LIBREAS.Library Ideas

frei14 : Zum Bibliothekartag mit LIBREAS an den Strand

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Verein by libreas on 18. Mai 2014

Die LIBREAS-Redaktion kommt viel rum und gelegentlich auch mal zusammen; diesmal in Bremen!

Zum diesjährigen Bibliothekartag verbringen wir einen Abend am Strand und freuen uns auf entspannte Fachdiskurse, streberhafte Netzwerkbildung und launige Feierabendgespräche  mit unseren Leserinnen und Lesern, Autorinnen und Autoren sowie Vereinsmitgliedern unter dem Motto:

frei<strand>14

am Mittwoch, den 4. Juni, ab 18Uhr am Weserstrand am Cafe Sand.

Ob gechillt das eigene Bier leeren oder einen Snack vom Kiosk genießen, wir freuen uns, Euch zum ersten bibliothekarischen Feier-Rumhäng-Mob begrüßen zu dürfen!

Am einzigen Sandstrand Bremens kann man auch baden. Die Sielwallfähre legt vom Osterdeich ab und auch zu Fuß lässt sich der Strand einfach erreichen. Gören toben mit ihren Eltern in der nahegelegenen Kinderwildnis!

 

 

Raum_SHIFT Informationswissenschaft 2013: Rückschau auf die dritte frei<tag>-Unkonferenz

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Verein by Ben on 23. März 2013

Das 13th International Symposium of Information Science (ISI 2013) wird möglicherweise als die am wenigsten betwitterte Konferenz (#isi2013) des Jahres in der Statistik unter der Rubrik Sonstiges auftauchen. Und auch der an dieses Mutterschiff des Fachdiskurses angedockte Unkonferenz raum:shift information science (#frei13) litt ein wenig unter der nur schwankenden bis vollständig abgetauchten konferenzbegleitenden W-LAN-Verbindung. Dass ein lokaler Mitarbeiter der Fachhochschule Potsdam auf Nachfrage schulterzuckend entgegnete, was man denn wolle, so sei das nun mal in Institutionen mit geschlossenem Netz, tropfte etwas Wermut in die ansonsten doch sehr gelöste Stimmung dieses Freitags. Jemand anderes meinte zweckoptimistisch, dass es doch ganz gut sein, wenn sich die TeilnehmerInnen auf die Gespräche und nicht auf das Begleitrauschen im WWW konzentrierten.

Nachdem wir uns von dem Gedanken verabschiedet hatten, die Unkonferenz in einer Art Livecasting möglichst umfassend digital zu begleiten, erwies sich das als womöglich sogar günstigere Konstellation. (Dennoch hätte man selbstverständlich gern die Wahl.) Einzig die Nachbereitung ist nun für uns ein bisschen aufwändiger, da nur die schnellen Handmitschriften und die verteilten Gedächtnisse bleiben.

Die vier Sitzungen

1. Theoriebildung in der Informationswissenschaft sowie – anschließend an die Abschlussdiskussion der ISI – Informationswissenschaft im Abschwung,

2. Computer jenseits der Papiermetaphern – wie kann digitale Kommunikationstechnologie nach dem Abschied vom Ordnerverfahren aussehen,

3. vom Sinn und Unsinn der Innovation – was bewirken Begriff und Idee des Neugeschöpften in der Entwicklung der Bibliotheken,

4. die ideale Konferenz – wie kann ein zeitgemäßer Fachaustausch noch organisiert

brachten abgesehen vom handlichen vierten Thema mit den zahlreichen Ideen, mit denen man das Prinzip von Konferenzen wie der ISI in der Tat ein bisschen schärfer und kommunikativer aufbügeln könnte, hauptsächlich Dialog und Verständigung.Beides vollzog sich angenehm inkludierend, denn sachgemäß sind bei einer Unkonferenz alle Stimmen und Positionen gleich.

Bei der Üppigkeit des ersten Themas schienen sie sogar gleich klein und dass Studierende des Faches nach der Sitzung äußerten, sie würden verwirrter denn je auf ihre disziplinäre Heimat blicken, bestätigt leider, dass die Informationswissenschaft nicht als Denkkollektiv mit festen Bezugspunkten (bzw. einem verbindenden Mindset) existiert, sondern weitgehend als Omnibusbegriff, fast beliebig einparkbar zwischen Ausdrücken wie Bibliothekswissenschaft, Informationswissenschaften, Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder auch Library and Information Science. Dass sich die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI) die Informationswissenschaft womöglich demnächst zugunsten einer Formulierung, die irgendetwas mit “Wissen” enthält, aus dem Namen streichen möchte, ist sicher auch kein sonderlich stärkendes Signal. In einer Welt, in der man auch einen Master in Domotronik ablegen kann, besteht aber eigentlich kein Grund, die Informationswissenschaft elementar zu hinterfragen. Eher umgedreht würde ein Schuh daraus, mit dem man in Richtung neuer Relevanz marschieren könnte: durch eine aktive Auseinandersetzung mit eben dem Mindset, zusammensteckbar aus Gegenstand, Methoden und Modellen. Es muss nicht einmal unbedingt Konsens das Ziel sein. Ein gesunder und von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wahrnehmung geprägter Dissens würde vorerst für die deutsche Informationswissenschaft schon einen guten Schritt darstellen. Vielleicht ist das Fach (bzw. sind seine VertreterInnen) an dieser Stelle auch einen Tick zu wenig offensiv und selbstbewusst, was eventuell auch erklärte, weshalb man sich von Nachfragen, externen Vorwürfen und generellen Unsicherheiten so furchtbar schnell bedroht zu fühlen scheint. Dabei ist Unsicherheit eigentlich erst das Movens um Wissenschaft zu betreiben.

