LIBREAS.Library Ideas

#newlis – Zwischen #innovation, #Anspruch und #icamp12

Posted in LIBREAS.Visualisierung by libreas on 17. Juni 2012

Auf dem Weg zu einer neuen OA-Zeitschrift für die deutschsprachige Bibliotheks- und Informationswissenschaft? Das Twitter-Kommunikationsnetzwerk #newlis.

Tweets stecken trotz ihrer 140 Zeichen voller Entitäten, die potentiell für unterschiedliche bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fragestellungen interessant sind. So lassen sich Links auf Publikationen, die in Tweets erwähnt werden, für die Messung ihrer unmittelbaren Rezeption oder Hashtags und user-mentions für die Explorationen eines Kommunikationsnetzwerkes heranziehen (siehe ua LIBREAS Tag Twitter). Bis vor kurzem war die Extraktion dieser Eintitäten über die Twitter Search API allerdings nicht explizit in den Metadaten ausgezeichnet, was im Schluss zu ungenauen, und häufig auch unansehnlichen Experimenten mit Linkresolvern und Regulären Ausdrücken führte.

Seit Dezember 2011 exponiert Twitter nun auch die sogenannten Tweet-Entitäten (Tweet Entities), womit sich Medienarten, URLs, Benutzer und Hashtags zielgenau aggregrieren lassen.  Auf GitHub stehen nun vier an Hilfsfunktionen in R zur Verfügung, die auf die Erweiterung der Twitter Search API aufsetzen und über die Suche nach einen Hashtag die netzwerkanalytische Exploration unterstützen.

https://github.com/njahn82/twitter

Kommunikationsnetzwerk #newlis

Als Antwort auf die Ankündigung, dass die von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin herausgegebene Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST ab 2013 bei De Gruyter erscheint, wird unter #newlis die Neugründung einer reinen Open Access Zeitschrift für die deutschsprachige Bibliotheks- und Informationswissenschaft diskutiert und Strategien in einem Etherpad gesammelt.

Mit der Hilfsfunktion hash.search.rt lassen sich Tweets über einen Hashtag aggregieren. Diese ordnet dabei tabellarisch einem Ersteller eines Tweets den von ihm in diesem Tweet erwähnten weiteren Nutzern zu.

Damit lässt sich eine Kantenliste, die die Grundlage  für die obige Visualisierung bildet. Am Beispiel von igraph

#functions under https://github.com/njahn82/twitter/tree/master/Twitter
require(R.utils)
require(igraph)

sourceDirectory("")

# search with hashtag
hash.search.rt <- ("newlis")

#prepare network data
my.graph <- graph.data.frame(my.data[,c(2,3)])

#prepare plot
V(my.graph)$label = V(my.graph)$name
V(my.graph)$label.cex = sqrt(degree(my.graph))*0.4 
V(my.graph)$size = sqrt(degree(my.graph))*2
V(my.graph)$frame.color = NA
V(my.graph)$color = "#E41A1C"

#plot + save
png("testgraph.png")
plot(my.graph,layout=layout.fruchterman.reingold,edge.arrow.size=0.2,vertex.label.color = "gray20")
dev.off()

(nj)

Peer Review – eine Entscheidungsfrage für kleine Zeitschriften

Posted in LIBREAS.Debatte, LIBREAS.Referate by Karsten Schuldt on 6. Juni 2012

 Von Karsten Schuldt

Motivation (Einleitung)

Innerhalb der LIBREAS-Redaktion wird immer wieder einmal diskutiert, ob und wie wir ein härteres Peer Review Verfahren einführen sollten. Bislang arbeiten wir nach dem Prinzip des Editorial Review. Dass heisst, das wir innerhalb der Redaktion jeweils eine Person bestimmen, welche die Hauptentscheidungen zu einem Artikel trifft und insbesondere dann, wenn dies als notwendig angesehen wird, zuvor mit den Autorinnen und Autoren an einem Artikel arbeitet; nschliessend, wenn der Artikel fertig bearbeitet ist, der restlichen Redaktion eine grundsätzliche Entscheidung zur Publikation mitteilt und die anderen Mitglieder um eine Stellungnahme bittet. Mindestens zwei von uns sollten diese Rückmeldung geben (die wiederum alles sein kann: Annahme, Ablehnung, Vorschläge für Änderungen). Eine letzte Entscheidung über die Publikation oder Nicht-Publikation trifft dann die letzte Redaktionskonferenz vor der Publikation gemeinsam. Ein teilweise aufwendiges Verfahren, aber meines Erachtens ein gutes, da es eher zu besseren Texten führt.

Es gibt Gründe für dieses System. Gleichzeitig jedoch gibt es offenbar Gründe für ein anderes Peer Review Verfahren. (more…)

Die Zukunft elektronischer Datennetze aus dem Blickwinkel des Jahres 1980. Eine Abendlektüre.

Posted in LIBREAS.Referate by Ben on 6. Juni 2012

zu:

Anthony E. Cawkell (1980): Electronic information processing and publishing – problems and opportunities. In: Journal of Information Science Vol. 2. Iss. 3-4. 189-192   DOI: 10.1177/016555158000200309

von Ben Kaden

„[…] during the next five yeards it is hard to visualise any major shift from print-on-paper
to all-electronic systems on a global scale.“ – A.E. Cawkell, 1980

I

Gerade fiel mir ein kleiner Beitrag des heute nicht mehr unbedingt ständig präsenten, seinerseits aber durchaus bekannten Informationswissenschaftlers Anthony E. Cawkell (1920-2003) in die Hände bzw. auf den Desktop. Der kurze Text, ursprünglich als Informationspapier für die Europäische Kommission verfertigt, brachte es nach der Publikation im von A. E. Cawkell redaktionell mitbetreuten Journal of Information Science bis heute auf immerhin zwei Web-of-Knowlegde-registrierte Zitierungen. Welchen Stellenwert er im ca. 150 Artikel starken informationswissenschaftlichen Werk A. E. Cawkells besitzt, bleibt mir dennoch im Dunklen, ist aber eigentlich auch nicht so wichtig.

Vor der Horizontlinie einer Auseinandersetzung mit Diskursen aus der Geschichte der Informationsgesellschaft ist der prognostisch hochangereicherte Artikel nämlich unabhängig vom konkreten Autor interessant. Denn er spiegelt exzellent, wie man vor reichlich 30 Jahren über den elektronischen Datenaustausch sowie das elektronische Publizieren und seine Zukunft dachte bzw. denken konnte. Dazu zählt beispielsweise die Idee, dass dank EDV die Menge an Verbrauchspapier reduziert wird – einer der zwischenzeitlich vielleicht am drastischsten widerlegten Mythen der Technikgeschichte.

A. E. Cawkell hätte es prinzipiell ahnen können, denn er selbst merkt ja an: (more…)

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