LIBREAS.Library Ideas

Über Paperbackups: Darf man Bücher wegwerfen und was hat Apple vor?

Posted in LIBREAS aktuell, LIBREAS.Feuilleton by Ben on 23. Januar 2012

von Ben Kaden

Container-Bücher und iDucation

Zwei erstaunliche Geschichten dominierten letzte Woche die Aufmerksamkeit (und zwar in dieser Reihenfolge): Zum einen vollzog sich in zwei Weblogs etwas, was man vielleicht als die Dale-Askey-Klaus-Graf-Kontroverse bezeichnen kann. Es geht dabei um die traditionelle Frage, inwieweit man Bücher in den Container werfen und also entsorgen darf. Dale Askey beschrieb in einem vielleicht etwas zugespitzt Why I no longer collect books betitelten Beitrag in seinem eher eine gegenteilige Einstellung evozierend „Bibliobrary“ genannten Weblog sehr ausholend, dass er beginnt, die für ihn völlig irrelevanten Teile seiner Privatbibliothek quasi als Entsorgungsvorlass auszusondern:

„Anything that remained after that went into a donation bin for the public library, until we realized that putting thrice-culled dregs into a donation bin was just pushing off the burden of disposal to others and wasting their time, so we started putting them in boxes (we didn’t want our own Nicholson Baker exposé moment), sealing them with epic amounts of duct tape, and chucking them in the dumpster.”

Klaus Graf reagierte in seiner etabliert konsequenten Art im netbib-Weblog mit einem nicht minder zugespitzt betitelten Beitrag Lasst tausend Bücher brennen.

In beiden Weblogs entsponnen sich rege Folgediskussionen, die sich nahtlos in eine übergreifende Debatte zum Ende des gedruckten Buches fügt, das, so liest man, durch einen Wandel in der Einstellung zum Medium dank E-Reader und flotten Konkurrenzmedien eingeleitet wird. Die zweite Story der Woche passt gut dazu: Der Technologie-Konzern Apple revolutioniert das Schulbuch und man darf gespannt sein, wie die nicht gerade als zimperlich bekannten Lobbyvertreter der Schulbuchverlage an dieser Stelle die Substanz zu retten versuchen. Dazu sind heute noch keine Aussagen möglich.

Zwei Buchkulturen

Aber für die Aspekte „Buchentsorgung“ und den Apple-Schritt liefert ein vielleicht nicht mehr jedem bewusster Aufsatz von Fritz J. Raddatz im Times Literary Supplement vom 25. September 1969 jeweils eine Art Antwort.

Raddatz schreibt über „The Future of International Publishing“ (S. 1089-1091) und damit auch über unsere Gegenwart. Zur stürmischen Deselektionsdebatte (Kriterien laut Ewert/Umstätter: Alter, Geringe Benutzung, [schlechter] Physischer Zustand, Mehrfachexemplare (vgl. dieselb. Lehrbuch der Bibliotheksverwaltung. Stuttgart, 1997, S. 97)) hilft vielleicht das Verständnis der unterschiedlichen Buchkulturen, die die Protagonisten Dale Askey (USA) und Klaus Graf (BRD) geprägt haben dürften.

In den USA der späten 1960er Jahre bediente ein reges Verlagswesen (2500 Verlage mit 30.000 Titeln/Jahr) eine vergleichsweise kleine Zahl von Käufern (10 Millionen), die dafür aber ordentliche Mengen erwarben. Die Versorgung erfolgte über im Vergleich noch weniger Buchhandlungen: Raddatz nennt eine Zahl von 1400 und eine nahezu totale Abwesenheit jenseits größerer Städte. Drei Wege führten stattdessen die Büchern zu den Lesern/Kunden: Versanddienste, Library Sales und Paperbacks.

Während der erste Weg den Erfolg von Amazon und die frühe Affinität auch zu E-Books in den USA erklärt, die ja auch bestellt und bezogen werden, deutet der zweite Aspekt an, warum man sich mutmaßlich in der amerikanischen Buchkultur leichter vom gedruckten Buch verabschiedet: Paperbacks sind nicht als Sammelobjekte gedacht. Sie sind schnelle Verbrauchsgüter, oft auch mit bewusst geringer inhaltlicher Haltbarkeit, die man an der Tankstelle oder im Supermarkt mitnimmt und konsumiert. Viele Autoren verfolgen ihr Schaffen mehr als Job denn als Berufung. Schriftsteller, das darf man nicht vergessen, ist in den USA im Gegensatz zur Lage in Mitteleuropa  nicht zuletzt eine Art Ausbildungsberuf. Wo man sich in Europa oft gleich als Weltenschöpfer oder –zertrümmerer fühlt, bleibt man dort nicht selten ein genügsamer Kunsthandwerker mit dem Anliegen, eine Story folgt und in vielerlei Hinsicht gängig aufzuschreiben. Solche Bücher werden nicht einmal von den Autoren für die Ewigkeit gedacht.

