LIBREAS.Library Ideas

It’s the frei<tag> 2013 Countdown (9): The way to Leipzig. Impressions

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS on tour, LIBREAS Veranstaltungen by Karsten Schuldt on 13. März 2013

Eines der interessanten Fakten am Besuch von Konferenzen ist ja, dass das Drumherum mehr besprochen wird, als die Referate, Workshops etc. selber. Das sagt gar nichts über die Referate selber, die werden oft nach den Konferenzen besprochen. Da wir als LIBREAS ja bekanntlich wie ein bunter Fisch im Wasser des Bibliothekswesens sind, passen wir uns daran an. Die Karte auf dem Weg und in Leipzig; Inhalt folgt später. (Auf der frei<tag>?)

On ze way to Leipzig, I

On ze way to Leipzig, I

On ze way to Leipzig, II (La tristeza di Germania est)

On ze way to Leipzig, II (La tristeza di Germania est)

Falsches Messegelände

Falsches Messegelände

Merke: Bücherstadt. Deshalb auch Lesezimmer in den Hotels.

Merke: Bücherstadt. Deshalb auch Lesezimmer in den Hotels.

... und Bücherkisten in den Eingängen der Hotels.

… und Bücherkisten in den Eingängen der Hotels.

DNB (muss ja.)

DNB (muss ja.)

Leipzig, so hört man in Berlin tönen, wäre mehr und mehr vom Gefühl her so, wie Berlin in den 1990ern (als es noch spannend war) war. Deshalb vielleicht finden sich hier auch Kleber, die in Berlin nicht mehr Recht zu finden sind.

Leipzig, so hört man in Berlin tönen, wäre mehr und mehr vom Gefühl her so, wie Berlin in den 1990ern (als es noch spannend war) war. Deshalb vielleicht finden sich hier auch Kleber, die in Berlin nicht mehr Recht zu finden sind.

Messezentrum

Messezentrum

Walking through the water at the Leipzig Messe-Centre.

Walking through the water at the Leipzig Messe-Centre.

At a panel.

At a panel.

Medienkonvergenz. (I take a picture of you taking a picture of someone taking pictures of as like we are stars.)

Medienkonvergenz. (I take a picture of you taking a picture of someone taking pictures of as like we are stars.)

Kolleginnen und Kollegen im Fachgespräch (wer's glaubt) on historic ground know form the bestseller Faust.

Kolleginnen und Kollegen im Fachgespräch (wer’s glaubt) on historic ground know from the bestseller Faust.

Historic ground means Auerbachs Keller, of course.

Historic ground means Auerbachs Keller, of course.

Bücherstadt. Lesen Sie etwas über die Deutsche Nationalbibliothek während Sie auf die nächtliche Strassenbahn warten.

Bücherstadt. Lesen Sie etwas über die Deutsche Nationalbibliothek während Sie auf die nächtliche Strassenbahn warten.

Bibliothekkongress all over town.

Bibliothekskongress all over town.

Fahrbibliotheken, überall nur Fahrbibliotheken.

Fahrbibliotheken, überall nur Fahrbibliotheken.

Ja, Wasser

Ja, Wasser

...

... ...

… …

Workshop Bibliothekspädagogik

Workshop Bibliothekspädagogik

Beweis: Wirklich der Bibliothekskongress 2013

Beweis: Wirklich der Bibliothekskongress 2013

Das Symbol zum Nachtverkehr

Das Symbol zum Nachtverkehr (Leipzig, bei Treu, ist eine Grossstadt. Hier fährt der Nachtverkehr wirklich die ganze Nacht und kostet nicht z.B. 5 CHF mehr – take this Zürich.)

Auf dem Weg zum Abendprogramm und Nachtleben danach.

Auf dem Weg zum Abendprogramm und Nachtleben danach.

Nachtrag

Kulturelles Erbe Leipzig.

Kulturelles Erbe Leipzig.

kiba-Lounch, für Nachwuchsarbeit und junge Forschende.

kiba-Lounch, für Nachwuchsarbeit und junge Forschende.

