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	<title>Kommentare für LIBREAS.Library Ideas</title>
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		<title>Kommentar zu Kryptomnesie, schweig. Über das Phänomen des unbewussten Plagiats. von Walther Umstätter</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/06/12/kryptomnesie/#comment-2318</link>
		<dc:creator><![CDATA[Walther Umstätter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 15:32:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die von Sacks gemachte Beobachtung: „Wenn ich meine alten Notizbücher …“ kann man auch sehr schön selbst verifizieren, wenn man sich eigene Randbemerkungen oder Notizen aus Vorlesungen, Lehrbüchern etc. ansieht. Im Prinzip ist unser gesamtes bewusstes Wissen nichts anderes als „Kryptomnesie“. Der Eigenanteil ist dagegen annähernd vernachlässigbar. 
Es sei darum hier kurz daran erinnert, dass Newtons viel zitierter Satz: „Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten stehe.“ zwei Erkenntnisse  deutlich machen sollte. 
1.	Dass jede neue Einsicht nichts anderes ist als ein kleiner Baustein an dem unglaublich großen Bauwerk unseres Weltbildes von diesem Universum. Wobei es eine erschreckende Verzerrung dieses Weltbildes ist, wenn wir bei jeder neuen Erkenntnis so tun als hätte ein neuer Urheber wieder alles neu auf den Kopf gestellt. Wir rekonstruieren immer nur ein für uns neues aber insgesamt altes Inneres Modell dieser Welt. (Auch durch das heliozentrische Weltbild, hat die Sonne nicht aufgehört im Osten aufzugehen.) Das zeigt auch die Ortega Hypothese, die letztendlich deutlich macht, dass der geistige Fortschritt eines „Giganten“ immer auch der Widersprüche, der Bestätigung  und der Vervielfältigung durch die restliche wissenschaftliche Community bedarf. Das entscheidende ist aber eigentlich das wir mutige Autoren brauchen, die bereit sind die Verantwortung für ein neues Wissen mit zu übernehmen, und damit ein Verantwortungsübernahmerecht (www.passwordonline.de/cms/news/28.-september-2012.html). 
2.	Dass sich Newton, ebenso wie viele andere große Geister der Wissenschaft, darüber bewusst war, dass wir mit jeder neuen Erkenntnis nur etwas weiter auf das noch größer erscheinende  Meer der Unwissenheit blicken. 
Es ist unglaublich wie viel Wissen wir von anderen übernehmen, und weil wir es für uns neu erwerben müssen, glauben, wir hätten es entdeckt. 
Insofern gibt es eine weitaus größere Menge an Uncitedness, als die meisten Wissenschaftler ahnen. In der gedruckten Wissenschaftswelt hatten wir im Science Citation Index schon aus Papiermangel durchschnittlich nur zehn Referenzen. Zehn Prozent der Aufsätze hatten gar keine Referenzen. Schon eine einfache Recherche zum Themenfeld der Uncitedness würde rasch zeigen, dass diese Zahl unmöglich sinnvoll zitiert werden kann, ohne ein mehrbändiges Werk zu schreiben. Das ist heute natürlich auch nicht notwendig, da solche Recherche von den Lesern leicht selbst durchgeführt werden können. Es führt hier zu weit aufzuzählen wie viele Gründe es gibt, nicht zu zitieren, aber bei den Plagiaten als Sonderform der Uncitedness, sind wirklich zwei zu nennen.
1.	Unbewusste Plagiate, bei denen man etwas liest, das beispielsweise die eigenen Intentionen unterstützt, was man kopiert, ohne die Quellezuzuordnen, und ohne später noch zu wissen, dass es nicht von einem selbst stammt.
2.	Bewusste Plagiate,  bei  denen man sich mit fremden Federn schmückt, und hofft, dass es die Leser nicht merken. 
Dass die bewussten Plagiate verboten sind, ist hinlänglich bekannt. Schwieriger ist es mit den unbewussten Plagiaten, da sie insofern Standard sind, als allgemein bekanntes nicht mehr zitiert wird (s. a. Uncitedness III). Man denke nur an die unzähligen geistigen Übernahmen die man von Eltern, Freunden, Lehrern oder eben aus der Literatur übernimmt, ohne zu wissen, was man wann, von wem wo hörte oder sah. Da aber das Urheberrecht die „kleine Münze“ kennt, sind natürlich schon die Unterschiede zwischen I. Newton, O. Sacks, B. Kaden und  W. Umstätter zum selben Thema, trotz Übereinstimmung, urheberrechtlich zu unterscheiden. 
