LIBREAS.Library Ideas

Deutschland liest über den Treffpunkt Bibliothek. Auf Berliner Plakatwänden.

Veröffentlicht in Sonstiges von Ben am 11. November 2009

Über viele Berliner Plakatwände wird die Werbekampagne zur aktuell und noch bis zum 13.11. laufenden Bibliothekswoche Deutschland liest in den öffentlichen Raum getragen. So z.B. an den Stationen der S-Bahnlinie 7 entlang. Da uns zwei Aufnahmen vorliegen, die dies dokumentieren, wollen wir diese der Weböffentlichkeit natürlich nicht vorenthalten.

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Lichtenberg

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Lichtenberg

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Springpfuhl

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Springpfuhl

Update, 17.11.2009: Die Anregung von Barbara Schleihagen aufgreifend ergänzen wir noch einmal den Gesamttitel der Veranstaltung: Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek. Dazu gibt es noch eine weitere Aufnahme, diesmal vom S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost:

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Springpfuhl

Treffpunkt Bibliothek - auf dem S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost

Bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass sich das Plakat zur Bibliothekswoche  in Nachbarschaft zur ziemlich offensiv und auch im Humordurchschnitt passgenau auf die Generation der „Digital Natives“ zugeschnittene Kampagne „Sind wir reif für eine neue Zeitung?“ der WELT befindet, sich also zwei Formen des Lesens nebeneinander zeigen: das kurze schnelle und das vielfältig, fröhliche. Was die besagte Zielgruppe besser anspricht, ob Herrenbrust oder Kopfleiste, ist schwer zu beurteilen. Für die meisten Fahrgäste der S-Bahn versinken beide Plakate an diesem Teil der Strecke allerdings weitgehend im Grundrauschen der Umwelt, denn wer hier, auf den weiteren Strecken in die Innenstadt hinein, fährt, trägt beobachtungsgemäß in Regel Innenohrkopfhörer und – jawohl – liest.

Wer bezahlt das Grün? Und wem gehört es? Ein kritischer Blick auf Mendeley und ResearchGate

Veröffentlicht in LIBREAS.Referate von libreas am 4. November 2009

Rezension zu: Lambert Heller (20. September 2009): Green Road 2.0 – eine leise Revolution von Mendeley und Researchgate?. In: Biblionik. Zur Revolutionierung von Bibliothek und Wissensorganisation durch das Internet

von Najko Jahn

Nachdem der Heidelberger Appell in der Open Access-Community gleich einer Bombe im Gebetbuch eingeschlagen war und mithin seine Wirkung für Open Access noch nicht gänzlich abzuschätzen ist, sorgten in den letzten Monaten die publikumswirksamen Ankündigungen zweier Start-Ups – Mendeley und ResearchGate – für weitere Aufregung.

Am 16. September 2009 schrieb der Guardian dem technischen Direktor von Amazon, Werner Vogels, die Aussage zu, dass Mendeley das Vermögen hat, „einen Gesinnungswandel in den Wissenschaften“ („changing the face of science“) zu bewirken.1 Und zu ResearchGate vermerkte die FAZ am 22. Juli 2009 ungewohnt enthusiastisch:

„Wer Online-Plattformen wie Research-Gate besucht, versteht leicht, weshalb „Open Access“ und damit der verzögerungsfreie Zugang zu den gewünschten Veröffentlichungen von vielen als die einzig denkbare Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens gesehen wird.“2

Auffällig ist zunächst , welches Gewicht mittlerweile die Tagespresse um die Diskussion über adäquate Publikationsmodelle in den Wissenschaften hat und wie erstaunt, ja fast ratlos das deutschsprachige Bibliothekswesen jedesmal entsprechende Meldungen aufnimmt. Auffällig ist weiterhin, dass ökonomische Interessen und Modelle verstärkt die Debatte beeinflussen und wohl zukünftig wieder stärker in Betracht gezogen werden sollten. (mehr…)

#15 LIBREAS.Library Ideas Ausgabe Online (beta)

Veröffentlicht in LIBREAS aktuell von libreas am 28. Oktober 2009

Die neue LIBREAS Ausgabe ist nun online. Neben unserem Schwerpunkt „Nach der Semantik – Eine neue linguistische Kehrtwende“ haben wir auch den alten Schwerpunkt „Open Access und Geisteswissenschaften“ mit Beiträgen fortgesetzt, die in diesem Blog als PrePrints diskutiert wurden. Ein erfreuliches Experiment, das wir in Zukunft gerne fortsetzen möchten.