Erfahrungsgemäß ist auch die materielle Qualität dieser Produkte nicht so, dass man sie öfter als vielleicht zweimal wirklich lesen mag. Sie verschleißen schnell und flattern daher auch im Regelfall vermutlich sogar noch schneller in den Container, als es im buchsensiblen Haushalt von Dale Askey der Fall war. Insofern ist die Bindung in der Buchkultur der USA ans Medium Papierbuch ohnehin vermutlich geringer. Der Hardcover-Anteil lag 1969 laut Raddatz bei 25 %. Legt man nun die zitierte Angabe aus Großbritannien daneben, nach der 80 % der dort produzierten Hardcover-Ausgaben von Bibliotheken erworben wurden und nimmt man an, dass es sich in den von der „paperback inflation“ geplagten USA ähnlich verhielt und verhält, so erkennt man, dass die Zahl der sammelorientierten Buchkäufer vielleicht Manhattan und einigen Universitätsenklaven etwas höher lag, über das Land verteilt aber doch eher schmal ausfiel.

Die Frage, die heute die entsprechenden Verlage umtreibt, lautet natürlich, wie viel von dieser Käuferschicht auf lange Sicht erhalten bleibt und ob sie groß, kauffreudig genug  und konsumbewusst ist, um einen Markt für bestimmte Ausgabeformen und Vertriebswege zu sichern.

In der Bundesrepublik Deutschland existierten 1969 in etwa die gleiche Zahl an Verlagen mit einer Jahresproduktion von 30.000 Titeln sowie 8000 Buchhandlungen.

Raddatz schränkt diese Zahlen ein wenig ein

„to serious publishers (1,500) and to bookshops (2,800) which are members of the official trade association, the Buchhändlerbörsenverein.”

Der Anteil der Taschenbücher lag in der Bundesrepublik laut Raddatz 1966 bei dürftigen 5,4 % und der Umsatz der „purely „literary“ publishers such as Suhrkamp and Rowohlt“ bei 10-20 Millionen Mark, was zu dieser Zeit noch etwas anderes bedeutete. Zudem gab es in der literarischen Kultur der BRD anders als anscheinend überall sonst, Berufsautoren, die von ihren Verlagen eine Art regelmäßiges Einkommen bezogen:

„In Germany it is customary for a young author – Jürgen Becker, Hubert Fichte, Konrad Bayer – to receive a monthly allowance from his publisher, wether this is justified by his commercial results being immaterial. The most respected publishers owe it to their very reputation, […]”

und außerdem schuldeten die Verleger ihrem Ruf, keine Coffee-Table-Titel zur Gegenfinanzierung auf den Markt zu werfen. Weiterhin war wenigstens dieser Zweig des bundesdeutschen Verlagswegens hochpolitisiert. Raddatz zitiert Heinrich Böll, der die „gigantische“ Verlagsindustrie und ihr mangelndes Bewusstsein angeht.

Wir müssen an dieser Stelle nicht ins Detail dringen. Wichtig ist vor allem die Erkenntnis, dass das Buch in der Geschichte des bundesrepublikanischen Intellektualismus nicht etwa als „Fetisch“ stilisiert wurde, wie der angehende Bibliotheks- und Informationswissenschaftler Henrik bei Bibliobrary mit leichter Abneigung vermutet, sondern dass es als mehr als in anderen Buchkulturen auch als ein gesellschaftspolitisches Instrument galt. Dieses Echo hallt bis heute nach.

Ob es in Titeln wie Sextips für Hunde (München: Goldmann, 1992) oder Sei schlau, stell dich dumm (Köln: Bastei-Lübbe, 2011) eine Resonanz findet, die man einst im Suhrkamp-Universum suchte, steht freilich auf einem anderen Blatt. Und natürlich war und ist dies auch in Deutschland ein Elitendiskurs. Aber die dort gepflegte Grunddeutung des Buches als Repräsentant für eine auch der Konsumgesellschaft entgegengestellte innere Tiefe wirkte weitaus stärker in die Gesamtkultur zurück, als es beispielsweise in Spanien oder Frankreich der Fall war. Dort waren Bücher, ähnlich den USA, vor allem ein Großstadtphänomen und was in den USA New York galt, galt in Frankreich Paris.