Die Frage nach dem „Eigenplagiat“ ist insofern bemerkenswert, weil ihm gegenüber die Selbstzitationen stehen, über die sich viele lustig machen, ohne zu merken, wie sie ihre Ahnungslosigkeit zu Markte tragen. Denn es ist doch selbstverständlich notwendig, dass man frühere Arbeiten zitiert, wenn man seit Jahren an einer bestimmten Problematik arbeitet. Auch hier sprach die fehlende Eigen-Uncitedness von Nationalsozialisten nach dem zweiten Weltkrieg für sich. Ihr Nachweis war nur oft schwer, weil die sogenannte Entnazifizierung dafür sorgte, dass unzählige Dokumente des „DrittenReichhes“ aus den Bibliotheken verschwanden. Ebenso schwer ist es nachzuweisen, wie viele Autoren täglich Gedanken anderer aufgreifen, um sie für sich weiter zu entwickeln. Insofern wissen wir aus Diskussionen, dass die  Wissenschaft schon etliche Ideengeber hatte, deren Ideen aber durch die Uncitedness unter anderen Namen bekannt wurden. Mit einem Verantwortungsübernahmerecht  würde deutlich, dass Menschen, die ein Wissen als zweit- oder dritt-Urheber übernehmen, die selbe Verantwortung für dieses Wissen tragen, und nicht nur Kopisten, also Redundanzvermehrer, sein dürfen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die von Sacks gemachte Beobachtung: „Wenn ich meine alten Notizbücher …“ kann man auch sehr schön selbst verifizieren, wenn man sich eigene Randbemerkungen oder Notizen aus Vorlesungen, Lehrbüchern etc. ansieht. Im Prinzip ist unser gesamtes bewusstes Wissen nichts anderes als „Kryptomnesie“. Der Eigenanteil ist dagegen annähernd vernachlässigbar.<br />
Es sei darum hier kurz daran erinnert, dass Newtons viel zitierter Satz: „Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Giganten stehe.“ zwei Erkenntnisse  deutlich machen sollte.<br />
1.	Dass jede neue Einsicht nichts anderes ist als ein kleiner Baustein an dem unglaublich großen Bauwerk unseres Weltbildes von diesem Universum. Wobei es eine erschreckende Verzerrung dieses Weltbildes ist, wenn wir bei jeder neuen Erkenntnis so tun als hätte ein neuer Urheber wieder alles neu auf den Kopf gestellt. Wir rekonstruieren immer nur ein für uns neues aber insgesamt altes Inneres Modell dieser Welt. (Auch durch das heliozentrische Weltbild, hat die Sonne nicht aufgehört im Osten aufzugehen.) Das zeigt auch die Ortega Hypothese, die letztendlich deutlich macht, dass der geistige Fortschritt eines „Giganten“ immer auch der Widersprüche, der Bestätigung  und der Vervielfältigung durch die restliche wissenschaftliche Community bedarf. Das entscheidende ist aber eigentlich das wir mutige Autoren brauchen, die bereit sind die Verantwortung für ein neues Wissen mit zu übernehmen, und damit ein Verantwortungsübernahmerecht (www.passwordonline.de/cms/news/28.-september-2012.html).<br />
2.	Dass sich Newton, ebenso wie viele andere große Geister der Wissenschaft, darüber bewusst war, dass wir mit jeder neuen Erkenntnis nur etwas weiter auf das noch größer erscheinende  Meer der Unwissenheit blicken.<br />
Es ist unglaublich wie viel Wissen wir von anderen übernehmen, und weil wir es für uns neu erwerben müssen, glauben, wir hätten es entdeckt.<br />
Insofern gibt es eine weitaus größere Menge an Uncitedness, als die meisten Wissenschaftler ahnen. In der gedruckten Wissenschaftswelt hatten wir im Science Citation Index schon aus Papiermangel durchschnittlich nur zehn Referenzen. Zehn Prozent der Aufsätze hatten gar keine Referenzen. Schon eine einfache Recherche zum Themenfeld der Uncitedness würde rasch zeigen, dass diese Zahl unmöglich sinnvoll zitiert werden kann, ohne ein mehrbändiges Werk zu schreiben. Das ist heute natürlich auch nicht notwendig, da solche Recherche von den Lesern leicht selbst durchgeführt werden können. Es führt hier zu weit aufzuzählen wie viele Gründe es gibt, nicht zu zitieren, aber bei den Plagiaten als Sonderform der Uncitedness, sind wirklich zwei zu nennen.<br />
1.	Unbewusste Plagiate, bei denen man etwas liest, das beispielsweise die eigenen Intentionen unterstützt, was man kopiert, ohne die Quellezuzuordnen, und ohne später noch zu wissen, dass es nicht von einem selbst stammt.<br />
2.	Bewusste Plagiate,  bei  denen man sich mit fremden Federn schmückt, und hofft, dass es die Leser nicht merken.<br />
Dass die bewussten Plagiate verboten sind, ist hinlänglich bekannt. Schwieriger ist es mit den unbewussten Plagiaten, da sie insofern Standard sind, als allgemein bekanntes nicht mehr zitiert wird (s. a. Uncitedness III). Man denke nur an die unzähligen geistigen Übernahmen die man von Eltern, Freunden, Lehrern oder eben aus der Literatur übernimmt, ohne zu wissen, was man wann, von wem wo hörte oder sah. Da aber das Urheberrecht die „kleine Münze“ kennt, sind natürlich schon die Unterschiede zwischen I. Newton, O. Sacks, B. Kaden und  W. Umstätter zum selben Thema, trotz Übereinstimmung, urheberrechtlich zu unterscheiden.<br />
Die Frage nach dem „Eigenplagiat“ ist insofern bemerkenswert, weil ihm gegenüber die Selbstzitationen stehen, über die sich viele lustig machen, ohne zu merken, wie sie ihre Ahnungslosigkeit zu Markte tragen. Denn es ist doch selbstverständlich notwendig, dass man frühere Arbeiten zitiert, wenn man seit Jahren an einer bestimmten Problematik arbeitet. Auch hier sprach die fehlende Eigen-Uncitedness von Nationalsozialisten nach dem zweiten Weltkrieg für sich. Ihr Nachweis war nur oft schwer, weil die sogenannte Entnazifizierung dafür sorgte, dass unzählige Dokumente des „DrittenReichhes“ aus den Bibliotheken verschwanden. Ebenso schwer ist es nachzuweisen, wie viele Autoren täglich Gedanken anderer aufgreifen, um sie für sich weiter zu entwickeln. Insofern wissen wir aus Diskussionen, dass die  Wissenschaft schon etliche Ideengeber hatte, deren Ideen aber durch die Uncitedness unter anderen Namen bekannt wurden. Mit einem Verantwortungsübernahmerecht  würde deutlich, dass Menschen, die ein Wissen als zweit- oder dritt-Urheber übernehmen, die selbe Verantwortung für dieses Wissen tragen, und nicht nur Kopisten, also Redundanzvermehrer, sein dürfen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu En Vague? Ein Beitrag zur Methodendiskussion in der Bibliothekswissenschaft. von Walther Umstätter</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/27/bibliothekswissenschaft/#comment-2306</link>
		<dc:creator><![CDATA[Walther Umstätter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 10:09:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4301#comment-2306</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt erfahrungsgemäß Wissenschaftler, die haben besondere Methoden (auch Instrumente) entwickelt und suchten dann Themen, in denen sie diese erfolgreich nutzen konnten. Man denke nur an das Fernrohr, Mikroskop oder auch an statistische Methoden. T.H. Morgen beispielsweise entwickelte so eine eigene Schule, in der seine Studierenden als Absolventen über etliche Jahre immer neue genetische Erkenntnisse publizieren konnten. Bei erfahrenen Wissenschaftlern ist es aber eher umgekehrt, sie haben ein mehr oder minder umfangreiches Methodenrepertoire, und sobald sie ein lösbares Problem erkennen, wenden sie die entsprechenden Methoden an. In der Big Science geht das noch einen Schritt weiter, in dem man sich alle notwendigen Methoden über die passenden Spezialisten zusammen holt. Ein Extrem ist dabei CERN, wo zur Entdeckung der Higgs-Teilchen tausende von Experten zusammengholt wurden um ein Instrument zu bauen, mit dem man diese Teilchen erzeugen konnte. 