In den nächsten Tagen werden die Texte auch auf dem edoc-Server der HU erscheinen.

Viel Spaß beim Lesen!

Wir freuen uns auf Kommentare und Kritik. Gerne hier im Blog oder an redaktion@libreas.eu

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Ein Blick auf den PRS-505

Veröffentlicht in Sonstiges von libreas am 30. September 2009

Von Aline Hötzeldt

Glücksgriff auf dem Erfurter Bibliothekartag 2009 für mich – Studentin am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin: Am Donnerstag, den 04. Juni, fand am Nachbarstand des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, an dem sich die Emerald Publishing Group repräsentierte, eine Verlosung des Sony E-Book-Readers statt. Wenige Stunden nach meiner Teilnahme überreichte mir die nette Dame von Emerald völlig überraschend unter Glückwünschen den E-Book-Reader und von jetzt auf gleich war ich stolze Besitzerin eines Sony E-Book-Readers.

Von außen präsentiert sich der PRS-505 wie ein dünnes Buch mit Schaltern und diversen Anschlüssen an der oberen und unteren Kante. Nach dem Aufklappen des leicht magnetischen ‚Buchdeckels‘ erinnert der physische Inhalt weniger an ein konventionelles Buch. Auch die Handhabung ist eine völlig andere.

Lesen mit dem Reader

Besonders hervorzuheben ist das Display des Readers, das mit der E-Ink-Technologie ausgestattet ist. Augen schonend und vergleichbar mit der Lesequalität auf bedrucktem Papier ist der E-Paper-Bildschirm wohl die lobenswerteste Ausstattung des Readers. Auch bei hellen Lichtverhältnissen und sogar bei direkter Sonneneinstrahlung auf den Bildschirm ist die Schrift einwandfrei lesbar. Betont werden kann hier auch die lange Akkulaufzeit. Strom wird während des Lesens nur beim Umblättern verbraucht. Ein nettes Feature ist das Abspielen von Musikdateien parallel zum Lesen – nicht unbedingt ein Muss, aber es bietet eine weitere Möglichkeit das Lesen angenehmer zu gestalten.

Der Seitenaufbau ist dagegen etwas langsam. Schnelles Durchblättern, wie man es von gedrucktem Material gewohnt ist, ist hier noch nicht möglich. Das liegt weniger am Format oder an der Struktur der Datei, sondern am Reader selbst, da sich diese Eigenschaft auch durch die Menüführung hindurch zieht. Bei Bilddateien macht sich dieses Manko noch deutlicher bemerkbar.

Der Reader unterstützt folgende Textformate:

  • Adobe PDF
  • DOC, RTF, TXT
  • BBeB, ein Sony-eigenes Format (‚Broad Band E-Book’)
  • ePub, ein offener Standard für E-Books

Weiterhin kann er Bilder in JPEG, PNG, GIF und BMP sowie MP3 und kopierschutzfreie AAC-Dateien wiedergeben.

Lesbarkeit von Texten in PDF

Zunächst nutzte ich den Reader zum Lesen von PDF-Dateien. Nach relativ kurzer Zeit konnten schon einige Eigenschaften des Readers im Umgang mit PDFs festgestellt werden, die sich vom Lesen an einem Computerbildschirm abheben. Die Größe des Textes ist in drei Stufen einstellbar. Im kleinen Anzeigeformat ist alles, abgesehen von der zum Teil winzigen Schrift, wie gewohnt. Sobald aber die Größe der Schrift verändert wird, wandelt sich auch die Struktur der Seite. Zwar passt sich der Text der Bildschirmgröße an, allerdings werden Zeilenumbrüche automatisch am Ende des Bildschirms eingefügt ohne zu berücksichtigen, ob das jeweilige Wort vollständig ausgeschrieben ist. Die Zeilenumbrüche, die im PDF-Dokument gesetzt wurden, bleiben zusätzlich bestehen. So passiert es oft, dass mitten im Wort eine neue Zeile beginnt und so ein Wort auf zwei Zeilen getrennt wird. Gravierendere ‚Anzeigefehler‘ bei Vergrößerung des Textes sind bei (Vektor-)Grafiken festzustellen. Linien, Pfeile oder sonstige Elemente einer Grafik werden strukturlos auf dem Readerbildschirm angezeigt oder, was häufiger der Fall ist, ausgeblendet. Die schriftlichen Inhalte der Grafik werden ohne logischen Zusammenhang meist jeweils an den Anfang einer Zeile platziert. Dem Leser wird so weder das Betrachten der vollständigen Grafik, weniger noch die eigentliche Absicht der Grafik – das bessere Verstehen der Aussage – möglich gemacht. Um dem zu entgehen, müsste wieder in die kleinste Anzeigegröße umgeschaltet werden, in der aber meist der Text der Grafik zu klein und damit unlesbar ist. Hier sehe ich das größte Anzeigedefizit des Readers. Notwendig wäre es, die Anzeigemöglichkeiten der PDF-Dateien bzw. der Grafiken flexibler zu gestalten, damit solche elektronischen Zeichnungen überhaupt größenvariabel dargestellt werden können.