It’s the frei<tag> 2013 Countdown (16): Kartenimpressionen auf der InetBib-Tagung 2013

Posted in LIBREAS on tour, LIBREAS Veranstaltungen by libreas on 6. März 2013

von Matti Stöhr

Heute Mittag ist im Audimax der HU Berlin die  12. InetBib-Tagung 2013 zu Ende gegangen und damit die Auftaktveranstaltung eines dichtgedrängten Konferenzmonats März im Bibliotheks- und Informationswesen. Auf den unterschiedlichsten Social Media-Kanälen, allen voran Twitter in Nutzung des Hashtags #inetbib2013, findet man unlängst eine Fülle von persönlichen Eindrücken, regen Austausch sowie nützliche Links zu generellen Inhalten und dezidierten Apekten der Sessionvorträge, zu den Workshops und nicht zuletzt zur  (OA-)Wette, das “interaktive” Programmhiglight am Montagabend. Darüber hinaus war (und ist) selbstverständlich das Rahmenangebot, allen voran die schmissige Abendveranstaltung im urig-stilvollen Spiegelsaal des Clärchens Ballhaus zum Ausklang des Dienstags Gesprächsstoff. Die ersten Teilhnhmer fassen ihre Konferenzeindrücke bereits weitaus ausführlich(er) zusammen als in 140 Zeichen, wie etwa Peter Mayr vom hbz in seinem Weblog Hatori Kibble. An dieser Stelle soll jedoch so unmittelbar nach der Tagung als Countdownbeitrag zur nahenden dritten Auflage der frei>tag>(vorerst) eine kleine, feine Bildergalerie reichen. Na klar – die schon fast traditionelle Post- bzw. Einladungskarte zur Unkfonferenz war (fast) immer mit dabei:

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It’s the frei<tag> 2013 Countdown (17): Wie wollen wir arbeiten?

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS on tour, LIBREAS.Debatte, LIBREAS.Feuilleton by Karsten Schuldt on 5. März 2013

von Karsten Schuldt

I have never found a companion that was so companionable as solitude. We are for the most part more lonely when we go abroad among men than when we stay in our cambers. A man thinking or working is always alone, let him be where he will. (Henry David Thoreau)

The nice thing about teamwork is that you always have others by your side. (Margaret Carty)

Im allerersten Countdown zur allerersten frei<tag> – das war gerade mal vor zwei Jahren, aber es fühlt sich an wie zehn oder zumindest achteinhalb – gab es einen Beitrag zu den Arbeitsplätzen der damals die Unkonferenz Organisierenden. Die These hinter diesem Beitrag war, dass die Arbeitsplätze und wie wir sie präsentieren, mehr über uns aussagen würden als zum Beispiel unsere Porträtphotos, Lieblingsmusik oder Hobbys. Ergebnis dieser Photos war unter anderem, dass die Computer, nicht die gedruckten Medien, im Mittelpunkt unserer Arbeitsplätze standen (genauer: auf den meisten Bilder gab es überhaupt keine gedruckten Medien und wenn, bezogen die sich kaum auf Bibliotheken). Ausserdem fiel auf, dass kaum jemand von uns direkt in Bibliotheken, viele hingegen in Wissenschaftseinrichtungen tätig war.

Was allerdings überhaupt nicht geklärt wurde, durch diese Bilder, war, wie wir eigentlich arbeiten wollten. Sicher: Wir konnten unsere Arbeitsplätze selber gestalten und ja, im Grossen und Ganzen sagten Sie uns auch zu. (Ich konnte zum Beispiel aus meinem Fenster täglich die Sonne über der grossen Synagoge in der Oranienburger Strasse untergehen sehen, während sich ihre Strahlen in deren goldenem Dach und der Spree brachen, gleichzeitig hörte ich die Touristinnen und Touristen, Studierende und Dozierenden unter meinem Fenster entlanggehen. What’s there not to like?) Aber: Wir konnten uns die eigene Arbeit und Arbeitseinteilung nicht aussuchen. Wieder mit einer gewichtigen Einschränkung: Diejenigen von uns an den Hochschulen haben selbstverständlich trotz allem mehr Freiheiten dabei die eigenen Arbeitsinhalte und -bedingungen zu bestimmen als andere. Freiheit der Wissenschaft und so.

Inetbib-Tagung 2013, Humboldt-Universität zu Berlin, Session zum Themenfeld Open Access, 04.03.2013. Versteckt auf dem Bild finden Sie (a) eine LIBREAS-Redakteurin/einen LIBREAS-Redakteur, (b) eine/einen aktuelle/n LIBREAS-Autor/in, (c) zwei intensive LIBREAS-Lesende. Finden Sie alle vier! (Tipp: Alle auf dem Podium. Open Access im Bibliotheksbereich und LIBREAS... Sie wissen schon. Gleich drei Redkteurinnen/e der Zeitschrift treten auf der Tagung auf, womit die Redaktion mit dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU und dem Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft, HWT Chur gleichzieht. Sacrebleu.)