Es ist also sicher richtig, wie auch schon Karsten Schuldt bemerkt, dass es eine Unzahl von Themen gibt, die in Magisterarbeiten nicht bearbeitet werden können. Gründe können der methodische, finanzielle, personelle, zeitliche Aufwand etc. sein. Insofern ist insbesondere von der Betreuerseite darauf zu achten, dass Themen, die zum Scheitern verurteilt sind, möglichst vermieden werden. Das gilt auch für Dissertationen, obwohl dort die Eigenverantwortung der Promovenden bei der Themenwahl  eindeutig höher sein muss. Schon aus diesen Gründen kann man empfehlen: „The best research questions for a thesis are ones with a straightforward answer. I generally recommend a yes/no question, or one that has a quantitative answer, or one that is a choice among reasonable alternatives.” Es ist aber nicht einfach, solche Ja/Nein Fragen zu finden, die einerseits das Niveau einer Dissertation erreichen und andererseits auf dem state-of-the-art-level noch nicht beantwortet wurden. Grundsätzlich geht es bei der Verteidigung einer Dissertation weniger um das Ja/Nein oder die Wahl zwischen Alternativen, als viel mehr um die Begründung, die zum Ja oder Nein führt, und die ja bekanntlich verteidigt werden muss. Dass Wissen nie absolut sicher ist, sondern immer eine gewisse Vagheit beinhaltet, ergibt sich aus der Informationstheorie und auch aus der permanenten Popperschen Falsifiaktion in der Wissenschaft. Insofern ist es entscheidend, wie gut die Begründung abgesichert ist.

Mir ist die Einstellung, dass das Bibliothekswesen sich trauen sollte, &quot;endlich grosse Fragen zu stellen&quot; natürlich sehr sympathisch, wir sollten aber nicht übersehen, dass die Wissenschaft bisher mit Millionen kleinen Schritten und Zweifeln ihre großen Forschritte erreichte und absicherte. 
 
Hinsichtlich der Unterscheidung von Wissenschaft und Forschung, wissen wir zwar alle, dass die Begriffe meist synonym verwendet werden, obwohl Forschung die Suche nach Informationen (also neuen Erkenntnissen) ist, während die Wissenschaft das Fundament und damit die Begründungen für die Richtigkeit der Informationen, also Wissen, liefern muss. Beispiel: Linne hat als Forscher alle Pflanzen und Tiere gesammelt und ihre Verwandtschaftlichen Beziehungen im Systema Naturae erfasst. Darwin hat die Erklärung für dies Evolution gefunden, in dem er erkannte, dass jede Art weit mehr Nachkommen hervorbringt, als nur den Ersatz der Eltern. Sie werden alle nur zum Sterben geboren, damit hin und wider auch besser angepasste Lebewesen eine sog. Radiation hervorbringen. Man achte auf die Geringfügigkeit dieser Erkenntnis, und darauf wie schwer sie Darwin fiel, bzw. welche Aufregung sie bis heute erzeugte. Das ist Wissenschaft ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt erfahrungsgemäß Wissenschaftler, die haben besondere Methoden (auch Instrumente) entwickelt und suchten dann Themen, in denen sie diese erfolgreich nutzen konnten. Man denke nur an das Fernrohr, Mikroskop oder auch an statistische Methoden. T.H. Morgen beispielsweise entwickelte so eine eigene Schule, in der seine Studierenden als Absolventen über etliche Jahre immer neue genetische Erkenntnisse publizieren konnten. Bei erfahrenen Wissenschaftlern ist es aber eher umgekehrt, sie haben ein mehr oder minder umfangreiches Methodenrepertoire, und sobald sie ein lösbares Problem erkennen, wenden sie die entsprechenden Methoden an. In der Big Science geht das noch einen Schritt weiter, in dem man sich alle notwendigen Methoden über die passenden Spezialisten zusammen holt. Ein Extrem ist dabei CERN, wo zur Entdeckung der Higgs-Teilchen tausende von Experten zusammengholt wurden um ein Instrument zu bauen, mit dem man diese Teilchen erzeugen konnte. </p>
<p>Es ist also sicher richtig, wie auch schon Karsten Schuldt bemerkt, dass es eine Unzahl von Themen gibt, die in Magisterarbeiten nicht bearbeitet werden können. Gründe können der methodische, finanzielle, personelle, zeitliche Aufwand etc. sein. Insofern ist insbesondere von der Betreuerseite darauf zu achten, dass Themen, die zum Scheitern verurteilt sind, möglichst vermieden werden. Das gilt auch für Dissertationen, obwohl dort die Eigenverantwortung der Promovenden bei der Themenwahl  eindeutig höher sein muss. Schon aus diesen Gründen kann man empfehlen: „The best research questions for a thesis are ones with a straightforward answer. I generally recommend a yes/no question, or one that has a quantitative answer, or one that is a choice among reasonable alternatives.” Es ist aber nicht einfach, solche Ja/Nein Fragen zu finden, die einerseits das Niveau einer Dissertation erreichen und andererseits auf dem state-of-the-art-level noch nicht beantwortet wurden. Grundsätzlich geht es bei der Verteidigung einer Dissertation weniger um das Ja/Nein oder die Wahl zwischen Alternativen, als viel mehr um die Begründung, die zum Ja oder Nein führt, und die ja bekanntlich verteidigt werden muss. Dass Wissen nie absolut sicher ist, sondern immer eine gewisse Vagheit beinhaltet, ergibt sich aus der Informationstheorie und auch aus der permanenten Popperschen Falsifiaktion in der Wissenschaft. Insofern ist es entscheidend, wie gut die Begründung abgesichert ist.</p>