Im Schnitt, so berichtet Raddatz in Berufung auf den Verleger Robert Laffont, standen 56 % der Franzosen dazu, nie im Leben eine Buchhandlung zu betreten. In der aufstrebenden Bildungsrepublik Deutschland hätte eine solche Äußerung im Regelfall sofortige soziale Ächtung nach sich gezogen. Dagegen hatten die Franzosen wohl kein Problem damit, dass nur 6 % von ihnen öffentliche Bibliotheken benutzten und dabei die beschämende Menge von im Schnitt gerade mal einem halbem Buch im Jahr lasen. (Wie gesagt: Alles Zahlen nach Fritz Raddatz. Gegenteilige Eindrücke und Statistiken dürfen gern als Kommentar beigesteuert werden.) In den USA gingen immerhin 26 % der Einwohner ab und an zur Public Library, in Großbritannien gar 28 % und in der Sowjetunion sogar 30 %. Raddatz meldet übrigens auch, dass Bertelsmann frisch in den französischen Markt mit den Medienclubs Euro-Livre und Euro-Disques einsteigt. Ein Jahr später sollte dann FNAC Bücher in sein Sortiment aufnehmen und fast scheint es, als hätte Frankreich seine Zukunft als Buchnation zu diesem Zeitpunkt erst noch vor sich gehabt.

Paperbacks

Stapel wie sie jeder kennt, fast jeder hat und an denen man nicht selten leidet, wenn sich der freie Regalraum gen Ende neigt. Vielleicht gibt es da draußen tatsächlich noch jemanden, der Lust auf Eine Nacht mit sieben Frauen hat. Bei Amazon entdeckt man derzeit 20 Angebote zum Titel ab 0,01 Cent(+Versand). Auch beim ZVAB findet sich das Büchlein 18-mal. Aus deutschen Bibliotheken ist das Bändchen dagegen fast verschwunden bzw. befindet sich wie bei der Berliner Staatsbibliothek im Status „Konservatorische Massnahmen, zur Zeit keine Benutzung möglich”. So geht es fast allen dieser Ausgaben: Die Nachfrage ist äußerst gering und gerade deshalb neigen diese Bücher dazu, auf lange Sicht insgesamt zu verschwinden. Dies im Hinterkopf rutscht man immer weiter in die Bredoullie und schätzt sich glücklich, wenn man die Tür seines privaten Außenmagazins einfach wieder schließen und sich sagen kann: Das lass ich einfach liegen, bis es in einen Dialog mit meinen Urenkel tritt.

Technik und Buchgesellschaft

Abseits der buchkulturellen Insel der Seligen in der Leserepublik Deutschland (West) wurde das Buch als (Lehr-)Medium allerdings andernorts schon Ende der 1960er Jahre als auf dem absteigenden Ast befindlich verortet. Und das bringt uns ein wenig zur Aufregung um die Apple-Lehrbücher. Die technologische Ausgestaltung des Buchmarktes stieß unwillentlich und bittererweise die Deutschen an, wie Raddatz beschreibt. Denn man begann angesichts der Berliner Blitzkriegfantasien in London die wichtigen Buchbestände systematisch mit dem Ziel auf Mikrofilm zu speichern, auf dass man im Falle eines Falles wenigstens die Kerninhalte des kulturellen Erbes bewahrt hätte.

Den Auftrag dafür erhielt die Xerox Corporation und das Geld kam unter anderem von der Rockefeller Stiftung. Entsprechende Erfahrungen auch mit umfänglichen Verfilmungen gab es bereits zuvor. Die Library of Congress bediente sich schon seit Ende der 1920er Jahre dieses Speichermediums. Andere Bibliotheken in den USA folgten rasch. Ausgerechnet die dieser Tage endgültig erledigte Eastman Kodak Company bewies sich damals als technologischer Innovationsmotor. Die Bedrohung durch den Bombenkrieg sorgte aber dafür, dass die Technologie für Xerox zum lukrativen Geschäftsmodell wurde. Später kaufte dieses Google seiner Zeit einige Verlage auf (IBM übrigens auch) und die öffentliche Hand in den USA förderte diese Entwicklung weiter.

Raddatz zitiert eine sehr interessante Zukunftserwartung von Herbert S. Baily Direktor der Princeton University Press aus dem Jahr 1966:

„The development of cheaper copying machines is still in its infancy. By means of this new technology long-distance copiers will soon be feasible. Then a book or essay will be placed in a machine in New York, and a copy of it will appear in Chicago or California, transmitted across a network of cables linking all large libraries and bookshops. It can be imagined what a revolutionary development immediate long-distance lending facilities from one single central library, such as the Library of Congress perhaps, will be for all libraries. Only a single copy of any particular book would be necessary for the library requirements of a whole country and enormous expense of constant cataloguing and keeping records would be spared. To save space this single copy could, for instance, be kept on microfilm in the National Library solely for reproduction on demand.”