Wie bereits auf der Sitzung geäußert, sei diesem irritierten (wissenschaftlichen) Nachwuchs als Quintessenz der Aufruf zur Eigenverantwortung und zum aktiven Eingreifen auf den Weg gegeben. Die Informationswissenschaft ist, man spürt es auf Veranstaltungen wie dieser in Potsdam besonders intensiv, ein soziales Gebilde und gerade seine ungenügende übergreifende Stabilität sollte Anlass genug sein, selbst Formen der Gestaltung zu suchen und /oder die etablierten VertreterInnen des Fachs, die sich das Label Informationswissenschaft anheften, mit diesem Label ernst zu nehmen, und einen entsprechenden Zukunftsdialog einzufordern. Bedroht sind ja weniger die Karrieren der derzeitigen Großkopfeten des Faches, sondern die derer, die derzeit grundständig überlegen müssen, ob ihnen die Informationswissenschaft überhaupt eine Perspektive bieten kann.

Der papierlose Computer ist eine Form der digitalen Datenverarbeitung bzw. der digital vermittelten Kommunikation, die sich von all den Metaphern, die uns in den Verzeichnisstrukturen und Word-PDF-u.ä.-Dateien begegnen, befreit. Die Gutenberg-Galaxis wirft aktuell mit diesen Simulakren des Papierfasernen ihre Schatten in einen Organisationsraum für Inhalte und Aussagen, in dem dies wenigstens strukturell überflüssig bis anachronistisch wirkt. Eigentlich steht aber nichts Geringeres als die Auflösung des Dokuments an. Paperless Computing setzt auf tag-basierte Strukturen und Relationen, die sich im stetigen Fluss befinden und in Applikationen wie der Google-Brille, elektronischem Geld und selbstorganisierenden Kühlschränken (a) einerseits unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Real- und Digitalwelt als direkte Naht wirken und (b) andererseits viel stärker auf konkrete Prozesse als auf die Erzeugung bleibender Dokumente ausgerichtet sind.

Innovation ist ein Schlagwort und manchmal sogar ein Totschlagwort, das seit einer Weile nicht ganz selten aus strategischen Gründen eingesetzt werden dürfte. Eine interessante Frage ist, zu welchem Zeitpunkt der Umschlag von sehr auf Beständigkeit setzenden bibliothekskulturellen Diskursen hin zu bisweilen wie aufgescheucht wirkenden innovationssüchtigen Transformationsbestrebungen erfolgte. Der Ausdruck “Innovation” ist im deutschen Sprachschatz erst seit etwa 1960er Jahren zu finden (vgl. diese N-Gram-Analyse). Im Bibliothekswesen schlug er mutmaßlich erst später ein. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass dort die Idee der Innovation, also der Erneuerung und Überarbeitung bestimmter Bereiche in den Bibliotheken, nicht bereits vorher existierte. Daher sind die Verwendung des Ausdrucks “Innovation” und die Fixierung auf die Idee der “Neuheit” in der Annäherung an das Problem zu unterscheiden.

Karsten Schuldts Anstoß in diesem Weblog und auf der Unkonferenz eröffnet naheliegend zunächst eine diskurskritische Auseinandersetzung. Darüber hinaus entstehen organisationssoziologische Fragen (Wie ist das Konzept der Innovation in der Organisationskultur verankert? Wie sollte es verankert sein?), Fragen der Innovationsfolgenabschätzung (Was geht bei einem Automatisierungsschritt oder einem Auslagern von Aufgaben verloren?) , Fragen der Benutzungsforschung (Welche Innovationen wollen die NutzerInnen? Welche nicht?) sowie übergeordnet die Frage, inwieweit Innovation als Konzept im Bibliothekswesen zureichend reflektiert ist und wo das Wort möglicherweise nur blind bis opportunistisch verwendet wird, um Aktualität vorzuspiegeln und dem Zeitgeist Genüge zu tun. Dass die Rolle der Instanz, die Innovationskritik übt (im Sinne einer differenzierenden Analyse von Innovationen, der Idee und der Verwendung des Begriffs), weniger den von erfolgreichen Projektanträgen Abhängigen zukommt und mehr einer möglichst unabhängigen Bibliotheks- und Informationswissenschaft, scheint unvermeidlich. Dass die Disziplin dieser nachkommt bzw. sich dieser überhaupt annimmt, ist dagegen bisher nur sehr selten erkennbar.