<p>Mir ist die Einstellung, dass das Bibliothekswesen sich trauen sollte, &#8220;endlich grosse Fragen zu stellen&#8221; natürlich sehr sympathisch, wir sollten aber nicht übersehen, dass die Wissenschaft bisher mit Millionen kleinen Schritten und Zweifeln ihre großen Forschritte erreichte und absicherte. </p>
<p>Hinsichtlich der Unterscheidung von Wissenschaft und Forschung, wissen wir zwar alle, dass die Begriffe meist synonym verwendet werden, obwohl Forschung die Suche nach Informationen (also neuen Erkenntnissen) ist, während die Wissenschaft das Fundament und damit die Begründungen für die Richtigkeit der Informationen, also Wissen, liefern muss. Beispiel: Linne hat als Forscher alle Pflanzen und Tiere gesammelt und ihre Verwandtschaftlichen Beziehungen im Systema Naturae erfasst. Darwin hat die Erklärung für dies Evolution gefunden, in dem er erkannte, dass jede Art weit mehr Nachkommen hervorbringt, als nur den Ersatz der Eltern. Sie werden alle nur zum Sterben geboren, damit hin und wider auch besser angepasste Lebewesen eine sog. Radiation hervorbringen. Man achte auf die Geringfügigkeit dieser Erkenntnis, und darauf wie schwer sie Darwin fiel, bzw. welche Aufregung sie bis heute erzeugte. Das ist Wissenschaft <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu En Vague? Ein Beitrag zur Methodendiskussion in der Bibliothekswissenschaft. von Ben</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/27/bibliothekswissenschaft/#comment-2305</link>
		<dc:creator><![CDATA[Ben]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 23:21:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4301#comment-2305</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Lambert,

kurz als Präzisierung zu Deinem PS:

&lt;blockquote&gt; Ich kann nicht zu eurer Veranstaltung vorbeischauen, sowas müßtet ihr mal mit Skype, Hangout o.ä. machen, wenn da InteressentInnen von anderswo teilnehmen können sollen.&lt;/blockquote&gt;

Falls Du das Berliner Bibliothekswissenschaftliche Kolloquium meinst: Diese Veranstaltung hat nichts mit uns (=LIBREAS) zu tun, sondern wird vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft organisiert, an dem weder Karsten noch ich (derzeit?) beschäftigt sind. Ansprechpartner für solche Ideen wäre in diesem Fall vermutlich Michael Seadle.

Falls Du dagegen unsere &lt;a href=&quot;http://blog.slub-dresden.de/beitrag/2013/05/24/perspektive-der-bibliothek-abendvortrag-von-ben-kaden-am-305/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Dresdner Session&lt;/a&gt; meinst, verweisen wir gern auf den Verein. Diesmal ist es aber tatsächlich exklusiv für die SLUB. 

Ich weiß zudem nicht, ob wir wirklich auf Skype- oder Hangout-Workshops entwickeln können, aber je nachdem wie es Dresden läuft, können wir natürlich gern überlegen, gezielt Think-Tank-Sitzungen o.ä. auch an anderen Stellen durchzuführen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Lambert,</p>
<p>kurz als Präzisierung zu Deinem PS:</p>
<blockquote><p> Ich kann nicht zu eurer Veranstaltung vorbeischauen, sowas müßtet ihr mal mit Skype, Hangout o.ä. machen, wenn da InteressentInnen von anderswo teilnehmen können sollen.</p></blockquote>
<p>Falls Du das Berliner Bibliothekswissenschaftliche Kolloquium meinst: Diese Veranstaltung hat nichts mit uns (=LIBREAS) zu tun, sondern wird vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft organisiert, an dem weder Karsten noch ich (derzeit?) beschäftigt sind. Ansprechpartner für solche Ideen wäre in diesem Fall vermutlich Michael Seadle.</p>
<p>Falls Du dagegen unsere <a href="http://blog.slub-dresden.de/beitrag/2013/05/24/perspektive-der-bibliothek-abendvortrag-von-ben-kaden-am-305/" rel="nofollow">Dresdner Session</a> meinst, verweisen wir gern auf den Verein. Diesmal ist es aber tatsächlich exklusiv für die SLUB. </p>
<p>Ich weiß zudem nicht, ob wir wirklich auf Skype- oder Hangout-Workshops entwickeln können, aber je nachdem wie es Dresden läuft, können wir natürlich gern überlegen, gezielt Think-Tank-Sitzungen o.ä. auch an anderen Stellen durchzuführen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu En Vague? Ein Beitrag zur Methodendiskussion in der Bibliothekswissenschaft. von Lambert Heller</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/27/bibliothekswissenschaft/#comment-2304</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lambert Heller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 22:18:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4301#comment-2304</guid>
		<description><![CDATA[&quot;Kann Wissenschaft wirklich ein austauschbarer Job sein? Kann man glücklich damit werden, einfach Methoden anzuwenden?&quot; - Na das ist ja mal eine wissenschaftsidealistische Frage, Karsten! Na klar, siehste doch, möchte ich darauf erwidern. Akademische Titel, Wissenschafts-&quot;Karrieren&quot; (na gut, man fragt sich wer darauf ernsthaft setzt) oder sei es schlicht das Veröffentlichtwerden in Publikationen &quot;renommierter&quot; Verlage, auf denen &quot;Handbuch&quot; draufsteht - genau solche Sachen sind starke Antriebsfedern. Das sind die Antriebe, denen du dein unterstelltes Interesse am menschheitlichen Erkenntnisfortschritt, authentische Neugier und sowas entgegensetzt (was hier und da auch echt vorkommt, klar).
