their unprecedented-in-history surge of the masses towards the possession of the riches of Nature, a surge which binds the people into one union, and last, not least, the war and the revolution (those purifying torrents of the coming epoch), have made us face the fact of new forms of live, already born and active.”[2]
Die Kubisten, so das Manifest, würfelten sich im Gegenstand doch nur auf der Oberfläche und methodisch in der Regelarmut ihrer Logik fest. Die Fachkollegen vom Futurismus dagegen führen den Karren der Kunst mit ihrer Leinwandfixierung gegen die Galeriewände. Ihr Symbolvorrat – Automobile, Flugzeuge, Infrastrukturelemente und alles, was die frühe industrielle Beschleunigungsgesellschaft so auszeichnete – waren noch zu erdgebunden und konkret, um die Größe des Aufbruchs zu erfassen. Das Leben wartet nicht und vor allem lässt es sich auch nicht auf eine Diskussion ein: „deed is the highest and surest of truths“[3]. Die Tat geht über die Schönheit und die Ästhetik ist die der Konstruktion: „we construct our work as the universe constructs its own, as the engineer constructs his bridges, as the mathematician his formula of the orbits.”[4] Weg mit der Statik, her mit der Dynamik. Die Wissenschaft lehrt uns die Regeln und die gilt es ins Hier und Jetzt zu setzen. „We assert that the shouts about the future are for us the same as the tears about the past: a renovated day-dream of the romantics.”[5]
Das nennt man dann wohl einen hart bandagierten Richtungsstreit. Und obschon sie sich mit Ortega Y Gasset in der Ablehnung des Kubismus vielleicht die Hand reichen hätten können, stellt man sich ein entsprechendes luftschlössernes Treffen insgesamt eher schon vor wie das Conquête de l’air Roger de La Fresnayes. Angesichts der proklamierten Lust an der Aktion solcher Oden an eine jetztzeitige Massenkinetik greift man fast dankbar zu jedem Antidot. Und ist – Gnade der späten Geburt – glücklich, mit der eigenen Diskursfahrt erst am Ende des Jahrhunderts der –ismen und im Kunsttiegel Berlin begonnen zu haben. Und nicht bereits in Naum Gabos Geburts- und Kindheitsstadt Brjansk in den 1920er Jahren. (weiterlesen…)
Die Bibliothek in der Literatur. Heute: Schmetterling und Wörterglocke. Zu einem Gedicht Thomas Klings.
Jüngst saß eine LIBREAS-Rumpfredaktion stilecht im Schaufenster des Sankt Oberholz und während der Abendverkehr aus der Brunnenstraße seinen Halbkreis nach Osten beschrieb, sprachen wir fast aus Versehen über Lyrik und wie präsent bzw. wenig präsent sie unserem Alltag ist. So ist das nun einmal in der funktional aufgeteilten Welt und auch in Deutschland vollzieht sich eine Entwicklung, die in den USA längst unter dem Label Writer’s writer bekannt ist: Wer dichtet, dichtet eher als Ausnahme für ein offenes Publikum und in der Hauptsache für andere, die dichten. Wir empfanden diese Marginalisierung natürlich als bedauerlich und wo kann man denn auch besser im Blues über eine durchdringend effizienzgeprägte Lebenswelt versinken, die Marktentzug selbst kaum mehr in Nischen zulässt, als am zentralen Platz der Digital Bohème, von der manche auch als Digitalem Prekariat sprechen, für das “Mein Haus am See” auf Lebenszeit nur Milchschaum im Café bleibt, während sie den Marktgedanken konsequent bis zum Kaffeesatz auf ihre Art durchlebt. Spätestens an dieser Stelle treffen sich Digitalität und Literatur recht genau. Wohl dem, der mit der Trambahn von diesem Spielort einer Avantgarde auf der ständigen Kippe heimlich in seine saturierte Daseinsumgebung abreisen kann, wenn es ihm behagt…
Lyrik, sofern sie sie selbst und sperrig ist – und das ist sie fast immer, wenn sie sich ernst nimmt und an den Grenzen der Sprache operiert – hat es in puncto Marktgängigkeit natürlich besonders schwer, denn sie entzieht sich dem Primat der schnellen Erfassbarkeit und besitzt zusätzlich nur höchst selten das Maß an Dringlichkeit, das uns dann vielleicht doch ein nicht minder schwer erfassbarer Dissertationstext vorzuspielen versteht.