Inetbib-Tagung 2013, Humboldt-Universität zu Berlin, Session zum Themenfeld Open Access, 04.03.2013. Versteckt auf dem Bild finden Sie (a) eine LIBREAS-Redakteurin/einen LIBREAS-Redakteur, (b) eine/einen aktuelle/n LIBREAS-Autor/in, (c) zwei intensive LIBREAS-Lesende. Finden Sie alle vier! (Tipp: Alle auf dem Podium. Open Access im Bibliotheksbereich und LIBREAS… Sie wissen schon. Gleich drei Redakteurinnen/Redakteure der Zeitschrift treten auf der Tagung auf, womit die Redaktion mit dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU und dem Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft, HWT Chur gleichzieht. Sacrebleu.)

Dennoch: Es wäre interessant zu wissen, wie wir eigentlich in Zukunft arbeiten wollen. Wenn wir über die Zukunft der Informationswissenschaft, der Bibliotheken und angrenzender Einrichtungen debattieren, debattieren wir auch über die dortigen Arbeitsbedingungen, wenn auch indirekt.

  • Sagen wir zum Beispiel: Bibliotheken müssen 24 Stunden am Tag offen haben, sagen wir zumeist auch: Bibliotheken müssen 24 Stunden am Tag Personal haben. Dass heisst: Irgend jemand muss da um zwei Uhr an einem Donnerstag sein und irgendwer anders um Montag Morgen um fünf. Wollen wir das? (Oder lassen sich Bibliotheken so gestalten, dass sie zu bestimmten Zeiten staffless sind?)
  • Oder: Wenn wir sagen, die Bibliothekswissenschaft sollte mehr ethnologische Methoden anwenden, heisst das auch, dass da Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich in langwierigen, systematischen Beobachtungsmethoden üben müssen. Wollen wir das?
  • Oder: Wenn wir sagen, der Reference Service am Infodesk ist nicht mehr notwendig, wir brauchen Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die auf die Nutzerinnen und Nutzer zugehen, die hinter der Theke hervorkommen, die gar keine Theke mehr haben, heisst das auch, dass wir Bibliothekarinnen und Bibliothekare dazu nötigen, so zu arbeiten. Wollen wir das? Muss jede und jeder in der Bibliothek „etwas mit Menschen machen“?
  • Wenn wir im Zuge der Debatten um RDA davon ausgehen, dass das Katalogisieren immer mehr eine kooperative Tägigkeit von Spezialistinnen und Spezialisten wird, heisst das auch, dass die Arbeit der Katalogabteilungen sich ändern wird. Sie werden weniger werden, mehr mit anderen Katalogabteilungen direkt kommunizieren etc. Auch hier: Wollen wir das?
  • Wenn wir davon ausgehen, dass die Bibliotheks- und Informationswissenschaft immer mehr zu einer Wissenschaft werden sollte, in der verteilt über Forschungseinrichtungen an Daten geforscht wird, dann wird sich die Arbeitsweise der Forschenden verändern: Weniger an einen Ort gebunden, wenig an die Bibliothek gebunden, viel unterwegs. Wollen wir das? (Geht das eigentlich: Eine Bibliothekswissenschaft, die den Ort Bibliothek nicht aufsucht?) Wir gehen zum Beispiel davon aus, dass alle Forschung immer mehr Daten produziert und dass wir diese Daten verwalten sollten. Aber wollen wir das eigentlich auch für unsere Arbeit?

Man wird vielleicht nicht unbedingt Bibliothekarin oder Bibliothekar, Forschende oder Forscher weil man die Arbeitsbedinungen dieser Tätigkeiten schätzt; aber man wächst in sie hinein und findet sich mit der Zeit oft in ihnen zu Recht (oder wechselt fort, erstaunlich oft von der Forschung in die Bibliothek). Aber, wie uns die gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten 150 Jahre oder so gelehrt haben, sind die Arbeitsplätze und -bedingungen kein unabänderliches Schicksal. Wie wir arbeiten wollen bestimmt in einer langen Perspektive auch, wie wir am Ende arbeiten. Manchmal setzt man Bedinungen direkt durch, manchmal durch „Einschleifen“, machmal schafft man es nicht.