Erfreulicherweise erfüllte das Konzept der Unkonferenz frei<tag> in gewisser Weile bereits einige der Empfehlungen, die die Sitzung zur “idealen Konferenz” formulierte. Pecha-Kucha-Präsentationen als schwungvoll-sanfter Druck zur Dynamik in Präsentationen vermögen vielleicht zusätzlich Frische ins Format zu bringen. Netzvermittelte Begleitformen wie direktes Feedback über Twitter scheinen in richtiger Dosierung sehr wünschenswert zu sein, setzen aber ein leicht zugängliches und stabiles W-LAN voraus. Die altbekannte Einsicht, dass das wirklich Interessante an solchen Veranstaltungen in den Zwischenräumen, also den Pausengesprächen, den Nachdiskussionen beim Mittagessen und der Ideensammlung bei der Zigarette (das gibt es nach wie vor) oder dem Tee entsteht, drückt sich in dem Wunsch nach mehr Freiräumen für spontane soziale Interaktion aus. Die “ideale Konferenz” ist demnach eine, bei der Kommunikations- und Interaktionsformen sehr vielfältig sind und Workshops, Keynotes und Poster genauso umfassen, wie Gesprächsecken und Web-Streams. Sehr nachvollziehbar ist der Anspruch, dass die Vorträge in erster Linie das Publikum in seiner gesamten Bandbreite interessieren sollten und nicht hauptsächlich das sicher wohlmeinende Programmkomittee. Deshalb könnte wenigstens ein Teil der Einreichungen in einem Open Review-Verfahren abgestimmt werden. Dass warme Jahreszeiten bevorzugt und Schnee im März abgelehnt werden, überrascht kaum, lässt sich praktisch jedoch nur sehr bedingt berücksichtigen.

Wir von LIBREAS halten für uns fest, dass das Prinzip der Unkonferenz funktioniert und sich vielleicht sogar besonders dazu eignet, den sich auf Veranstaltungen wie des ISI zwangsläufig anstauenden Bedarf nach vertiefender Kommunikation in produktive Kanäle zu leiten. Der Wunsch nach einer nächsten frei<tag>-Konferenz war deutlich vernehmbar und gerade als Verein mit dem Ziel der Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation sehen wir uns hier in der Verantwortung. Wann und wie genau wir dieser Rechnung tragen, werden wir in den kommenden Wochen beraten und wie immer zeitnah in diesem Weblog kommunizieren.

Für dieses Mal danken wir sehr herzlich allen TeilnehmerInnen an der Unkonferenz frei<tag> 2013 und freuen uns über die wiederholte Erkenntnis, dass man allein per Kommunikation das Ziel eines raum:shift der Informationswissenschaft, also einer aktivierenden Bewegung in einem dem Rahmen angemessenen Umfang erreichen kann.

Wir danken zudem dem Organisationsteam der ISI 2013 für die Möglichkeit, uns derart unkompliziert in den Fluss des Symposiums integrieren zu können.

frei-tag 2013 Session Informationswissenschaft

Als Tafel- und Wandbild: Die Dokumentation der frei-tag 2013 Session Informationswissenschaft.

Ben Kaden (@bkaden) /  23.03.2013

Einladung zur Vereinssitzung, 01.12.2012, Berlin

Posted in LIBREAS.Verein by Karsten Schuldt on 6. November 2012

Der LIBREAS. Verein lädt mit folgender Nachricht alle Mitglieder zur Vereinssitzung am 01.12.2012 in Berlin ein. Offen ist das Treffen für alle, die bis zu diesem Tag Mitglied des Vereins sind.

Liebe Vereinsmitglieder,

das Jahr 2012 geht so langsam dem Ende entgegen. Man schaut bereits dann und wann auf dieses zurück und schmiedet Pläne für das kommende 2013. So hat der LIBREAS. Verein und seine Mitglieder (also wir) im laufenden Jahr an Fahrt aufgenommen und sieht einem produktiven nächsten Jahr entgegen.