Dem Streben nach Reputationsgewinn das Eigentlich-Wissenschaftliche abzusprechen würde jedenfalls nicht weiterführen, denn davon wird angetrieben, was hier und heute eben Wissenschaft heisst, als solche veröffentlicht und ggf. machmal bezahlt wird. 
Und zum Schluß deines Kommentars stellst du ja auch zurecht fest, dass man ein &quot;bibliothekswissenschaftliches&quot; Methodenhandbuch eigentlich nicht braucht.
P.S. Ich kann nicht zu eurer Veranstaltung vorbeischauen, sowas müßtet ihr mal mit Skype, Hangout o.ä. machen, wenn da InteressentInnen von anderswo teilnehmen können sollen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Kann Wissenschaft wirklich ein austauschbarer Job sein? Kann man glücklich damit werden, einfach Methoden anzuwenden?&#8221; &#8211; Na das ist ja mal eine wissenschaftsidealistische Frage, Karsten! Na klar, siehste doch, möchte ich darauf erwidern. Akademische Titel, Wissenschafts-&#8221;Karrieren&#8221; (na gut, man fragt sich wer darauf ernsthaft setzt) oder sei es schlicht das Veröffentlichtwerden in Publikationen &#8220;renommierter&#8221; Verlage, auf denen &#8220;Handbuch&#8221; draufsteht &#8211; genau solche Sachen sind starke Antriebsfedern. Das sind die Antriebe, denen du dein unterstelltes Interesse am menschheitlichen Erkenntnisfortschritt, authentische Neugier und sowas entgegensetzt (was hier und da auch echt vorkommt, klar).<br />
Dem Streben nach Reputationsgewinn das Eigentlich-Wissenschaftliche abzusprechen würde jedenfalls nicht weiterführen, denn davon wird angetrieben, was hier und heute eben Wissenschaft heisst, als solche veröffentlicht und ggf. machmal bezahlt wird.<br />
Und zum Schluß deines Kommentars stellst du ja auch zurecht fest, dass man ein &#8220;bibliothekswissenschaftliches&#8221; Methodenhandbuch eigentlich nicht braucht.<br />
P.S. Ich kann nicht zu eurer Veranstaltung vorbeischauen, sowas müßtet ihr mal mit Skype, Hangout o.ä. machen, wenn da InteressentInnen von anderswo teilnehmen können sollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu En Vague? Ein Beitrag zur Methodendiskussion in der Bibliothekswissenschaft. von Karsten Schuldt</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/27/bibliothekswissenschaft/#comment-2303</link>
		<dc:creator><![CDATA[Karsten Schuldt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 21:35:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4301#comment-2303</guid>
		<description><![CDATA[Ben, mit dienen Bauchschmerzen bezüglich des kommenden Buches (es Handbuch zu nennen widerstrebt mir bei diesem Verlag mehr und mehr, alles heisst dort Handbuch aber kaum eines scheint ein solches zu sein) sowie des Verständnis von Wissenschaft in den Lehr- und Forschungseinrichtungen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft bist du nicht alleine. Ich denke nur, dass wir dieses Thema schon einige Male besprochen haben.
Sicherlich verstehe ich, wenn Studierenden gesagt wird, sie sollten Ihre Frage nicht zu gross stecken und auch die irgendwann gewählte Methode einer Arbeit im Hinterkopf behalten. &quot;Spitzen Sie Ihre Frage zu&quot;, &quot;wählen Sie eine Methode, die Sie in der gegebenen Zeit auch anwenden können&quot;, &quot;denken Sie daran, dass Sie nur eine bestimmte Seitenzahl haben&quot; sind alles Sätze, die ich von mir selber kenne, weil ich sie selber oft genug sage oder in Mails schreibe. Aber das ist die Ausbildung. Die Idee, dies sei eine sinnvolle Wissenschaftspraxis, erscheint mir immer noch absurd. Ich würde bei dir ergänzen, dass für mich Wissenschaft nur funktioniert, wenn die Forschenden entweder ein nerdiges Interesse an einer Frage haben, sich hineinknien wollen, sie an jedem Abend mit ins Bett nehmen wollen, gegen alles Unverständis der Welt, wenn sie sich also in eine Frage hineinknien können - oder aber wenn sie meinen, mit der Beantwortung dieser Frage etwas zur Verbesserung der Welt, zumindest zur Erklärung beitragen zu können. Alle anderen Gründe, Wissenschaft zu betreiben, sind mir unverständlich. Kann Wissenschaft wirklich ein austauschbarer Job sein? Kann man glücklich damit werden, einfach Methoden anzuwenden?
Mir scheint, dass die Wissenschaft beziehungsweise die Forschung im Bibliothekswesen reduziert ist auf zu einfache Fragen (immerhin wird im Inhaltsverzeichnis des Buches die Evaluation von Informationssystemen mit Forschung gleichgesetzt, was mir auch immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. Wieso soll den Evaluation Forschung sein? Was trägt den das zur Erklärung der Welt bei?) und kann sich deshalb auch darauf reduzieren lassen, das Anwenden von Methoden als Wissenschaft gelten zu lassen. So als wäre das Führen eines Pinsels alleine schon Kunst.