Bilder (Pixelgrafiken) in Texten lassen sich vergrößern, sofern sie die Grenzen des Displays nicht überschreiten. Einzelne Bilder können darüber hinaus gezoomt und mit Hilfe der Pfeiltasten verschoben werden.

Lesbarkeit von Texten in ePub und BeBB

Zwar wurden keine Grafiken in den ePub- bzw. BeBB-Dateien verwendet, die ich auf dem Reader gelesen habe, da diese nur Prosatexte waren und wissenschaftliche, frei zugängliche Literatur in diesen Formaten kaum zu finden ist, aber das Problem der Zeilenumbrüche besteht bei diesen Formaten nicht. Der Text lässt sich hier um einiges angenehmer und flüssiger lesen. Natürlich sind diese Formate speziell zum Lesen von Textdokumenten auf E-Book-Readern hergestellt worden, im Gegensatz zu PDF, das vorrangig für systemunabhängiges Arbeiten entwickelt wurde. Von daher war zu erwarten, dass Texte in PDF in diesem Kontext klar im Nachteil zu Texten in Formaten für E-Book-Reader sind.

Import und Export

Dateien können via mitgeliefertem USB-Kabel, SD-Karte oder dem Memory Stick Pro Duo auf den E-Book-Reader geladen werden.

Der Import via USB-Kabel ist gegenüber SD-Karte und Memory Stick sehr umständlich. Es ist nur mit der von Sony mitgelieferten E-Book-Software möglich, Dateien auf den Reader zu übertragen. Nach Installation der Software auf dem PC ist es zunächst erforderlich Dateien, die auf dem Reader gespeichert werden sollen, darin zwischenzuspeichern. Die Software stellt für den Anwender eher ein Hindernis statt eine Hilfe dar. Alle Dateien müssen zunächst in einem übergeordneten Verzeichnis in der Software gesammelt werden. Zwar wird automatisch zwischen Text-, Bild- und Audiodateien getrennt, was aber bei größeren Sammlungen, beispielsweise von Textdateien nur eine geringe Hilfe darstellt. Positiv ist, dass der Anwender eigene Ordner, sogenannte ‚Collections‘, anlegen kann, um auch nach eigenem Ermessen Dateien thematisch zu ordnen. Allerdings wird der Anwender dazu gezwungen, erst alle Dateien in das übergeordnete Verzeichnis hinzuzufügen, bevor er diese anschließend wieder heraussuchen muss, um sie in die eigens erstellte ‚Collection‘ bzw. auf den Speicher des Readers hinzuzufügen. Bei PDF-Dateien ist es zudem nicht selten, dass sie über interne kryptische Namen verfügen, die sich nicht umbenennen lassen – ein Problem, was das Auffinden in dem übergeordneten Verzeichnis zusätzlich erschwert. Der Export der Dateien aus der Software in den Reader birgt im Weiteren keine Probleme. Einzelne Dateien oder eigene ‚Collections‘ im Ganzen lassen sich problemlos überführen. Gleiches gilt für den Export der Dateien aus dem Reader in die Software

Schade, dass Sony dem Anwender nicht die komfortable Methode des Verschiebens von Daten vom Quellspeicherort direkt zum Zielspeicherort ermöglicht, wie es bei USB-Sticks oder MP3-Playern üblich ist.

Das Lesen von Dateien über SD-Karte oder Memory Stick ist dagegen um einiges einfacher. Text-, Bild- und Audiodateien werden sofort erkannt und sind innerhalb weniger Sekunden im Reader abrufbar. Allerdings hat man hier nicht die Möglichkeit, die Dateien zu ‚Collections‘ zuzuordnen oder auf die Festplatte des Readers zu kopieren.