Aber:

  • Wieviel wollen wir eigentlich in unser Arbeit mit anderen Menschen, mit Daten, mit welchen Medien, mit welchen anderen Einrichtungen zu tun haben?
  • Wie lange wollen wir arbeiten, zu welchem Lohn, mit welchen Freiheiten?
  • Wollen wir dem Kult der Alleinarbeit, der Teamarbeit oder keinem von beiden fröhnen?
  • Wollen wir sichere Arbeitsverhältnisse oder spannende, wechselnde Aufgaben? Wollen wir an einem Ort bleiben oder viel unterwegs sein?
  • Wollen wir Serviceorientiert sein oder mehr Erkenntnisorientiert?
  • Wollen wir Jobs und nebenher Freizeit oder wollen wir Aufgaben, die uns ganz ausfüllen?
  • Ist uns egal, wie die anderen in unseren Einrichtungen arbeiten, z.B. die Wachfrau früh um zwei, oder nicht?
  • Wie werden wir nennen was wir machen? (Hier: Desletztens nannte jemand, was ich mache, „Privatgelehrtentum“ und nicht Wissenschaft, ganz explizit getrennt. Das ist schon interessant. Sind das unterschiedliche Dinge? Macht z.B. die Kollegin Kindling mit ihren Forschungen zu Repositorien und Open Access Wissenschaft und ich nicht? Hat das Auswirkungen auf unsere Arbeit?)

Sehr oft wird die Zukunft von Einrichtungen und Forschungseinrichtungen diskutiert ohne über die damit einhergehenden Veränderungen der Arbeitsbedingungen zu diskutieren. Das Ergebniss ist dann oft, dass die Veränderungen auch deshalb nicht eintreten, weil die Beschäftigten sich ihre Arbeitsleben anders vorstellen und z.B. nicht auf die Informationstheke verzichten wollen. Deshalb sollten wir nicht vergessen, uns auch darüber zu unterhalten.

Potsdam, März 2013

Dienstagmorgen in Neukölln: Der Bibliothekartag 2011 beginnt.

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS on tour by Ben on 7. Juni 2011

Das Leben sei eine Baustelle. Schlug einmal einer dieser Berlin-Filme titelgebend vor. Wer zum 100sten Bibliothekartag finden möchte, erfährt dies am eigenen Sinnesapparat bestätigt, wird doch die Sonnenbrücke, die Konferenzhotel vom S-Bahnhof trennt gerade ihrer Fahrbahn entledigt. Fein kanalisiert zwischen Absperrzäunen ist der Pfad zur Konferenz in Rot und Weiß vorgezeichnet, was allerdings beobachtungsgemäß an diesem ersten Morgen der wichtigsten Bibliothekswoche des Jahres die initiale Verwirrung der Besucher nicht sonderlich reduziert.

Sonnenbrücke

Auf der Sonnenbrücke morgens um halb Zehn. Die Gewitterwolken der Nacht treiben sich noch ein wenig am Neuköllner Himmel herum und die Trutzburg des Estrels wirkt trotz aller Bombastik ein wenig unscheinbar. Das liegt möglicherweise auch daran, dass der Lärm, den das Aufstemmen einer Asphaltdecke nun einmal verursacht, die gesamte Aufmerksamkeit der Passanten bündelt.

Bereits beim Abgang des S-Bahnhofs kann man mit ziemlicher Sicherheit aus den kleinen Mengen Menschen, die jede einfahrende Ringbahn herantransportiert, ablesen, an den Gesichter ablesen, wer zur Tagung möchte. Wenn man einen netten Gesprächspartner findet, mit dem man gegenüber des Café Miami ein Rahmenprogramm für eine hermeneutische Frischzellenkur der Bibliothekswissenschaft (eingespritzt werden wahlweise kleine Dosen Rafael Capurro oder Jürgen Habermas), ist dieses Spiel recht vergnüglich. Der Standort ist ohnehin optimal, um all diejenigen abzufangen und in eine Plauderei zu verwickeln, die einem, einmal in die Räume Cannes, Nizza und Riviera eingedrungen, zu leicht in einer anderen Pausengesprächsgruppe verschwinden.