So gilt sie zugegeben auch uns häufig eher als Luxus, da ein Großteil des Tages nunmal von anderen Aspekten der Kommunikation besetzt wird und wir vielleicht nicht als erste Handlung am Morgen jene Funde einer Luise Boege betrachten, sondern die Pressemitteilungen zur Causa zu Guttenberg im E-Mail-Postfach.
Ist ein Leben in beiden Welten möglich? Wir glauben ja und mehr noch: Wir streichen das möglich und ersetzen es durch ein nötig. Die kleine feuilletonistische Erweiterung des LIBREAS-Blogs unter dem Namen “Die Bibliothek in der Literatur” erfüllt für uns diese Funktion: Die Literatur erweist sich spätestens dann als ideales Komplement zur Bibliothekswissenschaft, wenn deren Operationsfeld von semantischen Technologien und semiotischen Theorien dominiert wird. Denn dort, wo die Bibliothekswissenschaft auf Eindeutigkeit, Normierung und Standardisierung von Sprache zuläuft, stemmt sich die Literatur naturgemäß dagegen. Auch sie operiert in der Sprache, allerdings auf der anderen Seite: Wo die Bibliothekswissenschaft der Sprache mit dem Anspruch der Algorithmisierbarkeit von Textobjekten eine Grenze ziehen wollen muss, hebelt die Literatur mit dem Anspruch der intellektuellen und emotionalen Erfahrbarmachung durch Sprache diese Grenzziehungen immer wieder auf. Nicht zuletzt, um die eigene Aufgabe ernstzunehmen und immer das Andere, das ja existiert und möglich ist, zu bedenken und damit anschlussfähig zu bleiben, schadet es der Bibliothekswissenschaft sicher nicht, das literarische Denken zu berücksichtigen.
Die heutige Folge unserer Reihe zur Bibliothek in der Literatur ist denn auch die erste, die sich ein Gedicht als Gegenstand heranzieht. Und vermutlich nicht die letzte.
Schmetterling und Wörterglocke. Zu einem Gedicht Thomas Klings
LIBREAS 8/9 : Stadt in der Bibliothek in der Stadt
Was für ein schmucker Freitag – der Frühling lässt kein blaues Band wieder schweifen übers Weltmeer, sondern gießt Kanne um Kanne Sonnenlicht die Dorotheenstraße hinunter, an der noch stillen, weil noch in den Osterferien befindlichen, Humboldt-Universität vorbei und die LIBREAS-Redaktion vergnügt sich im kurzärmligen Trikot erstmalig dieses Jahr an der Tischentennisplatte am Hegelplatz.
Nachdem Maxi dann mit einem scharfgeschnittenen Kantenball kurzen Prozess machte und das Prestigeduell für sich entschied, ist die Zeit reif für das Freischalten der aktuellen LIBREAS-Ausgabe.
Diese kommt diesmal wie angekündigt als Doppelausgabe daher und bringt uns damit in den üblichen Erscheinungsrhythmus zurück.
Das Schwerpunktthema – zu dem es ruhig noch ein paar mehr Beiträge hätte geben können – liegt diesmal auf unserem ganz persönlichen Habitat: der Stadt. Den zweiten, inoffiziellen Schwerpunkt bildet noch einmal das Thema “Soziale Bibliotheksarbeit”.
Die restliche Ausgabe entspricht dem üblichen Potpourri, wie wir es lieben und von dem wir hoffen, dass es auch unseren Lesern gefällt.