Hier klingt ziemlich genau das Setzen auf die disruptive Kraft der neuen Vervielfältigungs- und Distributionstechnologien an, wie wir sie ein paar Jahrzehnte später in Bezug auf digitale Technologien vernehmen durften (und dürfen). In bemerkenswerter Weise zeichnet der Verlagsleiter sogar ein Bild, das an das Internet erinnert. Die elektronische Dokumentenlieferung durch Bibliotheken ist 1966 das Thema dieser Zukunft. Dazu tritt Print on Demand und wer heute Espresso-Book-Machines aufstellt, sollte ruhig einmal an Herbert Baily denken, der seine Äußerungen – dies nebenbei – in dem Jahr tätigte, in dem das jetzt geltende deutsche Urheberrechtsgesetz in Kraft trat. Man hätte Subito bzw. den heutigen § 53a UrhG also fast schon berücksichtigen können. Zudem betont Baily die Idee der Speicherbibliotheken, die kurz darauf für Furore sorgen sollte sowie generell die Einspar- und Rationalisierungsmöglichkeiten, die neuen Technologien gemeinhin mit sich bringen.

Apple findet dagegen für seinen Schritt in den Bildungsmarkt in Leon Shimkin vom Traditionsverlag Simon & Schuster seinen Vordenker. Raddatz zitiert diesen mit der Aussage:

„The education industry will soon be the number one industry in America.“

Man muss gar nicht weiter erwähnen, dass Shimkin zugleich ein Triebwagenführer des Paperback-Zugs war und sich als Leistungsziel definierte „the creative art of publishing with the science of commerce“ zu verbinden. Da steckt mehr Steve Jobs drin, als man vielleicht zunächst annimmt.

Es war die Zeit, in der RCA bei Random House einstieg und verlauten ließ:

„The publishing industry and electronics are logical partners in the development new before us, which will operate in the field of education in particular.”

So könnte auch eine Pressemeldung vom Januar 2012 lauten. Nur zielen iBooks und iTunes U gerade an den Verlagen vorbei. Und rhetorisch bewegt man sich ganz auf der Schiene des Abschieds vom Druckwerk:

„Gedruckte Bücher seien nicht tragbar genug, nicht langlebig genug, nicht interaktiv, nicht schnell durchsuchbar und nicht zu aktualisieren, sagte Marketingchef Phil Schiller […]. Die neuen iBooks seien dagegen all das.“ (http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-01/apple-ibooks2-ibooks-author)

Wobei sich Langlebigkeit vermutlich weniger auf die Form als auf die Sustainability des Inhalts dank Upgradebarkeit beziehen dürfte.

Da erinnert man sich gern dank Raddatz an Georg Haller, Präsident der aus dem Zusammenschluss des Medienhauses Time-Life und des Technologiegiganten General Electric hervorgegangenen General Learning Corporation und dessen Stellungnahme aus dem Jahr 1966:

„We are not interested in the book business, we are mainly interested in the information business. That is the ‘in’ word today.”

Und irgendwie trägt diese In-Wortierung auch heute noch. Der Unterschied ist möglicherweise, dass die Technologieunternehmen ihre Schritte in diesen Bereich vielleicht wie Google mit Materialzulieferung durch Bibliotheken angehen, aber ansonsten, wie zunehmend auch Amazon, die Verlage für Dienstleistungen rund um Text und Information auf absehbare Zeit mehr oder weniger für verzichtbar halten. Auch in Deutschland erkannte man natürlich, dass die Reise in Richtung einer sukzessiven Abkopplung des Informationsmarktes vom Medium Buch geht:

„It seems that that classic instrument of education, the book, is being superseded by new
media“

schreibt Raddatz und setzt eine zeitpolitische Spitze nach:

„even in East Berlin and of course in the Soviet Union (where, in Leningrad, there is already a computer input-device that reads texts almost faultlessly), there is a great concern with the possibilities of handling new types of information.”

Man erinnere sich: 1969 wurde, dies als Nebenbemerkung, an der Humboldt-Universität ein Lehrstuhl für Informations- und Dokumentationswissenschaft neu eingerichtet. Man wusste also „sogar“ in Ostberlin, was das In-Wort der Zeit ist. Und dieser Lehrstuhl dürfte nicht ganz unbeeinflusst von den Überlegungen des Leitkybernetikers der DDR, Georg Klaus, geblieben sein, der von Raddatz mit folgender Prognose zitiert wird:

„In the not too far distant future we shall have to radically revise our possibilities of information storage. Beginnings have already been made in some sort of rationalization of storage. I am referring to the loose-leaf system in the publication of standard texts: as a subscriber, one received the latest pages and substituted them for the old ones. One thus had a “dynamic” standard text, and one was always in touch with new developments. But this manual means of storage will no longer be of any use in the future. Even by this method the shelves of libraries would eventually overflow. In my opinion scientific books will almost completely disappear in the future.”