Um gemeinsam zurückzublicken und vor allem – die (nahe) Zukunft planend – nach vorne zu schauen, sind Sie bzw. seid Ihr ganz herzlich zum erstmals stattfindenden Jahresabschlusstreffen des LIBREAS. Vereins eingeladen. Es findet am Samstag dem 1. Dezember um 15 Uhr im Raum 123 (erster Stock rechts) des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) in der Berliner Dorotheenstr. 26 statt. Im Anschluss des “offiziellen” Teils soll bzw. wird es ein gemeinsames Abendessen geben. (Wo genau wird noch nicht verraten…)

Bitte geben Sie / gebt möglichst bis drei Tage vor dem Treffen Bescheid ob ein Kommen möglich ist oder nicht. (Dies dient insbes. der Tischreservierung.)

Bis ganz bald als und viele Grüße im Namen des Vorstands

Matti (Stöhr)

PS: Endlich geschafft – die aktive Nutzung der Vereinswebsite http://www.libreas-verein.eu, insbes. der Foren, ist mittlerweile durch Login mit div. Social Network-Accounts möglich.

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frei<tag> und Libreas Summer School 2012. Eindrücke

Posted in Hinweise, LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Verein by libreas on 24. August 2012

Eine kurze Weiterleitung: Auf der Homepage des LIBREAS. Vereins findet sich ein Bericht über die frei<tag> und die LIBREAS Summer School 2012: hier.

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It’s the frei<tag> 2012 Countdown (2): Vereinsmitglied werden

Posted in LIBREAS.Verein, Uncategorized by Karsten Schuldt on 15. August 2012

Im Anschluss an die Summer School findet am 18.08. in Berlin die erste Jahressitzung des LIBREAS. Verein statt. Der Ort ist der gleiche wie die Summer School, eingeladen sind alle Mitglieder.

Und das ist das Stichwort. Als wir vor einem Jahr bekanntgaben, dass wir den LIBREAS. Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation gegründet hätten, hatten wir ehrlich gesagt etwas unterschätzt, wie arbeitsreich das Vereinsgründen in Deutschland so sein kann. Deshalb ging dies alles nur sehr langsam voran. Untergegangen ist dabei vielleicht, dass der Verein nun schon seit einiger Zeit eine eigene Homepage besitzt (http://www.libreas-verein.eu/) und das es möglich ist, ihm als Mitglied beizutreten. Die Mitgliedsbeiträge betragen 12 Euro pro Jahr für Einzelpersonen, 24 Euro pro Jahr für institutionelle Mitglieder und 48 Euro pro Jahr für Fördermitglieder. Mit dieser Mitgliedschaft kann man nicht nur direkten Einfluss auf die Arbeit des Vereins nehmen, sondern unterstützt, wie im Vereinsnamen angegeben, die Kommunikation im Feld der (erst einmal deutschsprachigen) Bibliotheks- und Informationswissenschaft. [Selbstverständlich kann man das auch mit Spenden an den Verein tun, wir sind ein e.V.]

Now that we found love, what are we gonna do with these?

Es ist nicht unser Ziel, mit dem Verein Geld zu verdienen oder in Konkurrenz zu anderen Organisationen und Vereinigungen im bibliothekarischen und bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Feld zu treten. Vielmehr wollen wir einen Teil zum grossen Ganzen beitragen. Aber wir würden uns selbstverständlich über jedes Mitglied freuen, da dies auch bedeutet, gemeinsam grössere Sprünge, als „nur“ die LIBREAS und die Unkonferenz zu machen.

Vereinsmitglied kann man über die Homepage werden (http://www.libreas-verein.eu/mitgliedschaftsantrag/), aber man kann uns selbstverständlich auch direkt fragen, zum Beispiel am 17.08. in Potsdam und am 18.08. in Berlin.

It’s the frei<tag> 2012-Countdown (14): Wie leben wir heute?

Posted in LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton, LIBREAS.Verein by Karsten Schuldt on 2. August 2012

Karsten Schuldt

Wie leben wir eigentlich heute? Die Frage ist immer berechtigt, aber da wir hier gerade einen Countdown haben, der auf einen Countdown rekurriert welcher vor einem Jahr gezählt wurde, drängt es sich etwas auf: Was ist eigentlich passiert in diesem Jahr? Hat sich etwas verändert? Was hat sich verändert? Stehen wir anderswo? Denn wenn dem nicht so wäre, bräuchten wir dann noch eine weitere Unkonferenz? Wäre dann nicht alles schon gesagt?