Ein paar weitere Informationen gibt es demnächst, heute jedoch ersteinmal ein bisschen Wochenendlektüre, wobei wir es fast bereuen, e-only zu sein, denn bei einem solchen April, wünscht man sich wirklich ein transportables Magazin auf richtigem Papier für die Liegewiese im Stadtpark, die bislang und hoffentlich noch lange Zeit ohne Strom- und Webanschlussmöglichkeit ist…
LIBREAS. Ausgabe 7 | Herbst 2006
> Editorial zur Ausgabe 8/9: Stadt in der Bibliothek in der Stadt
> Theorie: Stadt, Raum, Bibliothek – Olaf Eigenbrodt
> Die Jubelhochstiege. Die Hauptbibliothek Wien – Ben Kaden und Manuela Schulz
> Stadtbibliothek – Mediathek in Reims – Elisabeth Simon
> A nice place to be… – Rainer Strzolka
> The Bridge Library in Glasgow – Wendy Axford
> The Millennium Library, Norwich, UK – Michael Wells
“Beiträge“
Soziale Bibliotheksarbeit: soziale Inklusion und soziale Anerkennung – Hans Elbeshausen
Library Services to disadvantaged peoples – Jonna Holmgard Larsen
„Hinter Gittern“. Fachstelle Gefangenenbüchereiwesen bei der JVA Münster – Ulrike Schönherr
Library Student Journal and Open Access Student Publishing: Our Experience So Far – Eli Guinee
Das Beste aus beiden Welten – Boris Jacob und Jin Tan
Fragen wird immer schöner – Boris Jacob und Bastian Zeinert
Träumt ihr von virtuellen Schafen? ein Interview von Beta Lubitsch mit Ina und Stella
Biblioblogosphärenklänge. Ergebnisse einer Kurzumfrage – Ben Kaden, Maxi Kindling, Manuela Schulz
“Rezensionen”
Rezension zu: AW Architektur & Wettbewerbe 209/ März 2007: Bibliotheken und Archive – Ben Kaden
Rezension zu: Peter Janich (2006) Was ist Information – Walther Umstätter
Rezension zu: Peter Just (2006) E-Books für Bibliotheken. Eine Bestandsanalyse – Michael Katzmayr
Rezension zu: Madeleine Lefebvre. Ed. (2006): The Romance of Libraries – Maxi Kindling
Text & Bild (+Ton)
Zum Hören: Integration als Ziele multikultureller Bibliotheksarbeit: Das Beispiel Berlin – Tarik Seden
LIBREAS – jetzt mit fremden Federn!
LIBREAS Nummer 8 – Call for Papers
Call for Papers
LIBREAS 8: Die Lesejahre sind vorbei? Die Öffentliche Bibliothek und die Stadtgesellschaft
Es ist ein Anruf, der entlarvt. Eine allgemeine Nachfrage bei der Stadtbibliothek einer brandenburgischen Kleinstadt stößt den im akademischen Idyll des Berliner Institutes nach Zukunftsperspektiven Suchenden in den real existierenden Alltag Öffentlicher Bibliotheken in Deutschland, wobei die Fallhöhe enorm ist. Die bibliothekarische Versorgung in der Stadt, immerhin mit eigenem Gymnasium, ist der kommunalen Verantwortung völlig enthoben, nachdem man sich entschloss, die Stadtbibliothek einzusparen. Dies offensichtlich zu Recht, wenn man der Auskunft hinsichtlich der Nutzungsintensität glaubt. Die nun von einem Verein übernommene und überwiegend dank ehrenamtlichen Engagements und des Einsatzes von Ein-Euro-Jobbern überhaupt am Leben gehaltene Arbeit des Bibliotheksrudimentes, bedient eine Nutzerschaft, die gerade einmal 25 Köpfe zählt. Mehr Bürger der Stadt haben anscheinend kein Interesse am Angebot. „Bibliotheken sind Publikumsmagneten und sie sind gemeinnützige Einrichtungen“ heißt es in der 1998 vom – ebenfalls weggekürzten – Deutschen Bibliotheksinstitut herausgegebenen Broschüre zum „Beitrag der Öffentlichen Bibliothek zur Stadtentwicklung“ (PDF.download).
Es scheint fast so, als liefere die Bibliothek in diesem Fall weniger einen Beitrag, sondern mehr ein Spiegelbild zur – der „Schrumpfenden Stadt“ entsprechenden – Stadtentwicklung, denn von einem Publikumsmagneten kann man wohl in diesem Fall nicht reden und die „Gemeinnützigkeit“ beschränkt sich auf eine überschaubare Gruppe der städtischen Gemeinschaft. Wie ist dieser Einbruch beim Interesse der Stadtgemeinschaft – d.h. einerseits derer, die die Stadtentwicklung steuern und meinen, dabei auf eine Bibliothek verzichten zu können und andererseits der Stadtbevölkerung, die offensichtlich meint, ihr Leben auch ohne Bibliothek führen zu können – zu erklären?