(Un)Sterblichkeit und Kontext

Georg Klaus konnte noch nicht vorhersehen, dass eventuell in nicht allzu ferner Zukunft die sogar meisten Formen von Büchern marginalisiert werden. Die Alternative elektronischer Texte dürfte, so meine Prognose 2012 und auch mein eigener konsumethischer Ansatz, dazu führen, dass der Kauf eines gedruckten Buches eine bewusste Entscheidung für das gedruckte Buch als Produkt darstellt. Die Orientierung auf das Objekt, die Materialität und Gestaltung, die nicht digital simulierbare Verbindung von Material und Inhalt werden noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Japanische Doppelblattbindung zum in Poliphilus Antiqua gesetzten Kleist’schen Marionettentheater-Essay ist schon etwas, dessen ästhetische Überlegenheit gegenüber den Verdana-Landschaften auf Flüssigkristall man auch ohne großes Fingerspitzengefühl erkennt…

Genau genommen war das Medium Buch für eine lange Zeit entweder notwendiges Arbeitsmittel oder ein selbstverständlicher, unhinterfragter da alternativloser Alltags- und/oder Repräsentationsgegenstand wenigstens in bestimmten gesellschaftlichen Schichten. Dass das Buch als Konsumartikel, wie es die Paperbacks darstellten, aber noch sehr lange gegen Tablet-Technologien bestehen wird, scheint mir heute eher unwahrscheinlich.

Die Rationalisierung, über die sich einst die Bibliothekare in ihren überquellenden Bibliotheken freuten, dringt nun auch in die Privathaushalte. „I can enjoy more room in my home“ schreibt Dale Askey. Wir transformieren unseren Medienkonsum getreu Jeremy Rifkins Age Of Access. Wer es sich leisten kann (oder muss), lebt mit wenigen Dingen. In diesem Punkt treffen sich saturiert und prekär. Die psychologische Dimension dahinter wäre noch zu beleuchten. Die praktische Dimension heißt jedenfalls: Der flexible Mensch muss möglichst am richtigen Ort sein können. Wer alle drei, vier Jahre umziehen muss oder möchte und seine Transportkisten selbst ein-und auspacken muss (und meist nicht möchte), entwickelt naturgemäß eine gewisse Abneigung gegen alles nicht unbedingt Notwendige. Steckt aber noch mehr hinter dem Trend zum Einschrumpfen aller Medien auf flashgespeicherte Inhalte?

Kommentator Henrik schreibt bei Bibliobrary ein bisschen vom Küchentisch der Philosophie:

„Actually the bibliophilic habit of collect books for me is sort of an attempt to deny your own mortality.”

Ich sehe es fast gegensätzlich: Sich auf die materielle Last des Gedachten, Geschriebenen und damit Kommunizierbaren in dieser Form einzulassen, heißt eigentlich, sich permanent mit der Vergänglichkeit zu konfrontieren und darin doch die Illusion zu bewahren, das etwas auf Dauer bleibt. Die schiere anwesende Masse von Büchern in einem durchschnittlichen Akademikerhaushalt macht all die, die noch keine angemessene Strategie zum Umgang mit der materialisierten Ballung von Geschriebenen und also Gedachten und also den berühmten Aussichtsschultern für uns Zwerge entwickelt haben, meist etwas demütiger und sensibler gegenüber der schmalen Lebensspanne, die bleibt, um sich darin produktiv herumzutreiben.

Dale Askey hat natürlich gleichfalls recht: Im Falle eines tatsächlichen Ablebens werden solche Sammlungen zu einem rein praktischen Problem. Die Erben haben vielleicht längst selbst angefangen, ihre Tapeten hinter eigenen Bücherwänden zu verbergen und weder Lust noch Zeit, die mühsame Sortierarbeit anzugehen, die auch ein noch halbwegs überschaubarer Bestand von vielleicht 5000 Büchern, die auf einmal zu integrieren sind, nun einmal macht, während das Leben auch so weiterläuft. Insofern, so könnte man mit Henrik argumentieren, stellt man sich im Akt des Aussonderns direkt seiner konkreten Sterblichkeit und nimmt schon einmal den Hinterbleibenden die eine oder andere Last.

Ich muss mich, gerade weil ich Bücher auch als griffiges Medium gern um mich habe, meine Zeitung bevorzugt auf Papier lese und dafür auch die Kioskgebühr bezahle und jeden persönlichen Brief, der mich erreicht – im Gegensatz zu E-Mails, die alle gelöscht werden und niemals ausgedruckt – sorgfältig aufbewahre, in diesem Punkt mit meinem Verständnis in der Tat mehr auf die Seite Dale Askeys schlagen. Ich denke, wenn man vor dem Aussondern vielleicht in einem Verbundkatalog die Bestandsnachweise gegenprüft und eventuell zusätzlich bei Amazon nachsieht, wie oft ein Titel gebraucht angeboten wird, muss man bei entsprechender gegebener Restpräsenz auf Erden m. E. auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man das eine Exemplar, das man wirklich nicht mehr brauchen kann, in die Papiertonne wirft. Oder, sofern man das nicht übers Herz bringt, auf einer Parkbank oder in der S-Bahn oder im Universitätsfoyer aussetzt. Das ist mir nichts anderes, als eine PDF-Datei von der Festplatte zu löschen.