Mit etwas Glück kann man zum gleichen Zweck bereits den Ringbahnsteig des S-Bahnhofs Ostkreuz heranziehen, zumal der morgendliche Sonderverkehr der S-Bahn die Aufenthaltsdauer teilweise erheblich erhöht. Der Nahverkehrsbetreiber bittet per Ansage um unser Verständnis (wird gern aufgebracht) und die bissige Sonne, die nun noch weitere acht Minuten die Nacken der Wartenden auf medium bräunt, lässt sich ebenso wie der gestrige Starkregenabend – Nass bis auf die Haut / so standen wir da / um uns war es laut / und wir gingen in das kleinste Lokal am Hackeschen Markt und aßen, Servietten als Trockentücher verbrauchend, drei Scoops sündteures Eis – als Gesprächsanknüpfungspunkt benutzen.

Zudem führt der Austragungsbezirk der Veranstaltung ganz wunderbar dazu, dass man auf seinem Weg zwangsläufig von mutmaßlichen Stadtbewohnern begleitet wird, denen man ungläubig staunend hinterher blickt. So und so. Es ist ein Entdeckungsreich ersten Ranges. Und mit etwas Glück begegnet man diesen Menschen im als Marktplatz-Vorspiegelung entworfenen Foyer des Estrel wieder und erkennt: Die Vielfalt ist nicht nur in der Stadt. Sie ist auch unter uns.

LIBREAS wünscht allen Besuchern des Bibliothekartags 2011 in Berlin eine eindrucksvolle Zeit.

Blau

My blue heaven. Nicht nur Vinnie Antonelli weiß, was fashionable bedeutet. Auch die BesucherInnen des Bibliothekartags wissen, das Estrel-Blau die Farbe der Saison ist und stellen so zwanglos wie exakt eine farblich passende Referenz her. Das Gebäude selbst ist architekturstilistisch betrachtet leider weitgehend eine sandfarbene Untat. Was letztlich aber unwichtig ist. Entscheidend ist, was man daraus macht und jedenfalls die Erwartung läuft darauf hinaus, dass der Bibliothekartag sehr sehr viel aus dem Gebäude herausholt.

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frei<tag>: Buzzword-Bingo zum Bibliothekartag

Werte Kolleginnen und Kollegen,

wenn auch Sie den 100. Bibliothekartag besuchen, möchte LIBREAS – Library Ideas Sie nicht nur in Berlin begrüßen und im direkten Anschluss an diese Konferenz auch ins Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft zur frei<tag> – Bibliothekswissenschaftliche Unkonferenz am Freitag, 10.06. einladen. Wir möchten Sie auch alle zu einem Spiel ermuntern: Buzzword-Bingo.

Wie geht es?
Ganz einfach. Nehmen Sie die Karte auf Ihre Tour durch den Bibliothekartag mit. Oder beginnen Sie schon einen Tag vorher beim Berlin Seminar von Cycling for Libraries. Immer, wenn Sie eines der Buzzwords, die auf der Karte stehen hören oder sehen (und Sie werden sie sehen, dass versprechen wir Ihnen), streichen Sie es ab. Wir vertrauen Ihnen da einfach, dass Sie nicht einfach so Wörter abstreichen oder sie in Diskussionen nur anbringen, um sie streichen zu können.
Unter all denjenigen, die mit einer vollständig abgestrichenen Karte bei der frei<tag> ankommen, werden wir in der Abschlusssession einen Gewinn verlosen. Aber selbstverständlich steht das Spiel im Vordergrund und weniger der Gewinn. Sie können also auch einfach so mitspielen.