Hier haben wir schon die These: Es hat sich etwas verändert, wenn auch eher graduell. Wissenschaft und Bibliothekswesen bewegen sich ja eher langsam. Aber: Linked Open Library Data scheint heute ein weiter verbreitetes Thema zu sein, als 2011. Man muss es nicht mehr erklären. (Oder?) Das als Beispiel. Open Access und Probleme um das Urheberrecht waren schon im letzten Jahr Thema, aber ist es 2012 nicht weiter fortgeschritten? ACTA ist tot, dass war letztes Jahr vielleicht zu hoffen, aber noch lange nicht durch. Als im letzten Jahr die IWP zu De Gruyter Saur Verlag wechselte passierte ausser einigen Vorwürfen in Blogs und Mailinglisten praktisch nichts; als 2012 die Bibliotheksdienst den gleichen Schritt ankündigte, begann innerhalb von Tagen (oder waren es nur Stunden) Diskussionen darum, dass wir eine weitere Open Access Zeitschrift brauchen. (Ob wir sie 2013 dann online sehen, ist eine andere Frage.) Aber das geht mit Entwicklungen in anderen Forschungsrichtungen einher, wo Open Access immer weniger ein Randthema ist. Nicht zu vergessen, dass nicht mehr nur die Piraten, Anonymous und das dazugehörige Umfeld darüber redet, dass wir das Urheberrecht unbedingt verändern müssen, sondern das dies praktisch zum politischen Allgemeinsatz geworden ist.

Was noch? 2011 schien es so, als würde RDA weiter auf die lange Bank geschoben, jetzt scheint es vor der Tür zu stehen. Vielleicht ist das nur eine stille Hoffnung, aber scheint es nicht so, dass damit wieder mal Katalogtheorie betrieben würde? 2011 war Forschungsdatenmanagement noch neu und spannend, heute ist das Thema fast schon wieder durch. Wer hat denn noch nicht etwas dazu gesagt? Und die Sozialen Netzwerke verändern sich. Erinnert sich noch jemand daran, wie omnipräsent Facebook letztes Jahr war? Facebook, die Firma, wo alle darauf warten, dass sie zusammenbricht. (Meine Wette: So August 2013.)

Der Zürichsee. Vor einem Jahr war der auch schon da, wo er jetzt ist, aber wer hätte gedacht, dass eine Karte für die frei<tag> je an ihm vorbeifahren wird? Die Welt und die Leben sind anders geworden, wenn auch leicht. Wie gesagt: Der See war schon da, vieles andere auf dem Bild auch, aber die Potentialität nicht. So sind die Dinge offenbar.

Und es ist nicht zu bestreiten: Auch wir werden älter. Folgende Mail kam letztens bei mir von meiner alten Kollegin an und hat den Text hier motiviert:

Hier läuft alles eigentlich wie immer – nur, dass es jetzt gemeinsam mit der [XYZ] ein paar Gastprofessuren geben wird, die hier Seminare zu verschiedenen Themen geben werden. Am Großantrag wird demnächst in veränderter Runde vermutlich weiter gearbeitet, nachdem es erstmal eine längere Pause gab. Die größte Veränderung hier ist vielleicht eine personelle. Ich werde zu Ende Juli gehen und habe heute gerade meine Nachfolgerin eingearbeitet … In der Hoffnung, dass ich dann die Probezeit ebenso erfolgreich überstehe, wie du ;-)

Die Mail deutet an, was bei so vielen Kolleginnen und Kollegen zu beobachten ist: Vieles scheint sich nur langsam zu bewegen oder gar nicht zu verändern („Am Großantrag wird demnächst in veränderter Runde vermutlich weiter gearbeitet, [...]“), aber doch ändern sich Dinge („ein paar Gastprofessuren geben wird [...]“) und vor allem persönlich geht es immer weiter. Als wir beide (und andere) im Sommer 2011 zusammen in unseren alten Stellen arbeiteten, machte wir immer wieder Witze, dass wir alle nicht mehr da sein werden, wenn die Dinge sich ändern … jetzt sind wir wirklich nicht mehr da. Einige von uns haben schon die Probezeit auf den nächsten Stellen bestanden, andere werden das in ein paar Monaten getan haben.

Ist das gut, ist das schlecht? Macht es zumindest zwischendurch nachdenklich? Mir scheint, solches kurzes Innehalten ist immer wieder mal eine Erinnerung daran, dass sich unsere Umgebung trotz allem sichtbaren Stillstand weiter bewegt. Die Langsamkeit der Veränderungen und Kommunikation, die wir immer wieder einmal bemängeln, sie ist kein Hindernis für die Entwicklung (Fortschritt wollte ich schon schreiben, aber das ist umstritten). Das heisst auch, dass die ganze Kommunikation, die wir so auf Konferenzen, in Zeitschriften und Blogs betreiben, gar nicht so unsinnig ist, wie sie uns manchmal vorkommt. Was nicht heisst, dass alles dufte wird, aber am Ende des Tages haben wir trotz aller Wiederholungen doch auch im Bibliothekswesen einen fortschreitenden Aufbau von Wissen. Immerhin.

It’s the frei<tag> 2012 Countdown (21): Unkonferenz und Summer School

Posted in LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Verein by libreas on 26. Juli 2012

Manuela Schulz
Ben Kaden

Es bleiben noch 21 Tage bis zum großen Event. So manche/r ist bereits im Urlaub, einige werden es bald sein, eigentlich möchte man doch bei diesem Wetter nur noch wahlweise in der Sonne baden oder im Schatten dösen oder sich im kühlen Nass erfrischen. Oder durch ferne Länder reisen, andere Kulturen kennen lernen und endlich den lang vorbereiteten Aktivurlaub angehen. Warum sollte man sich also nach Potsdam und Berlin zu einem fachlichen Austausch begeben?