Anders ist es mit diesen obskuren Stücken, die sich trotz allem nach und nach ansammeln, die man selbst nicht lesen mag, die niemand sonst lesen mag und die jedoch so gut wie nirgends nachgewiesen werden. Damit sollte man wirklich nicht zu voreilig sein. Irgendwann könnte sich nämlich auf einen Schlag alles ändern und man trifft auf einer dieser internationalen Feten, wie sie in Universitätsstädten nach wie vor gepflegt werden, wie zufällig eine hinreißende rumänische Studentin der Informationswissenschaft vor deren Augen man wie selbstverständlich ein Bändchen zur Estetikkybernetiko aus der Jackentasche zieht und die man, die richtige Seite punktgenau aufschlagend, als wäre es das normalste von der Welt, mit – freilich ein wenig tautologischen These – bezirzt:

„Sekve al la donita difino la informaciestetiko [i=ld 1/w] ne povas esti pli aĝa ol la informaciteorio kaj la kibernetiko.”

Der Eindruck, den man damit hinterlässt, ist ganz bestimmt ein bleibender.

Berlin, 21.01.2012

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7 Antworten

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  1. W. Umstaetter said, on 23. Januar 2012 at 18:32

    Auf die Frage: Darf man (publizierte) Bücher wegwerfen, ist zunächst zu sagen, nein, weil das immer auch eine Verzerrung des Geschichtsbildes bedeutet. Darf man gedruckte Bücher wegwerfen, natürlich nur dann, wenn sie digital archiviert sind. Dass gedruckte Kunstwerke nicht dazu gehören, versteht sich von selbst. Wir, Ewert u. Umstätter haben im Lehrbuch der Bibliotheksverwaltung schon 1997 (Bibliotheksmanagement 2011) darauf hingewiesen, dass sich das Buch als Archiv- und Transportmedium vom Buch als Ausgabemedium getrennt hat. Schon damals wurden immer öfter Teile von Büchern zum lesen ausgedruckt (danach nicht selten weggeworfen), während die digitale Form als Archivmedium fungierte. Außerdem wiesen wir darauf hin, dass Computer in hohem Maße dazu dienten im Publikationsbereich neue Druckerzeugnisse vorzubereiten. Darauf hinzuweisen war damals wichtig, weil es zu dieser Zeit immer wieder Stimmen gab, die meinten, das Buch würde durch das Internet bzw. die Computer verdrängt, obwohl die Papierproduktion Jahr für Jahr anstieg. A. DeKemp liebte damals das berechtigte bon mot, der Fortschritt im Buchdruck liegt heute darin, dass wir das Papier in Büchern nicht mehr zweiseitig sondern einseitig bedrucken. Und OCLC hatte eine Studie veranlasst, die zeigte, dass Leser aus Volltextdateien von wissenschaftlichen Büchern meist nur geringe Anteile ausgedruckt haben wollten. Dass wir schon längst nicht mehr alle Bücher die erscheinen, auf Papier ausdrucken und noch weniger archivieren können ist ein Faktum, das man nicht ignorieren kann.

    Dass multimediale Lehrbücher den klassischen gedruckten Büchern weit überlegen sein können, weiß jeder, der deren Vorzüge in Simulationen, interaktiven Modellen, Videos oder beispielsweise in medizinischen Diagnosen schon kennen gelernt hat. Damit lässt iBooks 2 einiges erhoffen, oder auch befürchten, denn es könnte durchaus sein, dass in absehbarer Zeit etliche Lernziele nur erreichbar sind, wenn man auf diesem Niveau des Blended Learnings aufsetzt, so wie man schon heute ein Studium ohne Computer, Lehrbücher oder Tutorials kaum erfolgreich abschließen kann. Die meisten Lehrbücher von heute sind allerdings nicht viel mehr als PDF-Dateien, die man auch asdrucken kann, denn das war ja der Sinn von PDF, Bücher auf dem Papier und dem Bildschirm möglichst identisch zu machen.

    Der schöne Satz von 1966: „We are not interested in the book business, we are mainly interested in the information business. That is the ‘in’ word today.” erinnert daran, was immer mehr Menschen vergessen, dass das der Zeitpunkt war, als die Informationstheorie von Shannon und Weaver (1949) aus einer Dokumentation ein IuD-Bereich und dann einen BID-Bereich machte.