Aber auch hier: Was soll man tun? Sicherlich muss die Wissenschaft und das Bibliothekswesen sich trauen, endlich grosse Fragen zu stellen, die Welt oder zumindest die Informations- und Medienwelt ganz neu und ganz zu befragen und besser machen zu wollen. Sicherlich ist die Idee, Forschung auf ja/nein-Antworten zu beschränken absonderlich (Wenn die Studierenden wirklich nicht weiterkommen mit der ersten Arbeit mag das hilfreich sein. Aber ich würde Studierende, die eine Bachelorarbeit schreiben wöllten über eine Ja/Nein-Frage nicht zulassen. Wo liegt den dabei die intellektuelle Herausforderung?), sogar in the long run kontrproduktiv. Schon weil es gar nicht zur Beantwortung komplexer Fragen, nicht zur Untersuchung komplexer Zusammenhänge kommen kann und auch eine Methodenentwicklung gar nicht mehr möglich ist.
Mir ist auch schon die Frage aufgestossen, ob wir nicht einfach Wissenschaft und Forschung verwechseln, also das wir (du und ich) von Wissenschaft reden, obwohl &quot;nur&quot; Forschung gemeint ist. Aber mir scheint diese Idee nicht stimmig. Auch die reine Anwendung von Methoden (wenn ich mal ganz schnell Forschung so definiere) ist auf weit mehr angewiesen, als unreflektiert Methoden zu nutzen. Auch Forschung bedarf, dass Methoden als Werkzeug verstanden werden; Werkzeug dass dann verwendet wird, wenn es notwendig ist, um Fragenstellungen zu beantworten. (Und nur dann.) Aber nicht anders herum.
Ich denke aber, bei einer Neuauflage des Workshops &quot;Welcher Art Wissenschaft soll die Bibliotheks- und Informationswissenschaft sein?&quot; sollte ergänzt werden mit der Frage: &quot;Soll die Bibliotheks- und Informationswissenschaft einfach Methoden anwenden? Oder weiter denken?&quot; Meine Antwort darauf wäre nein, aber ich würde gerne wissen, was andere dazu bringen könnte, tendenziell mit Ja zu antworten.

(Wovon ich auch noch nicht überzeugt bin - aber vielleicht wird das Buch mich ja überzeugen - ist, dass ein solches für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft überhaupt notwendig ist. Reichen den nicht die Methodenhandbücher der angrenzenden Fächer? Mir schien es sogar sinnvoller, die zu lesen, weil sie schön bunte Blickwinkel bieten.)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ben, mit dienen Bauchschmerzen bezüglich des kommenden Buches (es Handbuch zu nennen widerstrebt mir bei diesem Verlag mehr und mehr, alles heisst dort Handbuch aber kaum eines scheint ein solches zu sein) sowie des Verständnis von Wissenschaft in den Lehr- und Forschungseinrichtungen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft bist du nicht alleine. Ich denke nur, dass wir dieses Thema schon einige Male besprochen haben.<br />
Sicherlich verstehe ich, wenn Studierenden gesagt wird, sie sollten Ihre Frage nicht zu gross stecken und auch die irgendwann gewählte Methode einer Arbeit im Hinterkopf behalten. &#8220;Spitzen Sie Ihre Frage zu&#8221;, &#8220;wählen Sie eine Methode, die Sie in der gegebenen Zeit auch anwenden können&#8221;, &#8220;denken Sie daran, dass Sie nur eine bestimmte Seitenzahl haben&#8221; sind alles Sätze, die ich von mir selber kenne, weil ich sie selber oft genug sage oder in Mails schreibe. Aber das ist die Ausbildung. Die Idee, dies sei eine sinnvolle Wissenschaftspraxis, erscheint mir immer noch absurd. Ich würde bei dir ergänzen, dass für mich Wissenschaft nur funktioniert, wenn die Forschenden entweder ein nerdiges Interesse an einer Frage haben, sich hineinknien wollen, sie an jedem Abend mit ins Bett nehmen wollen, gegen alles Unverständis der Welt, wenn sie sich also in eine Frage hineinknien können &#8211; oder aber wenn sie meinen, mit der Beantwortung dieser Frage etwas zur Verbesserung der Welt, zumindest zur Erklärung beitragen zu können. Alle anderen Gründe, Wissenschaft zu betreiben, sind mir unverständlich. Kann Wissenschaft wirklich ein austauschbarer Job sein? Kann man glücklich damit werden, einfach Methoden anzuwenden?<br />
Mir scheint, dass die Wissenschaft beziehungsweise die Forschung im Bibliothekswesen reduziert ist auf zu einfache Fragen (immerhin wird im Inhaltsverzeichnis des Buches die Evaluation von Informationssystemen mit Forschung gleichgesetzt, was mir auch immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. Wieso soll den Evaluation Forschung sein? Was trägt den das zur Erklärung der Welt bei?) und kann sich deshalb auch darauf reduzieren lassen, das Anwenden von Methoden als Wissenschaft gelten zu lassen. So als wäre das Führen eines Pinsels alleine schon Kunst.<br />
Aber auch hier: Was soll man tun? Sicherlich muss die Wissenschaft und das Bibliothekswesen sich trauen, endlich grosse Fragen zu stellen, die Welt oder zumindest die Informations- und Medienwelt ganz neu und ganz zu befragen und besser machen zu wollen. Sicherlich ist die Idee, Forschung auf ja/nein-Antworten zu beschränken absonderlich (Wenn die Studierenden wirklich nicht weiterkommen mit der ersten Arbeit mag das hilfreich sein. Aber ich würde Studierende, die eine Bachelorarbeit schreiben wöllten über eine Ja/Nein-Frage nicht zulassen. Wo liegt den dabei die intellektuelle Herausforderung?), sogar in the long run kontrproduktiv. Schon weil es gar nicht zur Beantwortung komplexer Fragen, nicht zur Untersuchung komplexer Zusammenhänge kommen kann und auch eine Methodenentwicklung gar nicht mehr möglich ist.<br />
Mir ist auch schon die Frage aufgestossen, ob wir nicht einfach Wissenschaft und Forschung verwechseln, also das wir (du und ich) von Wissenschaft reden, obwohl &#8220;nur&#8221; Forschung gemeint ist. Aber mir scheint diese Idee nicht stimmig. Auch die reine Anwendung von Methoden (wenn ich mal ganz schnell Forschung so definiere) ist auf weit mehr angewiesen, als unreflektiert Methoden zu nutzen. Auch Forschung bedarf, dass Methoden als Werkzeug verstanden werden; Werkzeug dass dann verwendet wird, wenn es notwendig ist, um Fragenstellungen zu beantworten. (Und nur dann.) Aber nicht anders herum.<br />