Nun, nirgendwo gibt es soviel geballte Kultur auf einmal wie in diesem nordöstlichen Ballungsraum und auch wenn bei uns keine badewannenwasserwarmen Wellen schäumen, keine steife Brise weht und es keine Berge zu erklimmen gibt, bieten die Berliner und Brandenburger Landschaftsräume wunderbare Erholungsmöglichkeiten. Unser erster Countdown hat es bereits deutlich gemacht.

Freit 2012 vor Rubus

Ein ziemlich verwegener Assoziationssprung verbindet die Brombeere bei chemisch Interessierten regelmäßig und völlig unsinnig mit einem Halogen, das sich gemeinhin in einer Kategorie mit Fluor, Chlor und Jod tummelt. Dabei ist der Wortursprung von Brom ein ganz anderer und bereits im frühen Fachdiskurs der Chemiker wurde die Anwendung des griechischen Ausdrucks für Bocksgeruch als unpassend kritisiert (vgl. Sigismund Friedrich Hermbstädt (1828) Über das Brom, seine Vorkommen in verschiedenen Substanzen und die Darstellung desselben. In: Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Berlin: 1831; S.85-95) Der Wortursprung der Brombeere (irgendetwas mit brâma, daher mitunter auch Brambeere, Bramelte oder Briem), stellt dagegen das Dornige in den Mittelpunkt. Für uns geht es freilich kein bisschen darum und ehrlich gesagt, verzichteten wir gern auf die garstigen Haken, die sich wie Tanlines a la Twombly nach dem Tauchen im Gesträuch über die Arme ziehen. Was wir wollen, ist die Frucht und zwar möglichst in der tiefschwarzen Fassung. Welche für das LIBREAS-Team eine der vorzüglichen Errungenschaften eines gelingenden Sommers darstellt,  gleich hinter frei-tag;, Summer School und dem Bad in der Brandung.

Da man aber bei bestem Wetter ohnehin nur in den Morgen- und Abendstunden einen ruhigen Fleck am Waldsee findet, gibt es für die Zwischenzeit eine Überbrückung fachlicher Art. Auf der Unkonferenz frei<tag> 2012 in Potsdam wollen wir mit euch in ungezwungener Atmosphäre über Themen diskutieren, die für die eigene Profession schon immer unter den Nägeln brannten und uns gemäß des diesjährigen Mottos Stand der Bibliotheks- und Informationswissenschaft mit Forschungsfragen auseinandersetzen. Die Unkonferenz bietet insbesondere jungen Forschenden und Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft eine Plattform zum Vorstellen und Abgleichen ihrer Ideen, Thesen und Wahrnehmungen sowie die Option zum Austausch mit der Bibliothekspraxis.

Interessierte können sich gerne vorab  im frei<tag>-Wiki anmelden und vor allem Themenvorschläge machen. [Update: Nachdem dort mit dem eisernen Besen der Anti-Spam-Maßnahmen ausgekehrt wurde, vermutlich wieder ab heute Abend.]

Der Veranstaltungsort ist das bewährte Schaufenster der Fachhochschule Potsdam (Friedrich-Ebert-Straße 4, Google Maps). Man erreicht es gut zu Fuß vom Hauptbahnhof Potsdam in sehr wenigen Minuten und kann sich auf dem Weg sogar den Bauplatz eines Schlossneubaus anschauen. Das bieten derzeit nicht viele Städte.

Berlin zum Beispiel wartet noch auf den Spatenstich. Die Summer School steht dagegen bereits. Sie dient in den Räumen des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin der gemeinsamen Weiterbildung und zwar in einer Weise, die bitte nicht so trocken ist, wie das Wort Weiterbildung leider klingt. Worum es geht, ist Methodenwissen zur wissenschaftlichen Arbeit in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, das bekanntlich erst die Grundlage für ein leidenschaftliches und gelingendes Arbeiten in diesem Fach bietet. Da sich die Wissenschaftslandschaft insgesamt sehr wandelt (Stichworte: Digitalisierung, Digital Humanities, Grids, Science 2.0), stellt sich unvermeidlich die Frage, mit welchen Methoden ein Fach wie das unsere im fortschreitenden 21. Jahrhundert operieren sollte. Wer darauf eine Antwort weiß, muss kommen. Wer dazu weitere Fragen hat, ebenso. Gewünscht ist eine aktive Beteiligung, auch wenn oder gerade weil die Workshops im Vorhinein vorbereitet sind. Vier Cluster prägen das Programm:

- I Schreiben und Publizieren in der LIS,
– II Forschungsfragen und Trends in der LIS,
– III Verteilt Arbeiten, Zusammen Publizieren,
– IV Zeit- und Projektmanagement im Forschungsprozess.

