LIBREAS.Library Ideas

Vom schlechten Lesen und wie die Neurowissenschaft dieses verabschiedet

Posted in LIBREAS.Referate by Ben on 17. Januar 2009

Anmerkungen zu:

Stein, John (2009): Our reading’s bad – but not that bad. In: Standpoint. Issue 8 (January 2009) S. 54
Online: www.standpointmag.co.uk/node/726/full

von Ben Kaden

Zum Einstieg der Ausstieg. John Stein, emeritierter Professor für Neurowissenschaften an der University Oxford, schließt seinen Ausflug in die Lesetheorie mit folgender Passage:

However, if the finer points of spelling and the complicated rules of where to put an apostrophe are really instruments of social control and establishing status, one has to ask whether these skills are really going to be necessary in the 21st century. Now that computers can become an extension of one’s cognition in the same way as a violinist’s bow becomes an extension of his hand, PCs could perhaps do the dogsbody work of reading and re-enfranchise our poor readers, allowing their brains to do the things they’re much better at. Perhaps we should abandon social control by the tyranny of the complicated rules of grammar and illogical spelling and recognise that tomorrow’s children may not need to learn to read at all.

(more…)

LIBREAS@MySpace

Posted in LIBREAS aktuell by Ben on 9. Januar 2009

Worauf wir noch gar nicht hingewiesen haben, ist, dass LIBREAS dank des Engagements unseres nordamerikanischen Redaktionsbüros eine ganz schmucke MySpace-Seite besitzt: www.myspace.com/libreasna. Bei Facebook sind wir übrigens auch zu finden….

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Der Tod des Autors, seine Wiederkehr und sein Verschwinden in der Digitalität.

Posted in LIBREAS.Referate by Ben on 8. Januar 2009

Anmerkungen zu:
Rombes, Nicholas (2008): The Rebirth of the Author. In: Kroker, Arthur; Kroker, Marilouise (Hg.): Critical Digital Studies. A Reader. Toronto: University of Toronto Press. S. 437-441

von Ben Kaden

Die Postmoderne fand im Punkte der Autorenschaft womöglich ausgerechnet im positiven Wissenschaftsverständnis einen frühen Verbündeten. Dies vielleicht sogar früher, als man postmodern dachte. Denn in einer eindeutig erkennbaren, erfassbaren und womöglich kontrollierbaren Welt spielt es weniger eine Rolle, wer sie erkennt, sondern, dass sie nur erkannt wird. Der Wissenschaftler für die Wissenschaft, der Funktionsschreiber lebte, als der Autor noch längst nicht für tot erklärt wurde. Roland Barthes rief den mort de l’auteur mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund in den späten 1960er Jahren aus und wurde reichlich missverstanden. Das Herauspflücken einer schlagkräftigen Formulierung, verwischt manchmal etwas zu sehr den Kern der Sache und alle, die tatsächlich den Tod des Autors vermuteten, hätten durchaus einmal bei der Tatsache stutzen können, dass gerade der, dem diese Feststellung zugeschrieben wird, als Autor zu konkreten Identifikationsindividuum erwächst. Nicholas Rombes, Professor für Literatur an der katholischen University of Detroit Mercy, rückt genau dieses Missverständnis in der Mittelpunkt und zwar von der Feststellung ausgehend, dass der Autor zu Zeiten der digitalen Kommunikation gar nicht im Nirwana ist, sondern leicht feststellbar überall. Und dann doch wieder nirgends. (more…)

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