    Ebensowenig sollte man das vergessen, worauf M. Buckland hingewiesen hat: dass Emanuel Goldberg schon 1931 ein Patent auf seine Idee, den Mikrofilm mit einem Indexcode so zu versehen, damit man das machen kann, was durch Vannevar Bush’s in “As We May Think” (1945) publizierte und durch sein “Memex” bekannt wurde. Dass das dann erst durch die Digitalisierung und die Computer so realistisch wurde, wie wir es heute beobachten, zeigt eigentlich nur, dass man die Mikrofilm- und Lochkartentechnik sehr lange in ihrer Leistungsfähigkeit überschätzte. Immerhin war das die Zeit, in der man schon die Vision des World Brains (H.G. Wells) hatte.

  2. Dale said, on 24. Januar 2012 at 03:36

    Interessanter Beitrag, also vielen Dank für die Zeit und die Mühe, die Sie genommen haben. Ich möchte hier nur drei Kommentare anbieten:

    – Zuerst muss ich leider darauf hinweisen, dass Sie mich vielleicht falsch verstanden haben. Wo Sie mich wörtlich zitiert haben, redete ich keineswegs von meiner Privatbibliothek, sondern von dem Verfahren, das wir in der Bibliothek an der Washington University in St. Louis verfolgt haben. Das war übrigens in den 90er Jahren, also lange vor Googles Digitalisierungsprogramm und den heutigen eBooks. Erst Jahre danach habe ich mich mit der Reduzierung der eigenen Bestände im Hause beschäftigt, und dann habe ich keineswegs massenweise Bücher weggeworfen, sondern die überwiegende Mehrzahl verkauft bzw. einfach weitergegeben, wie in dem Blogbeitrag geschildert wird (in dem Absatz, wo Finnegan’s Wake erwähnt wird). Aus meiner Privatbibliothek landen nur äußerst wenige Bücher in der Tonne, wirklich nur ganz zerfallene bzw. beschädigte Bände.

    – Durch die erwartete wenn vielleicht nicht ganz so vehemente Reaktion aus deutschen Kreisen haben wir alle erneut bestätigt bekommen, wie Sie hier richtig darstellen, dass Deutschland eine eigene Buchkultur hat, die sogar von den nächsten Nachbarn nicht imitiert wird, geschweige denn im Lande meiner Herkunft. Ob es in den USA so ist, wie die Artikel in Slate es darstellen, na ja, darüber könnte man ewig diskutierien, aber deutlich ist, dass das Verhältnis zum Buch in Deutschland ganz anders ist. Wegen dieser Tatsache würde ich–rein aus meiner nordamerikanischen Perspektive–die Bezeichnung “zugespitzt” bestreiten. Keine haben sich hierzulande aufgeregt, denn ich schildere nur eine Situation, die alle relativ gut kennen. Wer im Glashaus sitzt …

    – Drittens muss ich erwähnen, dass auch wenn ich in dem Beitrag erzählt habe, wie die Bibliothek Bücher weggeworfen hat, war der Zweck dieser Ausführung nur, das persönliche Verhältnis zum Buch und dessen Werdegang zu erläutern. Was Bibliotheken betrifft, habe ich eine etwas differenziertere Haltung. Auch wenn ich die Notwendigkeit von der Aussonderung sogar von größeren Mengen als eine Alternative für die Beseitigung von Büchern in bestimmten Fällen befürworten, bin ich auch davon überzeugt, dass Bibliotheken kollektiv die Pflicht haben, nahezu jedes Buch zu sammeln, mindestens in einer Bibliothek, irgendwo, besser noch in mehreren, geographisch-politisch sinnvoll verteilt. Ich plane eigentlich einen nachfolgenden Beitrag, wo ich meine Arbeit in diesem Bereich beschreiben werde, im Dienste eines Plädoyers, die nordamerikansichen wissenschaftlichen Bibliotheken sollen diese Aufgabe nicht komplett aufgeben, wie sie jetzt zunehmend tun.

    • Ben said, on 24. Januar 2012 at 12:00

      Vielen Dank für die Anmerkungen und natürlich für die Korrektur! An der Stelle war ich tatsächlich schon bei der anderen Debatte.

      Das liegt vielleicht auch daran, dass meiner Erfahrung nach Bibliothekare, die tagtäglich in den Beständen arbeiten, weitaus weniger Probleme haben, ein Buch einfach zu entsorgen, als man es gemeinhin annimmt. Diese harte Form des Weeding ist nur wahrlich kein Phänomen der neunziger Jahre. Mein Vater absolvierte vor seinem Studium irgendwann in den 1960ern eine Bibliothekarsausbildung und berichtete von den ihn entsetzenden riesigen Bergen von Titeln, die aus den Magazinen in einen nicht-öffentlichen Hof geschaufelt und dort vergessen wurden. Der Grundstock seiner Privatbibliothek stammte aus diesem Berg der Verschmähten. Mich haben in meiner Kindheit diese Lederbände vorwiegend aus dem 19.Jahrhundert sehr fasziniert und ich habe fast zuerst Fraktur zu lesen gelernt.