Worum geht es? Eine kurze Kritik der Buzzwords
Auf dem Bibliothekartag – aber auch anderswo – finden Sie ab jetzt unsere Teilnahmekarten für das Bingo. (Sie können es sich aber auch gerne ausdrucken, wenn Sie unbedingt mitspielen wollen.) Worum geht es? Es geht um all die Container-Wörter und scheinbar selbstverständlichen Begrifflichkeiten, die wir in unserer Arbeit tagtäglich verwenden, ohne weiter auf sie zu achten. Die Buzz-Wörter, welche Aktualität, Modernität, Zukunftsoffenheit ausstrahlen sollen, aber irgendwann auch zu Selbstläufern werden. Wir alle kennen sie, wir alle nutzen sie, wir alle gehen über sie hinweg.
Ist das gut oder ist das schlecht? Buzz-Wörter sind nicht per se negativ konnotiert. Sie eröffnen die Möglichkeit, Denkprozesse abzukürzen, die wir alle schon mehrfach durchlaufen haben. Insoweit sparen sie Zeit, ermöglichen die Diskussion über andere Punkte. Andererseits können Buzz-Wörter auch Denkprozess abkürzen, ohne dass sie fertig gedacht sind. Dadurch werden Begrifflichkeiten etabliert, die überhaupt nicht geklärt sind und über die man scheinbar nicht weiter diskutieren muss. Nicht zuletzt gibt es immer die Gefahr, dass Buzz-Wörter genutzt werden, um schwache Inhalte rhetorisch aufzuhübschen.
Oft ist das Buzz-Wort ein falscher Freund: Es sieht aus, als würde es ein Thema, einen Inhalt angemessen umschreiben, aber für andere wird es zum Zeichen, dass etwas mit einem Inhalt nicht stimmt, dass hier eben Rhetorik das Nachdenken und den Inhalt ersetzt hat; egal ob das wirklich zutrifft. Deshalb sollte man Buzz-Wörter auch meiden, wenn man in Diskussionen weiterkommen will. Wird ein Wort nur noch als Marker benutzt, ist es vielleicht Zeit, zurückzutreten und noch einmal eine inhaltliche Klärung des Begriffes vorzunehmen. Oft finden sich bessere Begrifflichkeiten, oft werden so erst die Schwächen eines Begriffes klar. Vielmehr: Oft wird erst dann, wenn man Buzz-Words inhaltlich zu bestimmen versucht, klar, was in diesem Container jeweils von unterschiedlichen Personen und Parteien hinein interpretiert wird. Und dann ist der Container einfach zu groß und weit.

Was soll es bringen?
Neben dem Spaß und der Erinnerung daran, dass man auch im Bibliothekswesen nicht immer alles so ernst nehmen muss, soll das Buzzword-Bingo auch eines erreichen: Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Buzzwords lenken. Eine Profession, die sich zu sehr hinter Buzzwords versteckt, läuft immer Gefahr, die eigentliche inhaltliche Entwicklung nicht mehr zu vollziehen. Gerade, wenn es auch eine Wissenschaft über eine Profession geben soll – so wie die Bibliothekswissenschaft zum Bibliothekswesen oder parallel die Bildungsforschung zum Bildungssystem –, wäre eine genauere Beachtung der verwendeten Sprache sinnvoller. Wir sagen nicht, dass das Bibliothekswesen aktuell Gefahr laufen würde, in Buzzwords unterzugehen. Aber als Zeitschrift, die auch immer einen gewissen kritischen Blick in die Debatten einbringen will, möchten wir auf diese Gefahr hinweisen.

Gegendsätzlich: Der Mensch, die Technik und der Bibliothekartag 100 in Berlin 44

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS on tour by Ben on 23. Januar 2011

Die Technik

„Ein wichtiges Motiv […] ist […] die Suche nach dem perfekten ersten Satz – eine Obsession im Boulevardjournalismus, wo die Leser wenig Zeit haben und der Text eines Artikels mit Schlagzeilen und bunten Bildern von nackter Haut konkurriert. Es ist aber auch eine philosophische Suche, der Wunsch, sich einen Reim zu machen, der leitet und schützt.“

So steht es in einer Buchbesprechung im gestrigen Feuilleton der FAZ (Nils Minkmar: Vom tastenden Leben zwischen dem ersten und dem letzten Satz, S. 32). Und so steht es hier als erster Satz – was einen Reim ergibt, der leider nichts leitet und schützt. Aber durchaus einen Sinn.

Da LIBREAS bisweilen als bibliothekarisches Feuilleton wahrgenommen wird, ist uns nämlich geraten, gelegentlich selbst in ein Feuilleton hinein zu blättern. Zum Beispiel in das der Tagespresse vom Samstag. Das sich dann wieder mit unserem Blog trifft.

Nimmt man die Kriterien „wenig Zeit“,„Schlagzeilen“, „bunte Bilder“, „nackte Haut“, dann ist das Internet an sich ein Boulevard. Dass „Boulevard“ seinen Ursprung im Bollwerk hat, passt nur noch besser ins Bild, denn die postmoderne Verteidigung liegt gerade in der Diffusion und nicht in der Ballung. Und es passt zum Phänomen der Digitalität.