Interessierte können sich anmelden bei:  mail (at) libreas-verein dot eu
Und natürlich weisen wir niemandem mit fachlichem Interesse, der uns ohne Vorankündigung überrascht, die Tür.

Veranstaltungsort:  Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (Dorotheenstraße 26, Berlin). Das Institut (Google-Maps) ist von den Bahnhöfen Friedrichstrasse und Hackescher Markt zu Fuss und vom Bahnhof Alexanderplatz per Bus gut zu erreichen.

LIBREAS als Schweigbügelhalter? Eine Position zur newLIS-Debatte.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Debatte, LIBREAS.Verein by Ben on 4. Juli 2012

von Ben Kaden

Wenn es um Open Access und Fachzeitschriften geht herrscht derzeit ein bisschen Spannung in der Branche. Die Diskussion um newLIS, also einer neuen Open-Access-Zeitschrift der Bibliothekswissenschaft bzw. des Bibliothekswesens bildet dafür den Bogen, der sich auch Richtung LIBREAS spannt, LIBREAS selbst aber, so mutmaßt mancher, nicht berührt. Allerdings bezieht man uns auch selten von Seiten der um newLIS Aktiven direkt ein und obschon im Berliner Bibliothekswissenschaftlichen Kolloquium vom 03.07. die Gelegenheit sehr günstig war, blieb es dabei, dass wir mehr aus der Ferne beobachtet wurden. Warum dem so ist, sollte sicher auch einmal diskutiert werden, denn eigentlich verstehen wir uns schon dergestalt als inklusiv, dass wir auch für diese Debatten offen sind.

Nun findet sich heute hier im Weblog eine Aussage Walther Umstätters, die ein wenig das Problem anspricht:

Die Frage ist ja nicht, welchen Stellenwert Libreas momentan hat, sondern welche Ausbaufaehigkeit sie mitbringt. Dazu gibt es gerade eine Diskussion, die man substantiell anreicher koennte, anstatt sie nur unbegruendet abzubuegeln.

Darauf gehe ich selbstverständlich sehr gern ein und auch wenn die Meinungen innerhalb der Redaktion in dieser Sache ausnahmsweise nicht weit auseinander gehen, möchte ich betonen, dass ich die nachstehende Erörterung des Vorwurfs eine persönliche ist.  (more…)

frei<tag> 2012 und LIBREAS-Sommer School. Einladung zu zwei Veranstaltungen

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Verein by Karsten Schuldt on 20. Mai 2012

Der LIBREAS-Verein freut sich, für den August 2012 zu zwei Veranstaltungen einzuladen. Am 17. August wird in der Fachhochschule Potsdam die Unkonferenz frei<tag>-2012. Stand der Bibliotheks- und Informationswissenschaft stattfinden. (In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informationswissenschaften, Fachhochschule Potsdam). Am darauf folgenden 18. August wird in der Humbodt Universität zu Berlin die erste Sommer School zu Methden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft veranstaltet. Zudem läd der Verein für diesen Tag zu seiner Jahresversammlung.

Die frei<tag> 2012 soll die Möglichkeit bieten, über die aktuellen Ziele, Trends, Fragen und Entwicklungen der Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu diskutieren. Grundsätzlich bewegt sich unsere Wissenschaft weiterhin zwischen unterschiedlichen Disziplinen, zwischen einem theoretischen Anspruch und einer sehr praxisnahen Forschung, zwischen sehr auf die Ausbildung von Informationsspezialistinnen und -spezialisten ausgerichtete Einrichtungen, einer Forschung in größeren Bibliotheken, Archiven und Dokumentationseinrichtungen sowie einer an Einrichtungen und ausserhalb dieser betriebenen theorieorientierten Forschung. Gleichzeitig ist unbestritten, dass sich der Disziplin rasant neue Aufgaben, Fragen und Felder stellen. Wir wollen auf der Unkonferenz einen Raum schaffen, darüber zu diskutieren, in welche Richtung sich die Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewegt, in welche sie sich bewegen sollte und was sie bislang daran hindert. Zugleich soll die Unkonferenz ein Treffen von Praktikerinnen und Praktikern der Wissenschaft darstellen, als auch einem Raum zum Entwerfen einer Zukunft der Disziplin.
Die frei<tag> 2012 ist als Unkonferenz organisiert. Dies bedeutet, dass alle Teilnehmenden als Expertinnen und Experten angesehen werden, die etwas zur Veranstaltung beitragen können und sollen. Über das genaue Programm wird zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam abgestimmt. Alle sind eingeladen, Vorschläge für Workshops – keine reinen Präsentationen oder Vorträge – einzubringen.
Veranstaltungsort der frei<tag> 2012 ist die Fachhochschule Potsdam (Friedrich-Ebert-Straße 4, Potsdam). Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet ab 18 Uhr mit einem Social Event.