Ausblick

Im Vergleich zu den heutigen technischen Möglichkeiten ist der Reader doch noch sehr rückständig. Das Display lässt nur Graustufen zu, was vor allem bei Bildern etwas stört. Wünschenswert für wissenschaftliches Arbeiten wären zumindest eine Suchfunktion und eine Markierungsmöglichkeit im Text. Beim Arbeiten mit gedruckten und elektronischen Texten in Schreibprogrammen ist man es gewöhnt zu unterstreichen, Anmerkungen an bestimmten Textstellen einzufügen und einiges mehr. Da ist die hier vorhandene Funktion ein ‚Bookmark‘ zu erstellen, indem ein elektronisches Eselsohr an die entsprechende Seite eingefügt wird, nur eine unzureichende Alternative. Zum Arbeiten mit längeren Texten ist so eine weitere Arbeitsplattform unverzichtbar. Praktisch und wünschenswert wäre beispielsweise eine Tasche für Notizen in den Außenklappen des Readers gewesen.

Für wissenschaftliches Arbeiten ist der Reader demnach weniger geeignet, zum einfachen Lesen von Texten in readerfreundlichen Formaten für unterwegs, ohne dafür einen Laptop oder gedrucktes Papier mitnehmen zu müssen, dafür umso mehr.

Für künftige Weiterentwicklungen wäre, neben der Verbesserung der internen Funktionen, die Möglichkeit zur Anbindung an ein WLAN-Netz sehr praktisch, um so E-Books direkt aus dem Internet auf den Reader laden zu können. In Readern anderer Hersteller ist das zum Teil schon umgesetzt. Denkbar wäre so beispielsweise auch das regelmäßige Lesen einer abonnierten elektronischen Zeitung oder Zeitschrift auf dem Reader. In Kombination mit den richtigen Anbietern wäre das schon jetzt realisierbar: die Berliner Tageszeitung beispielsweise bietet bereits ein digitales Abonnement im ePub-Format direkt für E-Book-Reader an.

Buchfluch gegen Google, ein Fundstück am Montag

Veröffentlicht in Sonstiges von Ben am 14. September 2009

Das Thema Urheberrecht im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit und zwar insbesondere im Rahmen des Digitalisierungsunterfangens durch Google scheint nicht nur in erregte Debatten zu führen, wie wir sie vom Heidelberger Appell kennen. Im Nebeneffekt könnte es zur Renaissance eines buch- und buchdruckgeschichtlich hochinteressanten Phänomens kommen: dem Buchfluch. Der bekannteste bzw. am häufigsten bearbeitete Fall eines solchen Bücherfluches stellt wohl die Vorbemerkung Eike von Repgows zum Sachsenspiegel dar, der ausgelegt wurde, um diejenigen zu treffen, die heute gegen  § 14 des UrhG verstoßen würden. Mittlerweile ist von einem Fall zu berichten, der dieses Phänomen aktualisiert und auf die Digitalisierung und das kommerzielle Ausschlachten solcher Digitalisate anwendet. In einem amüsanten roten Buch namens „Hinz- und Kurzgeschichten“ eines Autors namens ‘Andi Leser’ lässt sich folgender Eintrag entdecken:

Buchfluch 2.0

Buchfluch 2.0 - Quelle: Leser, Andi (2009) Hinz- und Kurzgeschichten. Berlin: Schaltzeit-Verlag.

Man darf a) gespannt sein, ob sich Google daran hält und b) falls es sich herausgefordert fühlt und das Digitalisat anfertigt, ob der Bannfluch seine Wirkung tut. Bei der Volltexterschließung könnte die automatische Indexierung angesichts so mancher in Form konkreter Poesie verfasster Textteile jedenfalls schnell an ihre Grenzen stoßen, etliche Fehlermeldungen produzieren und dadurch den ganzen Digitalisierungsprozess durcheinander bringen. Völlig substanzlos und aus dem Handgelenk scheint der Fluch also nicht verfasst zu sein. Dies gilt umso mehr, als dass der Autor ganz offen die Gefahr in Kauf nimmt, bei Eintreffen des Fluches, seine elektronische Kommunikationsplattform einzubüßen.