Mercedes Bunz verrät uns, und hier liegt der aktuelle Treffpunkt, ebenfalls in der FAZ (und zwar im Bereich Bilder und Zeiten) ausführlich in einem flotten Programmartikel („Das Denken und die Digitalisierung“, S. Z1f.), dass die Digitalisierung […] im Gegenzug zur Industrialisierung“ nichts bündelt und normiert, sondern ihre techné, also die ihr innewohnende Logik über Leitbegriffe wie „update“ und „disruption“, d.h. Entwicklungsprozess und Unterbrechung, beschreibbar wird und fragt im Anschluss: „Warum sollte man nur Menschen fordern und fördern und nicht auch Maschinen?“ (more…)

#OR10 is here to come

Posted in LIBREAS on tour, LIBREAS.Projektberichte by libreas on 18. Juni 2010

by Najko Jahn

Only a few days left until the start of Open Repositories 2010 (6 to 9-JUL-2010 in Madrid, Spain). The conference brings together developers, managers and stakeholders in the context of digital repositories across the world.

In anticipation of the conference, many have already begun to share information. Given the increased attention on analysing Twitter-feeds, I performed a co-occurrence analysis of Open Repository 2010 related hash-tags with the aid of Social Network Analysis. Based on this TwapperKeeper Stat, created by Adrian Stevenson, and parsing the hash-tags out of the 64 tweets, the network allocates 34 unique twitter users and 14 hash-tags (for more methodological background see my paper on the methodological status of co-authorship-networks).

The following visualisation with the help of both R and visone is based on a spring embedder, thus assigning forces between vertices alias nodes. The nodes furthermore reflect the bipartite arrangement as well as the degree, i.e. as bigger the nodes (and their labels) the more links they receive (in the case of the hash-tags) or pass out (in the case of the users).

At a glance, it is nice to explore, how the hash-tags are related to each other and how well-connected repository developers are. But just feel free to explore for yourself. It would be of interest of how the network will evolve.

See ya  in Madrid!

Tag 2 und 3: InetBib 2010

Posted in Hinweise, LIBREAS on tour by libreas on 16. April 2010
help desk bei freitag.ch

von Maria-Inti Metzendorf und Manuela Schulz

Heute gibt es von uns einen Überblick über ausgewählte Vorträge von Tag 2 und Tag 3, die im Audimax der ETH Zürich zu hören waren:

Der Donnerstag morgen fing mit dem Impulsreferat von Hans-Christof Hobohm zum Technologieradar in Bibliotheken an. Hobohm stellte diverse Studien, wie The Horizon Report 2010, Digitales Leben 2009, Reports von OCLC und Zukunft und Zukunftsfähigkeit, 2008, vor.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema “Informationsdschungel”, die mitunter etwas kreuz und quer ging, wurden mehr oder weniger Aussagen zur Frage, ob Digital Natives glücklichere Menschen seien, getroffen. Mark Buzinkay hinterfragte bspw.  inwieweit das Vernetztsein auch Druck auf die Beteiligten ausübe und das Glücklichsein konstruiert wäre bzw. darauf basiere, sich aus dem realen Leben auszuklinken. Die Diskussion wurde natürlich durch die emsige inetbib2010-twitter-Gemeinde verfolgt und ergänzt. Die hier (meist treffsicheren)  Fragen und Hinweise, die wir auch parallel an der Leinwand verfolgen konnten,  bildeten einen spannenden virtuellen Rahmen  zur physischen Gesprächsrunde.  Petra Hätcher, Konstanz, plädierte u.a. dafür, sich nach wie vor mit den Rahmenbedingungen der Digitalen Spaltung und dem Spannungsfeld zwischen den “Digital Natives” und Älteren auseinanderzusetzen. Julia Bergmann, Zukunftswerkstatt, forderte eine spielerische Attitüde im Umgang mit neuen Technologien und plädierte  für das (bereits seit Jahren im Bibliothekswesen postulierte) Hinausgehen zum Nutzer.
Obwohl man im Podium hauptsächlich den Umgang mit den neuen Technologien und das virtuelle Erleben  thematisierte, wurde auch die Bedeutung der physischen Bibliothek als Lernort betont.

