LIBREAS.Library Ideas

It’s the frei<tag> 2013 Countdown (12): LoC

Posted in LIBREAS Veranstaltungen, LIBREAS.Feuilleton by libreas on 10. März 2013

von Manuela Schulz

Welche Berufswelt kann nicht eine Fülle von Akronymen und anderen Abkürzungen vorweisen? Manch einer geht auch bei der schriftlichen Kurzmitteilungskommunikation derart kreativ mit Wortabkürzungen um, sodass es mitunter eine wahre Decodierungskunst beim Lesen der Kurzmitteilung erfordert. Selbst die Fantastischen Vier bescherten 1999 mit MfG – Mit freundlichen Grüßen einen Ohrwurm voller Akronyme (in dem auch die/der/das EKZ genannt wird ;-)). So wird innerhalb der Bibliothekswelt LoC nicht für Loss of Consciousness oder Loss of Control verwendet, sondern es handelt sich dabei um nichts weniger als die Library of Congress, immerhin die größte Bibliothek der Welt, wenn man die Bestandszahlen als Bezugsgröße nimmt. Und so gibt sich die Nationalbibliothek der USA selbstbewußt in ihrer Beschreibung:

Today’s Library of Congress is an unparalleled world resource. The collection of more than 155 million items includes more than 35 million cataloged books and other print materials in 460 languages; more than 68 million manuscripts; the largest rare book collection in North America; and the world’s largest collection of legal materials, films, maps, sheet music and sound recordings. (LoC Website)

Das ist ein Anstieg von 45 Millionen Bestandseinheiten (um im bibliothekarischen Sprech zu bleiben) innerhalb von 13 Jahren! Die British Library (BL) gibt sich etwas gelassener, mit der Angabe,  “the collection includes well over 150 million items, in most known languages”, und folgt somit dicht der amerikanischen Kollegin. Die vergleichsweise junge Deutsche Nationalbibliothek (DNB) kann Ende letzten Jahres immerhin rund 27,8 Millionen Einheiten an ihren drei Standorten nachweisen.

Postkarte aus dem Bibliotheksshop der Library of Congress: Main Reading Room, View from above showing researchers desks. (Carol Highsmith, photographer)

Eine Postkarte aus dem Bibliotheksshop der Library of Congress: Main Reading Room, View from above showing researchers desks. (Carol Highsmith, photographer) Wie es sich für die größte Nationalbibliothek gehört, gibt es die Ansicht nicht im üblichen Standardformat, sondern auf doppelgroßem Kartenkarton. Einen Online-Shop sucht man btw. bei der DNB vergebens, dafür finden sich ein Datenshop und die Protokolle der Sitzungen des Standardisierungsausschusses und der Expertengruppen unter A-Z.  Typisch Deutsch, denkt da mancher ;-).  LIBREAS hat zwar keinen eigenen Online-Shop, verwendet dieses schöne, sinnliche Medium aber auch gerne, seit ein paar Monaten für den Hinweis auf die bevorstehende frei<tag>13 und hat sie längst hier und da verteilt.

Unabhängig vom Bestand sind jedoch u .a. das jeweilige Dienstleistungsspektrum für Öffentlichkeit und Forschung, auch deren Darstellung, und der Grad der Vernetzung mit anderen öffentlichen wie privaten Instiutionen interessant und ausschlaggebend für das Image der Bibliothek und die Verankerung innerhalb der Gesellschaft. Wie hieß es doch so schön in Twitter letzte Woche als Kommentar während der Inetbib 2013:  “kontextualisieren statt katalogisieren”. Was machen wir mit / aus unseren Beständen? – Vielleicht wird’s in 12 Tagen bei der frei<tag> thematisiert.

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