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W3C-Tag, 14. September 2009, HU Berlin

Veröffentlicht in Hinweise, LIBREAS.Audio von Karsten Schuldt am 30. August 2009

Um die Ecke der LIBREAS-Redaktion findet in der Humboldt-Universität zu Berlin am 14. September der öffentliche Thementag des W3C zum Thema „Das Web der Daten und das Web der Menschen“ statt. Das W3C als zentrale Standardisierungsorganisation im WWW möchte eine möglichste große Zahl von Communities in die Prozesse der Standardisierung einbeziehen. Der Thementag ist eine der Veranstaltungen, die zum Austausch zwischen Communities und dem W3C gedacht ist. Zudem stehen die Schnittstellen zwischen der humanen Kommunikation im Netz und den Versuchen, Daten standardisiert zu verwalten, wie sie im Semantic Web unternommen werden, im Mittelpunkt des diesjährigen Forums.

Mehr Informationen finden sich in dieser Pressemitteilung des W3C-Büros, das Programm findet sich auf dieser Seite.

Organisiert wird dieser Tag vom europäischen W3C-Büro an der FH Potsdam, dessen Ansprechpartner Prof. Dr. Felix Sasaki letztens im LIBREAS-Podcast zu Wort kam.

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LIBREAS Preprint No. 3. Joachim Losehand: Moskenstraumen.

Veröffentlicht in LIBREAS aktuell, LIBREAS preprints von libreas am 28. Juli 2009

LIBREAS Preprint 03/2009

Moskenstraumen

von Joachim Losehand

Pack’ die Badehose ein

Der Semiotik ist alles Zeichen. Religion als angewandte Semiotik, die dem Göttlichen zugeneigt ist, setzt voraus, daß Weltgeschehen, respektive der Kosmos als Ganzes direkt oder implizit zeichenhaft Willensäußerung des Numinosen sind. Der religiös Professionelle ist auch insofern Vermittler zwischen der himmlischen und irdischen Sphäre, als er Deuter dieser numinosen Semantik ist. Sei es der Schlag der Wellen, der Flug der Vögel, die Beschaffenheit innerer Organe eines Opfertiers oder die göttlichen Orakel und Ratsprüche, auf die nicht nur die bayerische Staatsregierung angewiesen ist: Sie alle bedürfen der eingehenden Auslegung, der kundigen Exegese. Eine kranke Leber ist nicht einfach eine kranke Leber, eine  weiße Rose nicht einfach eine weiße Rose. (mehr…)

Pur oder püriert? Wissenschaftskommunikation zwischen Blog und Journalismus.

Veröffentlicht in LIBREAS.Referate von Ben am 21. Juli 2009

Ein Kommentar zu Lugger, Beatrice (2009): Die puren Stimmen der Wissenschaft. Blogs bringen eine neue Dynamik in Forschung und Medien. In: Gegenworte, H. 21, S. 26–29.

von Ben Kaden

Wissenschaftsblogs werden mitunter im Umfeld des „Science 2.0“, in das auch manchmal Open Access gezählt wird, gern als eine perspektivisch maßgeblich Variante der Wissenschaftskommunikation angesehen. Beim Bloggen gilt dies aktuell allerdings weniger für die traditionell formalisierte Wissenschaftskommunikation über Publikationen, mitunter für die informelle Kommunikation der Wissenschaftler untereinander und zumeist vor allem für etwas, was auch unter der Bezeichnung „Public Understanding of Science“ gefasst wird: Die Kommunikation zwischen Wissenschaft und der allgemeinen Öffentlichkeit.

Daneben existieren selbstverständlich auch Weblogs, die innerhalb einer Fachgemeinschaft ähnlich den Mailinglisten als Kommunikationswerkzeug genutzt werden, jedoch in geringerer Zahl (vgl. dazu auch hier). In der Regel erfüllen sie die Funktion einer koordinierenden Metakommunikation, die durchaus in den Bereich der informellen Wissenschaftskommunikation einzurechnen ist. (mehr…)

LIBREAS Preprint No. 2. Joachim Eberhardt: Wiederholung erzeugt keine Wahrheit.

Veröffentlicht in LIBREAS aktuell, LIBREAS preprints von libreas am 10. Juli 2009

- direkt zum Preprint -

Vorbemerkung der Redaktion

Der am Mittwoch hier zugänglich gemachte erste Preprint für die nächste Ausgabe von LIBREAS erfreute sich schnell einer Resonanz, die wir kaum für regulär publizierte Artikel kannten. Die Gründe sind offensichtlich: Mit einem derart kontroversen und medial außerordentlich präsenten Thema wie diesem bewegt man sich auf einem sehr schwingenden Resonanzboden und umso stärker, wenn Autoren eindeutig Stellung beziehen möchten.