Die Nachmittagsvorträge (Block 9) gaben einen Überblick über mögliche Portallösungen.  Peter Kostädt, Köln, kommt anhand differenzierter Nutzungsstatistiken zum KUG u.a. zum Ergebnis, dass es keine Trennung zwischen Website und Katalog geben sollte, was so auch umgesetzt wurde.  Auch die ETH-Bibliothek hat sich ausführlich mit einer Portallösung auseinandergesetzt, die  die ressourcenübergreifende Suche (Kataloge, Datenbanken) unter einer einheitlichen  Oberfläche vereinen wird. Der auf Primo basierende “Single Point of Access” soll auf jeder Webseite im Header zu benutzen sein und wird voraussichtlich im Juni 2010 relauncht.

Als ein sehr erfrischendes  Format zur Kurzvorstellung von Themen und Projekten aus der Schweiz erwiesen sich die 5-Minuten-Vorträge, die eine schöne Abwechslung zu den anderen Vorträgen bildeten.

Der heutige dritte Tag startete mit einer Ergebnispräsentation der Analyse von diskutierten Trendthemen in der InetBib-Liste und dem Vergleich zu bibliothekarischen Blogs (netbib, infobib) und Fachzeitschriften (ABI-Technik, BIT-Online). Während die Blogs als Erste technologische Trendthemen aufgreifen, diskutiert die Liste daran anschließend, in den Fachzeitschriften werden einige Themen gar nicht aufgegriffen.

Der daran anschließende “Blick in die Glaskugel” von Patrick Danowski, verriet uns “Trends” für die Zukunft wie Tablets, Augmented Reality, Suchmaschinentechnologie, Local Aware Services, Google Applikationen,  Linked Data/ Raw Data, die in den anschließenden 5-Minuten-Vorträgen etwas konkretisiert wurden.

“Ist in Bibliotheken Web 2.0 angekommen?”, wurde mit den Vorträgen des letzten Tagungsblocks mit “teils teils” beantwortet und wiederholt dazu animiert, auszuprobieren, mitzumachen und sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen. Kommunikation, Partizipation und Offenheit stehen dabei als Paradigmen für die weiterhin zu erstrebende Nutzerorientierung.

Fazit:  Eine sehr gut organisierte Tagung, deren überwiegend guten Vorträge und Diskussionen ein bereits vorwiegend technikaffines und ausprobierfreudiges Publikum erreichte. Auf der InetBib-Tagung ist 2.0 jedenfalls angekommen, wie die Twitterwallr uns immer zeigte. Ist jedoch auch die heterogene Nutzerschaft von Bibliotheken angekommen oder nur die Digital Natives?

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Vom Hocker und noch ein Foto aus Mannheim

Posted in LIBREAS on tour, LIBREAS Veranstaltungen by Ben on 8. Juni 2008

Mannheim 2008 ist nun vorbei und als Erinnerung bleibt ein sehr, sehr positiver Eindruck, nicht zuletzt vom IBI-Stand, der mit so kompetenten wie sympathischen Standdiensthabenden überzeugte und ein ausgezeichnetes Beispiel erstens dafür war, dass das Institut sich sehr gut entwickelt und zweitens, dass es sich durchaus lohnen würde, sich in der Pappbuchhocker-Branche zu engagieren. Die häufigste Nachfrage am Stand zielte nämlich auf die Bezugsmöglichkeit dieses Hockers und so häufig, wie die freundlichen Standbetreuerinnen die Adresse des betreffenden Internethändlers herausgaben, müsste dieser eigentlich der Fachschaftsbibliothek des Instituts eine Handvoll dieser Sitzmöbel spendieren und/oder die Studentinnen als Sales Manager einstellen. Im Punkt “Bekanntheit” in der deutschen Bibliothekswelt war der Bibliothekartag für die Krefelder remember products in jedem Fall ein voller Erfolg… Aus Diebstahlschutzgründen wurden die Hocker des Typs “Leseratte” übrigens ausschließlich zu den Geschäftszeiten präsentiert und danach sorgsam weggeschlossen. Daher fehlen sie auf der untenstehenden Abbildung.

Bibliothekartag 2008

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Mannheim 2008, ein Foto

Posted in LIBREAS on tour, LIBREAS Veranstaltungen by Ben on 4. Juni 2008

Und zwischendurch, weil wir nicht immer twittern können (und wollen) einfach einmal ein Bild vom Bibliothekartag 2008.

E-Book Session Bibliothekartag 2008
Bibliothekartag 2008, “E-Book – das ewig neue Medium”
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