Ich denke aber, bei einer Neuauflage des Workshops &#8220;Welcher Art Wissenschaft soll die Bibliotheks- und Informationswissenschaft sein?&#8221; sollte ergänzt werden mit der Frage: &#8220;Soll die Bibliotheks- und Informationswissenschaft einfach Methoden anwenden? Oder weiter denken?&#8221; Meine Antwort darauf wäre nein, aber ich würde gerne wissen, was andere dazu bringen könnte, tendenziell mit Ja zu antworten.</p>
<p>(Wovon ich auch noch nicht überzeugt bin &#8211; aber vielleicht wird das Buch mich ja überzeugen &#8211; ist, dass ein solches für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft überhaupt notwendig ist. Reichen den nicht die Methodenhandbücher der angrenzenden Fächer? Mir schien es sogar sinnvoller, die zu lesen, weil sie schön bunte Blickwinkel bieten.)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu En Vague? Ein Beitrag zur Methodendiskussion in der Bibliothekswissenschaft. von klausgraf2001</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/27/bibliothekswissenschaft/#comment-2302</link>
		<dc:creator><![CDATA[klausgraf2001]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 18:56:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4301#comment-2302</guid>
		<description><![CDATA[Zur wissenschaftlichen Fragestellung siehe auch http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1408]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur wissenschaftlichen Fragestellung siehe auch <a href="http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1408" rel="nofollow">http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1408</a></p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu It’s the frei&lt;tag&gt; 2013 Countdown (5): Druckkultur und Affenpfote von Kunst, Bibliothek und Medienwandel. Eine Sichtung aktueller Publikationen. &#124; LIBREAS.Library Ideas</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/03/17/monkeys_paw_printkultur/#comment-2291</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kunst, Bibliothek und Medienwandel. Eine Sichtung aktueller Publikationen. &#124; LIBREAS.Library Ideas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2013 17:54:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=3997#comment-2291</guid>
		<description><![CDATA[[&#8230;] mag pauschal zutreffen. Wo allerdings Läden wie The Monkey’s Paw (mehr dazu auch hier) nach dem Absonderlichen suchen, sind Bibliotheksbestände eine fantastische Quelle. Gerade [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] mag pauschal zutreffen. Wo allerdings Läden wie The Monkey’s Paw (mehr dazu auch hier) nach dem Absonderlichen suchen, sind Bibliotheksbestände eine fantastische Quelle. Gerade [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Digitale Philatelie, angedeutet. Zu einem aktuellen Aufsatz in der International Information &amp; Library Review. von Kunst, Bibliothek und Medienwandel. Eine Sichtung aktueller Publikationen. &#124; LIBREAS.Library Ideas</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2012/04/05/digital_philately/#comment-2290</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kunst, Bibliothek und Medienwandel. Eine Sichtung aktueller Publikationen. &#124; LIBREAS.Library Ideas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2013 17:54:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=2761#comment-2290</guid>
		<description><![CDATA[[&#8230;] mit großer Freude zwei Bögen von Khaled Jarrars Briefmarken-Arbeit in die Welt verteilt. vgl. auch hier) [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] mit großer Freude zwei Bögen von Khaled Jarrars Briefmarken-Arbeit in die Welt verteilt. vgl. auch hier) [&#8230;]</p>
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		<title>Kommentar zu It’s the frei&lt;tag&gt; 2013 Countdown (16): Kartenimpressionen auf der InetBib-Tagung 2013 von 12. InetBib-Tagung 2013 (#inetbib2013) (geupdated, 20.03.2013)&#160;&#124;&#160;Bibliothekarisch.de</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/03/06/its-the-freitag-2013-countdown-16-kartenimpressionen-auf-der-inetbib-tagung-2013/#comment-2287</link>
		<dc:creator><![CDATA[12. InetBib-Tagung 2013 (#inetbib2013) (geupdated, 20.03.2013)&#160;&#124;&#160;Bibliothekarisch.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 21:38:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=3795#comment-2287</guid>
		<description><![CDATA[[&#8230;] noch was am Rande: Stöhr, Matti: It’s the frei 2013 Countdown (16): Kartenimpressionen auf der InetBib-Tagung 2013, LIBREAS.Library [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] noch was am Rande: Stöhr, Matti: It’s the frei 2013 Countdown (16): Kartenimpressionen auf der InetBib-Tagung 2013, LIBREAS.Library [&#8230;]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Das coole UND. Anmerkungen zur Umbenennung der DGI. von Walther Umstätter</title>
		<link>http://libreas.wordpress.com/2013/05/04/das-coole-und-anmerkungen-zur-umbenennung-der-dgi/#comment-2279</link>
		<dc:creator><![CDATA[Walther Umstätter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 09:09:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://libreas.wordpress.com/?p=4265#comment-2279</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Herr Kaden,
zunächst ist bemerkenswert, dass Prof. Mai  “In information studies information is organized, used, disseminated, stored, retrieved, collected, managed, evaluated, transformed, transferred, sought and measured.” diese so definiert, wie wir es ursprünglich aus der Dokumentation gewohnt sind. Der Zusatz „measured“ zeigt auch den Rückgriff auf die Informationsmessung in bit. 