Die Reaktionen auf die Veröffentlichung sind relativ gemischt: sie reichen von einem neutral „Warum nicht“ bis zu großer Überraschung. Manch einem wird dabei gleich das ganze Medium suspekt, andere vermuten Schwächen in der Qualitätskontrolle.

Dabei werden zwei Aspekte übersehen: Einerseits ist LIBREAS ein Medium, ein Vermittler, und kein Sprachrohr einer bestimmten Richtung.  Andererseits ist ein Preprint ein Text vor der eigentlichen Publikation. Uns geht es darum, dass sich ein Text und seine Aussagen über die Vorveröffentlichung der Diskussion stellt, die als eine Art „Open Peer Review“ funktioniert. Es geht um die Debatte, aus der heraus eine Rückkopplung zwischen dem Autor und seinen Lesern ermöglicht wird.

Wir als Redaktion von LIBREAS möchten einer solchen Diskussion Raum geben. Die Redaktion selbst bezieht aber keine Position. Möglicherweise treten ihre Mitglieder selbst in die Diskussion ein. Dabei wechseln sie jedoch die Rolle und werden ihrerseits zu Autoren, die unter gleichen Bedingungen in die Debatte einstiegen, wie alle anderen Autoren auch. Uns ist bewusst, dass dies mitunter eine nicht ganz einfach zu bewältigende Gratwanderung ist. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass sie gelingen kann.

LIBREAS als Medium enthält sich so weitgehend wie nur möglich einer schematischen Positionierung. Uns interessiert nicht das „Sag mir wo Du stehst“, sondern „Erklär mir, was Du denkst.“ In der Presselandschaft würde man diesen Standpunkt vielleicht als „überparteilich“ bezeichnen. Dies war und wird immer die Redaktionstätigkeit mit ihrer Auswahl und Begutachtungsfunktion leiten.

Wir zählen darauf, dass sich auch unsere Leserschaft selbst mit so harten Bandagen geführten Debatten nicht in Freund-Feind-Schemata vergräbt, sondern Interesse an einer Debatte hat, die zunächst alle Argumentationslinien gleichberechtigt als legitime Bestandteile des Diskurses akzeptiert, um sie dann auf ihre jeweilige Stichhaltigkeit zu prüfen. Wir gehen davon aus, dass sich das bessere Argument durchsetzt und nicht die lautere Stimme.

Die LIBREAS Preprints verstehen sich also als eine Einladung zur sachlichen Auseinandersetzung mit Positionen, wobei die Redaktion die Beiträge weitgehend ungefiltert zur Diskussion stellt. Im besten Fall wird so eine Art „Open Review“ ermöglicht, wie es auch bei Twitter angeregt wurde. Der Beitrag Eric Steinhauers (Jochum über Open Access in Libreas, 07.07.2009) in seinem Weblog „Wissenschaftsurheberrecht“ lässt sich als Bestandteil eines solchen verstehen. Einen weiteren Kommentar gibt es in Archivalia.

Sehr umfänglich äußert sich Joachim Eberhardt. Wir freuen uns daher, seinen Text als LIBREAS PrePrint als Anschlussbeitrag zu „Der Souverän“ an dieser Stelle in die Diskussion einzubringen. Reaktionen auf diesen Text sind ebenfalls sehr gewünscht und können entweder als Kommentar oder per E-Mail an redaktion@libreas.eu beigesteuert werden.

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LIBREAS Podcast # 13: Felix Sasaki

Veröffentlicht in LIBREAS.Audio von libreas am 9. Juli 2009

Prof. Felix Sasaki trat im März 2009 an der Fachhochschule Potsdam eine Professur im Fachbereich Informationswissenschaften an. Zuvor arbeitete er in Japan für das World Wide Web Consortium im Bereich Internationalisierung. Im Rahmen seiner jetzigen Professur beschäftigt er sich mit den Themen Metadaten und Standardisierung. Unter anderem sprechen wir in unserem Podcast über die Arbeit des W3C bei der Erstellung und Pflege von Webstandards, über die Ziele Prof. Sasakis in seiner Lehre und Forschung. Wir diskutieren aber auch die Entwicklungen im Bereich der informationsbasierten Berufsbilder, die Entwicklung des Semantic Web und von Suchmaschinen.

LIBREAS Audio

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. Transkript des Interviews