      Zu Beginn meines Studiums wurde ich während eines Praktikums mit der Tatsache konfrontiert, dass Fachreferenten Dubletten auch ganz gern mal einfach in ihren Papierkorb werfen und eines dieser Bücher – ein Band, der im Rahmen eines Ost-West-Transfers ungebraucht aus einer Westdeutschen UB ausgesondert und der ostdeutschen Einrichtung gespendet wurde – wohnt noch immer bei mir, genauso wie in einem dunklen Flur ein halber Regalmeter sorgfältig gebundener Ausgaben von Die Welt der Frau aus den Jahren um 1905. Im Gegensatz zur einstmals haltenden Bibliothek kann ich sie nicht in den Container legen. Aber ich brauche sie auch nicht und anscheinend auch sonst niemand. Wie dem auch sei: Es gibt nach meiner Wahrnehmung auch im deutschen Bibliotheksdienst nicht wenige Mitarbeiter, die weitaus schlachter-hafter (bzw. ungeschlachter) mit ungewollten Beständen umgehen, als es Dale Askey tat.

      Allerdings beweisen sie dabei im Regelfall dennoch ein Differenzierungsvermögen und ich kenne kaum eine öffentliche Bibliothek, in der sich nicht ein regelmäßig bestückter Tisch mit abzugebenden Titeln findet. Die wirklich in die Tonne wandernden Bücher sind heute jedenfalls (und hoffentlich) nur noch solche, die sich noch etliche Dutzend Male an anderen Stellen nachweisen lassen. Ebenfalls zu bedenken ist, dass manch ein Fachkollege auch noch die Argumente der Debatten um das gute Buch und den pädagogischen Auftrag der Bibliotheken in sich trägt. Mit diesem Blick muss man sich mitunter um Bücher kümmern, die man wirklich niemandem zumuten mag.

      Diese Einstellung mag man für tadelnswert halten. Aber ich bin mir sicher, dass wir theoretisch für wirklich jeden in Variation der Ranganathan’schen Grundregeln (vielleicht als Every book its abhorer.) einen Titeln finden, den er sich weder in seiner Bibliothek, noch seiner Privatsammlung noch irgendwo sonst aufgestellt wünschen würde. Selbstverständlich ist es die Aufgabe des Bibliothekswesens, insgesamt gesehen auch Exemplare dieser Sorte so lang wie nur möglich vorzuhalten. Ich würde also das “nahezu” im obigen Kommentar ersatzlos streichen. Vielleicht ist es auch die moralische Pflicht der Bibliothekare, selbst für diese Bücher im Falle eines Falles ein Asyl zu suchen. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil das entsprechende Urteil bei jedem von uns wahrscheinlich ziemlich unterschiedliche Titel betrifft. Vielleicht muss man auch verstehen, dass man manchmal nicht anders kann. Ich kenne jedenfalls Connaisseure, die Uwe Tellkamps Turm nach dem vierten Anlauf entnervt zuschlugen und zu psychohygienischen Zwecken einfach ins Altpapier warfen. Allerdings waren das keine Bibliothekare sondern schlichte Literaturliebhaber…

      • Dale said, on 24. Januar 2012 at 14:21

        Über dieses “nahezu” habe ich selber tatsächlich gegrübelt, denn es stellt sich von alleine die Frage, welche Bücher sollte man eben nicht sammeln. Die Frage kann ich nicht auf Anhieb beantworten, denn es fallen mir spontan keine Kandidaten fürs Nicht-Sammeln ein. Ich mag aber in beruflicher Praxis keine absoluten Gebote, denn sie schränken a priori den Handlungsraum auf null ein bzw. schließen Vernunft und Entscheidungsvermögen komplett aus. Wir verstehen uns aber ziemlich gut, denn mit zigtausenden Bibliotheken mit diversen Aufträgen auf der Welt, sollten wirklich keine Bücher letztendlich durch sämtliche Maschen sickern.

  3. MI said, on 24. Januar 2012 at 13:15

    Welch herrlicher Text voller köstlicher Ausdrücke, Ben. Vielen Dank! :-)

  4. MI said, on 25. Januar 2012 at 08:48

    Und noch ein audiovisueller Nachtrag zum Thema, der sich mit der physischen Präsenz zahlreicher “echter” Bücher auseinandersetzt.

  5. [...] touched a sensitized German nerve. For those who kann, here are some of those responses (one, two, and [...]


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