Koppelt man zu den in der Programmschrift Bibliotheken ’93 aufgeführten, in Hinblick auf die Herausbildung der viel beschworenen „Wissensgesellschaft“ durchaus einleuchtenden, Aufgaben der Öffentlichen Bibliotheken zurück, die diese in einem Spektrum vom „bürgerlichen Engagement“ über alle denkbaren Formen der Unterstützung von Aus-, Fort- und Weiterbildung hin zur „Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen durch Information und Kommunikation“ formuliert, so verwundert schon, dass städtische Gemeinschaften hierfür – etwas polemisch gesagt – anscheinend entweder passende Ersatzinstitutionen gefunden haben oder einfach mit einer so aufgeklärten und selbstaktiven Einwohnerschaft gesegnet sind, dass sie darauf getrost verzichten können.
Ist dieses Phänomen nur ein Einzelfall, der sich zudem auf die ostdeutschen Nicht-Wachstumskerne bezieht bzw. auf Gemeinden, die mit der allgemein eingeforderten Haushaltskonsolidierung einfach überfordert sind und zu Verzweiflungstaten wie dem Einstellen von Dienstleistungen für die Bürger neigen? Oder verstehen es Öffentliche Bibliotheken schlicht nicht, ausreichend ihre Bedeutung und ihre Möglichkeiten für die Bürger gerade vor dem Hintergrund der Betonung der „Eigenverantwortung“, die auch die Verantwortung für das eigene bildungsbezogene „am Ball bleiben“ in der Wissensgesellschaft mit einschließt, zu vermitteln?
Braucht die Stadt des 21. Jahrhunderts mit ihren virtuell global kommunikationsvernetzten Einwohnern überhaupt noch Bibliotheken für die Informationsversorgung und –vermittlung? Vermitteln die Öffentlichen Bibliotheken noch genügend Information oder überbewerten sie im Aufgabenspektrum des 93er Bibliotheksprogramms den Einzelaspekt „Hobby und Freizeit“ zu sehr und begeben sich dabei in einen Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit, den sie eigentlich nicht gewinnen können?
Verglichen mit dem Straßenbau, bei dem eine Straße ein Gebiet mit einem anderen Gebiet und somit stärkere Siedlungsstrukturen mit schwächeren verbinden kann, kann man die Bibliothek als einen Knotenpunkt in der informationellen Infrastruktur sehen. Aber im Gegensatz zu einer vernachlässigten oder verschwundenen Straße merkt man die Folgen einer verschwundenen Bibliothek selten unmittelbar.
……………………………………………………
Die nächste Ausgabe von LIBREAS wird sich mit der Fragestellung, welche Rolle Bibliotheken innerhalb einer Stadtgesellschaft übernehmen können und sollten und welche Herausforderungen dabei auf sie zukommen, befassen.
Dabei interessieren uns neben Problemlagen wie der geschilderten besonders auch
- Erfolgsmodelle,
- Best-Practice-Erfahrungen und
- gelingende (und die Ursachen für misslingende) Wechselwirkungen zwischen Bibliothek und Stadtgesellschaft.
Neben konkreten Erfahrungen interessieren uns
- Betrachtungen der Bibliothek als soziale Institution und
- ihre Korrelation mit der Öffentlichkeit, der städtischen Öffentlichkeit
und schließlich
- die architektonische Einbettung der Bibliothek in das Stadtbild.
Erwünscht ist wieder die gesamte Vielfalt darstellbarer Ausdrucksformen, vom Erfahrungsbericht über Meinungen, Ideenskizzen und Essays bis hin zu Fotostrecken oder anderen kreativen Auseinandersetzungen mit der Thematik.
Redaktionsschluss ist der 22. März 2007 (sh. oben)
Treten Sie mit der Redaktion in Kontakt: libreas@treepolar.de.
3 comments