Darüber hinaus ist es natürlich naheliegend, dass Dozenten wie er, sich immer Gedanken machen, welches Wissen sie vermitteln, damit ihre Studierenden es im Berufsleben auch nutzen können. In dieser Richtung  würde ich auch sein Fazit: “Information studies explores the interpretative, societal, social and contextual dependent understandings of information exchange.” verstehen. Im Hintergrund ist diese dokumentarische Betrachtung nichts anderes als die zunehmende Abkehr vor zwanzig Jahren vom Wort Information zur  Semantik und dann zum Wissen. Als Ausbildungseinrichtungen Informationskompetenz bei Zielgruppen wie Bibliothekaren, Dokumentaren, Informationsvermittlern, Information Managern oder auch Knowledge Managern vermittelt haben, war es im Prinzip nicht schwer zu sagen, was in der Praxis gebraucht wird. Meist konnte man sogar in der Lehre schon ein Wissen anbieten, das die Absolventen dann z.B. in die Bibliotheken neu einbringen konnten. Das hat ja so weit geführt, dass alte erfahrene Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand gingen, um jungen modernen Kräften Platz zu machen. Jetzt dagegen, wo die Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen bei elektronischen Dokumenten  massiv enteignet werden, ihre Existenz also auf dem Spiel steht, wo den Studierenden als Rechercheuren von Google beispielsweise vieles nicht vermittelt werden kann, weil es fast täglich Veränderungen unterliegt, vieles geheim gehalten wird und die Informationskompetenz zunehmend  zum Schulfach wird, macht sich verständlicherweise Unsicherheit breit. Um so wichtiger ist, dass sich Studierende und Absolventen dem neuen Fachgebiet der Wissenswissenschaft mit Wissens(selbst)organisation, Wissensmanagement, Szientometrie, aber auch gesellschaftlicher Informationslogistik etc. zuwenden, um das dann in die Praxis neu einzubringen. 

Dass diese Spezialisten natürlich als erstes möglichst klar unterscheiden müssen was wirklich Wissen ist, und was nur an Gerede darüber geschüttet wird, ist selbstverständlich. Außerdem muss diese Frage nach wirklichem Wissen, notwendigerweise auf die fundierte Basis der Informationstheorie und der Semiotik gestellt werden.

Es ist nicht neu, dass Absolventen einer bestimmten Wissenschaft sich entscheiden, ob sie in die Praxis gehen um ihre erlernten Theorien anzuwenden oder in Forschung und Lehre, um die Theorien weiter zu entwickeln. Gerade in unserem Bereich ist es typisch zunächst in der Praxis Erfahrungen zu sammeln um die dann auch wieder an die nächste Generation weiter zu geben. Insbesondere diese Zusammenarbeit von Theorie und Praxis könnte die DGI als Diskussionsforum fördern.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Kaden,<br />
zunächst ist bemerkenswert, dass Prof. Mai  “In information studies information is organized, used, disseminated, stored, retrieved, collected, managed, evaluated, transformed, transferred, sought and measured.” diese so definiert, wie wir es ursprünglich aus der Dokumentation gewohnt sind. Der Zusatz „measured“ zeigt auch den Rückgriff auf die Informationsmessung in bit. </p>
<p>Darüber hinaus ist es natürlich naheliegend, dass Dozenten wie er, sich immer Gedanken machen, welches Wissen sie vermitteln, damit ihre Studierenden es im Berufsleben auch nutzen können. In dieser Richtung  würde ich auch sein Fazit: “Information studies explores the interpretative, societal, social and contextual dependent understandings of information exchange.” verstehen. Im Hintergrund ist diese dokumentarische Betrachtung nichts anderes als die zunehmende Abkehr vor zwanzig Jahren vom Wort Information zur  Semantik und dann zum Wissen. Als Ausbildungseinrichtungen Informationskompetenz bei Zielgruppen wie Bibliothekaren, Dokumentaren, Informationsvermittlern, Information Managern oder auch Knowledge Managern vermittelt haben, war es im Prinzip nicht schwer zu sagen, was in der Praxis gebraucht wird. Meist konnte man sogar in der Lehre schon ein Wissen anbieten, das die Absolventen dann z.B. in die Bibliotheken neu einbringen konnten. Das hat ja so weit geführt, dass alte erfahrene Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand gingen, um jungen modernen Kräften Platz zu machen. Jetzt dagegen, wo die Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen bei elektronischen Dokumenten  massiv enteignet werden, ihre Existenz also auf dem Spiel steht, wo den Studierenden als Rechercheuren von Google beispielsweise vieles nicht vermittelt werden kann, weil es fast täglich Veränderungen unterliegt, vieles geheim gehalten wird und die Informationskompetenz zunehmend  zum Schulfach wird, macht sich verständlicherweise Unsicherheit breit. Um so wichtiger ist, dass sich Studierende und Absolventen dem neuen Fachgebiet der Wissenswissenschaft mit Wissens(selbst)organisation, Wissensmanagement, Szientometrie, aber auch gesellschaftlicher Informationslogistik etc. zuwenden, um das dann in die Praxis neu einzubringen. </p>
<p>Dass diese Spezialisten natürlich als erstes möglichst klar unterscheiden müssen was wirklich Wissen ist, und was nur an Gerede darüber geschüttet wird, ist selbstverständlich. Außerdem muss diese Frage nach wirklichem Wissen, notwendigerweise auf die fundierte Basis der Informationstheorie und der Semiotik gestellt werden.</p>
<p>Es ist nicht neu, dass Absolventen einer bestimmten Wissenschaft sich entscheiden, ob sie in die Praxis gehen um ihre erlernten Theorien anzuwenden oder in Forschung und Lehre, um die Theorien weiter zu entwickeln. Gerade in unserem Bereich ist es typisch zunächst in der Praxis Erfahrungen zu sammeln um die dann auch wieder an die nächste Generation weiter zu geben. Insbesondere diese Zusammenarbeit von Theorie und Praxis könnte die DGI als Diskussionsforum fördern.</p>
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