Die LIBREAS Sommer School soll dazu beitragen, die Praxis der Bibliotheks- und Informationswissenschaft zu verbreitern und die Kommunikation im Feld zu unterstützen. Angeboten werden Workshops zur Publikation und Forschungsgestaltung, die vor allem an Studierende und angehende Praktikerinnen und Praktikern im gesamten Feld der praktischen Informationsarbeit sowie der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Forschung gerichtet sind. Veranstaltungsort ist das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (Dorotheenstraße 26, Berlin). Die Workshops finden ab 11.30 Uhr statt.

Am gleichen Ort wird von 15-18 Uhr die Jahresversammlung des LIBREAS. Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Forschung stattfinden.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden für diese oder die weitere Arbeit des LIBREAS-Vereins sind willkommen. Weiter Informationen zu den Veranstaltungen werden auf http://libreas.wordpress.com und http://www.libreas-verein.eu publiziert.

Gründung von “LIBREAS. Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation”.

Posted in Hinweise, LIBREAS aktuell, LIBREAS.Verein by libreas on 14. Juni 2011

Wir freuen uns, heute mitteilen zu können, dass mit einer Sitzung am Montag, dem 13. Juni 2011, ein Verein mit dem Namen LIBREAS. Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation (i.G.) (Kurzname: LIBREAS. Verein) begründet wurde. Der Verein strebt die Gemeinnützigkeit an und wird die notwendigen Schritte dazu in der nächsten Zeit absolvieren.

Das Ziel des Vereins ergibt sich zu einem großen Teil aus dem Namen. Eine der ersten Aufgaben des Vereins ist es, das Erscheinen des bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Open-Access-Journals LIBREAS. Library Ideas inklusive der dazugehörigen Unterprojekte wie dem LIBREAS-Podcast sowie dem LIBREAS-Blog zu unterstützen und auf eine infrastrukturelle und rechtliche Basis zu stellen.

Des Weiteren soll der Verein eine Unterstützungsstruktur für weitere Formen der Kommunikation innerhalb der Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie zwischen dieser Wissenschaft und der Praxis in Bibliotheken, Archiven, Informations- und Dokumentationseinrichtungen und schließlich interdisziplinär mit angrenzenden Fachgebieten und natürlich einer interessierten Öffentlichkeit bieten.

Die bibliothekswissenschaftliche Unkonferenz frei<tag>, welche von der Redaktion LIBREAS und dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet wurde, kann dabei als eine der möglichen Formen dieser Unterstützungsleistung angesehen werden.

Der Verein soll nicht mit der Redaktion der Zeitschrift LIBREAS. Library Ideas identisch sein. Er wird weiterhin kooperativ, inhaltlich jedoch unabhängig vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Fachverbänden beziehungsweise institutionellen Mitgliedern agieren. Gleichzeitig sieht er sich nicht in Konkurrenz zu anderen Vereinen und Initiativen, sondern als eine sinnvolle Ergänzung bisheriger Strukturen und strebt die kollegiale Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Einrichtungen an. Sitz des Vereins ist Berlin, allerdings sind selbstverständlich weder die Mitgliedschaft noch das Wirkungsfeld des Vereins darauf beschränkt.

Die Mitgliedschaft im Verein wird sowohl interessierten natürlichen als auch juristischen Personen offenstehen. Neben den in allen wichtigen Fragen stimmberechtigten ordentlichen Mitgliedern wird eine Fördermitgliedschaft möglich sein.

Der Verein orientiert sich dahingehend an der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen, dass seine Aktivitäten so frei zugänglich und nutzbar wie möglich gestaltet sein werden.

Wir hoffen, dass der Verein breite Aufnahme im Feld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, den Bibliotheken, Archiven, Informations- und Dokumentationseinrichtungen, den Fachverbänden sowie bei Einrichtungen angrenzender Gebiete finden wird. Wir hoffen weiterhin, dass er zu einer Profilierung des disziplinären Feldes aktiv beitragen wird. Weitere Informationen zum LIBREAS. Verein werden in Kürze folgen. Unter der Mailadresse verein@libreas.eu ist er für Anregungen, Ideen, Nachfragen und Wünsche ab sofort zu erreichen.

Zum ersten Vorstand wurden gewählt: Matti Stöhr (Vorsitzender), Manuela Schulz (2. Vorsitzende), Maxi Kindling (Schatzmeisterin), Dr. Karsten Schuldt (Schriftführer), Ben Kaden (Referent für LIBREAS. Library Ideas).

Das Gründungsteam von LIBREAS.Verein.

Berlin, 13.06.2011

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